@ 3146
Hier wurden nicht pauschal Juden und Heiden verdammt, sondern nur diejenigen, die nicht bereit waren, die göttlichen Prinzipien anzuerkennen und die Lehre Jesu anzunehmen. Hier wurde ihnen allerdings keinesfalls mit ewiger Qual gedroht, sondern mit endgültiger Vernichtung. Das klingt für dich sicher auch nicht nett, ist aber ein enormer Unterschied.![]()
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Thema: Christliche Fundamentalisten
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11.04.2009, 20:29
AW: Christliche Fundamentalisten
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11.04.2009, 20:39
AW: Christliche Fundamentalisten
Du zitierst zwei Stellen, die ohne Frage kritikwürdig sind.
Dazu folgende Anmerkung. Diese beiden Stellen sind aus der Perspektive verfolgter Christen geschrieben. Sie waren im römischen Reich rechtlos und vogelfrei. So erkläre ich mir diese Sätze des Paulus bzw. seiner Anhänger als menschliche Reaktion auf die aktuelle Bedrohung (das wird deutlich, wenn du den Kontext dieser Stellen mitliest und nicht nur einzelne Sätze aus dem Zusammenhang reißt).
Du hältst dich an die Stellen, die zu Recht kritikwürdig sind. Alle anderen übergehst du.
Und noch etwas: ob der Epheserbrief und der 2. Brief an die Thessalonicher aus der Feder des Paulus stammt, ist umstritten. Es gibt in der Bibel das antike Phänomen der Pseudepigrafie, d.h. man schrieb unter dem Pseudonym eines bekannten Autors und dachte, man schreibe in seinem Sinne weiter, in Wirklichkeit waren es aber andere Verfasser. Das moderne Verständnis einer Autorenschaft mit einem namentlich bekannten Verfasser gilt in der Antike und in der Bibel nicht. Auch das einer Erkenntnis der historischen Bibelforschung, die du übergehst.
pepkuss
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11.04.2009, 20:52
AW: Christliche Fundamentalisten
Ja, das kannst du. Das Mitsprechenkönnen des apostolischen Glaubensbekenntnisses macht niemand zum Christen. Ich spreche es auch nicht mehr mit. Es ist ein alter theologischer Text, der heute nur noch mit entsprechenden Kenntnissen und Erklärungen genießbar ist, aber sich zum Ausruck des Glaubens heutiger Menschen nicht mehr eignet. Ich verstehe nicht, warum die Kirchen diesen Text immer noch zum liturgischen Gebrauch empfehlen, statt ihn ins Archiv zu verbannen.
Was mich zum Christen macht? Hm, ich weiß es nicht, ich beurteile mich diesbezüglich nicht selbst. Bin ich Christ, bin ich es nicht? Keine Ahnung.
Andersrum gesagt: wenn sich Geschichten der Bibel und auch aus anderen Quellen als bedeutsam und erhellend und hilfreich erweisen, dann übernehme ich das, was ich verstanden habe.
Und wenn ich etwas als kritikwürdig empfinde, dann erlaube ich mir, auch heilige Texte wie die Bibel zu kritisieren.
Was ich nicht verstehe oder merkwürdig finde, lasse ich ruhen, bis ich es besser verstehe oder auch nicht.
Auf diese Weise lebe ich als "selektiver" Christ, könnte ich sagen, ich suche aus, ich bin "Häretiker" - aber das sind wir alle. Wir müssen wählen (das bedeutet hairesis = wählen) und ich kenne keinen Christen, der die ganze Bibel glaubt oder so glaubt, wie es die Kirche lehrt und sagt. Leider gibt es zuviele Christen, die ihre selektive Art zu glauben für die ganze Wahrheit halten. Das sind Leute mit beschränktem Horizont.
pepkuss
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12.04.2009, 10:14
AW: Christliche Fundamentalisten
[QUOTEpepkuss]Auf diese Weise lebe ich als "selektiver" Christ[/QUOTE]
Wie Recht du hast, pfefferküsschen.Leider gibt es zuviele Christen, die ihre selektive Art zu glauben für die ganze Wahrheit halten. Das sind Leute mit beschränktem Horizont.
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12.04.2009, 10:21
AW: Christliche Fundamentalisten
[QUOTEblaustrumpf]Das klingt für dich sicher auch nicht nett, ist aber ein enormer Unterschied.[/QUOTE]
Da kann man streiten, ob "ewiges Verderben" nun ewige Qual oder endgültige Vernichtung ist.
Was Nettes ist beides nicht, und man sollte seinem lieben Nächsten nicht sowas Böses androhen.
@ pepkuss
Ob Paulus selbst oder einer seiner Schüler "seine" Briefe geschrieben hat, halte ich für irrelevant.
Es war mir durchaus bekannt, dass die Autorenschaft umstritten ist.
Es ist ja Gottes Wort,oder? So oder so.
Oder doch nicht?Geändert von 3146 (12.04.2009 um 10:28 Uhr)
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12.04.2009, 12:01
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12.04.2009, 12:04
AW: Christliche Fundamentalisten
Nein, so oder so ist nichts das Wort Gottes. Du darfst schon aussuchen, was zu dir passt, du musst nichts nehmen, bloß weil es dasteht.
Und wenn gar nichts passt: dann bleib Heidin, aber in der Hölle möchte ich dich nicht schmoren sehen...

pepkuss
PS: heute ist Ostern, da macht die Hölle Pause...
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12.04.2009, 13:22Inaktiver User
AW: Christliche Fundamentalisten
guten morgne
der herr ist auferstanden!
ha, wie dieser ostergruß in diesem fred klingt - irgendwie befreiend, denn irgendwie ist mir heute die frage nach der leiblichen auferstehung oder nicht egal.
pepkuss, ich würde dir nie den glauben absprechen, nur weil du nicht an die leibliche auferstehung glaubst! ich bin doch nicht gott!
ich habe ehrlich gesagt auch große probleme mit vielem was paulus schreibt, tröste mich bisher aber fundimäßig immer damit, dass ich es wohl nur falsch verstehe
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12.04.2009, 15:37
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12.04.2009, 15:47Inaktiver User
AW: Christliche Fundamentalisten
Wenn Paulus "ein wenig" Frauenfeindlich war, ist es auch Gott.

Denn Paulus hatte den Heiligen Geist.
Seine Schriften gehören zu den von Gott inspirierten Schriften.
Welcher Text insbesondere gilt denn als "ein wenig" Frauenfeindlich?Geändert von Inaktiver User (12.04.2009 um 15:59 Uhr)


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