Genaugenommen sollten solche Umfragen, ob Religionsunterricht in der Schule stattfinden muss, in allen anderen "normalen" Bundesländern auch stattfinden.
Gemeinsam mit einer Umfrage, wie die finanzielle Unterhaltung der Religionsverbände aller Art durch ihre Gläubigen durchzuführen sei - nämlich, ob auch die Finanzämter es tun sollten und ob es von der Steuer abgesetzt sein werden dürfte.
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Ergebnis 121 bis 130 von 218
Thema: Pro Reli in Berlin
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26.04.2009, 12:06Inaktiver User
AW: Pro Reli in Berlin
Geändert von Inaktiver User (26.04.2009 um 12:10 Uhr)
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26.04.2009, 12:07Inaktiver User
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26.04.2009, 12:09Inaktiver User
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26.04.2009, 12:13
AW: Pro Reli in Berlin
Äh nein das war kein Gegenargument.
Hat auch nix miteinander zu tun.
Das sollte nur meine Meinung zur Kirche illustrieren.
Und warum es in den anderen Bundesländern so sein sollte:
Weil Konfessionen nichts in der Schule zu suchen haben.
Das ist ein überkommenes Urgestein genau wie die Kirchensteuer.
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26.04.2009, 12:59
AW: Pro Reli in Berlin
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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26.04.2009, 13:04
AW: Pro Reli in Berlin
Ich habe so argumentiert, ich bn natürlich nicht alle.
Es ist nunmal Ländersache.
Berlin ist einen anderen We gegangen als andere Bundesländer und das hat gute Gründe.
Mich stört an der Diskussion, dass sie nicht auf Berlin begrenzt zu sein scheint.
Da mir niemand geantwortet hat, warum es ein Problem ist ein gemeinsames Pflichtfach Ethik einzuführen, greife ich jetzt mal zur Selbstbegründung:
Religion neben Ethik als Wahlfach zu stellen, bedeutet auch, dass Kinder eins von beiden nehmen müssen.
Religion als freiweilliges Zusatzfach zu wählen bdeutet auch, mehr Unterricht als Kinder zu haben, die keinen Religionsunterricht nehmen möchten.
Haben die Eltern so wenig Vertrauen in das Interesse ihrer Kinder am Religionsunterricht in der 7. Klasse?
Geldinteressen, wie bereits erwähnt, kommen hinzu.
Es ist für die Kirchen durchaus lukrativ.
Nochmal:
Mein Kind hatte bereits Pflichtfach 'soziales Lernen' im Klassenverband.
Zusätzlich wurde Religionsunterricht angeboten.
Die Eltern und Kinder waren alle einverstanden und es hat auch nicht zu Abmeldungen vom Religionsunterricht geführt.
Ich möchte jetzt wirklich gerne und auf Berlin-bezogene Argumente lesen, was gegen einen geinsamen Ethik-Unterricht spricht.
Es geht nämlich eigentlich nicht um Pro-Reli, sondern um Pro-Ethik.
Und so verdreht empfinde ich die Diskussion auch.
Niemand fordert die Anschaffung des Religionsunterrichtes.
Die Pro-Argumente, die hier kommen, weisen aber daraufhin.
Also, warum kein gemeinsamer Unterricht?
Liebe Grüße,
MatratzeNow, bring me that horizon.
Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.
Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
Kein Foster - keine Rettung.
Smashie starb am 17.09.2016.
Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
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Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.
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26.04.2009, 13:06
AW: Pro Reli in Berlin
Genau darauf habe ich schon geantwortet:
Pro Reli in Berlin
Vielleicht habe ich mich aber auch unklar ausgedrückt: Ich hätte nichts gegen für alle verpflichteten Ethik-Unterricht, wenn er weltanschaulich neutral wäre, wie es mir aber nach der Lektüre des Lehrplans scheint, ist er das aber nicht. Weil er das nicht ist, ist es sehr wohl gerechtfertigt, vom Gesetzgeber zu fordern, daß man die Möglichkeit bekommt, stattdessen ein anderes, auch weltanschaulich nicht neutrales Fach zu wählen. Das ist alles, worum es mir geht, nicht mehr...
Daß einige Leute hier ein Problem mit den Kirchen als Institution haben, ist vielleicht nachvollziehbar und es auch jedermanns gutes Recht, dieser Ansicht zu sein. (Wenn ich mich auch davor hüten würde, Kirchengeschichte und Glaube/Offenbarung in einen Topf zu werfen: die Geschichte der Kirche wird genauso von menschlichem Handeln und Wollen bestimmt wie die Geschichte aller anderen Institutionen auch: und Menschen sind nun mal fehlbar und sind vor Gott nicht gerecht [man lese mal Psalm 143,2]. In der Bibel steht NIRGENDS, daß ein Mensch besserer Mensch ist, weil er religiös ist: Deshalb würde ich nicht „was alles so im Rahmen der Religion gesagt wird“, mit dem Glauben verwechseln. Sagen kann man vieles.)
Es ist mir auch klar, daß Religion alles anderes als bequem ist (und das Christentum erst recht) : der Glaube eckt an, er hält den Menschen ihre Selbstgerechtigkeit vor, er ist „nicht von dieser Welt“ (Johannes 18,36). Logisch, daß die Welt damit ein Problem hat, ein gewaltiges sogar! Jedem steht frei, seine Augen davor zu verschließen, jedem steht frei, dieses Problem wegzudiskutieren, jedem steht frei, sich ihm zu stellen. Aber bitte kein Zwang von oben!
Daß man die Tatsache, daß ein Unterrichtsfach gemeinsam unterrichtet wird, für wichtiger hält als die Inhalte, die da unterrichtet werden, finde ich bedenklich. Gemeinsamkeit alleine rechtfertigt rein gar nichts. Da kann man den Kindern ja wirklich alles erzählen: Hauptsache, es findet ja gemeinsam statt. Wenn die Kinder nach Bekenntnissen teilweise getrennt unterrichtet werden, schafft das keine Trennung. Im Gegenteil: wir sind bereits im Kopf getrennt. Es ist einfach naiv zu glauben, daß ein Atheist mit einem Christen im Grunde dasselbe Weltbild teilt. (Sonst gebe es diese Diskussion auch gar nicht.) Man kann diese Diversität nur aufheben, wenn der eine den andern missioniert. Wenn das im Ethikunterricht versucht wird, ist das nicht in Ordnung, widerspricht jedenfalls unseren demokratischen Prinzipien (falls die Pro-Ethik-Leute die wirklich ernstnehmen).
Und wie gesagt, es gibt keinen „wertneutralen Werteunterricht“. Das ist ein Widerspruch, das ist die Crux an der ganzen Sache. Wenn Religion an den Schulen nichts zu suchen hat, dann sollte es auch keinen anderen Werteunterricht geben. Wertneutral ist Philosophiegeschichte/Religionskunde. Da werden aber keine Werte vermittelt, sondern darüber gesprochen. Denn der Atheismus steht letzten Endes auch nicht auf einem sichereren epistemologischen Fundament als das, was die Religionen sagen. Auch der Atheismus ist ein Glaube. Wer tatsächlich ehrlich meint, daß Gott „ein überkommenes Urgestein“ ist, glaubt halt an einen Nicht-Gott (deshalb A-theismus), er kann damit wohl auch ganz gut und bequem leben, und das soll er auch dürfen. Was er aber nicht darf, ist diesen Glauben anderen aufzuzwingen. Und was wäre ein Pflichtfach „atheistische Weltanschauungslehre“ anderes als Zwang?
So, genug geschrieben, ich gehe jetzt abstimmen.
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26.04.2009, 13:06Now, bring me that horizon.
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Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
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Smashie starb am 17.09.2016.
Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
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26.04.2009, 13:22Inaktiver User
AW: Pro Reli in Berlin
Manche Inhalte überholen sich mit der Zeit, auch im GG, bzw. sind aus der Entstehungszeit heraus verständlich und überholungsbedürftig.
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26.04.2009, 13:41Inaktiver User
AW: Pro Reli in Berlin
Ich kann ja akzeptieren, dass in Berlin die "Uhren anders gehen". Das sagt man normalerweise von Bayern.
Und ich habe dir ja auch schon mal geschrieben, dass ich es evtl. verstehen kann, wenn es in Berlin anders ist. 
Aber ich bin dagegen, es auf alle Länder zu übertragen. Aber das ist hier nicht das Thema, da hast du recht.
@Kuehlesblondes
Wenn du die Kirchensteuer abschaffen willst, dann zahlst du sicher freiwillig eine "Ethiksteuer" oder andere Sozialabgabe.
Du weißt ja bestimmt, dass sehr viele soziale Aufgaben (Kindergärten, Krankenhäuser, Altenheime, Sozialstationen usw.) von kirchlicher Seite übernommen werden.


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