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18.02.2009, 20:28Inaktiver User
AW: da hat der Papst aber einiges falsch gemacht
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18.02.2009, 21:47Inaktiver User
AW: da hat der Papst aber einiges falsch gemacht
Muss.. ähm sollte dann nicht auch in jedem Atheisten-Haushalt eine Bibel liegen, damit sich das Kind unvoreingenommen damit beschäftigen kann. Denn von ihren Atheisten-Eltern ist Unvoreingenommenheit nicht unbedingt zu erwarten.

Neulich habe ich das Foto von einem ganz süssen 2 Wochen altem Baby gesehen. Zum dahinschmelzen. Allerdings...
hatte das Baby die Vereinsfarben eines Bundesligisten, ausgesucht vom Vater !!! des Kindes an. Keine Rücksicht auf das Baby, dass es sich vielleicht mal einen anderen Verein aussuchen könnte. Nein, es wird gleich indokriniert.
(aus meiner Sicht der falsche Verein
)
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19.02.2009, 07:52
AW: da hat der Papst aber einiges falsch gemacht
Zwischen einem Fussballverein und einer Religion ist doch ein bissel ein Unterschied - meiner Meinung nach.....Keine Rücksicht auf das Baby, dass es sich vielleicht mal einen anderen Verein aussuchen könnte. Nein, es wird gleich indokriniert
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19.02.2009, 08:24Inaktiver User
AW: da hat der Papst aber einiges falsch gemacht
Das hab ich mir auch schon oft gedacht.
Denn durch die atheistische Haltung wird das Kind ja auch beeinflusst und kann sich nicht unvoreingenommen entwickeln. Und wie soll ich mich für etwas (in diesem Fall eine Religion) entscheiden, wenn ich nie was davon gehört habe. Oft sogar im Gegenteil - wenn wie hier im Forum Religion grundsätzlich lächerlich und mies gemacht wird, wie soll sich ein Jugendlicher dann dafür entscheiden?
Absolute Neutralität gibt es nicht!
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19.02.2009, 09:06Inaktiver User
AW: da hat der Papst aber einiges falsch gemacht
Das muß aber nicht zwangsläufig dazu führen, das ein Atheisten-Kind automatisch ein Atheist bleibt.
Wir leben nun mal in einem Land, wo Religion irgendwann einmal eine Rolle spielt.
Und wenn es auf der Beerdigung von Oma und Opa ist oder bei der Hochzeit von Tante und Onkel...
Außerdem ist im Menschen das Bedürfnis vorhanden sich Fragen nach dem Sinn seines Daseins zu stellen.
Der eine beantwortet sie sich, indem er die Arbeit, seine Familie oder das Reisen als Mittelpunkt in seinem Leben sieht.
Das andere "Atheistenkind" (mittlerweile erwachsener geworden) mag tiefgründigere Antworten suchen.
Und meistens wendet sich dann ein "Atheistenkind" an Religion, welche auch immer...
Spätestens wenn man mit dem Tod konfrontiert wird, stellt sich jeder einmal Fragen nach dem Sinn des Lebens.
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20.02.2009, 23:26
AW: da hat der Papst aber einiges falsch gemacht
Die Situationen sind eben nicht so einfach vergleichbar. Nicht mal ein "missionarisch" auftretender Atheist kann seinen Kindern erzählen, sie müßten fest an die Nichtexistenz eines Gottes glauben, weil sie sonst nach dem Ableben nicht in den Himmel (Nichthimmel?) kämen.
Auch Menschen aus areligiösen Elternhäusern kommen unweigerlich mit dem Phänomen Religion in Kontakt, ich wüßte auch nicht, warum ein Atheist versuchen sollte, seinen Kindern Informationen über die Glaubensinhalte und über die Geschichte der zahlreichen Religionen vorzuenthalten.
Es ist ein Unterschied, ob man selbst einen bestimmten Standpunkt vertritt, oder ob man versucht, jemanden bei der Suche nach einer eigenen Weltsicht zu behindern.
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21.02.2009, 22:18
AW: da hat der Papst aber einiges falsch gemacht
Das Kind wird in Schule und Umgebung mit Religion konfrontiert. Andere Kinder gehen in den Kommunionsunterricht, oder sie erklären sie sind evangelisch und gehen später in den Konfirmationsunterricht oder man geht in die Koranschule. Natürlich stellen die Kinder dann Fragen: Was ist mit mir?
Dies hat etwas mit der gesellschaftlichen Rolle zu tun.
Anders ist es mit dem Glauben an sich. Ich bin der Meinung, das der Glaube tief in seiner Natur verwurzelt ist. Der Mensch ist ohne Glauben kaum existenzfähig (er resigniert) denn der Glaube ist seine Handlungsmotivation, und mit Glauben ist man in der Lage seine eigene Realität zu gestalten. Und dabei ist es egal an was man glaubt, und wenn man nur an sich selber glaubt oder an seine Fantasie oder an irgendeine Religion oder an die Liebe.
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22.02.2009, 10:49
AW: da hat der Papst aber einiges falsch gemacht
Dann bin ich entweder kein Mensch - oder nicht existenzfähig??Der Mensch ist ohne Glauben kaum existenzfähig
Ich existiere aber schon seit etlichen Jahrzehnten....
Immer wieder das alte Lied: an irgendwas muss man doch glauben!!
Man muss nicht.
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22.02.2009, 13:25
AW: da hat der Papst aber einiges falsch gemacht
Kommt darauf an, was man unter Glauben versteht. Wenn Glaube mehr oder weniger ein Synonym für Vertrauen ist, dann ist klar, daß man nur schwer ohne auskommt, denn vieles, was ein gutes Leben ausmacht, entzieht sich der Kontrolle. Dann redet man aber besser gleich von Vertrauen und außerdem ist es natürlich in vielerlei Hinsicht nicht egal, wem man sein Vertrauen schenkt.
Wenn Glaube bedeutet, daß Behauptungen innerhalb des religiösen Kontexts der Kritik entzogen werden, während man anderswo die üblichen Maßstäbe anlegt, dann ist er selbstverständlich - freundlich ausgedrückt - entbehrlich. Selbst die monotheistischen Religionen sind jahrhundertelang ohne diesen Fundamentalismus ausgekommen, auch wenn sich die Fundamentalisten in den letzten Jahrzehnten so in den Vordergrund gedrängt haben, daß die jeweiligen Religionen zunehmend mit ihren extremen Ausprägungen gleichgesetzt werden.


Orlando
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