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Thema: Ohne Glauben

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    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von pepkuss Beitrag anzeigen
    .

    Religion ist nur deshalb auf dieser Welt nicht ausrottbar (trotz aller Versuche), weil sie trotz aller Verzerrungen einem nenschlichen Bedürfnis entspricht. Andernfalls müssten Anhänger einer Religion von vornherein entweder dumm oder unbelehrbar oder verbohrt sein. Das sind sie aber nicht, von Ausnahmen abgesehen, .

    Diese Ausnahmen gibt es aber auch unter den Atheisten.
    Dass dieses "menschliche Bedürfnis" - allgemein betrachtet - nach einer Religion vorhanden ist, ist unbestreitbar. Aber dennoch teilt es nicht jeder. Ich wage zu behaupten, dass ich dieses Bedürfnis nicht habe. Ich brauche für mein Leben hier kein höheres Wesen, das mich "leitet" oder mir irgend etwas vorschreibt ("Regeln" die von Menschen niedergeschrieben wurden ) und ein "Leben nach dem Tode" wünsche ich mir eigentlich auch nicht, weil ich nicht erkennen kann, wozu dies gut sein sollte. Ich (nach meinem Dafürhalten der Mensch an sich) bin nicht so wichtig um "in alle Ewigkeit" - wo auch immer - zu existieren.

    Zitat Zitat von pepkuss
    Insofern sitzen Glaubende und Nichtglaubende in einem Boot. Sie sind beide Menschen (was für eine Aussage, aber gelegentlich muss das Selbstverständliche betont werden) , sie versuchen, mit ihrem Leben zurechtzukommen, sie vertrauen, sind enttäuscht usw.
    Dem ist nichts hinzuzufügen. Und Menschen die besser in ihrem Leben zurechtkommen, wenn sie an einen Gott glauben haben ebenso den "richtigen" Weg (für sich selbst - und nur das ist wichtig!) gewählt, wie diejenigen die lieber oder besser ohne einen Gott leben. Es muss einfach jeder für sich selbst entscheiden und Kritik an dieser Entscheidung der jeweils anderen Seite ist völlig unangebracht.

    Atheisten wie mich ärgert es aber bisweilen, wenn Gläubige Thesen mit Absolutheitsanspruch aufstellen (z.B. "alle Liebe ist in Gott" - oder so ähnlich) oder auf die Allgemeingültigkeit ihrer Vorstellungenen pochen (das machen nicht alle, ich weiß, aber ich rede hier vom Rest) und was Gläubige ärgert sollen besser sie selbst formulieren.

    Zitat Zitat von pepkuss
    So what. Der Unterschied ist nicht gravierend, wenn man mal davon absieht, dass einige Religiöse Trennlinien zwischen Gläubuige und Ungläubige ziehen wollen, indem sie künstliche Schranken aufrichten, Himmel und Hölle als Alternativen auffahren und mit Angst und Druck zu herrschen versuchen.

    DAS aber hat nicht mit Religion zu tun, sondern das ist Machtmissbrauch in religiösem Gewand, leider eine besonders eklige Variante des Machtmissbrauchs.

    Die Attentate des 11.9.2001 haben mit Religion soviel gemein wie ein Vergewaltiger mit der Liebe - schlimmer noch

    Gruß
    pepkuss
    Gläubige und Ungläubige können durchaus gut miteinander leben, wenn der einen den andern so nimmt wie er ist und ihn in seiner Einstellung respektiert. Eine Einschränkung möchte ich allerdings machen. Mit einem religiös eingestellten Partner könnte oder wollte ich nicht zusammenleben.

    Anitra
    Mein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.

  2. Inaktiver User

    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Anitra Beitrag anzeigen
    Mit einem religiös eingestellten Partner könnte oder wollte ich nicht zusammenleben.
    Meine persönliche Erfahrung ist, dass das schon an banalen Alltagsdingen scheitert. Und erst recht bei den "großen" Themen.
    Insofern hilft alle Toleranz (ein Begriff, den ich bisweilen arg überstrapaziert finde...) nichts; es kommt unweigerlich der Punkt, an dem ein gläubiger und ein ungläubiger Partner auseinandergehen müssen.

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    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Je nun. Ein bisschen Unsachlichkeit sei mir verziehen
    Es ist nun einmal so, dass mir Gottvater und Gottsohn unsympathisch sind. Und im Mitteleuropa des 21. Jahrhunderts darf man das zum Glück auch ungestraft äußern. Ich tue das auch im real life.

    Wie kann einem eigentlich jemand unsympathisch sein, an dessen Existenz man gar nicht glaubt? Sympathie und in logischer Folge auch Antipathie kann ich doch nur jemandem gegenüber empfinden, den ich als existent annehme.

    Ich verstehe mich als Atheist, aber die Idee den Gott an den andere glauben unsympathisch zu finden bin ich noch nicht gekommen. Und "Gottsohn", also Jesus Christus, die möglicherweise historische Person (etwas anderes kann sie für einen Atheisten auch nicht sein) finde ich eigentlich auch nicht "unsympathisch" und zwar deshalb nicht, weil sie (die historische Person) nichts mit mir zu tun hat.

    Anitra
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  4. Inaktiver User

    AW: Ohne Glauben

    es kommt unweigerlich der Punkt, an dem ein gläubiger und ein ungläubiger Partner auseinandergehen müssen.
    Sehe ich anders. Ich habe schon mit christlichen Partnern zusammen gelebt, ohne dass das zu Problemen führte. Sie waren nicht stark religiös, aber vom christlichen Glauben zumindest überzeugt.
    Ein sehr guter Freund von mir stammt aus einem seit drei Generationen atheistischen Elternhaus und ist selbst vollkommen ungläubig. Er lebt mit einer Frau zusammen, die einer evangelischen Freikirche angehört, das sehr ernst nimmt. Sie führen eine ausgesprochen liebevolle und tolle Beziehung.

    Warum sollen solche Beziehungen zum Scheitern verurteilt sein? Sind die zwischen Gläubigen Menschen ja auch nicht zwangsläufig. Meine Tante ist katholisch, mein Onkel ist Muslim. Sie leben seit 41 Jahren zusammen.

  5. gesperrt

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    AW: Ohne Glauben

    QUOTE=Anitra;5513091]Dass dieses "menschliche Bedürfnis" - allgemein betrachtet - nach einer Religion vorhanden ist, ist unbestreitbar. Aber dennoch teilt es nicht jeder. Ich wage zu behaupten, dass ich dieses Bedürfnis nicht habe. Ich brauche für mein Leben hier kein höheres Wesen, das mich "leitet" oder mir irgend etwas vorschreibt ("Regeln" die von Menschen niedergeschrieben wurden )

    [I]Gläubige Menschen würden ihren Glauben vermutlich so nicht beschreiben. Sie sprechen selten von einem "Höheren Wesen." Auch auch nicht davon, dass dieses Wesen etwas vorschreibt. Du baust hier eine künstliche Front auf.[/I]

    und ein "Leben nach dem Tode" wünsche ich mir eigentlich auch nicht, weil ich nicht erkennen kann, wozu dies gut sein sollte. Ich (nach meinem Dafürhalten der Mensch an sich) bin nicht so wichtig um "in alle Ewigkeit" - wo auch immer - zu existieren.

    [I]Auch das empfinden viele religiöse Menschen nicht als Kern ihres Glaubens. Wie es nach meinem Tod weitergeht, kann ich nicht sagen, das lass ich offen.[/I]

    Atheisten wie mich ärgert es aber bisweilen, wenn Gläubige Thesen mit Absolutheitsanspruch aufstellen (z.B. "alle Liebe ist in Gott" - oder so ähnlich) oder auf die Allgemeingültigkeit ihrer Vorstellungenen pochen (das machen nicht alle, ich weiß, aber ich rede hier vom Rest) und was Gläubige ärgert sollen besser sie selbst formulieren.

    [I]Solche Gläubige gibt es, ja. Sie sind aber nicht repräsentativ für das, was Glaube ist oder sein kann.[/I]

    Mit einem religiös eingestellten Partner könnte oder wollte ich nicht zusammenleben.

    Dazu können dich nicht mal Gläubige zwingen.
    Anitra[/QUOTE]

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    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Warum sollen solche Beziehungen zum Scheitern verurteilt sein? Sind die zwischen Gläubigen Menschen ja auch nicht zwangsläufig. Meine Tante ist katholisch, mein Onkel ist Muslim. Sie leben seit 41 Jahren zusammen.

    Das müssen sie natürlich nicht.

    HSR bezog sich auf eine Aussage von mir. Ich selbst würde nicht mit einem gläubigen Partner zusammenleben wollen. Anders verhält es sich mit dem Kontakt zu einer (zum Beispiel) "besten Freundin". Aber Freundschaften sind etwas anderes als Partnerschaften.

    Aber ich gehe nicht davon aus, dass das was für mich gilt, auch für andere gelten muss.

    Liebe Grüße
    Anitra
    Mein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.

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    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von pepkuss Beitrag anzeigen
    [I]Gläubige Menschen würden ihren Glauben vermutlich so nicht beschreiben. Sie sprechen selten von einem "Höheren Wesen." Auch auch nicht davon, dass dieses Wesen etwas vorschreibt. Du baust hier eine künstliche Front auf.[/I]
    Gut, sie sprechen von Gott und nicht von einem "höheren Wesen". Aus meiner Haltung und Einstellung heraus passt der Begriff "Gott" eben nicht so gut.

    Ich baue keine künstliche Front auf, ich folgte meiner Empfindung, die ich in Worte kleidete.

    [I]Auch das empfinden viele religiöse Menschen nicht als Kern ihres Glaubens. Wie es nach meinem Tod weitergeht, kann ich nicht sagen, das lass ich offen.[/I]
    Hier gilt das gleiche.

    Ich weiß nicht welcher Gläubige "was" "wie" sieht, denn soweit ich dies mitbekommen habe sehen hundert Gläubige auch hundert verschiedene Varianten. "Glaube" und in der Folge auch der "Unglaube" ist etwas was im Kopf des Einzelnen statt findet. Nach meinem Dafürhalten "existiert" sowieso alles nur im Kopf.


    [I]Solche Gläubige gibt es, ja. Sie sind aber nicht repräsentativ für das, was Glaube ist oder sein kann.[/I]

    Das ist mir auch klar. Aber man "merkt" sich stets leichter das, was einen stört, als umgekehrt.

    Mit einem religiös eingestellten Partner könnte oder wollte ich nicht zusammenleben.
    Dazu können dich nicht mal Gläubige zwingen.
    Anitra
    Das habe ich ja auch nicht behauptet.

    Anitra
    Mein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.

  8. Inaktiver User

    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ... es kommt unweigerlich der Punkt, an dem ein gläubiger und ein ungläubiger Partner auseinandergehen müssen.
    Ich denke auch, dass das nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluß sein muss.
    Es liegt doch immer an mir, ob ich auf meinen Partner zugehen kann, ihm entgegenkommen kann, ohne meinen Glauben nun zu verraten oder zu verleugnen.

    Als Christ steht man ja noch in einer größeren Verantwortung.
    Einmal vor dem Ehepartner und dann auch vor Gott.

  9. Inaktiver User

    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Anitra Beitrag anzeigen
    Er sagt, dass wir (seine Eltern) alles richtig gemacht hätten (ihn nicht zu taufen) und dass ihm diesbezüglich nie irgend etwas abgegangen sei....
    Woher weiss er das denn ???? Hat er sich schon mit religiösen Fragen auseinandergesetzt ??????

    Meine Eltern haben auch alles richtig gemacht, sie haben mich katholisch erzogen
    Vor allem haben sie mir die Fähigkeit gegeben, mir Gedanken zu machen über die Welt und das Leben. Was nichts mit dem katholischsein zu tun hat, stimmt.

    Ich will sagen, bei religiöser Erziehung gibt es kein "richtig" oder "falsch". Für mich ist entscheidend, für welche Wert ein Mensch eintritt. Das ist wohl nicht an eine bestimmte Religion oder auch an den Atheismus gebunden.

    Mir ist auch nie etwas abgegangen, weil ich keine Geschwister habe, das können viele auch nicht verstehen. Aber ich weiss es einfach nicht anders...... Was deshalb noch lange nicht heisst, dass es automatisch gut ist, keine Geschwister zu haben.....

    Gruss, Elli
    Geändert von Inaktiver User (03.03.2009 um 19:02 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wie stehst du aber dazu, wenn andere Mütter, so wie ich, ihrem Kind den Glauben an Gott näherbringen möchte?
    Wie soll ich dazu stehen?
    Es ist dein gutes Recht, das zu tun, was du für das beste hältst.
    Solange du dein Kind nicht mit Ruten züchtigst, wie es in der Bibel empfohlen wird, ist ja alles ok.

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