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    AW: göttliche Schöpfung - dumm gelaufen oder wie?

    Zitat Zitat von ibeik
    "... je mehr Du ihn zulässt und als Ganzes dessen verstehst, dessen Teil Du selbst bist, zeigt "er/es" sich Dir."

    (ibeik, kein Angelus)
    Wenn man aber nicht im geringsten das Bedürfnis verspürt ihn zuzulassen oder ihn als Ganzes dessen verstehen will, dessen Teil man selbst ist?


    Mich würde eigentlich interessieren, warum einige dieses Bedürfnis "Gott zu erfahren", an Gott zu glauben verspüren und andere nicht. Dann wüsste ich vielleicht auch über mich mehr.

    Anitra
    Geändert von Anitra (15.11.2008 um 15:20 Uhr)
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    AW: göttliche Schöpfung - dumm gelaufen oder wie?

    Zitat Zitat von matrona


    Atheist sein ist genau so unsinnig, wie gläubig sein, denn beides gründet sich auf "Nichtwissen".

    Wann lernen wir endlich zu sagen "Ich weiß es nicht", und dies als Antwort zu akzeptieren.

    Gruß

    ein Agnostiker aus Überzeugung
    Atheismus und Glauben begründen sich deiner Meinung nach auf "Nichtwissen". Stell' dir mal vor, es hätte niemals so etwas wie einen Glauben gegeben dann müssten sich Atheisten nicht dagegen abgrenzen. Erst der Glaube hat Atheismus möglich gemacht. Demnach "müssten" eigentlich nur die Gläubigen Beweise bringen. Der Atheist ist nicht in einer Bringschuld. Dass der Atheist nun sagen sollte "ich weiß es nicht" kann man einzig und allein darauf begründen dass es so etwas wie Glauben gibt. Und da die Gläubigen nichts beweisen können, "dürfen" (sie sollten es zumindest nicht!) die Atheisten nicht vom Unglauben überzeugt sein. Seltsam! Der Atheist der sagt: "ich weiß es nicht" macht nichts anderes als ein Zugeständnis an den Glauben und warum man dieses Zugeständnis machen müsste oder sollte erschließt sich mir nicht.

    Anitra (Atheistin aus Überzeugung)
    Geändert von Anitra (15.11.2008 um 15:22 Uhr)
    Mein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.

  3. gesperrt

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    AW: göttliche Schöpfung - dumm gelaufen oder wie?

    Zitat Zitat von Anitra
    Demnach "müssten" eigentlich nur die Gläubigen Beweise bringen. Der Atheist ist nicht in einer Bringschuld.
    Sie müssten nicht, sie müssen.
    Das haben sie in der Vergangenheit auch ausgiebig getan, mit Feuer und Schwert.

  4. Inaktiver User

    AW: göttliche Schöpfung - dumm gelaufen oder wie?

    Glaube und Nichtglaube wird oft auch im Kontext zu Bibel, Koran und Religion verwendet.

    Religion hat immer etwas mit Kirche zu tun.

    Verbrechen wurden im Namen der Kirche und deren Religion verübt, dies jedoch steht für mich jedoch nicht in einem Zusammenhang mit Religion und Glaube.

    Ich bezeichne mich als gläubigen Atheisten.

    Atheismus wird immer oder oft im Zusammenhang mit Religionslosigkeit verwendet. Ich sehe keine Verbindung zwischen Relitionslosigkeit und Glaubenslosigkeit.

    Für mich kann beides unabhängig voneinander bestehen.

    Ich glaube an die Dualität an Ying und Yang, ohne mich zum Hinduismus oder Buddhismus zu bekennen.

    Diese Macht, die uns erschaffen hat, wodurch der Urknall entstanden ist, die die Welt am Laufen hält hat auch die Macht uns zu zerstören. Diese Macht ist denke ich in jedem Menschen versteckt und hat weder etwas mit Religion, noch mit Glauben zu tun.

    Ohne den Tag gibt es die Nacht nicht.
    Ohne den Winter gibt es den Sommer nicht.
    Ohne die Stärke gibt es die Schwäche nicht.
    Ohne Hass gibt es die Liebe nicht.

    Beides jeweils die stärksten Ausprägungen eines Elementes, doch wissen wir auch, dass die Welt aus viel mehr als die stärksten Ausprägungen eines Elementes besteht.

    Es gibt 4 Jahreszeiten.
    Es gibt den Morgen und den Abend, die Dämmerung.
    Es gibt Liebe und Hass in den verschiedensten Formen und Ausbrägungen.

    Die Interpretation der Ausprägung und die Entscheidung für das eine oder andere liegt in UNS.
    Die Interpretation von SCHÖN und HÄSSLICH liegt in uns.
    Wir sind reich beschenkt in der Entscheidungsvielfalt, die unser ist. Wir sind gesegnet mit dem Verstand um in dieser Vielfalt unsere Wahl zu treffen.

    Diese Macht ist in uns, wir entscheiden, wie wählen unser Leben....darin sehe ich schon etwas göttliches

  5. gesperrt

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    AW: göttliche Schöpfung - dumm gelaufen oder wie?

    Diese Macht, die uns erschaffen hat, wodurch der Urknall entstanden ist,....

    Da ist sie wieder die Krux. Was war vor dem Urknall? Kann etwas vor dem Urknall existiert haben und wodurch? Wenn ja wo kam es her?

  6. Inaktiver User

    AW: göttliche Schöpfung - dumm gelaufen oder wie?

    Zitat Zitat von Anitra
    @dingsda
    Diese Haltung, oder sagen wir Empfindung erachte ich als etwas völlig Natürliches. So wie du "fühlst" (oder wie immer du das bezeichnen möchtest), dass da "Etwas" ist, gibt es eben auch Menschen, die, wenn sie "in sich hineinhören" "wissen", da gibt es "NICHTS". Dieses Gefühl des "NICHTS" ist für die entsprechenden Menschen ebenso real wie es für dich dieses "ETWAS" ist.
    Ich bin heute morgen beim fernsehen zufällig in einer älteren Talkshow mit Ute Ranke-Heinemann, die ich sehr schätze wegen ihrer Lebenseinstellung und ihrem Humor, hängengeblieben. Sie erzählte von einem Paarbildungs-Willen, den die Menschen mitbekommen haben.
    Ich könnte mir vorstellen, uns ist auch ein Verlangen oder eine Sehnsucht nach einem höheren Wesen eingepflanzt. Und je nach dem, wie beim Paarbildungs-Willen oder dem Überlebenswillen, stärker oder schwächer ausgeprägt.
    Zitat Zitat von Anitra
    Diese Menschen sind aber keineswegs innerlich leer
    Natürlich nicht.

    Zitat Zitat von Anitra
    Meine Frage nach dem "ERWARTEN" zielte darauf ab, dass einige den Gott an den sie glauben für rein gar nichts verantwortlich machen wollen, in ihm aber dennoch den "Schöpfer" der Erde sehen und seiner "Geschöpfe" darauf. Natürlich MUSS man einen "Schöpfer" nicht für "sein Werk" verantwortlich machen, mich hätte einfach nur interessiert WARUM man ihn nicht in der Verantwortung dafür sehen WILL und wo die Motivation für den Glauben an ihn herkommt.
    Eines meiner liebsten Zitate aus der Bibel ist:
    Denn wahrlich, ich sage euch:
    Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so könnt ihr sagen zu diesem Berge:
    Heb dich dorthin!, so wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein."
    Matthäus 17, 18 - 20

    Und das erwarte ich von Gott, dass er mir dies ermöglicht.

    Andererseits "um Berge zu versetzen" muss ich nicht im religiösen Sinn gläubig sein, ich muss nur an das Ziel glauben.

    Zitat Zitat von Anitra
    Und wir sollen so unendlich wichtig sein, dass wir sogar nach dem Tode noch in irgendeiner Form weiterleben sollen, so wichtig dass einige von uns einen Gott brauchen um ihr Dasein zu begründen?
    Das "Weiterexistieren in irgendeinder Form" ist aber ganz sicher. Sogar wenn eine Kerze abbrennt, bleiben Rußpartikel und Energie in Form von Wärme.

    Ich bin sicher, dem "ewigen Kreislauf der Natur" entkommen wir nicht. Aber was passiert mit unserem Bewußtsein?
    Du gehst davon aus, dass es sich auflöst, Nichtexistent ist.
    Ich glaube, dass in unserer Welt nichts verloren geht.

  7. Inaktiver User

    AW: göttliche Schöpfung - dumm gelaufen oder wie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Religion hat immer etwas mit Kirche zu tun.

    Verbrechen wurden im Namen der Kirche und deren Religion verübt, dies jedoch steht für mich jedoch nicht in einem Zusammenhang mit Religion und Glaube.
    Dem möchte ich widersprechen.
    Religion hat nicht immer etwas mit der Kirche zu tun...

    Es stimmt. Im Namen Gottes wurde sehr viel Unrecht verübt.

    Im Namen Gottes wurden die ersten Christen verfolgt.
    Saulus/Paulus dachte sogar, er hätte seinem Gott einen Gefallen getan, als er der Steinigung Stephanus zustimmte.
    Er meinte, er würde im Sinne Gottes handeln, als er die Nachfolger Jesu zum Tode auslieferte...

    Die Kirchen berufen sich auf die Bibel. Aber in der Bibel wird es eindeutig verurteilt!

    Aus dem Grunde habe ich mich von der Kirche losgesagt.
    Ich glaube immer noch felsenfest an Gott und seinen Sohn Jesus Christus...

  8. gesperrt

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    AW: göttliche Schöpfung - dumm gelaufen oder wie?

    Zitat Zitat von corvus
    Sie müssten nicht, sie müssen.
    Das haben sie in der Vergangenheit auch ausgiebig getan, mit Feuer und Schwert.
    Das Bringenmüssen von Beweisen ist der eigentliche Grund für Feuer und Schwert im Namen der Religion.
    Gottesbeweise oder -gegenbeweise beweisen nur, dass der jeweilige Beweiser Recht haben will.

    peperkuss

  9. gesperrt

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    AW: göttliche Schöpfung - dumm gelaufen oder wie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Die Kirchen berufen sich auf die Bibel. Aber in der Bibel wird es eindeutig verurteilt!
    So etwa?

    "Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben; ..."
    (3.Mose 20,13)

    "Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen."
    (2. Mose 22,17)

    "Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und sie am Felsen zerschmettert!"
    (Psalm 137,9)

    "Ach Gott, wolltest du doch die Gottlosen töten! ..."
    (Psalm 139,19)


    "Du wirst alle Völker vertilgen, die der HERR, dein Gott, dir geben wird. ..."
    (5. Mose 7,16)

    "Er, der HERR, dein Gott, wird diese Leute ausrotten vor dir, einzeln nacheinander. …"
    (5. Mose 7,22)

  10. Inaktiver User

    AW: göttliche Schöpfung - dumm gelaufen oder wie?

    Die Kirche beruft sich immer auf Ihre Religion und baut auf Sie, das ist ein Fakt. Können wir es auch umgekehrt so betrachten?

    Es gibt Rituale, die von der Kirche alleine geschehen, also unabhäging davon was die Religion vorgibt.

    So geschieht dies meines Wissens mit der Ehelosigkeit der katholischen Amtsträger, damit dass in diesen Ämter ausnahmslos Männern vorbehalten sind.

    Kirche ist in manchen Facetten sehr losgelöst von interpretationslosem Glauben, für mich war das Buch Sakrileg dafür eine absolut perfekte Veranschaulichung.

    Ich denke es gibt zahlreiche Gläubige, die mit der Umsetzung der Religion in der Kirche nicht einverstanden sind.

    Eine Freundin von mir drückte es einmal treffend aus: Ich glaube an die Airline, mit dem Bodenpersonal bin ich nicht immer einverstanden.

    Daher hat ohne Zweifel die Kirche immer etwas mit der Religion als Grundlage zu tun, die Religion jedoch nicht immer mit der Umsetzung der Philosophie in das sog. "Weltliche" also Kirche.

    Hoffe mich verständlich ausgedrückt zu haben

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