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Thema: Ohne Glauben

  1. User Info Menu

    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Liebe hat immer auch "mit Gott" zu tun - und das ist wirklich unabhängig von der Konfession oder dem Fehlen jeglicher Religionszugehörigkeit
    Sorry, genau solche Aussagen halte ich für unverschämt. Liebe hat für mich nicht zwangsläufig "mit Gott" zu tun. Liebe ist völlig unabhängig von "Gott". Du für dich magst einen Zusammenhang sehen. Ich liebe ohne "Gott", einfach so aus mir heraus.

  2. Inaktiver User

    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das hat m. E. aber nichts mit selbständigem Denken zu tun, denn der Glaube an Jesus als Sohn Gottes wird ja nicht "von offizieller Seite" (damit meine ich die Kirchenoberen) vorgesetzt, sondern ist ein Grundpfeiler des christlichen Glaubens und kein "Kirchengebot".

    Wie gesagt, es steht im christlichen Glaubensbekenntnis und streng genommen dürfte sich jemand nicht "Christ" nennen, wenn er nicht daran glaubt. Ich denke, man muss unterscheiden, was "Grundwahrheiten" des Christentums sind und wie es dann von den "Kirchenvätern" ausgelegt wurde.
    Das Apostolische Glaubensbekenntnis geht auf die Urkirche zurück und ist Grundlage für die meisten christlichen Kirchen.
    Zu den Meisten gehören die Mormonen und die Zeugen Jehovas nicht.
    Anscheinend ist ihnen das Bekenntnis zu unvollständig, weil sie die komplette Bibel zu ihrem Bekenntnis machen.
    Aber im Apost. Glaubensbekenntnis finden sie sich wohl trotzdem wieder.

    Und wenn jemand (auf dem Papier ein Katholik) die Jungfrauengeburt Marias nicht glaubt, dann sollte er sich vielleicht fragen, ob er katholisch (oder orthodox) ist, weil das eines der Glaubensgrundsätze der römisch-katholischen Kirche ist.
    Christ kann er dann natürlich trotzdem sein.

  3. Inaktiver User

    AW: Ohne Glauben

    @Wolfgang
    Ich bin katholisch und ich beziehe mich auf das Apostolische Glaubensbekenntnis.

  4. Inaktiver User

    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und wenn jemand (auf dem Papier ein Katholik) die Jungfrauengeburt Marias nicht glaubt, dann sollte er sich vielleicht fragen, ob er katholisch (oder orthodox) ist, weil das eines der Glaubensgrundsätze der römisch-katholischen Kirche ist.
    Christ kann er dann natürlich trotzdem sein.
    Natürlich - aber weiter oben ging es ja darum, dass angeblich "viele" Christen nicht glaubten, dass Jesus Gottes Sohn sei und ich meine schon, dass das ein grundlegender Inhalt des christlichen Glaubens ist.

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    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für mich persönlich sind diese Fragestellungen irrelevant, da ich an keinen Gott/Schöpfer/höheres Wesen und somit auch an kein Jenseits glaube. Das hat gar nichts mit den Schriften irgendwelcher Altvorderer zu tun.
    Aber ich fürchte langsam, ich bin hier weit und breit die einzige, die ohne Glaube an eine wie auch immer gearteten Gott bzw. Jenseits leben kann. Gut leben kann. Oder ist da wirklich noch jemand.... somebody else, out there ??
    JA, hier! ICH!


    Aber ich denke, ich habe dies in diesem und anderen Strängen schon wiederholt zum Ausdruck gebracht.

    Anitra
    Mein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.

  6. gesperrt

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    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Welche Gruppe meinst du konkret? Eine bestimmte christliche Glaubensrichtung oder einfach nur die Menschen, die sich zwar offiziell Christen nennen, aber eben einfach persönlich nicht dran glauben, dass Jesus Gottes Sohn ist?

    Für mich bedeutet "Christ sein", dass man glaubt, dass Jesus Gottes Sohn ist. Steht ja auch im Glaubensbekenntnis
    Ich glaube an Gott, den allmächtigen Vater,
    den Schöpfer des Himmels und der Erde,
    und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, .....
    Gut, doch wie verstehen wir den Titel "Sohn"?
    Klar: wo es einen Sohn gibt, da gibt es einen Vater, der gezeugt und eine Mutter, die geboren hat.
    Und nun denken viele: in diesem Sinne sei Jesus Gottes Sohn.

    Doch man muss den Titel nicht biologisch verstehen. Zum Sohn kann man z.B. auch adoptiert werden, ohne dass eine leibliche Beziehung besteht.

    In diesem Sinn verwendet z.B. die Bibel den Titel. Gott habe Jesus als "Sohn" angenommen, weil er auf eine Art und Weise Mensch war, die man wohl auf irgendeine Weise als "göttlich" empfand.

    Denn Jesus blieb Mensch und hat sich nicht in einen Gott verwandelt.
    Also muss der Titel "Sohn Gottes" anders gemeint sein. Die Jungfrauengeburt verstärkt den biologischen Irrtum, dem viele hier erliegen.

    Der Sohn ist dem Fall so was wie ein Geistesverwandter, kein Abkömmling.

    Gruß
    pepkuss

  7. Inaktiver User

    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und diese Intoleranz gibt es ja leider bei vielen Gott-Gläubigen (welcher Richtung auch immer).
    Das macht es mir besonders schwer, ihnen ihre Nächstenliebe zu glauben.
    ironie ein
    faltenfrosch, ich muss auch nicht tolerant oder liebevoll zu meinen Mitmenschen sein, wenn mir nicht danach ist. Ich darf auch fröhlich sündigen, ich muss dann nur ehrlich bereuen oder beichten - und gut is -
    ironie aus

  8. Inaktiver User

    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von pepkuss Beitrag anzeigen
    Gut, doch wie verstehen wir den Titel "Sohn"?
    Klar: wo es einen Sohn gibt, da gibt es einen Vater, der gezeugt und eine Mutter, die geboren hat.
    Und nun denken viele: in diesem Sinne sei Jesus Gottes Sohn.

    Doch man muss den Titel nicht biologisch verstehen. Zum Sohn kann man z.B. auch adoptiert werden, ohne dass eine leibliche Beziehung besteht.

    In diesem Sinn verwendet z.B. die Bibel den Titel. Gott habe Jesus als "Sohn" angenommen, weil er auf eine Art und Weise Mensch war, die man wohl auf irgendeine Weise als "göttlich" empfand.

    Denn Jesus blieb Mensch und hat sich nicht in einen Gott verwandelt.
    Also muss der Titel "Sohn Gottes" anders gemeint sein. Die Jungfrauengeburt verstärkt den biologischen Irrtum, dem viele hier erliegen.

    Der Sohn ist dem Fall so was wie ein Geistesverwandter, kein Abkömmling.

    Gruß
    pepkuss
    Das ist deine Interpretation der Dinge! Offizielle christliche Lehrmeinung ist es sicher nicht. Dazu brauchst du nur das "Große Glaubensbekenntnis" anzuschauen. Leider habe ich jetzt keine Zeit - ich gehe nämlich jetzt zum Gottesdienst.

  9. gesperrt

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    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist deine Interpretation der Dinge! Offizielle christliche Lehrmeinung ist es sicher nicht. Dazu brauchst du nur das "Große Glaubensbekenntnis" anzuschauen. Leider habe ich jetzt keine Zeit - ich gehe nämlich jetzt zum Gottesdienst.
    Doch ist es. Die Interpretation des "Sohn-Gottes"-Titels als Adoption des Menschen Jesus ist offiziell kirchlich zugelassen. Da kenn ich mich aus

  10. Inaktiver User

    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    um klar zu sein: Liebe hat immer auch "mit Gott" zu tun - und das ist wirklich unabhängig von der Konfession oder dem Fehlen jeglicher Religionszugehörigkeit
    Sorry, aber das ist doch Blödsinn. Liebe hat in erster Linie mit dem Menschsein zu tun.
    Jetzt müssten wir natürlich definieren, was Liebe ist, aber das weiss niemand genau, und außerdem wäre wohl es zu OT.
    Ein Neugeborenes braucht Liebe, sonst gedeiht es nicht. Ein Kind braucht Liebe, damit es gesund aufwächst und später selbst Empathie fühlen und Liebe geben kann. Liebe und Zärtlichkeit sind ein Ur-Bedürfnis, das wir mit allen Primaten und wahrscheinlich auch mit allen Säugetieren teilen. "Mit Gott" hat das gar nichts zu tun, es beruht auf einem Jahrmillionen alten Evolutionsprozess. Diese uralten Gefühle sind zu einem Zeitpunkt entstanden, als Religionen noch absolut keine Rolle auf unserem Planeten gespielt haben.

    Dass "Liebe immer mit Gott zu tun hat", ist ein weiteres Konstrukt, um Religiosität zu legitimieren und sie moralisch zu erhöhen. Für Dich mag es so sein, aber für andere (wie mich z.B.) hat Liebe mt Gott absolut nichts zu tun.

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