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  1. Inaktiver User

    AW: Hillies on tour

    Danke für deine Berichte.
    Sehr interessant!


  2. Registriert seit
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    AW: Hillies on tour

    Das hört sich toll an.

  3. Avatar von pelzpfote
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    AW: Hillies on tour

    Weiterhin erlebnisreiche Tage!
    Die Art, wie dich jemand behandelt,
    sagt aus, was für ein Mensch er/sie ist,
    und nicht, was für ein Mensch du bist.

    Quelle unbekannt

  4. Avatar von Hillie
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    AW: Hillies on tour

    Oman 3
    Guten Morgen aus dem Weihrauchland!
    Auf der Fahrt nach Nizwa machten wir am Sonntag zunächst Station an einem großen Supermarkt und jeder deckte sich für das Mittagessen ein.
    Wir entschieden uns für Chicken und Egg Puff (= Blätterteig mit Hühnchen, bzw. Ei gefüllt), Meeresfrüchtesalat und frische Ananas.
    Dann ging weiter zunächst nach Jabreen Castle. Eigentlich ist es kein richtiges Schloss, sondern eine imposante Festung. Nach der Besichtigung fuhren wir weiter nach Bahla. Dort hat man die Festung wieder im alten Stil, das heißt in der Lehmbauweise aufgebaut. Noch sind allerdings die Räume leer, so dass wir uns die Besichtigung ersparten. Gegen 18 Uhr kamen wir müde und von der Hitze geschlaucht im Hotel in Nizwa an. Zum Glück bleiben wir hier zwei Tage, so dass der Koffer wieder durchgeordnet werden kann. Abendessen an beiden Tagen war im Freien am Pool.
    Am Montag ging es nach einem guten Frühstück (es gab endlich mal richtigen Käse!) zunächst nach Nizwa zur Festung, die wieder sehr imposant mitten in der Stadt liegt. Wir besichtigten sie zusammen mit unserer Reiseleiterin und konnten anschließend im Innenhof noch einen frischen Obstsaft trinken.
    Das Schöne im Oman ist, dass man überall frische Datteln und omanischen Kaffee, das heißt mit Kardamon versetzt (kostenlos) angeboten bekommt.
    Übrigens mit 15 Datteln und ¼ l Ziegenmilch kann man viele Tage in der Wüste überleben.
    Anschließend fuhren wir auf abenteuerlichen Straßen hoch hinauf auf über 2000 m, um in den Grand Canyon von Oman zu blicken, der über 1000 m in die Tiefe abfällt. So hat man einen atemberaubenden Einblick in die Erdgeschichte dieses Landes. Von dort aus hatten wir auch klaren Blick auf den Dschebel Schems (3000 m), wo die Omanis eine Sternwarte errichtet haben, um bei der Festlegung des Termins für den Ramadan von Saudi-Arabien unabhängig zu sein.
    Anschließend ging es weiter in ein sehr schönes Resort und wir picknickten dort. Unsere Boys hatten Wraps vorbereitet, mit Hühnchen und mit Falafel gefüllt. Das schmeckte wieder sehr gut, dazu natürlich Datteln und Kaffee.
    Den Abschluss des Tages bildete ein Spaziergang durch eine Datteloase zu einer alten Lehmhaussiedlung, in der man einige Häuser renoviert hat. Eines davon besichtigten wir und überrascht über die angenehme Kühle. Dazu gab es natürlich Kaffee, Ingwertee und … Datteln.
    Gegen 17 Uhr waren wir dieses Mal wieder im Hotel, also ein bisschen früher.
    Der Dienstag brachte den bisher absoluten Höhepunkt der Reise. Zunächst kauften wir wieder für unser Mittagessen ein (diesmal nur Bananen und Cookies), dann ging es in den Souq und wir erstanden Gewürze: Safran aus Persien, Chili und Bizaar, eine typische Gewürzmischung, die bei allen Speisen verwendet werden kann. Wir lassen uns überraschen.
    Dann ging es durchs Gebirge an die Küste! Die Straße war wegen eines Erdrutsches erst seit Dienstagmorgen wieder frei und so wagten es unsere Boys, sie mit uns zu fahren: Die Breite der Straße entsprach der Autobreite, der Abgrund war nicht gesichert, wenn Fahrzeuge entgegenkamen, mussten diese ausweichen, da wir ja ein Konvoi von 7 Fahrzeugen waren, aber die Landschaft!!! Es ging bergauf, bergab, sehr steile Straßenabschnitte und viele Schlaglöcher. Rechts und links eine faszinierende Bergwelt, die zeigt, was sich da vor Millionen von Jahren getan hat. Wir kamen aus dem Staunen und Fotografieren gar nicht mehr heraus. In einem schönen Wadi machten wir Pause und waren nach ca. 6 Stunden abenteuerlichster Fahrt durchgerüttelt und -geschüttelt wieder in Muscat auf dem Flughafen, denn um 21.30 Uhr ging unser Flieger in den Süden nach Salalah, ins Weihrauchland Dhofar (unserer letzten Station dieser Reise).
    Davon dann beim nächsten Mal mehr!
    Inshallah
    Geändert von Hillie (07.11.2018 um 15:17 Uhr)

  5. Avatar von Hillie
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    AW: Hillies on tour

    Oman 4

    Ein letztes Mal Hallo aus dem Oman!
    Zunächst noch ein Nachtrag zum letzten Bericht, eigentlich eher eine Besonderheit, die uns so noch nicht passiert ist.
    Wir hatten im Flugzeug die schon vorausgebuchten Plätze A und B, das heißt Fenster und daneben und der Gangplatz war noch frei.
    Wir saßen schon, da kam eine tiefverschleierte Frau. Als sie uns sitzen sah, rief sie einen Steward und dieser erklärte uns, dass sie den Fensterplatz möchte und außerdem keinen Mann neben sich. Wir waren schon sehr konsterniert, aber wechselten. Später erklärte uns unsere Reiseleiterin, dass muslimische Frauen, die nicht in Begleitung eines Mannes sind, solche Extrabehandlungen einfordern können.
    Der Gegensatz dazu war eine junge Frau aus Bahrain, mit der ich mich im Wartebereich unterhielt. Sie machte diese Flugreise auf „Anordnung“ ihres Mannes, damit sie es lernt, alleine zu reisen. Er holte sie dann am Flughafen in Salalah ab.

    Da der Dienstag mit dem späten Flug von Muscat doch ein langer Tag gewesen war, starteten wir nach einem sehr ausführlichen und reichhaltigen Frühstück am Mittwoch erst um 10 Uhr. Wir stiegen noch einmal in Jeeps und fuhren hinein ins Weihrauchland zu den Weihrauchbäumen. Die Landschaft war ein unwahrscheinlicher Gegensatz zu den Tagen vorher: fast archaisch mutete sie uns an und wir hätten uns nicht gewundert, wären plötzlich Moses mit den Israeliten oder Abraham vorbeigezogen. Wüste, weiche Hügel, grüne Streifen mit Kokospalmen (immer dort, wo im Untergrund Wasser fließt), Kamelherden, die gemächlichen Schritts vorbeiziehen und dazwischen die Weihrauchbäume, verwurzelt, knorrig, nicht schön, aber erhaben. So ergab das eine wunderbare, einmalige Komposition des Weihrauchlandes (= Dhofar).
    Auf der Weiterfahrt fanden wir auch einige Exemplare der inzwischen seltenen Wüstenblume.
    Die Wadis führten sehr viel Wasser, denn der Monsunregen, der hier im Süden nicht zu vergleichen ist mit den meist sintflutartigen Regengüssen in anderen Gegenden (hier ist es ein ständiger leichter Nieselregen) hat diesem Gebiet so viel Feuchtigkeit gebracht, dass an einigen Stellen sogar Wasserfälle zu sehen waren.
    In den Zeiten des Monsunregens kommen viele Bewohner der Golfstaaten (Golfis genannt) hierher und Salalah platzt aus allen Nähten.
    Wie machten Mittagspause in einem grünen Wadi und die Boys hatten wieder Lunch vorbereitet: Samosas, Falafel, Käse, Fladenbrot, Kamelfleisch, Kamelmilch, Dattelkekse und Dattelkuchen, der ein wahrlich lukullischer Höhepunkt dieses Tages war.
    Bei sehr warmem, gedämpftem Licht besuchten wir noch die Ausgrabungsstätte Sumhurum (arabisch: Khor Rori), eine alte Handelsstaat, die zu Ansehen und Reichtum gelangte, da sie wichtiger Umschlagplatz entlang der Weihrauchstraße gewesen war. Sie lag praktisch uneinnehmbar in der Mündung des Wadi Darbat in den Indischen Ozean in einer Lagune und hatte ihre Blütezeit zwischen dem 5. Jh vor und dem 5. Jh. nach Chr. Danach wurde sie aufgegeben.
    Zurück im Hotel hatten wir nur kurze Zeit, uns zu erfrischen, denn um 19 Uhr gab es Buffet direkt am Meer. Sternschnuppen waren am dunklen Himmel zu sehen und die Wünsche der Reisenden wurden in die tiefschwarze Nacht hinausgeschickt.

    Der letzte volle Tag war nur ein kurzer, denn ein Teil der Mitreisenden wird bereits am Donnerstagabend über Muscat zurück nach Deutschland fliegen.
    So standen nur der Weihrauchsouq in Salalah und eine Obst- und Gemüseplantage auf dem Programm.
    Wir kauften auch Weihrauch, allerdings nicht zum Räuchern, sondern zu therapeutischen Zwecken. Dazu verwendet man den besten Weihrauch. Kleinste Bröckchen werden in heißem Wasser aufgelöst und morgens nüchtern getrunken. Nun schaden kann es sicherlich nicht!
    Auf der Plantage wurden wir mit dem Saft frischer Kokosnüsse begrüßt. Die Dattelpalme des Nordens wird hier durch die Kokospalme abgelöst, da diese die Feuchtigkeit besser vertragen kann. Dann gab es Kostproben von Papaya, Kokos, Melone, Sternfrucht und einer besonderen Birnenart und dann führte uns der Besitzer über seine Plantage. Da es sehr heiß und vor allem auch extrem schwül war, waren wir froh, gegen 13 Uhr wieder im Hotel zu sein.
    Nun wird sich ausgeruht, die Koffer für den Heimflug am Freitag richtig gepackt (die warmen Jacken und die festen Schuhe wieder ausgepackt), noch ein bisschen am Strand gelaufen und um 18.30 Uhr gibt es ein letztes gemeinsames Abendbuffet.
    Wir fliegen morgen mit dem kleineren Rest der Gruppe über Muscat zurück nach München. Einige bleiben noch hier im Hotel, auch die Reiseleiterin gönnt sich auch einige freie Tage, denn am Montagabend kommt die nächste Gruppe von Studiosus, mit der sie die gleiche Reise wieder unternehmen wird.
    Uns bleibt die wunderschöne Erinnerung an ein interessantes, sicheres und freundliches Land, das einen vorausschauenden und zukunftsorientierten Sultan hat, der hoffentlich noch lange den Oman regieren kann.
    Viele Grüße!
    Hillie und Hilliemann
    Neugierde ist der Kompass meines Lebens

  6. Avatar von Prada26
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    AW: Hillies on tour

    Hillie, eine eindrucksvolle interessante Reise geht zu Ende.
    Ich wünschen euch eine angenehme Heimreise.

  7. Avatar von Hillie
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    AW: Hillies on tour

    Zitat Zitat von Prada26 Beitrag anzeigen
    Hillie, eine eindrucksvolle interessante Reise geht zu Ende.
    Ich wünschen euch eine angenehme Heimreise.
    Danke, Prada!
    Neugierde ist der Kompass meines Lebens

  8. Avatar von red_gillian
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    AW: Hillies on tour

    Vielen Dank für den Bericht und gute Heimreise!
    Whoever is unjust, let him be unjust still.
    Whoever is righteous, let him be righteous still.
    Whoever is filthy, let him be filthy still.
    Listen to the words long written down
    When the man comes around.

    - Johnny Cash, When the man comes around

  9. Avatar von Mendo
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    AW: Hillies on tour

    Danke Hillie! Du weißt, Du machst mir eine große Freude und ich freue mich auch schon auf die Fotos .
    Too blessed to be stressed

  10. Inaktiver User

    AW: Hillies on tour

    Vielen Dank für die Berichte.

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