Nettes Bild, dieser Apfelstrudel.
Bloß dass zum Beispiel die katholische Variante irgendwie zuviel Bittermandel im Rezept und den Zucker vergessen hatte.
Nee, aber mal im Ernst. Wozu sollte ich mir den Genuss von Apfelstrudel denn reglementieren lassen und Bedingungen für seinen Verzehr akzeptieren, wenn ich ihn doch einfach so haben kann?
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Thema: Ohne Glauben
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01.03.2009, 10:30Inaktiver User
AW: Ohne Glauben
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01.03.2009, 10:49Inaktiver User
AW: Ohne Glauben
Hi, 3146Zitat:
Zitat von 3146
Aber eigentlich sollte es nichts Schlimmes sein, zu den Fundamenten eines Glaubens zurückzukehren???
Ist ein Glaube nur dann erträglich, wenn er verdünnt und verwässert ist?
Ich hätte ganz gerne eine Antwort auf meine Frage von den hier zahlreich vertretenen Gläubigen. Bitte.
Ich will mich mal an einer Antwort versuchen
Die Fundamente eines Glaubens.... da fängt das Problem schon mal an!
Ich beschränke mich jetzt auf den christlichen Glauben, weil der mir am vertrautesten ist.
Meine unmaßgebliche Meinung ist, dass die Fundamente schon durch die Bibel und deren Auslegung verwässert, verfälscht, verzerrt sind.
Das Fundament ist in meinen Augen zum einen
das "Ja" zu einem göttlichen Schöpferelement, allgemein Gott genannt.
Das "Ja" zu "Gott ist unendlich größer und weiser als ich" - sprich: der Mensch ist Teil eines umfassenden Größeren, dessen "Größe und Inhalt" über sein menschliches Fassungsvermögen weit hinausgeht.
Das "Ja" zum Leben an sich, denn Leben ist gottgewollt und hat daher einen tieferen Sinn, auch wenn wir ihn nicht immer erkennen.
Das "Ja" zu sich selbst
Das "Ja" zu "vor Gott sind alle Menschen gleich"
Das "Ja" zur Liebe, zur Wertschätzung der Schöpfung und aller Geschöpfe, so weit die eigene Kraft und Liebesfähigkeit reicht.
Das "Ja" zu Jesus Christus, in dem Sinne dass er Licht in die Welt brachte und ein Lehrer war, von Gott gesandt. Und ja, ich selbst glaube an die Wunder, die er wirkte, er war ein vollentwickelter Mensch im Endstadium der menschlichen Entwicklung und hatte geistige Kräfte, über die wir (noch) nicht verfügen.
Er zeigte uns beispielhaft, zu was ein Mensch sich entwickeln kann.
Für mich ist die christliche Essenz etwas Schlichtes und Mächtiges zugleich.
Nämlich, sein Leben auszurichten auf die konstruktiven Kräfte, zu lernen, sie in Liebe kreativ zu gebrauchen und selber ein Schöpfer sein (auf menschlich-niedrigem Niveau eben) und seinen Teil tun, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. ("Arbeiter im Weinberg")
Und vor allem immer wieder Liebe und Freude in sein Leben einzuladen, und all die guten Eigenschaften die das Miteinanderleben eben zu einer Freude machen.
Und auch, Gott zu ehren, zu danken... sei es mit einem Herzensgebet oder mit Musik und Tanz oder was auch immer
einfach ein JA zum Leben für Gott, in Gott und zu Gott hin...
weil Gott die Gesamtheit aller Existenz ist, die Quelle, der Weg, und das Ziel
Ich sehe Jesus den Christus nicht als meinen Herrn an, sondern eher als "großen Bruder".
Ein großes leuchtendes Geistwesen (im geistlichen Sinne "leuchtend"), ein Wesen (von Gott geschaffen) das mir den Weg in den Himmel weist.
Und was ist der Himmel?
Kein Ort, sondern das was in mir ist und sein kann und über den Körpertod hinaus existiert in anderen Ebenen der Existenz.
Denn Erde + Mensch ist eben nicht die einzige Existenzform.
Es ist eine spezielle Existenzform in Zeit und Raum.
Unsere "eigentliche" Existenz ist in den geistigen Ebenen angesiedelt, ist ein unsterbliches Dasein.
Also, ich versuche die Essenz zu entdecken, das, was JC wirklich wollte und meinte.
Und ich suche sie an vielerlei Quellen, die Bibel ist/war nur eine davon.
Irrtümer, was die Details angeht, nicht ausgeschlossen!
Und man kann tatsächlich göttliche Führung erfahren.
Aber das ist ein anderes Thema.
Du siehst, 3146, GLAUBEN ist etwas höchst individuelles.
Und die Fundamente eines Glaubens sind möglicherweise nicht zu 100% definierbar.
So, das ist eine Antwort auf deine Frage.
Bin gespannt, ob noch andere Antworten kommen und wie sie ausfallen.
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01.03.2009, 10:50Inaktiver User
AW: Ohne Glauben
Nun ja.... wenn ich nur die Wahl zwischen Protestantismus und Katholizismus hätte, würde ich letzterem den Vorzug geben (wobei es zugegebenermaßen eine Wahl zwische Teufel und Beelzebub wäre
). Den protestantischen Gott finde ich noch schlimmer. Und protestantisch geprägte Gesellschaften haben ihre ganz spezifischen Macken und bringen Neurosen hervor, die mich besonders abstoßen.
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01.03.2009, 10:54Inaktiver User
AW: Ohne Glauben
oh, ich sehe, es gab schon eine Antwort
(habe zwischendurch telefoniert)
Apfelstrudel mag ich auch gern.
Die Kirchen mögen Apfelstrudel verteilen, aber Gott gab den Apfelbaum und alles andere.
uups, jetzt fällt mir glatt der Baum im Paradies ein, aber von dem ist jetzt NICHT die Rede
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01.03.2009, 10:56
AW: Ohne Glauben
Die Fundamente eines Glaubens sind meiner Meinung nach die jeweils heiligen Bücher einer Religion.Was sind denn die Fundamente? Was heißt verwässern?
Verwässern heißt für mich nicht wörtlich nehmen, um- und neu deuten.
Insofern hast du meine Frage nicht beantwortet.
Mit Apfelstrudel hat das nix zu tun. Den gibt es - das ist beweisbar. Dein Gott ist es nicht.
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01.03.2009, 11:03Inaktiver User
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01.03.2009, 11:05
AW: Ohne Glauben
Ich nicht.Nun ja.... wenn ich nur die Wahl zwischen Protestantismus und Katholizismus hätte, würde ich letzterem den Vorzug geben
Bei den Evangelen gibt es einigermaßen liberale und vernünftige Strömungen, Papa Ratzi und seine Mannschaft ist indiskutabel.
Ich bin katholisch aufgewachsen, nein danke!
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01.03.2009, 11:08
AW: Ohne Glauben
Diese Diskussion hatten wir schon mehrmals, da möchte ich nicht einsteigen.Insofern "glaubt" auch jede/r Nichtgläubige, denn er/sie weiß ja nicht, ob es Gott gibt oder nicht, er/sie "glaubt" ja nur, dass es keinen gibt.
Ist ja auch nur ein Ablenkungsmanöver, denn meine Frage willst du offensichtlich nicht beantworten.
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01.03.2009, 11:13Inaktiver User
AW: Ohne Glauben
Nun ja, ich bin katholisch und da kommt es nicht nur auf die heilige Schrift an...
Aber die Bibel ist in meinen Augen nicht wortwörtlich zu nehmen, sonst hätte Jesus sich wahrscheinlich auch nicht die Mühe gemacht in Gleichnissen zu arbeiten, sondern einfach nur ein neues Regelwerk gelehrt.
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01.03.2009, 11:13
AW: Ohne Glauben
Ich finde es sehr nett von dir, Majolika, dass du dir die Mühe machst, meine Frage zu beantworte. Danke!
Das überrascht mich nun wirklich.Meine unmaßgebliche Meinung ist, dass die Fundamente schon durch die Bibel und deren Auslegung verwässert, verfälscht, verzerrt sind.
Zu zitierst andauernd die Bibel als Beweis für deine Ansichten - und nun dies??
Wenn dein "Fundament" ein Ja zum Leben ist - wozu dann das ganze übrige Brimborium?



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