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  1. Inaktiver User

    AW: Pro Reli in Berlin

    Mit den Argumenten atheistischer Religionskritik kann man nicht nur in Ethik in Berührung kommen. Ich habe von Feuerbach im Religionsunterricht erfahren, da ich im mündlichen Abi Atheismus als Thema hatte.

    Ethik automatisch mit Atheismus gleichzusetzen, finde ich etwas seltsam. Wieso sind Werte immer eine Frage der Weltanschauung? Sind sich Gläubige und Nichtgläubige nicht einig, dass die Würde des Menschen einen Wert an sich darstellt?
    Wieso soll die Wertevermittlung im Ethikunterricht also zwangsläufig vom Glauben abbringen? Weil man da erstmals auf den Gedanken kommen könnte, dass Werte ja wertvoll sind, unabhängig davon, wer sie propagiert?

    cornflake

  2. gesperrt

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    AW: Pro Reli in Berlin

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mit den Argumenten atheistischer Religionskritik kann man nicht nur in Ethik in Berührung kommen. Ich habe von Feuerbach im Religionsunterricht erfahren, da ich im mündlichen Abi Atheismus als Thema hatte.

    Ethik automatisch mit Atheismus gleichzusetzen, finde ich etwas seltsam. Wieso sind Werte immer eine Frage der Weltanschauung? Sind sich Gläubige und Nichtgläubige nicht einig, dass die Würde des Menschen einen Wert an sich darstellt?
    Wieso soll die Wertevermittlung im Ethikunterricht also zwangsläufig vom Glauben abbringen? Weil man da erstmals auf den Gedanken kommen könnte, dass Werte ja wertvoll sind, unabhängig davon, wer sie propagiert?

    cornflake
    Richtig, die Auseinandersetzung mit dem Atheismus ist Bestandteil jedes guten Religionsunterrichts und steht auch in den Lehrplänen. Dazu sollten dann auch Atheisten eingeladen werden, damit sie ihre Sicht darlegen können.

    Im Religionsunterricht geht es allerdings nicht nur um die Vermittlung von Werten. Werte im Sinne von Geboten, Regeln und Haltungen haben wir alle, egal welcher religiösen oder nichtreligiösen Herkunft.

    Spannend wird es erst, wenn wir an und mit Werten scheitern. Oder wenn sie sich als nicht lebbar erweisen.

    Wie gehen wir damit um? Das ist die eigentlich spannende Frage.

    Dass wir uns alle bemühen, gute Menschen zu sein ist eine Binsenweisheit, die weder das Fach Ethik noch Religion rechtfertigt.

    pepkuss

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    AW: Pro Reli in Berlin

    Zitat Zitat von pepkuss Beitrag anzeigen
    Schön, wenn es nicht so ist. Ich lese hier aber anderes.

    pepkuss
    Öhm, also ich kann das auch nicht nachvollziehen.

    Ein großer Teil meiner Familie (darunter Presbyter und Religionslehrer) und Freunde würde ich dann als rückständig bezeichnen?

    Pfffh...

    Und auch 2 mir wohlbekannte Pastoren sind keineswegs rückständig.
    Aber ja, solche gibt es durchaus auch.

    Ich kenne aber wohl eher die, die von ihren Kirchenoberen angeschrieben wurden gefälligst abstimmen zu gehen.
    Es gibt sogar welche darunter, die abstimmen wollten und es aus diesem Grunde gelassen haben.
    Now, bring me that horizon.

    Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.

    Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
    NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
    Kein Foster - keine Rettung.
    Smashie starb am 17.09.2016.
    Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
    Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.

    Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.

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    AW: Pro Reli in Berlin

    Zitat Zitat von pepkuss Beitrag anzeigen
    Die Gegner von "pro Reli" in Berlin sind der Meinung, Religion sei grundsätzlich rückständig und erschwere Integration.

    Das ist Käse. Atheismus oder "keine Religion" ist nicht grundsätzlich fortschrittlich und human.
    Hast Du dafuer eine Quelle? Ich weiss, dass es Atheisten gibt, die so denken. Dann kenne ich auch andere Atheisten, die das nicht so sehen.

    Zitat Zitat von pepkuss Beitrag anzeigen
    Solche Haltungen sehe ich im Zusammenhang mit einem DDR-Atheismus, der eine bestimmte Weltanschauung (nämlich den Atheismus) zur Staatsideologie erklärt hat. Honecker und Co haben Religion im Anschluß an Marx grundsäzlich für schädlich ("Opium fürs Volk") gehalten. Diesen Vulgäratheismus haben wir heute, so hoffe ich, überwunden. Er wird den vielfältigen religiösen Phänomenen keineswegs gerecht.
    Und ich dachte immer, die Staatsideologie waere der Sozialismus und nicht der Atheismus gewesen Das ist nochmal ein feiner Unterschied.

    Zitat Zitat von pepkuss Beitrag anzeigen
    Die Befürworter von Pro Reli begehen den Irrtum, zu meinen, dass es in der heutigen multireligiösen Situation einen Religionsunterricht geben soll, der von bestimmten Religionsgemeinschaften allein verantwortet wird.

    Das ist auch Käse.

    Aus meiner Sicht sollte es einen Unterricht geben, in dem die Religionsgemeinschaften, Atheisten und Humanisten ein gemeinsames Curriculum entwerfen und zur Begegnung einladen. Dann können sich Schüler eine Meinung bilden. Wenn sie jeder beiseite nimmt und mit seinem Weltbild füttert, kommt nichts dabei heraus, was unserer Gesellschaft guttäte.

    Beide haben unrecht, die Gegner und die Befürworter von "pro Reli". Sie führen einen ideologischen Grabenkampf. Für die Kinder und Jugendlichen kommt dabei nichts heraus.

    pepkuss
    Ich gebe Dir recht, dass es einen Unterricht geben sollte, an dem Religioese als auch Humanisten und Atheisten mitwirken und ihn gemeinsam gestalten und mit den Kindern und Jugendlichen diskutieren. Hamburg macht sowas, glaube ich.

    Den Grabenkampf gibt es aber schon laenger. Ich kann mich erinnern, dass von der katholischen Kirche ordentlich gegen das Fach LER in Brandenburg gewettert wurde anstelle eines Dialogangebotes ....



    Pischti
    Geändert von Pischti_H (26.04.2009 um 19:17 Uhr)
    Man sollte sich nicht ueber Dinge aergern,
    denn das ist ihnen voellig egal.
    Euripides


    Man soll nicht das Leben veraendern, man soll nicht die Welt veraendern. Man muss das Leben vielgestaltiger machen, ... Man muss die Unterschiede wuerdigen. Unterschiede staerken die Identitaet.
    Carlos Fuentes "Die Jahre mit Laura Diaz"

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    AW: Pro Reli in Berlin

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mit den Argumenten atheistischer Religionskritik kann man nicht nur in Ethik in Berührung kommen. Ich habe von Feuerbach im Religionsunterricht erfahren, da ich im mündlichen Abi Atheismus als Thema hatte.

    Ethik automatisch mit Atheismus gleichzusetzen, finde ich etwas seltsam. Wieso sind Werte immer eine Frage der Weltanschauung? Sind sich Gläubige und Nichtgläubige nicht einig, dass die Würde des Menschen einen Wert an sich darstellt?
    Wieso soll die Wertevermittlung im Ethikunterricht also zwangsläufig vom Glauben abbringen? Weil man da erstmals auf den Gedanken kommen könnte, dass Werte ja wertvoll sind, unabhängig davon, wer sie propagiert?

    cornflake
    Ja, diese Gleichsetzung von Ethik mit Atheismus stimmt nicht. Ethik ist mehr als nur Atheismus oder eine Religion, meiner Meinung nach. Doch Werte haengen schon auch mit der Weltanschauung zusammen aber nicht nur.


    Pischti
    Man sollte sich nicht ueber Dinge aergern,
    denn das ist ihnen voellig egal.
    Euripides


    Man soll nicht das Leben veraendern, man soll nicht die Welt veraendern. Man muss das Leben vielgestaltiger machen, ... Man muss die Unterschiede wuerdigen. Unterschiede staerken die Identitaet.
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    AW: Pro Reli in Berlin

    wenn ich die Nachrichten richtig lese ist Pro-Reli in Berlin gescheitert. Sie haben die 610.000 nicht zusammen bekommen.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Pro Reli in Berlin

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    wenn ich die Nachrichten richtig lese ist Pro-Reli in Berlin gescheitert. Sie haben die 610.000 nicht zusammen bekommen.

    Das freut mich. Ich habe es auch gerade gelesen Link.



    Pischti
    Man sollte sich nicht ueber Dinge aergern,
    denn das ist ihnen voellig egal.
    Euripides


    Man soll nicht das Leben veraendern, man soll nicht die Welt veraendern. Man muss das Leben vielgestaltiger machen, ... Man muss die Unterschiede wuerdigen. Unterschiede staerken die Identitaet.
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    AW: Pro Reli in Berlin

    Ich finde ungeheuer spannend und bezeichnend, dass dies eine Abstimmung war, in der die Nein-Wähler mobilisiert wurden.

    Das hätte ich nicht unbedingt gedacht.

    Ein Volksentscheid der regelrecht abgeschmettert wurde.
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    Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
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    Smashie starb am 17.09.2016.
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  9. User Info Menu

    AW: Pro Reli in Berlin

    oder noch etwas detaillierter nach Bezirken:
    Pro Reli scheitert
    Now, bring me that horizon.

    Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.

    Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
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    Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.

  10. Inaktiver User

    AW: Pro Reli in Berlin

    Zitat Zitat von pepkuss Beitrag anzeigen
    Im Religionsunterricht geht es allerdings nicht nur um die Vermittlung von Werten. Werte im Sinne von Geboten, Regeln und Haltungen haben wir alle, egal welcher religiösen oder nichtreligiösen Herkunft.

    (....)
    Dass wir uns alle bemühen, gute Menschen zu sein ist eine Binsenweisheit, die weder das Fach Ethik noch Religion rechtfertigt.

    pepkuss
    Ich habe mich da jetzt an den Werten festgebissen, als ich den Beitrag geschrieben habe, aber mir ist schon halbwegs klar, dass es bei Ethik (und Religionsunterricht) nicht um die Vermittlung von Werten geht.
    Ich glaube sowieso, dass Werte vorgelebt werden müssen.

    Das Diskutieren von Werten und Wertsystemen würde ich nicht mit dem Versuch, ein guter Mensch zu sein, gleichsetzen (Praxis - Theorie). Es geht doch nicht darum, Kindern den Unterschied zwischen Gut und Böse beizubringen, sondern den Horizont zu erweitern und eigene Gedankenprozesse in Gang zu bringen. Ob das in Reli oder Ethik versucht wird, ist mir dabei eigentlich wurscht. Bei uns wurde auch mal recht freimütig übers Gläserrücken und ähnliches diskutiert, ohne dass da gleich der Hexenhammer auf uns niederfuhr.

    Leider habe ich aber wirklich schon gehört, Atheisten hätten ja diese und jene Eigenschaften und Werte nicht, weil die von Gott kommen oder weil für Ungläubige das Liebesgebot nicht gilt. Da kommt man dann auf die Idee, dass ein Pflichtfach, in dem nicht nur eine Konfession im Zentrum steht, ganz gut wäre. Aber das findest du ja auch.

    cornflake

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