Hallo MaddinZitat von Inaktiver User
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Zu deinem nächsten Einwand:
Die Glaubwürdigkeit einer Zeugenaussage vor Gericht ist häufig an Nebensächlichkeiten zu erkennen.
Werden durch eine Aussage unbedeutende Einzelheiten bestätigt, kann das anzeigen, dass das Zeugnis genau und zuverlässig ist, während schwerwiegende Abweichungen eine Aussage als eine Erfindung entlarven mögen.
Allerdings kann sich auch ein übergenauer Bericht, bei dem sich selbst die letzte Kleinigkeit wunderbar einfügt, als ein falsches Zeugnis herausstellen.
Was ist diesbezüglich über das „Zeugnis“ der Bibelschreiber zu sagen?
Ihre Aufzeichnungen weisen eine bemerkenswerte Harmonie auf. Selbst in unwesentlichen Einzelheiten stimmen sie überein.
Aber diese Harmonie ist nicht sorgfältig ausgeklügelt, was den Verdacht einer Absprache nahelegen würde.
Die Übereinstimmung ist keiner erkennbaren Absicht zuzuschreiben.
Alle vier Schreiber der Evangelien — Matthäus, Markus, Lukas und Johannes — berichten darüber, dass in der Nacht, als Jesus verraten wurde, einer seiner Jünger ein Schwert zog und damit einen Sklaven des Hohenpriesters schlug und ihm das Ohr abhieb.
Nur im Johannesevangelium wird eine scheinbar unwichtige Einzelheit erwähnt: „Der Name des Sklaven war Malchus“ (Johannes 18:10, 26).
Warum nennt nur Johannes den Namen des Mannes?
Einige Verse weiter wird auf eine unbedeutende Tatsache verwiesen, die sonst nirgendwo erscheint: Johannes war „dem Hohenpriester bekannt“.
Auch der Hausgemeinschaft des Hohenpriesters war er bekannt; die Diener kannten ihn, und er kannte sie (Johannes 18:15, 16).
Es ist also ganz natürlich, dass Johannes den Verwundeten mit Namen nennt, wohingegen die anderen Evangelienschreiber, für die er ein Fremder war, es nicht tun.
Bisweilen fehlen in einem Bericht bestimmte Einzelheiten, die aber anderswo ganz nebenbei erwähnt werden.
Matthäus berichtet zum Beispiel über Jesu Verhör vor dem Sanhedrin und erwähnt, dass Anwesende „ihm Backenstreiche [gaben] und sprachen: ‚Prophezeie uns, du Christus: Wer ist es, der dich schlug?‘*“ (Matthäus 26:67, 68).
Wieso forderten sie Jesus auf, zu „prophezeien“, wer ihn geschlagen hätte, wenn doch der Schläger vor ihm stand? Matthäus geht nicht darauf ein.
Aber zwei andere Evangelienschreiber führen die fehlende Einzelheit an: Jesu Verfolger verhüllten sein Gesicht, bevor sie ihm Backenstreiche gaben (Markus 14:65; Lukas 22:64).
Matthäus war in seinem Bericht nicht so sehr daran gelegen, alles bis ins letzte Detail zu erwähnen.
Im Johannesevangelium wird davon berichtet, dass sich eine große Menschenmenge einfand, um Jesu Lehren zu lauschen.
Gemäß dem Bericht sagte Jesus, als er die Volksmenge sah, „zu Philippus: ‚Wo sollen wir Brote kaufen, damit diese essen können?‘ “ (Johannes 6:5).
Warum fragte Jesus von allen anwesenden Jüngern ausgerechnet Philippus, wo sie Brot kaufen könnten?
Der Schreiber gibt darüber keine Auskunft.
Aber im Parallelbericht erwähnt Lukas, dass sich das in der Nähe von Bethsaida zutrug, einer Stadt am Nordufer des Galiläischen Meeres,
und an einer früheren Stelle des Johannesevangeliums heißt es: „Philippus nun war aus Bethsaida“ (Johannes 1:44; Lukas 9:10).
Jesus fragte also logischerweise jemand, dessen Heimatort in der Nähe lag.
Die Übereinstimmung in den Einzelheiten ist wirklich bemerkenswert...
Angebliche Widersprüche lassen sich also klären, wenn man die Bibel in ihrer Gesamtheit betrachtet...
Gruß Majolika![]()
Antworten
Ergebnis 461 bis 470 von 987
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18.11.2008, 14:52Inaktiver User
AW: göttliche Schöpfung - dumm gelaufen oder wie?
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18.11.2008, 14:57Inaktiver User
AW: göttliche Schöpfung - dumm gelaufen oder wie?
Gen 1 sagt, daß zwischen dem 2. und 3. Tag die Pflanzen geschaffen wurden.
Zitat von Inaktiver User
"[...]
11 Dann sprach Gott: Das Land lasse junges Grün wachsen, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, und von Bäumen, die auf der Erde Früchte bringen mit ihrem Samen darin. So geschah es.
12 Das Land brachte junges Grün hervor, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, alle Arten von Bäumen, die Früchte bringen mit ihrem Samen darin. Gott sah, dass es gut war.
[...]
Dann
"[...]
27 Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.
28 Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen.
29 Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen.
30 Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung. So geschah es.
31 Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der sechste Tag.
[...]"
Gen 2 sagt aus, daß:
"[...]
5 gab es auf der Erde noch keine Feldsträucher und wuchsen noch keine Feldpflanzen; denn Gott, der Herr, hatte es auf die Erde noch nicht regnen lassen und es gab noch keinen Menschen, der den Ackerboden bestellte;
6 aber Feuchtigkeit stieg aus der Erde auf und tränkte die ganze Fläche des Ackerbodens.
7 Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen.
8 Dann legte Gott, der Herr, in Eden, im Osten, einen Garten an und setzte dorthin den Menschen, den er geformt hatte.
9 Gott, der Herr, ließ aus dem Ackerboden allerlei Bäume wachsen, verlockend anzusehen und mit köstlichen Früchten, in der Mitte des Gartens aber den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. [...]"
Wann wurden die Pflanzen und wann der Mensch auf die Erde gesetzt?
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18.11.2008, 15:00Inaktiver User
AW: göttliche Schöpfung - dumm gelaufen oder wie?
Ja, und Deine Übereinstimmung zu Copy & Paste Beiträgen sind auch überaus bemerkenswert. In Zukunft brauchst Du nicht mehr Deine Meinung darlegen, sondern nur noch entsprechende Google-Verweise bringen.
Zitat von Inaktiver User
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18.11.2008, 15:03
AW: göttliche Schöpfung - dumm gelaufen oder wie?
Zeichnen sich Gläubige nicht generell durch Copy & Paste aus?
Übernehmen sie nicht auch nur?
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18.11.2008, 15:10Inaktiver User
AW: göttliche Schöpfung - dumm gelaufen oder wie?
Wenn es so wäre, wäre es relativ einfach. Aber nein, sie müssen ja die Wortwörtlichkeit dann auch noch verteidigend interpretieren.
Zitat von Korsar.
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18.11.2008, 15:12
AW: göttliche Schöpfung - dumm gelaufen oder wie?
also maddin,
Zitat von Inaktiver User
ich finde es durchaus nett von Majolika, dass sie uns die google-recherche abnimmt...
im entsprechenden link steht noch weit mehr - sogar zu themen, bis zu denen wir hier noch gar nicht vorgedrungen sind
wer mag findet den ausführlichen komplex hier
Nachtrag: und ich Esel war kurz davor, hier meinen Hut vor so umfassendem Wissen zu ziehen....
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18.11.2008, 15:18Inaktiver User
AW: göttliche Schöpfung - dumm gelaufen oder wie?
Ich kenne diese Diskussionen zum Glück schon fast aus dem FF. Ist immer die gleiche Masche. Sollte man Wiki-Textbausteine dazu mal erfinden. Geht auch mit Leuten, die über die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit streiten...
Zitat von Blickwinkel
Oder Darwin widerlegen wollen (was ja schon lange geschehen ist, aber keiner von diesen religiösen Verbohrten rafft es).
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18.11.2008, 15:23Inaktiver User
AW: göttliche Schöpfung - dumm gelaufen oder wie?
Zitat von Inaktiver User
Och, ich kenne mehrere, die es raffen. Sie sind aber nicht religiös, sondern einfach gläubig.
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18.11.2008, 15:26Inaktiver User
AW: göttliche Schöpfung - dumm gelaufen oder wie?
Man kann gläubig sein, Atheist, Agnostiker - nur wenn man die Augen verschließt und dabei verbohrt auf längst widerlegte Dinge Bezug nimmt, sind das Menschen, die sich selbst isloieren.
Zitat von Inaktiver User
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18.11.2008, 15:29Inaktiver User
AW: göttliche Schöpfung - dumm gelaufen oder wie?
Dein dick-rot markierter Vers zeigt, dass Gott den ersten Menschen die Pflanzen gab.
Zitat von Inaktiver User
Wenn ein Großgrundbesitzer die Pflanzen/Bäume/Sträucher seines Parkes einem Verwalter übergibt, heißt es nicht, dass er diese Pflanzen erst säen muß. Sie sind schon da....
Genauso hat Gott vor Jahrtausenden die Pflanzenwelt erschaffen, die den Tieren als Nahrungsgrundlage und zur Sauerstofferzeugung dienten.
Dann hat er am Ende des 6. Schöpfungs"tages" die Menschen erschaffen.
Gruß Majolika


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