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Thema: Ohne Glauben

  1. Inaktiver User

    AW: Ohne Glauben

    aber noch das Joerd

    ich habe eine Stelle in diesem Strang gefunden, wo Dein Artikel besser passt

    Hier Zitat von Joerd

    Zitat Joerd : Ich persönlich denke sogar das Glauben eine sehr gesunde Sache ist. Menschen mit Gottvertrauen sind oft seelisch stabiler und liebevoller. Liebe entspannt, und Entspannung macht aufnahmefähig für die innere Stimme, oder für Gläubige, für die göttliche Stimme.
    und dann kannst Du Deinen Artikel lesen..

    Zitat Joerd :Dazu ganz aktuell: Religion kann krank machen
    und weißt : "Huch so gesund, scheint es doch nicht immer zu sein.."

    und schon passt es..

    ohne Heine..

    quasi im Selbstgespräch.. : Joerd mit Joerd..und Klees Heinezitat bliebe da wo es hingehört : eben nicht in diesen Zusammenhang..
    Geändert von Inaktiver User (04.03.2009 um 19:00 Uhr)

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    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Joerd mit Joerd...
    Gutes Thema!
    Die beiden Aussagen führen gut vor Augen, das Gottvertrauen und Angst vor Gott zwei Seiten der Medaille Glauben darstellen.

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    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ..und auch Heine verallgemeinerte und sprach nur für sich :

    Nachwort zu seiner Gedichtsammlung "Romancero" (30.9.1851) "Wenn man auf dem Sterbebett liegt, wird man sehr empfindsam und möchte Frieden machen mit Gott und der Welt ... Gedichte, die nur halbwegs Anzüglichkeiten gegen Gott enthielten, habe ich mit ängstlichem Eifer verbrannt. Es ist besser, daß die Verse brennen als der Versemacher ... Ich bin zu Gott zurück gekehrt wie ein verlorener Sohn, nachdem ich lange bei den Hegelianern die Schweine gehütet habe ..."

    Daher wunderte es mich, dass man hier Heine als Fürredner der Glaubensabkehr anführt..

    Heine könnte als Beispiel für Umwege, die zum Glauben führen, die immer Hinweis für Gottesnähe waren, gelten..

    daher : Vorsicht mit Heinezitaten
    Ich finde, daß Heine ein gutes Beispiel ist.
    Du gibst ja oben wieder, daß er sein Leben unter den Ideen der Hegelianer als Schweinehüten bezeichnet hat. Das ist doch deutlich.
    Paulus hat auch gesagt, daß sein Leben, und er war ein studierter Mann, ohne Jesus nur Kehricht gewesen sei. Das ist doch eine Linie.
    Außerdem wird Heine von vielen Menschen als Beispiel einer Bekehrung angeführt, auch von Menschen, die aufgrund ihrer Schulbildung einfach klüger sind als ich. Ich denke, daß diese Menschen sehr wohl Ironie von Bekennen unterscheiden können.

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    AW: Ohne Glauben

    Zu sagen, dass ein Leben ohne Jesus nur Dreck ist, ist unverschämt und im höchsten Maße intolerant. Aber so war Paulus eben.

    Möglicherweise wollte Heine auf dem Totenbett alle Eventualitäten abdecken: Gibt es einen Himmel, hat er sich ein Plätzchen dort gesichert, wenn nicht, schadet Bekehrung auch nix.

    Zeit seines Lebens jedenfalls hatte er für Religion nichts übrig.

  5. Inaktiver User

    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von 3146 Beitrag anzeigen
    Zu sagen, dass ein Leben ohne Jesus nur Dreck ist, ist unverschämt und im höchsten Maße intolerant. Aber so war Paulus eben.
    Bitte genau lesen!
    Paulus hat auch gesagt, daß sein Leben, und er war ein studierter Mann, ohne Jesus nur Kehricht gewesen sei.
    Paulus redete von seinem Leben! Und diese persönliche Äußerung ist doch erlaubt, habe ich zumindest in den letzten Tagen gelernt!

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    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Mico Beitrag anzeigen
    ...
    Paulus hat auch gesagt, daß sein Leben, und er war ein studierter Mann, ohne Jesus nur Kehricht gewesen sei. ...
    Wow Wie schlimm muss ein Leben sein, dass man darauf mit so wenig Respekt schaut Das man es als Schmutz und Abfall wahrnimmt. Wie wenig eins mit sich selbst muss man sein, um zu solch extremen Anschauungen zu kommen Wie unversoehnlich ist man mit sich selbst ...

    Das finde ich echt heftig.



    Pischti
    Man sollte sich nicht ueber Dinge aergern,
    denn das ist ihnen voellig egal.
    Euripides


    Man soll nicht das Leben veraendern, man soll nicht die Welt veraendern. Man muss das Leben vielgestaltiger machen, ... Man muss die Unterschiede wuerdigen. Unterschiede staerken die Identitaet.
    Carlos Fuentes "Die Jahre mit Laura Diaz"

  7. Inaktiver User

    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Pischti_H Beitrag anzeigen
    Wow Wie schlimm muss ein Leben sein, dass man darauf mit so wenig Respekt schaut Das man es als Schmutz und Abfall wahrnimmt. Wie wenig eins mit sich selbst muss man sein, um zu solch extremen Anschauungen zu kommen Wie unversoehnlich ist man mit sich selbst ...

    Das finde ich echt heftig.



    Pischti
    Da hast du sicher recht. Allerdings hört man das auch in heutiger Zeit öfter, dass jemand sein Leben als total fehlgeschlagen wahrnimmt, es wird halt vielleicht nicht mit so heftigen Worten wie "Kehricht, Schmutz oder Abfall" ausgedrückt. Und Menschen, die sich selbst so nicht annehmen können, wie sie sind, gibt es leider zuhauf. Oder warum sonst sind die Praxen von Psychotherapeuten u. ä. total überlaufen. Und das sind sicher nicht alles gläubige Menschen!

    Und Paulus meinte es eben nur in Bezug auf sein Leben - nicht auf ein Leben ohne Christus im Allgemeinen. Insofern kann ich darin keine
    Zitat Zitat von 3146
    unverschämt und im höchsten Maße intolerant
    Aussage erkennen.

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    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da hast du sicher recht. Allerdings hört man das auch in heutiger Zeit öfter, dass jemand sein Leben als total fehlgeschlagen wahrnimmt, es wird halt vielleicht nicht mit so heftigen Worten wie "Kehricht, Schmutz oder Abfall" ausgedrückt. Und Menschen, die sich selbst so nicht annehmen können, wie sie sind, gibt es leider zuhauf. Oder warum sonst sind die Praxen von Psychotherapeuten u. ä. total überlaufen. Und das sind sicher nicht alles gläubige Menschen!

    Und Paulus meinte es eben nur in Bezug auf sein Leben - nicht auf ein Leben ohne Christus im Allgemeinen. Insofern kann ich darin keine

    Aussage erkennen.
    Wenn ich mal mit Deinen Worten etwas spielen darf Dann koennte man meinen, haette Paulus damals einen guten Psychotherapeuten gefunden, waere er nicht unbedingt glaeubig geworden ...



    Pischti
    Man sollte sich nicht ueber Dinge aergern,
    denn das ist ihnen voellig egal.
    Euripides


    Man soll nicht das Leben veraendern, man soll nicht die Welt veraendern. Man muss das Leben vielgestaltiger machen, ... Man muss die Unterschiede wuerdigen. Unterschiede staerken die Identitaet.
    Carlos Fuentes "Die Jahre mit Laura Diaz"

  9. Inaktiver User

    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Pischti_H Beitrag anzeigen
    Wenn ich mal mit Deinen Worten etwas spielen darf Dann koennte man meinen, haette Paulus damals einen guten Psychotherapeuten gefunden, waere er nicht unbedingt glaeubig geworden ...



    Pischti
    Siehst du, das ist der Fehler, der hier sehr oft gemacht wird - der Umkehrschluss funktioniert in den seltensten Fällen! Vielleicht kommt das vom Spielen mit den Worten anstatt vom genauen Lesen.

  10. Inaktiver User

    AW: Ohne Glauben

    Naja, pelzpfote, so ganz von der Hand zu weisen ist es nicht, dass viele Menschen gerade in persönlichen Krisen besonders anfällig für religiöse Themen sind.
    Majolika hat hier vor längerer Zeit mal ihre Geschichte erzählt, wie sie zu ihrem Glauben kam, ich kenne ein paar Leute, die die Religion als Zufluchtsort vor einem psychischen Zusammenbruch sahen und und und. Das ist ja nun nichts Neues.

    Wichtig ist halt sich zu fragen, ob man wirklich glaubt oder ob man nur vor der Auseinandersetzung mit sich selbst flieht.

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