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Thema: Ohne Glauben
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20.02.2009, 16:13Inaktiver User
AW: Ohne Glauben
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20.02.2009, 16:16Inaktiver User
AW: Ohne Glauben
Und bei mir kommt es leider manchmal so an, dass Gläubige ihren Glauben so sehr für das einzig Wahre halten, dass alle, die ihn nicht teilen, in ihren Augen armselig sind. Beispiele dafür in diesem Strang (ein Leben ohne Jesus ist ein unglückliches Leben etc.).
Und was die Bibel angeht: Ich halte sie in der Tat für ein altmodisches Buch voller seltsamer Geschichten und verstehe nicht, wie man sie ernsthaft als Beleg (im Sinne von Beweis) für Weltanschauungen heranziehen kann.
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20.02.2009, 16:25
AW: Ohne Glauben
ok
milu
Ich denke, dass wie bei vielen Sachen, die die Menschen sehr emotional beruehren, und als solche verstehe ich z.B. Religioesitaet (und die Erfahrungen, die damit im Zusammenhang stehen), es auch innerhalb von "Gruppen" sehr viele verschiedene Meinungen bzw. Auspraegungen (z.B. Dogmatismus) gibt. Unter den Glaeubigen als auch unter den Nicht-Glaeubigen kann man das ganz wunderbar beobachten (siehe diesen Strang).
Weder denke ich, dass Christen humorlos sind (auch wenn ich solchen schon begegnet bin), noch dass Nichtglaeubige staendig Glaeubige klein machen muessen (auch solchen bin ich durchaus schon begegnet), um mal ein paar Beispiele aus diesem Strang zu nehmen. Beides sind fuer mich Vorurteile.

PischtiMan sollte sich nicht ueber Dinge aergern,
denn das ist ihnen voellig egal.
Euripides
Man soll nicht das Leben veraendern, man soll nicht die Welt veraendern. Man muss das Leben vielgestaltiger machen, ... Man muss die Unterschiede wuerdigen. Unterschiede staerken die Identitaet.
Carlos Fuentes "Die Jahre mit Laura Diaz"
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20.02.2009, 16:26Inaktiver User
AW: Ohne Glauben
Es wäre ja kein Glaube, wenn sie zu dem, was sie sagen nicht wirklich halten würden.

Und "Glauben" bedeutet eben, dass man glaubt, obwohl man keine Belege hat. Sonst würde es heißen "Gewissheit haben" oder "Wissen".
Ein Paradox in sich, ich weiß, aber deswegen spannend für mich.
Die Argumentation mit dem armseligen Leben ohne Jesus kommt nicht von mir, deswegen kann ich Dir in dieser Hinsicht keine Antwort geben.
Was für Dich persönlich die Bibel ist, vermindert nicht ihren objektiven Wert: es sind heilige Schriften des Judentums und Christentums. Eine andere Sache ist, dass es Dein gutes Recht ist, sie als solche in Deinem Leben nicht zu anerkennen.
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20.02.2009, 16:33Inaktiver User
AW: Ohne Glauben
Für mich auch, deshalb beschäftige ich mich sehr gern mit Religionen.
Aber leider teilen viele Gläubige diesen Gedanken eben nicht und propagieren ihren Glauben als Tatsache und die, die das nicht erkennen wollen, als verblendet.
Ich kann wunderbar damit umgehen, wenn ein Christ zu mir sagt "Ich glaube daran, dass Jesus für uns gestorben ist." Ich habe das einmal selbst geglaubt und ich denke, dass dieser GEdanke wunderbar tröstlich sein kann.
Aber ich lege großen Wert auf dieses kleine Wörtchen ich GLAUBE.
Daher reagiere ich sehr allergisch, wenn ein Christ zu mir sagt: "Jesus IST für uns gestorben."
Ich möchte dann immer fragen: Woher WEIßT Du das?
Mancher mag darin Korinthenkackerei sehen, aber mir ist es wichtig, Glauben und Wissen zu unterscheiden, denn sonst wird Denken sehr schnell absolut.
Musst mir da auch gar nicht antworten. Ich wollte das lediglich als Beispiel anführen, dass Gläubige zum Teil einen ganz schönen Tunnelblick haben können.
Ich will das niemandem streitig machen. Ich weiß, was die Bibel für eine Anziehungskraft hat, auch wenn sie für mich auf einer ganz anderen Ebene liegt als für einen gläubigen Christen. Mir liegt es fern, jemandem seinen Glauben auszureden. Aber ich mag mir eben auch keinen Glauben einreden lassen.
Geändert von Inaktiver User (20.02.2009 um 16:37 Uhr)
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20.02.2009, 16:37Inaktiver User
AW: Ohne Glauben
Das hast Du hier sehr schön ausgedrückt, weißt Du. Ja, sowohl unter Gläubigen als auch Nichtgläubigen gibt es ganz unterschiedliche Leute... humorlose, tolerante, barmherzige, herzliche, gnadenlose, grausame... Fanatiker...
Ich kannte Christen, bei denen mir jegliche Lust auf Gott verging...
Und einer meiner besten Freunde ist Kommunist... Ein sehr weiser Mensch...
Ich selbst bin sehr lebenslustig, rebellisch, neugierig, mache viele Fehler, passe ich viele Schubladen nicht...
Gebildet, aber glaubt noch an die Bibel...
Behauptet zu glauben und trägt den Minirock...
Die Vorurteile und Schubladen könnte man hier endlos aufzählen...
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20.02.2009, 16:39Inaktiver User
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20.02.2009, 16:40Man sollte sich nicht ueber Dinge aergern,
denn das ist ihnen voellig egal.
Euripides
Man soll nicht das Leben veraendern, man soll nicht die Welt veraendern. Man muss das Leben vielgestaltiger machen, ... Man muss die Unterschiede wuerdigen. Unterschiede staerken die Identitaet.
Carlos Fuentes "Die Jahre mit Laura Diaz"
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20.02.2009, 16:40Inaktiver User
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20.02.2009, 16:47Inaktiver User
AW: Ohne Glauben
Nein, ich führe keinen Krieg gegen irg.einen Gott oder wehre mich, das impliziert nämlich, dass es Gott gibt.
Für mich: - es gibt keinen Gott, wie auch immer ihr ihn nennt auf und in der Welt
-ich bin ich
-ich halte auch die Märchen der Brüder Grimm nicht für wegweisend für mein Leben (ok. halt dich von Wölfen fern, ja)
Wie ist Religion denn entstanden?




ich meine doch nicht Dich! Das meine ich so zusammenfassend, ich höre und beobachte viele Menschen und mache meine Erfahrungen. Deswegen habe ich auch hier manchmal nachgelesen, weil ich einfach neugierig war. Obwohl der Strang "Ohne Glauben" heißt.
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