Gott (oder wem auch immer) sei Dank, ist es so ausgegangen.
Ich finde übrigens diese Abwertungen des Atheismus wirklich lachhaft.
Die Frage ist doch immer: Lebe ich moralisch und versuche ein guter Mensch zu sein oder tue ich es nicht.
Egal ob das aus einem Glauben heraus oder aus einer ethischen Überzeugung heraus passiert.
Meine Erfahrung mit sehr gläubigen Menschen ist vor allem eine: Interollanz.
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Thema: Pro Reli in Berlin
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27.04.2009, 08:20
AW: Pro Reli in Berlin
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27.04.2009, 08:58
AW: Pro Reli in Berlin
Die Kirchen in Berlin haben nur 14% der Stimmberechtigten mobilisieren können für pro Reli.
Interessant ist, dass die 29%, die abgestimmt haben, zu mehr als der Hälfte gegen pro Reli votiert haben.
Die Kirchen haben ihrem eigenen Anliegen einen Bärendienst erwiesen. In einer Minderheitensituation wie in Berlin (und in anderen Städten) hätten sie an einem gemeinsamen Unterrichtsfach für Religionen und Weltanschauungen mitwirken sollen, statt zu verlangen, dass ein eigenverantworteter Religionsunterricht als Wahlpflichtfach eingeführt wird.
Jetzt müssen sie ohnehin mitwirken und es war absehbar, dass es so kommen würde. Aber die Sturköppe, allen voran Bischof Huber, wollten es anders. Nun wissen sie, dass nur 14% der Bevökerung in Berlin hinter dieser Politik stehen. Und es gibt es auch viele Christen, die pro Reli nicht wollten.
Na dann, jetzt könnte die konstruktive Arbeit beginnen, doch zuerst werden wohl die Scherben dieser Kampagne aufzulesen sein...
pepkuss
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27.04.2009, 09:26
AW: Pro Reli in Berlin
Grund für das Ergebnis war m.E. das gelungene Täuschungsmanöver des Senats:
Es wird so getan, als ob im Ethikunterricht eine neutrale Darstellung aller Weltreligionen erfolgt, über die dann diskutiert wird, während im Relgionsunterricht eine Art Bibelstunde stattfindet.
Dass das nicht so ist, wissen nur die Eltern von Kindern, die den Ethikunterricht besuchen - und das sind bisher nur ziemlich wenige. (Oberschüler ab Jg. 94)
Ich hoffe, die Debatte bringt wenigstens etwas zur Verbesserung der Qualität des unsäglich schlechten Ethikunterrichts - wenigstens Grundlagenwissen über die Weltreligionen sollten doch alle Schüler haben.
Vermutlich werden wir aber auch so vergeblich auf den signifikanten Rückgang der Anzahl von Ehrenmorden dank gemeinsamer Wertdiskussion warten.
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27.04.2009, 10:00
AW: Pro Reli in Berlin
Das ist doch eine vollkommen andere Diskussion.
Ich bin absolut für besseren Ethikunterricht!
Aber gegen eine Separierung nach Glaubensrichtung.
Das hat mit irgendeiner Senatstäuschung überhaupt nichts zu tun.
Und interessanterweise haben sich vor allem die Gegner des Volksentscheids engagiert.
Was umso mehr ein Armutszeugnis für die Arbeit von Pro Reli bedeutet.
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27.04.2009, 10:19
AW: Pro Reli in Berlin
In Berlin gibt es relativ wenig Kirchensteuerzahler (so um die 32%).
Die Kampagne selbst wurde von vielen als unsäglich empfunden.
Sowohl die Dauerwerbungen in U-Bahnen, auf Straße mit großflächigen Plakatierungen (Jauch, der nicht in Berlin wohnt sondern in Potsdam hat z. B. verärgert), das Einspannen von Schülern durch Sammelaktionen auf den Straßen, der Druck über Religionslehrer und nicht zuletzt, der Brief des evang. Bischofs an seine Schäfchen.
Einige Wähler wurden tatsächlich von diesem Brief abgeschreckt.
Mobilisiert hat die Kampagne allerdings die Gegner.
Das Erstaunliche ist ja gerade, dass ein Volksentscheid, von dem nicht unbedingt zu erwarten war, dass er Erfolg hatte, die Gegenstimmen ins Wahllokal gezogen hat.
Da haben Bürger durch ihr Votum klar Stellung bezogen.
Und ein bissi gings wohl auch gegen die Bonner.
Seit diese hier sind, gibt es eine Kirchenstärkung.
Vielen Berlinern gefällt das aber traditionell nicht.
Die Forderung nach 'Freiheit' ging auch nach Hinten los.
Frei Religionsunterricht wählen dürfen die Interessierten ja.
Ich denke die Kampagne ging ziemlich in die Hose und hat dem Image geschadet.
Gerade auch diese intolerante Haltung.
Liebe Grüße,
MatratzeNow, bring me that horizon.
Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.
Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
Kein Foster - keine Rettung.
Smashie starb am 17.09.2016.
Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.
Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.
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27.04.2009, 10:23
AW: Pro Reli in Berlin
Nein, keine andere Diskussion.
Ethik ist vom Senat bewußt als Konkurrenz zum Religionsunterricht plaziert worden, es wird der Eindruck vermittelt, dass dort religionsrelevante Themen behandelt werden. Da das aber nicht passiert, bleibt ein Vakuum = komplette religiöse Unbildung für alle, die nicht den Religionsunterricht besuchen.
Diese ist von den Atheisten (Humanistischer Verband) ja auch intendiert - laut gesagt wirds allerdings nicht. Es wird immer wieder so getan, als ob es im Ethikunterricht eine gemeinsame Diskussion über Glaubensthemen gibt.
So ist es nicht - ein Blick in den Lehrplan zeigt das auch sehr deutlich - nur ist ein solches Detail leider zu komplex für die meisten.
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27.04.2009, 10:46
AW: Pro Reli in Berlin
Die Gemeinsamkeiten sind die Schwerpunkte, darauf stützt sich eine Gesellschaft, nicht auf die Unterschiedlichkeiten.
Die müssen integriert werden.
Es wäre schön, wenn sich 'Pro Reli' in die Gesamtlandschaft integrieren würde.
Stattdessen wurde auf 'Freiheit' der Wahl gesetzt.
Die Freiheit zur Wahl war jedoch nicht eine Sekunde in Gefahr.Now, bring me that horizon.
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27.04.2009, 10:59
AW: Pro Reli in Berlin
Doch weil der Volksentscheid absolut nichts mit einer Diskussion über einen guten oder schlechten Ethikunterricht zu tun hat!
Meines Wissens war Religion immer freiwillig und der Senat hat zusätzlich Ethik als Pflicht eingeführt.
Also nix mit als Konkurrenz platziert.
Alle Leute, die ich kenne, waren dagegen.
Und für die ist das sicher nicht zu komplex.
Die halten es einfach für schlecht, die Kinder nach Religionszugehörigkeit getrennt zu unterrichten.
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27.04.2009, 11:00
AW: Pro Reli in Berlin
Noch einmal: Religion, egal welcher Ausprägung, taucht im Ethikunterricht nicht auf.
Mir geht es hier nicht um das Auswendiglernen von Bibelsprüchen sondern um Basics: was macht das Christentum aus, was den Islam, was den Buddismus etc.
Das findet im Ethikunterricht nicht statt. Im Lehrplan gibt es einen Unterpunkt unter 6 Oberpunkten = 1 Punkt unter rd. 30 wo das Thema Religion überhaupt benannt wird - in der Praxis fällt es dann vollkommen unter den Tisch.
Ergebnis ist religiöse Unbildung bei allen, bei denen die Eltern das nicht in die Hand nehmen.
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27.04.2009, 11:08


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