@OsCanis
Gut, dann hier also meine Stellungnahme zu besagtem Punkt 2. von JMO:
a) Ja, die Bibel verurteilt homosexuelle Handlungen. In der Tat kann man die entsprechenden Texte nicht anders interpretieren. Aus meiner persönlichen Sicht hat Gott damit jedoch nicht das Recht eingeräumt, den homosexuellen Menschen zu verfolgen, gar zu töten oder unwürdig zu behandeln. Das widerspräche nach meiner Auffassung völlig der Lehre Jesu.
Ich las zu dem Thema das Buch des homosexuellen Autors Andrew Sullivan "Völlig Normal". Sowohl durch die Lektüre dieses Buches als auch durch den ältesten Sohn einer befreuneten Familie habe ich gesehen, dass diese Neigung offenbar auch angeboren ist. Wie ich etwas verurteilen kann, das angeboren ist, entzieht sich meiner Kenntnis und daher räume ich ein, zu diesem Thema ein wenig ratlos zu sein.
b) Es ist weder "in Ordnung", eine einzelne Person, geschweige denn ganze Völker zu ermorden. Um zu einem Verständnis der Geschichte des Alten Testamentes zu gelangen, ist eine ausführliche Beschäftigung damit und mit den geschichtlichen Quellen notwendig. Es ist einfach unmöglich, dies in kurzen Worten zu erklären. Der von vielen gesehene Unterschied zwischen dem Gott des Alten Testamentes und demjenigen des Neuen Testamentes erfordert sicherlich einen separaten Diskussionsstrang.
c) Dass eine vergewaltigte Frau ihren Peiniger heiraten mußte, ist mir wirklich nicht bekannt. Vielmehr lautete das damalige Gesetz, dass, wenn eine Frau durch Hilferufe anzeigte, dass es sich um eine Vergewaltigung handelte, der Täter zu Tode gebracht werden sollte.
d) Keinen außerehelichen Sex halte ich für ein vernünftiges Gebot.
e) "Das Weib ist untertan". In der biblischen Rangordnung steht Gott an der Spitze, Jesus ist das Oberhaupt der Gemeinden, der Mann das Haupt der Familie. Er soll die Frau allerdings lieben, ehren und achten. Daher ist eine Ehe nach meiner Auffassung eine gleichberechtigte Partnerschaft.
Fundamentalismus und Fanatismus ist sicher eine Frage der psychischen Befindlichkeit. Nach meinen Beobachtungen geht beides jedoch meistens auch mit einem offenkundigen Mangel an Bildung einher.
Abschließend sei angemerkt, dass ich ein ZJ bin, der selbstverständlich Zweifel und offene Fragen hat und sich bemüht, selber zu denken. Und selbstverständlich gibt es wie überall auch in meiner Religionsgemeinschaft beides: liebe, aufgeschlosene Menschen und leider auch Fanatiker mit eklatantem Bildungsmangel, die haarsträubende Dinge von sich geben.
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Thema: Christliche Fundamentalisten
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23.03.2009, 20:34
AW: Christliche Fundamentalisten
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23.03.2009, 21:25
AW: Christliche Fundamentalisten
Wenn der Mann das Oberhaupt und die Frau die Untertanin ist , kann man nicht von gleichberechtigter Partnerschaft sprechen. Sorry.der Mann das Haupt der Familie. Er soll die Frau allerdings lieben, ehren und achten. Daher ist eine Ehe nach meiner Auffassung eine gleichberechtigte Partnerschaft.
Absolut nicht. Bei Genozid gibt es nichts zu "verstehen", das ist schlicht abzulehnen. Auch wenn ein Gott ihn anordnet.Um zu einem Verständnis der Geschichte des Alten Testamentes zu gelangen, ist eine ausführliche Beschäftigung damit und mit den geschichtlichen Quellen notwendig.
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23.03.2009, 21:29
AW: Christliche Fundamentalisten
Das bin ich ganz bestimmt nicht.Du bist ein Verächter von Ausbildung und Kenntnis
Typisch für die Gläubigen aller Richtungen: wenn die Argumente ausgehen, kommen persönliche Attacken.
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23.03.2009, 21:34
AW: Christliche Fundamentalisten
Wo hätte ich das nun behauptet??
Zitat von Opelius
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23.03.2009, 23:15
AW: Christliche Fundamentalisten
Ich habe nicht behauptet, dass eine universitäre Ausbildung zu einem besseren Menschen oder Gläubigen macht.
Nur: in Glaubensdingen nichts wissen ZU WOLLEN, das halte ich für bequem. Und diese Bequemlichkeit des Denkens finde ich bei den Fundamentalisten ebenso wie bei denen, die stereotyp ihre vorgefassten ablehnenden Meinungen wiederholen.
Natürlich ist Glaube auch eine Gefühlssache. Aber wenn sie NUR das wäre, könnten wir uns die Unterhaltung hier sparen. Denn der eine fühlt eben so, die andere anders.
Es geht aber übers Fühlen hinaus auch um Verständigung, um Neugierde, ja: um Bildung. Wer das verweigert, dreht sich im Kreis.
pepkuss
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23.03.2009, 23:19
AW: Christliche Fundamentalisten
Nein 3146, ich habe gesagt, dass aus der Tatsache, dass bestimmte Worte 32 x in der Bibel stehen, nicht gefolgert werden kann, dass Jesus diese Worte 32 x gesagt hat.
Die Bibel hat nun mal einen komplexen Entstehungsprozeß und ist nicht das Werk eines Verfassers. Und darüber sollte man schon was wissen, bevor man darüber urteilt.
pepkuss
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23.03.2009, 23:23
AW: Christliche Fundamentalisten
Ich habe den Strang eröffnet, um über das Problem des christlichen Fundamentalismus zu diskutieren. Wer dezidiert atheistische Positionen hier diskutieren möchte, den verweise ich auf den Strang "Ohne Glauben".
pepkuss
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23.03.2009, 23:30
AW: Christliche Fundamentalisten
aber wir dürfen doch mitreden, sobald die fundis in unsere lebensgestaltung eingreifen!und das ist doch ihr erklärtes ziel. wehret den anfängen, wehren wir uns beizeiten!
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24.03.2009, 07:44
AW: Christliche Fundamentalisten
Was Jesus wirklich gesagt hat, das weiß man sehr gut.
Man kann es nämlich in der Bibel nachlesen.
Und Jesus hat wirklich oft vor der Hölle gewarnt.: Daß man sich vorsehen sollte, daß nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde (Mt.5,29);
daß man sich vor dem fürchten solle, der Leib und Seele in der Hölle verderben kann (Mt.10,28) usw..
Natürlich passen diese Aussagen nicht in eine Theologie, die selber bestimmen will, wie die Menschen in den Himmel kommen. Sie sind, wie Du richtig schreibst, weichgespült.
Wir kommen aber nur so in den Himmel wie Jesus uns den Weg gewiesen hat durch den Glauben an Jesus. Johannes sagt dazu:
"Und wir haben gesehen und bezeugen, daß der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt," (1.Joh.5,14).
Der Sohn ist das Licht der Welt und führt in das Licht.
Wer an den Sohn nicht glaubt, der ist in der Finsternis und geht in das ewige Verderben.
Das kann man in der Bibel nachlesen und ist deshalb unstrittig.
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24.03.2009, 08:09
AW: Christliche Fundamentalisten
pepkuss,
Du wirfst mir Unbildung und Nähe zum Fundamentalismus vor. Das halte ich für einen miesen Untergriff.
Dass du mich aus diesem Strang verscheuchen willst, detto.
Dass das NT nicht das Werk eines Verfassers ist, ist sogar mir ungebildeten Person klar. Aussagen zur "ewigen Verdammnis" finden sich aber bei allen Evangelisten. Daher nehme ich an, dass Jesus das auch gesagt hat. Sicher ist es nicht, da hast du Recht.
Schon mal was von Occam's razor gehört?
P.S.
Mico und ich sind schon seltsame Bettgenossen.....Geändert von 3146 (24.03.2009 um 08:15 Uhr)


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