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Thema: Ohne Glauben
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11.03.2009, 17:06
AW: Ohne Glauben
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11.03.2009, 19:14Inaktiver User
AW: Ohne Glauben
Hm. Ich treibe mich normalerweise auch nicht in "solchen Foren" rum, und auch die hiesigen Religions- und Glaubensthreads haben mich nie interessiert. Mich zog einfach der Titel "Ohne Glauben" an, weil ich mich ab und zu ganz gerne mit anderen Atheisten austausche. Ich finde es einfach spannend zu erfahren, wie und warum andere vom Glauben abgefallen sind. Wir sind ja nicht so viele; fast alle Menschen glauben doch an einen Gott, einen Schöpfer, an ID, oder sie suchen sich eine Ersatzreligion.
Ferner interessiert mich folgender Gedanke: sagen wir, okay, es KÖNNTE vielleicht einen Gott geben. Aber wenn es ihn gäbe, ist das, was er angerichtet hat, ist so dilettantisch und pervers, dass er mich am A... lecken kann. Es ist mir gleichgültig, ob es ihn gibt, ergo auch seine Existenz oder Nicht-Existenz, weil ich mich den Spielregeln eines perversen Dilettanten (oder dilettantischen Perversen
- Achtung, Ironie !! ) nicht zu unterwerfen gedenke. Gibt es Leute, denen so etwas schon einmal durch den Kopf gegangen ist ? Oder spielt nur die Überzeugung der Nicht-Existenz Gottes eine Rolle ?
Geändert von Inaktiver User (11.03.2009 um 19:24 Uhr)
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11.03.2009, 19:57
AW: Ohne Glauben
Passend dazu verlinke ich einen Artikel aus dem Spiegel und zitiere mal etwas:
"... Es sind viele, die sich keinem Glauben zugehörig fühlen oder sogar nicht an einen Gott glauben: nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gehören rund ein Drittel aller Deutschen keiner Religion an. Eine 2005 durchgeführte Erhebung von AP-Ipsos ergab, dass nur 22 Prozent der Deutschen keine Zweifel an der Existenz Gottes hegen. Atheisten und Agnostiker kommen dagegen gemeinsam auf 23 Prozent (siehe Fotostrecke). ..."
"..."Gott ist für mich nur eine Hypothese", sagt er. Viel kritischer hingegen sieht er die selbsternannten Gottesvertreter: "Die christliche Religion, der Islam und das Judentum beruhen auf Grundannahmen, die falsch sind", meint Möller. Es gehe ihm und den anderen darum, zu zeigen, dass Religion nicht die Grundlage der Moral ist, dass es eine Moral ohne Glauben gibt. ..."
Ist ja auch ein Thread mit Titel "Ohne Glauben"
Zitat von pepkuss
Fragt sich, warum die Glaeubigen hier so zahlreich und engagiert vertreten sind
?

PischtiMan sollte sich nicht ueber Dinge aergern,
denn das ist ihnen voellig egal.
Euripides
Man soll nicht das Leben veraendern, man soll nicht die Welt veraendern. Man muss das Leben vielgestaltiger machen, ... Man muss die Unterschiede wuerdigen. Unterschiede staerken die Identitaet.
Carlos Fuentes "Die Jahre mit Laura Diaz"
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11.03.2009, 20:06
AW: Ohne Glauben
Fragt sich, warum die Glaeubigen hier so zahlreich und engagiert vertreten sind?
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11.03.2009, 20:10
AW: Ohne Glauben
ich kenne keine Zahlen, aber in meinem Umfeld gibt es sehr viele Atheisten und Agnostiker. Keine Ahnung, wie du darauf kommst, dass es nicht so viele davon gibt.
Im Unterschied zu dir ist mir herzlich egal, warum andere nicht glauben. Mich interessiert eher der Austausch mit denen, die einen offenen modernen Glauben leben, worauf sie ihn bauen, wie ihn begründen usw. Und selbst wenn wir nie zu einem gemeinsamen Glauben kommen werden, die Gespräche sind hin und wieder sehr aufschlussreich und noch ein wenig mehr...
Auch wenn ich es im Nachbarstrang für meine Begriffe schon sehr provozierend formuliert hatte, der Grundgedanke war jedenfalls nicht weit von deinem weg. Mir ist der Glaube an einen Gott der Liebe, einem Gott der Gnade oder wie auch immer man ihn ausschmücken mag, im Angesicht von Massenmorden, Naturkatastrophen etc. unverständlich. Dieser Gott ist keiner, an den ich glauben kann.
Soweit also eine ähnliche Grundlage zwischen deinen Gedanken und meiner Anschauung. Sie erlebt aber auch augenblicklich einen massiven Bruch. Nämlich da, wo du die Gläubigen hier mit deiner Wortwahl brüskierst, beleidigst. Die meisten, die sich hier rumtreiben können das zwar sicher ab, dennoch halte ich es für eine absolute Respektlosigkeit unseren Mitmenschen gegenüber. Was sollte es einem Atheisten bringen, einem Theisten ihren Glauben mit solch dämlicher Wortwahl mies zu machen oder ihn zu beleidigen?
Unser aller Glaube oder Unglaube ist eine zutiefst persönliche Angelegenheit, erwachsen aus einer Vielzahl von Einflüssen. Man sollte dem immer mit Respekt begegnen können, es sei denn, man wird mit fundamentalistischem Gedankengut zugeschwallt, wehrt sich gegen Sektenideologien etc. - und selbst dann bleibt nur der halbwegs höfliche Umgang miteinander.
Wenn ich mich richtig erinnere, hast du weiter oben von deinem Hass auf alle Religionen geschrieben....
hier mal die Erklärung von Wiki zu Religion:
"Als Religion bezeichnet man eine Vielzahl unterschiedlicher kultureller Phänomene, die menschliches Verhalten, Handeln und Denken prägen und Wertvorstellungen normativ beeinflussen"
du hegst einen so ziemlich alles umfassenden Hass
was immer es ist, es entlockt mir nur ein mitleidiges müdes Grinsen - interessieren, was du meintest, würde mich allerdings trotzdem...
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11.03.2009, 20:13
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11.03.2009, 20:39Inaktiver User
AW: Ohne Glauben
@Blickwinkel: "Toleranz " und "Respekt" sind m. E. sehr, sehr überstrapazierte Begriffe. So überstrapaziert, dass sie manchmal nur noch als leere Worthülsen vorkommen, obwohl es durchaus schöne Begriffe sind.
Respektlos war ich schon immer - allen Autoritäten, Führergestalten und ganz besonders moralischen Instanzen gegenüber. Sieh es doch mal so: es würzt hin und wieder die Diskussion, die sonst wie eingeschlafene Füße wirkt. Es liegt auch in der Natur der Sache. Also seien wir doch weiterhin das Salz in der Suppe der jeweils anderen
Im übrigen warst Du gerade ziemlich beleidigend. Ich kann es auch ab.
Drum grinse nun milde weiter, oder müde oder was auch immer Du geschrieben hast....
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11.03.2009, 20:53
AW: Ohne Glauben
Um es nochmal zu wiederholen: in diesem Thread geht es um den Unglauben. Wenn dich das nicht interessiert, warum eröffnest du nicht einen Strang "offener und moderner Glaube" - ?Im Unterschied zu dir ist mir herzlich egal, warum andere nicht glauben. Mich interessiert eher der Austausch mit denen, die einen offenen modernen Glauben leben,
Wobei ich mich frage, was ein geschlossener und unmoderner Glaube ist?
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11.03.2009, 21:10Inaktiver User
AW: Ohne Glauben
Nö. Für mich gilt das jedenfalls nicht. Ich bin alles andere als "naive" Atheistin, und der Religionsunterricht, den ich beschrieb, war nicht einfach schlecht - er war einfach damals gängige Praxis. Dasselbe wurde mir sonntags in der Kirche erzählt.
Kann es naiv sein, an etwas nicht zu glauben? Wieso sollte ich egal was vorschieben um zu begründen, dass ich nicht glaube? Man braucht einen Grund, um in einen Verein zu gehen, nicht einen Grund, nicht hineinzugehen. Wäre ja schlimm bei der Unmenge von Vereinen und eben auch Glaubensrichtungen, die es so gibt.
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11.03.2009, 21:11
AW: Ohne Glauben
aha... und wenn es um unglauben geht, darf man nicht mal erwähnen, dass man eine andere form des gedankenaustausches interessanter findet? seltsame philosophie. nun denn... das ist wohl eine strangeigenheit ... sie sei euch gegönnt...
ich werde nicht erfahren, ob du in der lage bist, dir intelligente Antworten auf unintelligente fragen zu geben...
So long



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