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Thema: Ohne Glauben

  1. Inaktiver User

    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Pischti_H Beitrag anzeigen
    Und wo hab ich Dich jetzt klein gemacht


    Pischti
    Pischti ich meine doch nicht Dich! Das meine ich so zusammenfassend, ich höre und beobachte viele Menschen und mache meine Erfahrungen. Deswegen habe ich auch hier manchmal nachgelesen, weil ich einfach neugierig war. Obwohl der Strang "Ohne Glauben" heißt.

  2. Inaktiver User

    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Deswegen machen sie die Gläubigen klein und versuchen zu beweisen, was für ein altmodisches Buch die Bibel wäre, weil sie mit der heutigen Wissenschaft und der Entwicklung der Menschheit nicht übereinstimmt. So kommt es leider manchmal bei mir an.
    Und bei mir kommt es leider manchmal so an, dass Gläubige ihren Glauben so sehr für das einzig Wahre halten, dass alle, die ihn nicht teilen, in ihren Augen armselig sind. Beispiele dafür in diesem Strang (ein Leben ohne Jesus ist ein unglückliches Leben etc.).

    Und was die Bibel angeht: Ich halte sie in der Tat für ein altmodisches Buch voller seltsamer Geschichten und verstehe nicht, wie man sie ernsthaft als Beleg (im Sinne von Beweis) für Weltanschauungen heranziehen kann.

  3. User Info Menu

    AW: Ohne Glauben

    ok milu

    Ich denke, dass wie bei vielen Sachen, die die Menschen sehr emotional beruehren, und als solche verstehe ich z.B. Religioesitaet (und die Erfahrungen, die damit im Zusammenhang stehen), es auch innerhalb von "Gruppen" sehr viele verschiedene Meinungen bzw. Auspraegungen (z.B. Dogmatismus) gibt. Unter den Glaeubigen als auch unter den Nicht-Glaeubigen kann man das ganz wunderbar beobachten (siehe diesen Strang).

    Weder denke ich, dass Christen humorlos sind (auch wenn ich solchen schon begegnet bin), noch dass Nichtglaeubige staendig Glaeubige klein machen muessen (auch solchen bin ich durchaus schon begegnet), um mal ein paar Beispiele aus diesem Strang zu nehmen. Beides sind fuer mich Vorurteile.


    Pischti
    Man sollte sich nicht ueber Dinge aergern,
    denn das ist ihnen voellig egal.
    Euripides


    Man soll nicht das Leben veraendern, man soll nicht die Welt veraendern. Man muss das Leben vielgestaltiger machen, ... Man muss die Unterschiede wuerdigen. Unterschiede staerken die Identitaet.
    Carlos Fuentes "Die Jahre mit Laura Diaz"

  4. Inaktiver User

    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und bei mir kommt es leider manchmal so an, dass Gläubige ihren Glauben so sehr für das einzig Wahre halten, dass alle, die ihn nicht teilen, in ihren Augen armselig sind. Beispiele dafür in diesem Strang (ein Leben ohne Jesus ist ein unglückliches Leben etc.).

    Und was die Bibel angeht: Ich halte sie in der Tat für ein altmodisches Buch voller seltsamer Geschichten und verstehe nicht, wie man sie ernsthaft als Beleg (im Sinne von Beweis) für Weltanschauungen heranziehen kann.
    Es wäre ja kein Glaube, wenn sie zu dem, was sie sagen nicht wirklich halten würden.
    Und "Glauben" bedeutet eben, dass man glaubt, obwohl man keine Belege hat. Sonst würde es heißen "Gewissheit haben" oder "Wissen".
    Ein Paradox in sich, ich weiß, aber deswegen spannend für mich.

    Die Argumentation mit dem armseligen Leben ohne Jesus kommt nicht von mir, deswegen kann ich Dir in dieser Hinsicht keine Antwort geben.

    Was für Dich persönlich die Bibel ist, vermindert nicht ihren objektiven Wert: es sind heilige Schriften des Judentums und Christentums. Eine andere Sache ist, dass es Dein gutes Recht ist, sie als solche in Deinem Leben nicht zu anerkennen.

  5. Inaktiver User

    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es wäre ja kein Glaube, wenn sie zu dem, was sie sagen nicht wirklich halten würden.
    Und "Glauben" bedeutet eben, dass man glaubt, obwohl man keine Belege hat. Sonst würde es heißen "Gewissheit haben" oder "Wissen".
    Ein Paradox in sich, ich weiß, aber deswegen spannend für mich.
    Für mich auch, deshalb beschäftige ich mich sehr gern mit Religionen.
    Aber leider teilen viele Gläubige diesen Gedanken eben nicht und propagieren ihren Glauben als Tatsache und die, die das nicht erkennen wollen, als verblendet.

    Ich kann wunderbar damit umgehen, wenn ein Christ zu mir sagt "Ich glaube daran, dass Jesus für uns gestorben ist." Ich habe das einmal selbst geglaubt und ich denke, dass dieser GEdanke wunderbar tröstlich sein kann.
    Aber ich lege großen Wert auf dieses kleine Wörtchen ich GLAUBE.
    Daher reagiere ich sehr allergisch, wenn ein Christ zu mir sagt: "Jesus IST für uns gestorben."
    Ich möchte dann immer fragen: Woher WEIßT Du das?
    Mancher mag darin Korinthenkackerei sehen, aber mir ist es wichtig, Glauben und Wissen zu unterscheiden, denn sonst wird Denken sehr schnell absolut.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Argumentation mit dem armseligen Leben ohne Jesus kommt nicht von mir, deswegen kann ich Dir in dieser Hinsicht keine Antwort geben.
    Musst mir da auch gar nicht antworten. Ich wollte das lediglich als Beispiel anführen, dass Gläubige zum Teil einen ganz schönen Tunnelblick haben können.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was für Dich persönlich die Bibel ist, vermindert nicht ihren objektiven Wert: es sind heilige Schriften des Judentums und Christentums. Eine andere Sache ist, dass es Dein gutes Recht ist, sie als solche in Deinem Leben nicht zu anerkennen.
    Ich will das niemandem streitig machen. Ich weiß, was die Bibel für eine Anziehungskraft hat, auch wenn sie für mich auf einer ganz anderen Ebene liegt als für einen gläubigen Christen. Mir liegt es fern, jemandem seinen Glauben auszureden. Aber ich mag mir eben auch keinen Glauben einreden lassen.
    Geändert von Inaktiver User (20.02.2009 um 16:37 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Pischti_H Beitrag anzeigen
    ok milu

    Ich denke, dass wie bei vielen Sachen, die die Menschen sehr emotional beruehren, und als solche verstehe ich z.B. Religioesitaet (und die Erfahrungen, die damit im Zusammenhang stehen), es auch innerhalb von "Gruppen" sehr viele verschiedene Meinungen bzw. Auspraegungen (z.B. Dogmatismus) gibt. Unter den Glaeubigen als auch unter den Nicht-Glaeubigen kann man das ganz wunderbar beobachten (siehe diesen Strang).

    Weder denke ich, dass Christen humorlos sind (auch wenn ich solchen schon begegnet bin), noch dass Nichtglaeubige staendig Glaeubige klein machen muessen (auch solchen bin ich durchaus schon begegnet), um mal ein paar Beispiele aus diesem Strang zu nehmen. Beides sind fuer mich Vorurteile.


    Pischti

    Das hast Du hier sehr schön ausgedrückt, weißt Du. Ja, sowohl unter Gläubigen als auch Nichtgläubigen gibt es ganz unterschiedliche Leute... humorlose, tolerante, barmherzige, herzliche, gnadenlose, grausame... Fanatiker...
    Ich kannte Christen, bei denen mir jegliche Lust auf Gott verging...
    Und einer meiner besten Freunde ist Kommunist... Ein sehr weiser Mensch...

    Ich selbst bin sehr lebenslustig, rebellisch, neugierig, mache viele Fehler, passe ich viele Schubladen nicht...
    Gebildet, aber glaubt noch an die Bibel...
    Behauptet zu glauben und trägt den Minirock...
    Die Vorurteile und Schubladen könnte man hier endlos aufzählen...

  7. Inaktiver User

    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Behauptet zu glauben und trägt den Minirock...
    Das macht mich jetzt neugierig, milu.
    Wo ist der Zusammenhang zwischen beidem?
    Spielst Du auf die Sexualmoral der Kirche an?

  8. User Info Menu

    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...Ja, sowohl unter Gläubigen als auch Nichtgläubigen gibt es ganz unterschiedliche Leute... humorlose, tolerante, barmherzige, herzliche, gnadenlose, grausame... Fanatiker...
    ...
    Menschen eben
    Danke fuer's Kompliment


    Pischti
    Man sollte sich nicht ueber Dinge aergern,
    denn das ist ihnen voellig egal.
    Euripides


    Man soll nicht das Leben veraendern, man soll nicht die Welt veraendern. Man muss das Leben vielgestaltiger machen, ... Man muss die Unterschiede wuerdigen. Unterschiede staerken die Identitaet.
    Carlos Fuentes "Die Jahre mit Laura Diaz"

  9. Inaktiver User

    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mir liegt es fern, jemandem seinen Glauben auszureden. Aber ich mag mir eben auch keinen Glauben einreden lassen.
    Und das ist auch Dein gutes Recht. Und es ist richtig. Dafür haben wir den freien Willen!

  10. Inaktiver User

    AW: Ohne Glauben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Weißt Du, es ist bemerkenswert.
    Ich gewinne oft den Eindruck, dass in vielen Fällen die Nichgläubigen in der Tat irgendwie an einen Gott glauben, aber einen persönlichen, inneren, vielleicht unterbewussten und uneingestandenen Krieg gegen ihn führen. Deswegen machen sie die Gläubigen klein und versuchen zu beweisen, was für ein altmodisches Buch die Bibel wäre, weil sie mit der heutigen Wissenschaft und der Entwicklung der Menschheit nicht übereinstimmt. So kommt es leider manchmal bei mir an.
    Dieses Nichtglauben bedeutet dann oft: vielleicht bist du da, aber mir ist es egal und nach deinen Anweisungen werde ich nicht leben.


    Nein, ich führe keinen Krieg gegen irg.einen Gott oder wehre mich, das impliziert nämlich, dass es Gott gibt.

    Für mich: - es gibt keinen Gott, wie auch immer ihr ihn nennt auf und in der Welt
    -ich bin ich

    -ich halte auch die Märchen der Brüder Grimm nicht für wegweisend für mein Leben (ok. halt dich von Wölfen fern, ja)

    Wie ist Religion denn entstanden?

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