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08.04.2009, 12:29
AW: Biologismus, Philosophie, etc.
None of the really important decisions are ever easy. And they can never be completely right, because there is always a point of view from which they are wrong.
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08.04.2009, 22:29
AW: Biologismus, Philosophie, etc.
Dazu gibt es ja auch noch den linguistischen Einwand: "In der sprachlichen Beschreibung dessen, was ist, seien zwangsläufig normative Elemente enthalten. Was in den Kanon menschlicher Sprache und damit den Diskurs aufgenommen werde, sei dadurch bereits wertend verändert worden. Deshalb könne es keine „wertfreie“ Beschreibung objektiver Dinge geben, und das Sollen sei bereits implizit in der Benennung dessen, was ist, enthalten."
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08.04.2009, 22:40
AW: Biologismus, Philosophie, etc.
Daß in jeder Beschreibung normative Elemente enthalten sind ist wohl wahr, aber damit ist noch lange nicht erwiesen, daß diese Elemente irgendwie ethisch normativ sind.
Als Beispiel: Wenn ich den logischen Aufbau eines Computerchips mit Hilfe einer formalen Beschreibungssprache darstelle, verwende ich dabei sprachliche Abstraktionen, deren Bedeutungen normativ festgelegt sind, ohne daß sie damit auch nur im Geringsten mit einer ethischen Wertung verbunden wären.None of the really important decisions are ever easy. And they can never be completely right, because there is always a point of view from which they are wrong.
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08.04.2009, 22:46
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08.04.2009, 22:50
AW: Biologismus, Philosophie, etc.
Geändert von sfumato (08.04.2009 um 22:53 Uhr)
None of the really important decisions are ever easy. And they can never be completely right, because there is always a point of view from which they are wrong.
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08.04.2009, 23:07
AW: Biologismus, Philosophie, etc.
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08.04.2009, 23:33
AW: Biologismus, Philosophie, etc.
Ich kann mit Hilfe eines hypothetischen Experiments aus Schmerzaussagen Wertaussagen ableiten:
Nachdem ich eine Skala von Schmerzaussagen psychometrisch normiert habe, eiche ich damit mein "Gom Jabbar" (ein fiktives Gerät, mit dem man bei einer Versuchsperson einen beliebig einstellbaren Schmerzpegel erzeugen kann). Meinen Versuchspersonen biete ich dann finanzielle Belohnungen für die Selbstanwendung des Gom Jabbars. Da kommt dann meinetwegen raus, daß sie im Schnitt schon ab 1 € zu Schmerzstufe 1 bereit sind, sich Schmerzstufe 2 aber durchschnittlich 2.50€ und Stufe 3 7.20€ kosten lassen. Einige wenige Hardcoremachos sind vielleicht sogar bereit, auf Schmerzstufe 15 zu gehen und kassieren dafür eine Prämie im Wert eines Mittelklassewagens. Usw.None of the really important decisions are ever easy. And they can never be completely right, because there is always a point of view from which they are wrong.
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08.04.2009, 23:42
AW: Biologismus, Philosophie, etc.
Ja, ich erinnere mich dunkel. Paul Atreides musste auch die Hand reinhalten, oder? Aber irgendwie fehlt mir in dem Beispiel noch das 'Sollen'. Und ist eine materielle (hier pekuniäre) Aussage auch immer einer Aussage über ethische Werte? Hier wäre doch eher der ethische Kompass von Gaius Helen Mohiam zu hinterfragen.
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08.04.2009, 23:52
AW: Biologismus, Philosophie, etc.
Mein Gedankenexperiment soll erst mal nur plausibilisieren, daß man deskriptive Aussagen in einen utilitaristischen Wertbegriff übersetzen kann. Natürlich kann man den Standpunkt vertreten, daß ethisch-normative Wertbegriffe im eigentlichen Sinne nochmal was anderes sind als rein utilitaristisch formulierte Werte. Aber das ist m.E. nur ein Gradunterschied- die Position, daß am utilitaristischen Wertbegriff so überhaupt nichts Ethisches ist wäre mir zu radikal.
None of the really important decisions are ever easy. And they can never be completely right, because there is always a point of view from which they are wrong.
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09.04.2009, 00:07
AW: Biologismus, Philosophie, etc.
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