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Thema: Ohne Glauben
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03.03.2009, 20:45Inaktiver User
AW: Ohne Glauben
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03.03.2009, 23:39
AW: Ohne Glauben
Einige Punkte, die mich immer wieder zum Grinsen bringen.
Ich bin katholisch aufgewachsen. Als Kleinkind lebte ich ein Jahr bei einem älteren Pflege-Ehepaar, da meine Mutter sehr krank war. Sie waren evangelisch, ganz superliebe Leute. Als ich 20 Jahre später mit meiner Freundin dort auftauchte, nahm die Frau meine Freundin (evangelisch) zur Seite und sagte: „Der Wolfgang ist ein lieber Kerl, auch wenn er katholisch ist“. Wir haben uns lange über diesen Spruch amüsiert. Das war meine Pflegeoma.
Als ich 18 war, besuchte ich eine Angebetete, deren Vater evangelischer Pfarrer war. Leider bemerkte ich vor dem Mittagessen nicht, dass Beten angesagt war, machte weiter Späße, und wurde vom Papi der Angebeteten aus dem Haus geworfen. Ich weiß bis heute noch nicht, warum.
Vor einigen Jahren hatte ich eine Freundin, die aus einer sehr christliche Familie stammte. Ich wurde sehr herzlich von ihrer Familie aufgenommen. Wenn wir zu Besuch bei ihren Eltern waren, wurde vor dem Essen gebetet. Warum nicht. Wir waren einige Jahre zusammen, gingen auch manchmal zur Kirche. Ich sah keine Probleme darin, und sehe immer noch keine Probleme. Sie akzeptierte meinen Nicht-Glauben, ich akzeptierte ihren Glauben.
Und manchmal verstehe ich nicht, wenn dermaßen ernst über die Themen Gott und Religion gestritten wird. Es ist doch schön, dass es so viele Meinungen und Menschen gibt.
Ich denke immer noch an meine Pflegeoma (Oma B.), die ihren Glauben hatte, und andere in ihrem Glauben akzeptierte und liebte.
Gute Nacht alle
WolfgangIch bin, also denke ich
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04.03.2009, 07:40Inaktiver User
AW: Ohne Glauben
Wie ich bereits schrieb, wenn du es so empfindest, ist es für dich OK. Aber du hast geschrieben: Gott ist ein A.... und das finde ich sehr daneben.
Denn er ist es ja nur in deinen Augen.
@pepkuss
Übrigens denke ich, dass du mich (absichtlich???) missverstehst.
Es geht mir nicht darum, dass ich jemanden brauche, der mir vorschreibt, was ich zu glauben habe, sondern dass ich (und eigentlich doch jeder Mensch, außer er ist ein Genie und unfehlbar
) auch andere Ansichten und Auslegungen (z. B. der Bibel) braucht, um sich selbst eine Meinung bilden zu können. Grade bei der Auslegung der Bibel gibt es so viele unterschiedliche Ansätze und auch Übersetzungen, dass es doch hochinteressant ist, auf andere Gedanken gestoßen zu werden. Es wäre mir viel zu wenig, wenn ich mich nur auf das beschränken würde, was mir selbst dazu einfällt. 
Ich habe selbst viele Jahre Religionsunterricht gegeben und bin durch die Vorbereitung darauf und auch durch die Fragen und Aussagen der Schüler ganz oft auf neue Sichtweisen gekommen, die mich selbst in meinem Glauben weitergebracht haben (z. B. bei der "Rolle" des Hl. Geistes). Es wäre doch schrecklich, wenn man in seinem Glaubensleben immer nur auf der Stufe stehen bleibt, die man sich selbst zurechtgezimmert hat.
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04.03.2009, 07:41
AW: Ohne Glauben
Meine Mutter hat phasenweide gesagt lieber gar nichts als evangelisch

Ich glaube inzwischen hat sie ihre Meinung korrigiert.
Mein Austritt aus der Kirche hat ihr schlaflose Nächte bereitet
, so dass ich es im nachhinein bereut hatte es erzählt zu haben.
Inzwischen kriegt sie glaub ich mit, dass man auch so ein guter Mensch sein kann
.
Ein Exfreund von mir hatte nach dem Kirchenaustritt vom Pfarrer einen Brief bekommen in dem stand: Was würde deine verstorbene Oma ... dazu sagen.
Ich finde es anmaßend.
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04.03.2009, 08:39Inaktiver User
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04.03.2009, 11:03Inaktiver User
AW: Ohne Glauben
.... und noch etwas, pelzpfote, weil Du dich anscheinend immer persönlich angegriffen fühlst, wenn ich sage, dass ich Gott nicht ausstehen kann: ich möchte weder Dich noch sonst irgendjemanden persönlich angreifen

Ich finde aber (gerade in einem Strang, der "Ohne Glauben" heisst), dass es eine Errungenschaft der Aufklärung und der geistigen Freiheit des 21. Jahrhunderts ist, offen sagen zu können, dass man Gott als A... empfindet. Oder etwas differenzierter ausgedrückt: als patriarchalische, autoritäre und erpresserische Figur - gerade deshalb ist sie mir zutiefst unsympathisch, egal ob in alttestamentarischer Gestalt, als Jahwe, Allah, Gottessohn, Heiliger Geist oder whatever. Und ich werde das immer und überall sagen, wo es mir passt. Außer vielleicht dort, wo ausschließlich Gläubige zusammenkommen und unter sich sein wollen (virtuell und im rl), aber da werde ich eh nie anzutreffen sein.
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04.03.2009, 11:32Inaktiver User
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04.03.2009, 11:37
AW: Ohne Glauben
Man sollte sich nicht ueber Dinge aergern,
denn das ist ihnen voellig egal.
Euripides
Man soll nicht das Leben veraendern, man soll nicht die Welt veraendern. Man muss das Leben vielgestaltiger machen, ... Man muss die Unterschiede wuerdigen. Unterschiede staerken die Identitaet.
Carlos Fuentes "Die Jahre mit Laura Diaz"
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04.03.2009, 11:38Inaktiver User
AW: Ohne Glauben
Majo, na, da wird HSR bestimmt nix dagegen haben.
Und dann: was macht dein Gott dann?
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04.03.2009, 11:39Inaktiver User
AW: Ohne Glauben
Wie ein Damoklesschwert soll es ständig sein: WEHE, wenn Gott sich eine Meinung über dich gebildet hat!!!!
Ich denke, er ist soooo gütig?



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