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    AW: Pro Reli in Berlin

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ist das Dein Ernst?
    Ja.
    Das sollte aber auch illustrieren, dass es sehr lehrerabhängig ist, wie qualitativ hochwertig der Unterricht ist.
    Und das trifft auf Ethik wie auch auf Religion zu.
    Wir hatten eben das Glück, dass es an unserer Schule keinen Lehrer gab, der Ethik Unterricht geben kann, also wurde der Professor von der Uni als Gastlehrer geholt.
    Und das war GENIAL, was der uns ermöglicht hat zu lernen.

    Deshalb meine ich ja auch, dass es um den INHALT geht und nicht darum, die Kinder nach Religionszugehörigkeit zu trennen.
    Und das wollte Pro Reli im Endeffekt und das ist völlig falsch, wenn man versuchen will, Menschen besser zu integrieren.

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    AW: Pro Reli in Berlin

    Kant und Sartre habe ich im Philosophieunterricht diskutiert - in der Oberstufe. Finde ich auch einen angemessenen Platz dafür.
    Im Religionsunterricht habe ich dagegen viel über die christliche Religion und ihre Ursprünge (d.h. sehr viel auch Judentum) und sehr viel über den Islam gelert. Hinduismus sowie Buddismus wurden ebenso behandelt. Dazu dann "gesellschaftliche Themen" - von Gewalt über Drogen etc. die m.E. auch in anderen Fächern ihren Platz hätten finden können.

    Im Ethikunterricht in Berlin wird der "Religionsteil" weggelassen - es bleibt ein Sammelsurium von irgendwie wichtigem, das aber nicht angebunden ist. Werte werden so bestimmt nicht vermittelt.

    Und wieso soll eigentlich diese "gemeinsam" immer besser sein? Das ist irgendwie eine Berliner Marotte - dass es funktioniert hat noch keiner nachgewiesen.

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    AW: Pro Reli in Berlin

    Zitat Zitat von petitnicolas Beitrag anzeigen
    Und wieso soll eigentlich diese "gemeinsam" immer besser sein? Das ist irgendwie eine Berliner Marotte - dass es funktioniert hat noch keiner nachgewiesen.
    Ich bin keine Berlinern, ich bin wie viele ZUGEZOGEN.
    Das hat also mit Berliner Marotte überhaupt nichts zu tun.

    Schulunterricht findet in der Regel zusammen statt.
    Das scheint also ein bewährtes Prinzip zu sein.

    Religion wäre also eher eine Ausnahme.
    Wie wärs, wenn du diese Ausnahme begründen würdest!

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    AW: Pro Reli in Berlin

    Zitat Zitat von Kuehlesblondes Beitrag anzeigen
    Schulunterricht findet in der Regel zusammen statt.
    Das scheint also ein bewährtes Prinzip zu sein.
    Es wird so gemacht - in Berlin sogar 6 Jahre lang in der Grundschule.

    Nur: es ist vollkommen unklar, ob sich das überhaupt bewährt. Die Ergebnisse des Berliner Systems (das im übrigen besonders teuer ist) sind weit unterdurchschnittlich - auch im Vergleich mit anderen Regionen, die eine ähnliche Sozialstruktur haben.

    Das meine ich mit "Marotte" - da wird einfach die These aufgestellt: gemeinsam ist besser. Nur der Nachweis fehlt.

    Vielleicht ist es auch besser erst einmal individuelle Stärken zu entwickeln und anschließend "zusammenzuschmeißen".

    Im Ethikunterricht werden religiöse Themen wenn überhaupt auf der Basis dessen diskutiert, "was die Kinder in den Unterricht hineintragen".
    Eine gesicherte Diskussionsbasis ist das m.E. nicht, eher in Chaos im Sinne von "ich habe mal gehört dass....." und der Lehrer weiss es mangels Ausbildung im Zweifel auch nicht besser. Nein danke.

    Besser wäre es, jede Gruppe würde sich erst einmal mit den Basics beschäftigen, diese verstehen und "beherrschen" - und anschließend mit den anderen diskutieren.

    Im Spiegel online war gestern ein interessanter Bericht zu islamischem Religionsunterricht in NRW (Modellversuch). So kann das gehen, finde ich.

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    AW: Pro Reli in Berlin

    Zitat Zitat von petitnicolas Beitrag anzeigen
    Im Ethikunterricht in Berlin wird der "Religionsteil" weggelassen - es bleibt ein Sammelsurium von irgendwie wichtigem, das aber nicht angebunden ist. Werte werden so bestimmt nicht vermittelt.

    Werte sind nicht an Religion oder Konfession geknüpft.
    Der Ethikunterricht findet auch nicht im luftleeren Raum statt.
    Konkret:
    Es wird nicht lediglich übereinander gesprochen wie im Religionsunterricht, sondern miteinander.


    Und wieso soll eigentlich diese "gemeinsam" immer besser sein? Das ist irgendwie eine Berliner Marotte - dass es funktioniert hat noch keiner nachgewiesen.
    Das ist Grundlage unsere demokratischen Staatswesens.
    Es gibt eine gemeinsame Erdkugel, wir leben auf einem Planeten.

    Nimm Staaten an sich.
    Und dann betrachte die Welt.
    Staaten müssen miteinander auskommen.
    Jeder für sich - und miteinander.

    Nun ist unsere Gesellschaft, die Stadt Berlin z. B. nicht homogen beschaffen, insbesondere nicht was Religion anbelangt.

    Religion ist nur ein kleiner Teil vom Großen Ganzen.
    Das mag andernorts anders sein, wo die meisten Menschen z. B. einer Konfession angehören.

    Und nochmal:
    Ärger gibt es immer da, wo unterschiedliche Richtungen und Gruppen nicht miteinander reden, sonder im eigenen Saft schmoren und übereinander reden.

    Liebe Grüße,

    Matratze
    Now, bring me that horizon.

    Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.

    Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
    NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
    Kein Foster - keine Rettung.
    Smashie starb am 17.09.2016.
    Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
    Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.

    Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.

  6. gesperrt

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    AW: Pro Reli in Berlin

    Zitat Zitat von petitnicolas Beitrag anzeigen
    Besser wäre es, jede Gruppe würde sich erst einmal mit den Basics beschäftigen, diese verstehen und "beherrschen" - und anschließend mit den anderen diskutieren.
    Welche Gruppen?
    Die Atheisten bzw. diejenigen, denen das vollkommen egal zu sein scheint, scheinen ja in der Überzahl zu sein.

    Was spricht dagegen die verschiedenen Religionen gemeinsam zu behandeln?
    Du argumentierst da immer, dass das ja nicht der Fall ist.
    Ja schön, das ist bei mir angekommen.
    Dann führen wir es eben ein.
    Zu diesem Volksentscheid würde ich JA sagen.

    Was ich übrigens auch ablehne: Dass die Kirchen selbst den Unterrichtsinhalt bestimmen. Dafür haben sie ihre Kirchen und Bibelstunden und sonstige private Veranstaltungen.

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    AW: Pro Reli in Berlin

    Zitat Zitat von petitnicolas Beitrag anzeigen
    Es wird so gemacht - in Berlin sogar 6 Jahre lang in der Grundschule.

    Ja, und Religionsunterricht ist freiwillig.
    Nur: es ist vollkommen unklar, ob sich das überhaupt bewährt. Die Ergebnisse des Berliner Systems (das im übrigen besonders teuer ist) sind weit unterdurchschnittlich - auch im Vergleich mit anderen Regionen, die eine ähnliche Sozialstruktur haben.

    Darüber gibt es etliche Studien.
    Jedes System anhand eines einzelnen Merkmals zu bewerten und davon Erfolg oder Misserfolg abzuleiten, ist allerding nicht wissenschaftlich.

    Das meine ich mit "Marotte" - da wird einfach die These aufgestellt: gemeinsam ist besser. Nur der Nachweis fehlt.

    Das ist nicht korrekt.

    Vielleicht ist es auch besser erst einmal individuelle Stärken zu entwickeln und anschließend "zusammenzuschmeißen".

    Die Kirche gibt es meines Wissens nach nicht erst seit gestern.
    Hatte sie nicht schon Jahrhunderte Zeit, Stärken zu entwickeln.
    Wie lange wird sie denn schätzungsweise noch brauchen?
    Wird sie dann noch nennenswert existent sein in dieser Gesellschaft?


    Im Ethikunterricht werden religiöse Themen wenn überhaupt auf der Basis dessen diskutiert, "was die Kinder in den Unterricht hineintragen".

    Dafür gibt es ja auch den Religionsunterricht, schon vergessen?

    Eine gesicherte Diskussionsbasis ist das m.E. nicht, eher in Chaos im Sinne von "ich habe mal gehört dass....." und der Lehrer weiss es mangels Ausbildung im Zweifel auch nicht besser. Nein danke.

    Nochmal:
    Religion scheint für Dich das einzig wesentliche zu sein.
    Nun, dafür gibt es Demokratie in diesem Lande.
    Die demokratische Willensentscheidung der Berliner lautete am Sonntag anders.
    Bist Du so intolerant, dass Du dies nicht anerkennen kannst und weiterhin einer Mehrheit, Deine Ansichten überstülpen willst?


    Besser wäre es, jede Gruppe würde sich erst einmal mit den Basics beschäftigen, diese verstehen und "beherrschen" - und anschließend mit den anderen diskutieren.

    Du glaubst es immer noch nicht, dass es Religionsunterricht in Berlin gibt???
    Die Kinder befinden sich übrigens bereits in der 7. Klasse.
    Haben die in den sechs Jahren zuvor keine Einblicke durch den Religionsunterricht erhalten oder haben sie nicht teilgenommen?


    Im Spiegel online war gestern ein interessanter Bericht zu islamischem Religionsunterricht in NRW (Modellversuch). So kann das gehen, finde ich.
    Es kann auch gehen, wenn Religionsunterricht ein Wahlfach ist.

    Aber Du verstehst das offensichtlich nicht, dass es das Schulfach gibt.
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    Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
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    Smashie starb am 17.09.2016.
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    Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.

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    AW: Pro Reli in Berlin

    Stimmt, das wäre ein Kompromiss gewesen: kompetente Einbindung von Religionsthemen in den Ethikunterricht - und ein "Religions-Spezial" für die konfessionell gebundenen oder interessierten (insbesondere auch ein islamisches Angebot - abseits von Hinterzimmer-Moscheen)

    Von Anfang an hat der Senat jedoch eine Diskussion in diese Richtung abgelehnt - daher ist das Ganze doch überhaupt so eskaliert. Und das liegt tatsächlich an der Atheisten-Fraktion, in deren Interesse die Marginalisierung von Religion (egal welcher Art) ist.

    Ich finde gut, dass durch den Volksentscheid deutlich geworden ist, dass immerhin 312000 Berliner Wahlberechtigten das so nicht gefällt.
    Bei der Wahl zum letzten Abgeordnetenhaus haben überhaupt nur 380.000 Wähler die SPD gewählt, im Verhältnis dazu sind das so wenige nicht.
    Geändert von petitnicolas (28.04.2009 um 10:15 Uhr)

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    AW: Pro Reli in Berlin

    Zitat Zitat von Matratze Beitrag anzeigen
    Aber Du verstehst das offensichtlich nicht, dass es das Schulfach gibt.
    Selbstverständlich weiss ich, dass es ein freiwilliges Angebot für Religionsunterricht gibt.
    Aber das kann keine gemeinsame Diskussionsbasis schaffen - weil es halt nur von einigen besucht wird.

    Der 1. Teil meines Textes bezog sich im übrigen nicht nur auf den Religionsunterricht, sonder auf die m.E. vorhandene Berliner "gemeinsam ist besser" Marotte, die den ganzen Schulunterricht begleitet, ohne dass irgendwo nachgewiesen wäre, dass so bessere Ergebnisse erzielt werden.

    Von wegen "überstülpen": ja, die Entscheidung ist so ausgegangen wie sie ausgegangen ist. Es ist aber doch wohl kaum mangelndes demokratisches Verständnis, wenn mir a) das Ergebnis nicht gefällt und ich mir b) Gedanken mache, wie es dazu gekommen ist und c) wie es in Berlin jetzt weitergeht? So wie bisher nämlich nicht, da bin ich ziemlich sicher, auch wenn der Senat in seiner arroganten Art heut noch entsprechend rumtönt.

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    AW: Pro Reli in Berlin

    Die Morgenpost hat zu den Volksabstimmungen einen ziemlich guten Artikel gebracht:
    Berlin braucht einen Bürgertausch

    "Die von Pro Reli initiierte Volksabstimmung hat einen Trend bestätigt, der sich schon beim Tempelhof-Entscheid abgezeichnet hat: Die Berliner haben zwar ein gemeinsames Autokennzeichen, aber kein gemeinsames Lebensgefühl. Berlin ist vielmehr eine Hauptstadt in drei Teilen. Eine Streitschrift von Hajo Schumacher.
    Erst Tempelhof, jetzt Pro Reli – die Volksabstimmungen beweisen, dass Berlin auch 20 Jahre nach dem Mauerfall keine Einheit bildet. Die Hauptstadt, ihr an den gesellschaftlichen Prozessen mehr oder weniger interessiertes Bürgertum zumal, zerfällt in drei Teile, die ziemlich stur aneinander vorbei leben.": die alteingesessenen Westberliner, die alteingesessenen Ostberliner und die 1,5 Millionen Neubürger. Der Verlauf der Mauer ist bei den Abstimmungsergebnissen immer deutlich nachvollziehbar.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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