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  1. Inaktiver User

    AW: Feiertage nur für Christen?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    @ Dolcinianer

    Gerade im Bereich der Diakonie und der Caritas arbeiten fast die meisten Mitarbeiter rund um die Uhr: z.B. Krankenpflege, Altenheime, Erziehungseinrichtungen. Schließlich kann man Pflegebedürftige weder beim Weihnachtsmann noch beim Osterhasen abgeben. Es ist für Leitungen ein ziemlicher Aufwand, die Dienstpläne sowohl den sachlichen Notwendigkeiten, wie den privaten Bedürfnissen anzupassen. Das heisst für die Mitarbeiter, akzeptieren zu lernen, dass sie jedes zweites Wochenende bei schmalster Besetzung arbeiten müssen und nur jeden zweiten Feiertag einmal frei haben, mit Sicherheit aber nicht die Privilegien wie andere auf Brückentage und Zwischen-den-Jahren-frei-haben genießen können. Ihre normale Arbeitswoche dauert 12 bis 13 Tage und dann haben sie Anspruch ein langes Wochende und zwischendurch mal ein Wochentag frei. Nicht besonders familienfreundlich, aber notwendig.

    Ich halte es für einen Fortschritt, dass es gesetzliche Feiertage gibt und nicht wie in Asien die Menschen ohne Sonntag und Urlaub durcharbeiten müsen, bei kärglichem Lohn.
    Und ich halte es für einen Fortschritt, dass Feiertage für alle Menschen gelten und nicht nur Priviligierte, die nachweisen müssen, dass sie Kirchensteuer zahlen und sonntags in die Kirche gehen.
    Deine Argumentation ist Wasser auf die Mühlen derjenigen, die für ein generellen Aufheben des Sonntags- und Feiertagsarbeitsverbotes hinarbeiten - immer mit Blick auf die Globalisierung.

    Etwa ein Viertel aller Arbeitnehmer müssen sowieso ohne Rücksicht auf Sonn- und Feiertage im Schichtdienst oder zu ungünstigen Zeiten arbeiten: Krankenpflege, Polizei, Versorgunsgunternehmen, Montanindustrie, Gaststätten, Vergnügungseinrichtungen und Kultureinrichtungen ( ich habe bestimmt etwas vergessen). Möchtest Du, dass alle Arbeitnehmer das in Zukunft müssen?

    Dein Gedanke logisch zu Ende gebracht hieße in meinen Augen: alle Arbeitnehmer haben 365 Arbeitstage im Jahr und 144 Tage Urlaub (52 Wochendenden, 12 gesetzliche Feiertage und 28 Tage Urlaub addiert), die sie in Abstimmung mit der Firma im Jahr nehmen können, aber nie mehr als einmal drei Wochen und sonst nur einzelne Tage. Da würdest Du als Chefin noch etwas mehr an Abstimmungsbedarf haben und eine zusätzlich Fachkraft für Arbeitsplanung benötigen.
    Zunächst muss ich betonen, dass ich die normalen Sonntage von meiner Intention ausgenommen wissen wollte. Dies sind ja keine Feiertage!
    Zweitens weiß ich als Wirtssohn nur allzu gut, was es heißt, "rund um die Uhr" da sein zu sollen. Drittens habe ich keine Imbißbude (das war nur ein Beispiel, das mir eben einfiel), sondern einen kleinen Optikerladen, der sich bemüht hat, Tafelläden mit Brillen zu beliefern, was leider Caritas und Finanzamt verhindert hat. Aber das ist ein anderes Thema. Viertens habe ich stets auf Seiten der Schwachen gefochten und möchte gerade NICHT, dass diese noch mehr als bisher arbeiten müssten.
    Aber wenn ich etwas hasse, dann sind es die Heuchler und Absahner, die an der Sozietät herumschmarotzern, die andere am Leben erhalten. Meinen Nickname habe ich nicht zufällig gewählt.

    Wer sich aus Verpflichtungen abseilt, sollte auch nichts zu erwarten haben. So einfach ist eigentlich, was ich darstellen will, unabhängig von materiellen Schäden, die durch Leute entstehen, die für sich immer nur die Rosinen herauspicken.
    Warum machen wir es denn nicht alle so und lassen die Kirche Kirche sein, den lieben Gott einen guten Mann und schicken alte und kranke Leute zum Osterhasen??
    So sparen wir Geld, haben keine Verpflichtungen und Recht ist es (derzeit) auch noch!
    Willst Du das so haben?

  2. Inaktiver User

    AW: Feiertage nur für Christen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber wenn ich etwas hasse, dann sind es die Heuchler und Absahner, die an der Sozietät herumschmarotzern, die andere am Leben erhalten. Meinen Nickname habe ich nicht zufällig gewählt.

    Wer sich aus Verpflichtungen abseilt, sollte auch nichts zu erwarten haben. So einfach ist eigentlich, was ich darstellen will, unabhängig von materiellen Schäden, die durch Leute entstehen, die für sich immer nur die Rosinen herauspicken.
    Warum machen wir es denn nicht alle so und lassen die Kirche Kirche sein, den lieben Gott einen guten Mann und schicken alte und kranke Leute zum Osterhasen??
    So sparen wir Geld, haben keine Verpflichtungen und Recht ist es (derzeit) auch noch!
    Willst Du das so haben?

    Ach, daher weht der Wind. Warum hast du das nicht gleich gesagt. Du möchtest so ganz allgemein über Sozialschmarotzer herziehen, die du überall witterst.

    Und wer am Himmelfahrt einfach ausschläft, der ist halt ein Rosinenpicker.

    Man kann sehr gut Kirche Kirche sein lassen und sich dennoch um alte und kranke Menschen kümmern. Bitte etwas mehr Logik. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

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    AW: Feiertage nur für Christen?

    Dolcinianer,
    Deine kruden Gedanken kann ich leider nicht ernst nehmen, nur darüber schmunzeln.

    Würde tatsächlich eine Regierung auf die Idee kommen, diesen Quatsch einzuführen, ich wäre die Erste, die der katholischen Kirche beitritt (die haben die meisten Feiertage). Wie es in mir glaubenstechnisch aussieht, kann man ja zum Glück nicht überprüfen.
    Wir werden weitermachen!

  4. Inaktiver User

    AW: Feiertage nur für Christen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Man kann sehr gut Kirche Kirche sein lassen und sich dennoch um alte und kranke Menschen kümmern. Bitte etwas mehr Logik. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
    Schön, wenn es so ist. Die Alten und Kranken habe auch nicht ich ins Feld geführt, sondern Opelius. Soviel zur "Logik".

    Wer an Himmelfahrt ausschläft, ist nicht unbedingt ein Rosinenpicker, sondern vielleicht einfach noch müde.
    Mit meinem Thema hat das nichts zu tun. Ich habe keinen Kirchgang verlangt und behaupte auch nicht von mir selbst, ein guter Kirchgänger zu sein. Auf Polemik habe ich keinen Bock. Ich bitte darum, besser zu lesen, was ich schreibe.
    @mediteranee
    Ich hoffe, Du kannst noch eine Weile schmunzeln, aber ich glaube, Dir vergeht es bald.

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    AW: Feiertage nur für Christen?

    Das glaube ich nicht. Denn es gibt viele vernunftbegabte Menschen in diesem Land, die begreifen, was die Wörtchen säkular und gleichberechtigt bedeuten.
    Wie absurd, Menschen zu benachteiligen, weil sie nicht religiös sind.
    Geändert von Mediterraneee (15.05.2009 um 14:29 Uhr)
    Wir werden weitermachen!

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    AW: Feiertage nur für Christen?

    Also von mir aus gehe ich gerne an den ganzen christlichen Feiertagen arbeiten (bin Atheist) - wenn ich mir dafür dann die gleiche Anzahl Tage raussuchen kann, die ich dann frei kriege!

    Statt die Geburt Jesu würde ich eh lieber die von Isaac Newton, Darwin oder Sigmund Freud feiern und statt irgendeiner Himmelfahrt meinetwegen das Wiedererscheinen des Halleyschen Kometen... da die Feiertage ja sozusagen subventioniert, d.h. vom AG/Staat... bezahlt werden, stehen die wohl auch jedem zu.

    Geht nur in meinem Fall eh nicht, da ich Lehrerin bin ich somit an den Ferien hänge...

    LG, Anke

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    AW: Feiertage nur für Christen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber wenn ich etwas hasse, dann sind es die Heuchler und Absahner, die an der Sozietät herumschmarotzern, die andere am Leben erhalten. Meinen Nickname habe ich nicht zufällig gewählt.

    Wer sich aus Verpflichtungen abseilt, sollte auch nichts zu erwarten haben.
    Dass halte ich für eine bedenklich Ausage! Denn Du unterstellst, dass Menschen, die nicht offensichtlich sich engagieren, Sozialschmarotzer sind. Dabei vergisst Du die, die in ihrer eigenen Familie mehr als genug Pflegearbeit leisten. Dabei vergisst Du die, die sich als Ehrenamtliche (das ist ja auch in der ARD das Wochenthema) bei der freiwilligen Feuerwehr, beim THW, in Kindergärten, bei den Tafeln, in der Hospizarbeit, in den Schulpflegschaften, in den Sportvereinen eine Menge freiwilliger und zusätzlicher Arbeit aufgeladen haben.

    Einige tun das aus ihrer Glaubensüberzeugung heraus, aber keineswegs alle. Es gibt keine Statistik über Motivation der Ehrenamtlichen. Sie alle tun es aber aus Überzeugung und für uns alle.

    Ihnen sind wir Dank schuldig. Bezahlen kann es niemand, wie auch bei ca. 23 Millionen Ehrenamtlichen.

    Vor etwa 15 Jahren wurde in politischen Gremien diskutiert, ob das freiwillige bürgerliche Engagement sich nicht rentensteigernd oder in anderen Privilegien niederschlagen sollte. Das hörte sich auf den ersten Blick ziemlich gut an. Wurde dann aber verworfen, weil es dem totalen Mißbrauch die Scheunentüren weit aufgemacht hätte, und keineswegs zu einer höheren Motivation führt.

    Auch soll, aber ich bin mir nicht ganz sicher, bei der Gewerkschaft Ver.di diskutiert werden, ob nicht als Anreiz für Gewerkschaftsmitglieder so ein Bonbon wie 2 Urlaubstage mehr ausgehandelt werden könnten. Gewerkschaftsmitglieder opfern immerhin 1% ihres Bruttoeinkommens für diese Solidarität. Soetwas hielte ich für den komplett falschen Weg.

    Gewerkschaften, die einen hohen Organisationsgrad haben, sind die, die in den letzten Jahren überhaupt noch etwas für ihren Tarifbereich rausgeholt haben. Und nur wirkliche Erfolge werben für Mitgliedschaft.

    Du magst zu Recht beklagen, dass so viele Menschen in unserem Land sich nicht mehr zu einem christlichen Glauben bekennen. Aber mit kleinen Leckerhäppchen für Kirchenmitglieder steigerst Du nicht Frömmigkeit, sondern Scheinheiligkeit.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  8. Inaktiver User

    AW: Feiertage nur für Christen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @mediteranee
    Ich hoffe, Du kannst noch eine Weile schmunzeln, aber ich glaube, Dir vergeht es bald.
    Was sind das denn für Verheißungen?

    Ich finde das jedenfalls reichlich daneben.

  9. Inaktiver User

    AW: Feiertage nur für Christen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Es ist doch nicht einzusehen, dass ich als Evangelischer an Mariä Himmelfahrt frei bekomme, nur weil ich in Bayern wohne und es dort "Tradition" ist.
    Was hindert Dich daran, an einem solche Tag zu arbeiten und der Gemeinschaft etwas gutes zu tun (dann aber nach Möglichkeit bitte unbezahlt)?

    Wenn ich eines nicht ab kann, dann sind es Mitmenschen, die meinen, ihre Mitmenschen missionieren zu müssen, dazu noch in aggressiver Art und Weise - ätzend!
    Also doch für seinen Glauben bezahlen, oder wie?

    Davon abgesehen, erkundige Dich im Vorfeld doch erst mal, was die von Dir gepriesene Kirche tatsächliche in sogenannte "kirchliche" Einrichtungen investiert. Den Löwenanteil der Kosten bezahlen die Steuerzahler, ebenso die Löhne der Priester, Bischöfe und sonstige Angestellte.... Die von Dir genannten Einnahmen der Kirchensteuer wandern bei den Katholiken alle gen Rom. Nicht umsonst nennt man den Vatikan den reichsten Staat der Welt.

    Die evangelische Kirche macht da keine Ausnahme.

    Der Eigenanteil kirchlicher Träger beim Betrieb von Kindergärten liegt bei 10 Prozent, bei Sozialstationen wird er mit 12 Prozent angegeben. Kirchliche Altenheime und Krankenhäuser finanzieren sich völlig ohne Kirchensteuermittel - sprich vom Staat.
    Geändert von Inaktiver User (15.05.2009 um 19:50 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Feiertage nur für Christen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was sind das denn für Verheißungen?

    Ich finde das jedenfalls reichlich daneben.
    Habe ich auch gedacht. Er machte ja darauf aufmerksam, dass er nicht ohne Grund diesen Nicknamen gewählt hat.

    "Wer sind die Dolcinianer?

    Die Dolcinianer waren die Anhänger des Fra Dolcino.
    Er teilte die kirchlische Entwicklung in vier Zeitalter ein. In dem vierten Zeitalter sah Dolcino die radikale Vernichtung der reichen Kirche, da ihm Armut mehr galt als Besitz. Um 1300 hatte er den Plan, innerhalb der kommenden drei Jahre alle Kirchenleute auszurotten.

    Seine Lehre führte zu einem Bauernaufstand, indem er viele neue Anhänger und Führer (die meisten aus dem oberen Gebirgstal der Sesia) fand. Dort verschanzte er such auch mit 1400 Männern und Frauen vor der Inquisition und dem Heer des Bischhofs
    Der Kampf dauerte vom Herbst 1304 bis zum Frühjahr 1307.

    Trotz Überlegenheit mussten die Belagerer zunächst mehrere Niederlagen hinnehemen, aber am Ende gelang es doch die Aufständigen durch Aushungerung zu zermürben. Viele Dolcinianer wurden gefangen genommen und als Ketzer verbrannt."

    Bin ja mal gespannt was unser Dolcinianer noch so alles vorhat...

    Quelle

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