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    AW: Feiertage nur für Christen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Bin ja mal gespannt was unser Dolcinianer noch so alles vorhat...
    Ich nicht.
    Wir werden weitermachen!

  2. Inaktiver User

    AW: Feiertage nur für Christen?

    OT:
    Die Dolcinianer waren Kirchenrebellen, die sich dagegen ausgesprochen haben, dass durch die Kirche im Namen Christi das Volk ausgebeutet wird. Wie übrigens auch die Katharer und die Bogomilen.
    Stets hat es Bewegungen gegeben, die nicht den Weg des geringsten Widerstandes gegangen sind, sondern ihrem Gewissen folgen mussten.
    Und genau hier identifiziere ich mich mit diesen Rebellen. Auch und gerade gegen die etablierten Kirchen, die aber - für alle!! - unglaubliche wichtige Arbeit leisten und deshalb unterstützt gehören, auch wenn man ihre Hierarchien und Dogmen nicht immer gutiert.

    @mediterranee
    Du sprichst aus, was die anderen vermutlich zu sagen vermeiden:
    Käme eine Feiertagsregel nach meinem Muster, würdest Du in die katholische Kirche eintreten, um Dir alle Vorzüge zu sichern, die die katholische Kirche mit sich bringt.

    Eine ehrliche Antwort, aber ein Exempel und Symptom für den bodenlosen Egoismus in unserer Gesellschaft.
    Meine "Verheißungen" sind ein HInweis auf eine sich verändernde Gesellschaft mit anderen als den bisherigen Werten. Und diese Veränderungen werden den Leuten mit Mitnahme-Mentalität nicht gefallen.

    Nichts für ungut..., ich habe nach Eurer Meinung gefragt und nun kenne ich sie.

  3. Inaktiver User

    AW: Feiertage nur für Christen?

    Zunächst muss ich betonen, dass ich die normalen Sonntage von meiner Intention ausgenommen wissen wollte. Dies sind ja keine Feiertage!
    Und ob.
    Kein Feiertag ist stärker biblisch, also religiös, begründet als der siebte Tag, für den Gottes Ruhen nach der Schöpfung als Argument genommen wird, dass der Mensch auch nicht arbeiten sondern den Tag heiligen solle. Ob der siebte Tag nun auf einen Sonntag fällt oder auf einen Samstag oder auf einen Dienstag, ist egal. Es geht ums Prinzip des siebten Tages, der ein heiliger, arbeitsfreier Tag sein soll, an dem man Gott und sein Werk feiert.

    Jedenfalls in den abrahamitischen Religionen. In den anderen natürlich nicht.

    Deshalb darf gemäss deiner eigenen Logik auch der Sonntag nicht von der Regelung, die dir vorschwebt, ausgenommen werden: nur gläubige, einer anerkannten abrahamitischen Religion angehörende Menschen dürften in den Genuss eines arbetsfreien siebten Tages kommen. Die anderen nicht.

    Auch in meinen Augen eröffnet eine solche Regelung zu viel Raum für Willkür zulasten der Arbeitnehmer.


    Wie definiert man zudem Zugehörigkeit zu einer Religion? Reicht selbstdeklarierter Glaube aus oder muss irgendeine formale Mitgliedschaft nachgewiesen werden? Was gleich wieder alle anderen Religionen ausserhalb der jüdischen und christlichen Tradition zu schwierigen Fällen macht, denn die meisten kennen keine derart formalen Institutionen wie die Landeskirchen. Angefangen bei den Moslems, weiter zu den unzähligen hinduistischen Strömungen, zu all den buddhistischen Ausprägungen (es gibt keine "Mitgliedschaft" zu einer Institution z.B. im Zen-Buddhismus).

    Auch hier: viel Platz für Willkür.
    Geändert von Inaktiver User (16.05.2009 um 08:01 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Feiertage nur für Christen?

    Gab es nicht schon einmal?
    Unter diktatorischen Regierungen ?

    Mußte man da nicht auch Parteimitgliedskarten erwerben, um in den Genuss von lebensnotwendigen Dingen zu gelangen?

    Dann muß man, deiner Ansicht nach, "Mitglied" einer der Kirchen sein, um in den Genuss freier Tage zu gelangen?
    Geändert von Inaktiver User (16.05.2009 um 08:19 Uhr)

  5. User Info Menu

    AW: Feiertage nur für Christen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @mediterranee
    Du sprichst aus, was die anderen vermutlich zu sagen vermeiden:
    Käme eine Feiertagsregel nach meinem Muster, würdest Du in die katholische Kirche eintreten, um Dir alle Vorzüge zu sichern, die die katholische Kirche mit sich bringt.

    Eine ehrliche Antwort, aber ein Exempel und Symptom für den bodenlosen Egoismus in unserer Gesellschaft.
    Meine "Verheißungen" sind ein HInweis auf eine sich verändernde Gesellschaft mit anderen als den bisherigen Werten. Und diese Veränderungen werden den Leuten mit Mitnahme-Mentalität nicht gefallen.

    Nichts für ungut..., ich habe nach Eurer Meinung gefragt und nun kenne ich sie.
    Dolcinianer,
    versuche das Ganze mal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.
    Wenn man willkürlich und nur aufgrund seiner Weltanschauung benachteiligt werden soll, dann fällt es nicht schwer, den Menschen, die einen benachteiligen, etwas vorzuspielen und sie zu verarschen.
    Das hat gar nichts mit Verfall der Werte zu tun oder mit übertriebenem Egoismus.
    Wer mir blöd kommt und mich ungerecht behandelt, dem halte ich nicht die andere Wange hin.
    Da geh ich ohne Not in eine Kirche und bleibe im Herzen Agnostikerin.
    Übrigens so wie ein sehr hoher Prozentsatz derer, die jetzt bereits in der kath. Kirche sind! Denk mal drüber nach.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    zu viel Raum für Willkür zulasten der Arbeitnehmer.
    Und damit ist die ganze Idee vollkommen indiskutabel.
    Hier argumentiert jemand nicht im Sinne der Allgemeinheit, sondern nur von seinem eigenen religiösen, subjektiven Standpunkt aus.
    Wir werden weitermachen!

  6. Inaktiver User

    AW: Feiertage nur für Christen?

    @Horus
    Auch Du hast meine Posts nicht genau gelesen. Ich sprach von in D anerkannten(!) Kirchen, denen man angehören müsse.
    Das andere ist Wortklauberei. Man spricht von "Sonn-und Feiertagen", und wenn irgendwo wie z.B. bei Wikipedia eine Auflistung der Feiertage zu sehen ist, stehen da keine Sonntage in der Liste, es sei denn, es fiele ein Feiertag auf einen Sonntag.
    Und - nichts liegt mir ferner, als die AN zusätzlich zu beuteln, die schon genug ausgenutzt werden.

    @all
    Ich lese immer "Benachteiligung"?! Ist es kein Nachteil, wenn Kirchenangehörige ihren pekunären Obolus an ihre Kirche entrichten, von dem andere, die sich elegant abseilen, auch partizipieren?
    Selbst wenn ein Atheist Kirchenmitglied ist, leistet er über seine Kirchensteuer wenigsten einen sozialen Beitrag, bevor er womöglich gar nichts tut, wenn er schon mit dem Weihnachtsfest nichts anfangen kann.

    Kruzifixe in Klassenzimmern wurden länderweise bereits abgeschafft. In Berlin stand der Religionsunterricht auf dem Prüfstand, der durch "Ethik" ersetzt werden sollte. Wie bereits erwähnt und verlinkt, sind schon Überlegungen angestellt worden, auf Feiertage ganz zu verzichten. Busse mit der Aufschrift "Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott" fahren durch die Gegend und die Leute kennen zwar den Osterhasen, halten aber Judas Ischariot für einen Rapper.

    Es sollte also nicht verwundern, wenn man dann noch angesichts des volkswirtschaftlichen Schadens, der zusätzlich durch das unmotivierte Fehlen am Arbeitsplatz entsteht, jemand die Notbremse zieht.

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    AW: Feiertage nur für Christen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Davon abgesehen, erkundige Dich im Vorfeld doch erst mal, was die von Dir gepriesene Kirche tatsächliche in sogenannte "kirchliche" Einrichtungen investiert. Den Löwenanteil der Kosten bezahlen die Steuerzahler, ebenso die Löhne der Priester, Bischöfe und sonstige Angestellte.... Die von Dir genannten Einnahmen der Kirchensteuer wandern bei den Katholiken alle gen Rom. Nicht umsonst nennt man den Vatikan den reichsten Staat der Welt.

    Die evangelische Kirche macht da keine Ausnahme.

    Der Eigenanteil kirchlicher Träger beim Betrieb von Kindergärten liegt bei 10 Prozent, bei Sozialstationen wird er mit 12 Prozent angegeben. Kirchliche Altenheime und Krankenhäuser finanzieren sich völlig ohne Kirchensteuermittel - sprich vom Staat.
    Das ist natürlich ein völliger Quatsch! Priester, Pfarrer, Bischöfe und kirchliche Angestellte werden aus den Kirchensteuermittel bezahlt. Diese Kosten machen immer zwischen 50 und 70% aller Haushalte der Diözesen und Landeskirchen aus. Zuschüsse zu Gehaltskosten gibt es nur in dem Bereich Erziehung und Beratung, da hier nach dem Subsidiaritätsprinzip öffentliche Aufgaben wahrgenommen werden. Die Zuschüsse bekommen alle Wohlfahrtsverbände und nicht nur kirchliche Träger.

    Quelle Bistum Essen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @Horus
    Ist es kein Nachteil, wenn Kirchenangehörige ihren pekunären Obolus an ihre Kirche entrichten, von dem andere, die sich elegant abseilen, auch partizipieren?
    .
    Die Nichtkirchensteuerzahler entrichten ihren Beitrag über ihre ganz normale Steuer, was PinkRose ja so beklagt.
    Geändert von Opelius (16.05.2009 um 12:54 Uhr)
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  8. Inaktiver User

    AW: Feiertage nur für Christen?

    ch sprach von in D anerkannten(!) Kirchen, denen man angehören müsse.
    Du schriebst aber auch, dass Moslems selbstverständlich an muslimischen Feiertagen frei bekämen. Auch in Deutschland.
    Ausserdem, was machst du mit der jüdischen Gemeinschaft? Die sind hier (in der Schweiz) rechtlich den gleichen Status wie die römisch-katholische, die reformierte und die christkatholische Konfession.

    Sonn- und Feiertage ... ist eine moderne Unterscheidung. Aber jemand, der dermassen aus der religiösen Tradition heraus argumentiert, sollte sich bewusst sein, dass Sonntage ursprünglich genau das waren: Feiertage. Religiöse Feiertage, um genau zu sein. Basierend auf einer religiösen Begründung. Und deshalb, wenn man deine Argumentation konsequent befolgen will, für alle nicht gütlig, die nicht an den Schöpfergott glauben, der die Welt in sechs Tagen erschaffen und am siebten Tag geruht habe.

  9. Inaktiver User

    AW: Feiertage nur für Christen?

    Die Arbeitgeber werden dann bevorzugt Atheisten einstellen. Die kosten dann nämlich weniger als die ganzen Christen und Muslime (ist der Islam eigentlich eine "anerkannte Kirche"? Die Mitgliedschaft in einer solchen soll ja Bedingung sein für die Inanspruchnahme von Feiertagen), die ständig irgendwelche Feiertage haben wollen.

  10. User Info Menu

    AW: Feiertage nur für Christen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (ist der Islam eigentlich eine "anerkannte Kirche"?
    Nein. Es gibt nur einen Zentralrat der Muslime, zu dem aber keineswegs alle Moscheengemeinden gehören. Die meisten Moscheen sind stark auf die Herkunftsländer ihrer Mitglieder ausgerichet.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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