Danke für die Blümchen, Liz.
Ich meine, dass es eigentlich für jedes heranwachsende Mädchen eine Selbstverständlichkeit sein sollte, sich mit diesen Mechanismen auseinander zu setzen und zu sehen, dass allein das Bewusstmachen schon viel dazu beiträgt, diesen Mechanismen nicht oder zumindest weniger zu verfallen.
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Thema: Christliche Fundamentalisten
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25.03.2009, 12:47Inaktiver User
AW: Christliche Fundamentalisten
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25.03.2009, 12:48Inaktiver User
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25.03.2009, 12:50
AW: Christliche Fundamentalisten
Woher weißt du das so genau? Hat er's dir persönlich versichert? Sagen dir das deine wissenschaftlichen Auslegungen der Bibelstellen?
Er ist also angeklagt worden und der Gotteslästerung beschuldigt worden, weil LIEBE ALLEIN sein Motiv gewesen ist?
Also das wage ich zu bezweifeln.
Könnte es nicht einfach sein, dass man den unbequemen "Revoluzzer" los werden wollte?
AnitraMein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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25.03.2009, 12:59
AW: Christliche Fundamentalisten
das sehe ich ganz genauso, med.
aber wie du schon sagst: die unterdrückungsmechanismen sind gesellschaftsimmanent, weil sie über viele jahrhunderte gepflegt wurden.
ich sehe übrigens vermehrt eine folge dieser mechanismen, die mich sehr beunruhigt (das ist jetzt ein bisschen in's unreine gedacht, aber ich ventiliere es mal vorsichtig): mein eindruck ist, dass frauen (nicht alle selbstverständlich) dabei sind, den spieß umzudrehen, und zwar auf solider alttestamentlicher basis: auge um auge...
wie anders ist zu erklären, dass erwachsene frauen, die in zweiter generation umfassende und grenzenlos zugängliche bildungsmöglichkeiten haben, sich mehr und mehr auf die vorstellung fixieren, männer quasi besitzen zu wollen? fast totale kontrolle ausüben wollen? hier in den beziehungsforen begegnet uns das doch alltäglich: der unhinterfragte anspruch von frauen, ALLES über ihre männer wissen zu wollen. am besten keine kontakte zu anderen frauen, nicht mal der eine oder andere blick, etc. ich denke, ihr wisst, was ich meine.
mich erinnert das an den muslimischen umgang mit frauen, nur eben mit umgekehrten vorzeichen. und das ist auch eine herrschergott-religion, mit den selben wurzeln wie das christentum. also vergleichbar. steckt dahinter - wie diffus auch immer - der anspruch: was ihr männer uns angetan habt, bekommt ihr jetzt zurück?
um den bogen zum anfang zu spannen: ich glaube, solche strukturen sind nur möglich, wenn eben über jahrhunderte herrscher- und unterdrückermechanismen verinnerlicht worden sind. von der ganzen gesellschaft.
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25.03.2009, 13:04
AW: Christliche Fundamentalisten
Und die Frage, warum dieser "Revoluzzer''" unbequem wurde lohnt keine weitere Nachforschungen?
Immerhin haben wir es mit einer Figur zu tun, die den Gang der weiteren Weltgeschichte maßgeblich mitbeeinflusst hat.
Da sollte es uns schon interessieren, ob Jesus
a) ein unbedeutender Revoluzzer ohne nennenswerte Motive war, quasi ein Terroristle
b) ein Mensch, der aufgrund seiner spezifischen Art des Glaubens gegen religiöse und soziale Unterdrückung kämpfte
c) oder der übermenschliche Gottessohn war, für den ihn manche halten
Die Frage sollte selbst Agnostiker und Atheisten interessieren. Je nachdem wird das Urteil völlig verschieden ausfallen und genau das ist der Punkt: welchen Vorstellungen folgen wir?
Und welche sind historisch nachweisbar? Wenn du die Ergebnnisse der modernen Bibelforschung für nicht ganz nebensächlich halten willst, legt sich eigentlich nur die Antwort b) nahe.
pepkuss
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25.03.2009, 13:05
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25.03.2009, 13:10Inaktiver User
AW: Christliche Fundamentalisten
Hallo Blickwinkel,
Naja, im Grunde sind die ev. Landeskirchen ja demokratisch aufgebaut, und wenn man noch Kirchenmitglied ist, könnte man zu den Gemeinderatswahlen(?) gehen und liberale Christen wählen, falls sich da jemand zur Wahl stellt. Dass das möglich ist, wusste ich bis vor kurzem gar nicht.
Aber welcher liberale Christ wird sich in evangelikalen Gemeinden zur Wahl stellen, und wer soll ihn dort wählen? Ich kann als Agnostiker ja schlecht dort hingehen und einen Zettel einwerfen, und ich möchte eigentlich auch niemandem vorschreiben, wie er seinen Glauben in seiner Gemeinde leben soll. [Nachtrag: Und aus einer einzelnen Gemeinde austreten kann man ja auch nicht.]
Ich finde daher, dass es eigentlich eine Sache ist, bei der sich liberale Christen engagieren müssen, die ja häufig gar nicht zu solchen Wahlen gehen, obwohl sie Kirchensteuern zahlen.
Was soll ich als Ungläubige auch einem Evangelikalen erzählen, selbst wenn ich die Bibel auswendig wüsste? Ich stehe mit meinen Ansichten eben für den den Unglauben, und deshalb muss ein Fundi meine Argumente im Grunde abwerten, wenn er nicht selbst Gefahr laufen will, abzufallen. Er kann mir ja immer vorhalten, wenn ich Jesus selbst kennengelernt hätte, würde ich nicht so reden.
Außerdem finde ich Missioniererei eher nervig und will auch niemanden in die andere Richtung bekehren. Mich ärgern missionarische Atheisten genauso wie "brennende" Christen, obwohl ich mich ja durchaus in sowas reinsteigern kann. Durch rationales Argumentieren und Bibel-Zerfleddern kann man den Leuten ihre emotionalen Bedürfnisse nach Glauben nun mal nicht absprechen (die habe ich ja auch, es scheitert an anderen Dingen *g*). Und leider habe ich auch nicht Theologie studiert.

Meine persönlichen Begegnungen mit freikirchlichen Christen waren übrigens eher unauffällig, es hat nie jemand versucht, mich zu missionieren. Mir ist das ganze Thema erst aufgefallen, als ich im Internet auf ein christliche Foren gestoßen bin. Im Grunde denke ich, dass die meisten "Suchenden", die einen einigermaßen kritischen Verstand mitbringen, durch diese Demonstrationen von christlichem Glauben aber eher abgeschreckt als missioniert werden. Wer weiß, wie viele User dadurch schon zu felsenfesten Atheisten geworden sind.
Im Grunde wäre mir das auch alles egal, wenn ich nicht auf der Internetseite eines jungen Pastors (ev. Landeskirche) kürzlich in Ansätzen ganz ähnliche Ansichten gelesen hätte, wenn auch eher intellektuell gefiltert. Das macht mich eigentlich eher unruhig, denn diese Leute geben ja auch Religionsunterricht. Und ich weiß auch nicht, was ich davon halten soll, wenn jemand die ganze Zeit in Freikirchen oder auf Veranstaltungen wie dem Christival rumhängt, und sich dann kurz vorm Examen entschließt, doch in der LK zu bleiben und sich von den Namenschristen sponsorn zu lassen.
Sorry, das wurde mal wieder viel. Ist halt ein emotionales Thema.
cornflakeGeändert von Inaktiver User (25.03.2009 um 13:17 Uhr)
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25.03.2009, 13:12Inaktiver User
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25.03.2009, 13:14
AW: Christliche Fundamentalisten
zwar vermute ich, dass du allein die ZJ als "wahre Nachfolger" Jesu siehst, beziehe mich aber dennoch auf die Allgemeingültigkeit deiner Behauptung.
Die Geschichte zeigt, dass das nicht stimmt. Auch Jesus war nach meiner Einschätzung ein hochpolitischer Mensch.
Mal ganz abgesehen davon, dass ich davon ausgehe, dass wir - da wir nicht als Einzelwesen die Erde bevölkern - geradezu eine Pflicht zu einer zumindest minimalen politischen Aktivität haben...
Frage dazu: gehen ZJ wählen? - Nach deiner Aussage täten sie es nicht, wäre es so, wäre dies eine moralische Verfehlung unserer Demokratie gegenüber ... von der die ZJ ja durchaus profitieren... (oder muss es schmarotzen heißen?)
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25.03.2009, 13:17


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