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  1. Avatar von Hillie
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    AW: Hillies on tour

    Guten Morgen!
    Aus aktuellem Anlass lasse ich diesen Strang wieder aufleben. Unsere nächste Reise steht an!
    Heute Nachmittag fahren wir nach Düsseldorf, übernachten im Flughafenhotel und werden morgen nach Kangerlussuag fliegen. Wer es nicht weiß: das liegt auf Grönland. Morgen Nachmittag beziehen wir unsere Kabine auf der MS Hamburg und dann geht es 10 Tage die Westküste entlang. Von dort melde ich mich immer mal in diesem Strang.
    Neugierde ist der Kompass meines Lebens

  2. Avatar von elail
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    AW: Hillies on tour

    Zitat Zitat von Amandaa Beitrag anzeigen
    Dieser Strang ist eine gute Idee, Hillie.!
    ja wirklich

    ich werde hier auch reinschauen und lesen
    Das Leben ist schön,
    von einfach war nie die Rede !

  3. Avatar von Mendo
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    AW: Hillies on tour

    Liebe Hillie,
    wie aufregend! Ich wünsche Dir und Hilliemann gute und gesunde Reise mit vielen unvergesslichen Momenten.
    Ich freue mich über Deine Berichte und die Fotos irgendwann mal hinterher.
    Viel Glück!
    Too blessed to be stressed


  4. Registriert seit
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    AW: Hillies on tour

    Oh das ist ja toll. Werde immer wieder hier hineinschauen und freue mich jetzt schon auf eure Berichte

  5. Avatar von VanDyck
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    AW: Hillies on tour

    Zitat Zitat von Hillie Beitrag anzeigen
    Da die Reiseberichte andere Stränge sprengen und auch nicht jede(r) sie lesen will, habe ich beschlossen, dafür und für die Bilder einen eigenen Strang zu eröffnen.
    Ich werde nicht regelmäßig hier schreiben, sondern immer nur wenn wir "on tour" sind.
    Sehr schön.
    Und hiermit schließe ich mich dann mal deinem Fan-Club an.

    Zitat Zitat von Schweizerfrau Beitrag anzeigen
    Oh das ist ja toll. Werde immer wieder hier hineinschauen und freue mich jetzt schon auf eure Berichte
    nochmal *anschließ* ...

    Zitat Zitat von Hillie Beitrag anzeigen
    Heute Nachmittag fahren wir nach Düsseldorf, übernachten im Flughafenhotel und werden morgen nach Kangerlussuag fliegen. Wer es nicht weiß: das liegt auf Grönland.
    Der Flugplatz da gefällt mir irgendwie.
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Ich habe das Maus zurück geholt.
    The Green Mile
    Geändert von VanDyck (27.08.2018 um 10:24 Uhr)

  6. 28.08.2018, 02:14


  7. Avatar von Hillie
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    AW: IWC Ingenieur automático Da iw323601 Homens relógio mecânico (CBI) - $223.00

    Guten Morgen!
    Heute gibt es den ersten Bericht aus Grönland.

    Grönland 1
    Der Flug am Montag von Düsseldorf nach Kangerlussuaq mit einer vollbesetzten A330-300 von Thomas Cook verlief problemlos und war auch 30 Minuten kürzer als geplant. Während wir beim Überfliegen von Schottland und Island gar nichts sahen, klarte es plötzlich auf, als wir uns der Ostküste von Grönland näherten und die Insel, die größte der Welt, zeigte ihre Schönheit:
    Schneebedeckte Berge, Gletscherlagunen und Gletscher, die sich in diese Lagunen hineinbewegten. Das änderte sich an der Westküste, da kam der Fels zum Vorschein und es wurde klar, woher diese Insel ihren Namen hat: Greenland. Bäume gibt es hier nicht, nur die Büsche der Polarweide, die bis zu 2,50 m hoch werden können.
    Wir landeten auf dem „Internationalen“ Flughafen von Kangerlussuaq, ein kleiner Airport bei einer Handvoll von Häusern. Zoll- und Passkontrolle gab es nicht, unser Gepäck wurde von eifrigen Helfern direkt vom Flugzeug in einen Container umgeladen und wir hofften nur, dass auch unsere beiden Koffer mit dabei waren.
    Der Ort hat ca. 540 Einwohner und 380 Kreuzfahrtgäste kamen in einem Pulk an. Da dauerte es natürlich, bis alle in die wenigen (= 3) Busse verfrachtet und auf holprigen Straßen zum Hafen gekarrt worden waren. Auch dort hieß es wieder warten, was aber bei sonnig-warmem Wetter kein Problem war.
    Unser Schiff lag auf Reede, das heißt es ankerte vor dem Hafen und wir stiegen in so genannte Tenderboote um, immer circa 60 Passagiere. An Bord der MS Hamburg wurde eingecheckt, wir bekamen unsere Bordkarte und konnten schon mit dem Handgepäck in unsere Kabine. Es ist die gleiche wie vor über einem Jahr. Es zog uns aber gleich an Deck, denn wir konnten in der Sonne Kaffee trinken und schon ein bisschen die Landschaft genießen. Wir wurden sofort von einem Kellner begrüßt, der uns noch kannte. Als dann alle Passagiere an Bord waren, lief das volle Programm:
    Zunächst fand die vorgeschriebene Sicherheitsübung statt, anschließend gab es erste Instruktionen zum Schiff und dann war es auch schon 18 Uhr. Es hieß „Sail away“ und die Anker wurden gelichtet. Wir wurden mit einem Glas Sekt und/oder Orangensaft begrüßt und die MS Hamburg „segelte“ aus dem mit 180 km längsten Fjord Europas (Søndre Strømfjord) hinaus Richtung Atlantik. Wieder zurück auf der Kabine waren die Koffer da und es wurde ein bisschen ausgepackt, denn um 19 Uhr war Abendessen. Uns wurde ein kleiner Tisch zugeteilt und ich glaube wir haben mit unseren Mitgästen Glück: ein älteres Ehepaar aus der Nähe von Hassfurt und ihre Tochter, eine Gymnasiallehrerin aus Erlangen. Zufälle gibt es!
    Nach dem Abendessen wurden die Landausflüge vorgestellt (wir haben dieses Mal nur 2 gebucht, da wir die Stadtbesichtigungen alleine machen) und dann ging es schnellstens ins Bett, denn dieser Tag war durch die Zeitverschiebung für uns 4 Stunden länger gewesen. Die Bullaugen ließen wir offen und bei angenehmer Helligkeit und leichtem Schwanken des Schiffes fielen wir schnell in den Tiefschlaf.
    Dank der Helligkeit in der Kabine waren wir am Dienstag früh wach und das war auch gut so, denn bereits um 8 Uhr machte das Schiff an der Pier von Sisimiut fest. Das hatte für das Schiff Vorteile, denn es konnte Frischwasser tanken und Abwasser und Müll entsorgen, aber auch für uns, denn wir konnten direkt über die Gangway das Schiff verlassen und waren im Hafenbereich. Das haben wir dann auch nach dem Frühstück gemacht und sind 2,5 Stunden durch den Ort, der mit 5500 Einwohnern zu dem größeren gehört, marschiert. Die Wege sind wie im ganzen Norden nur selten asphaltiert und durch den vielen Nebel und Regen auch schmutzig. Aber wir hatten Glück, der Nebel lichtete sich und es blieb trocken. Gegen Mittag kam die Sonne heraus und es war gar nicht so kalt, wie wir es eigentlich erwartet hatten.
    Wir haben auch Schlittenhunde gesehen, die nur nördlich des Polarkreises gehalten werden , da es südlich davon Schafe gibt.
    Sisimiut hat ein kleines Freilichtmuseum, das unter anderem ein Torflagenhaus und die blaue Kirche beherbergt. Diese Kirche wurde 1773 von der Bethelgemeinde gegründet und ist die älteste Holzkirche Grönlands.
    Aufgefallen sind uns die vielen, gut sortierten Supermärkte und die Kunstgewerbeläden. In einem sind wir auch fündig geworden und haben eine kleine Statue erworben, die in der zum Geschäft gehörenden Werkstatt von Hand gefertigt wurde. Die Statur ist eine Kombination aus Rentiergeweih und Moschusochsenhorn.
    Rechtzeitig zum Mittagessen waren wir wieder zurück, denn es gab grönländisches Rentiersteak mit Ziegenkäsesoße, Kohlrabigemüse und Reis. Das hat sehr gut geschmeckt.
    Den Nachmittag verbrachten wir mit Ausruhen, Kartenschreiben und Lesen. Später war dann der erste Vortrag. Zwei der Lektoren kennen wir schon von der letzten Reise und am Abend lud der Kapitän zum Empfang und zum Willkommensdinner ein. Da mussten wir dann unsere Galauniform aus dem Schrank holen.

    Viele Grüße
    Hillie und Hilliemann
    Neugierde ist der Kompass meines Lebens


  8. Registriert seit
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    AW: IWC Ingenieur automático Da iw323601 Homens relógio mecânico (CBI) - $223.00

    Danke, hillie, für den spannenden Bericht! Virtuell reisen wir alle ein bißchen mit!

  9. Avatar von Spadina
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    AW: Hillies on tour

    Ich kann auch rumkeckern. Grönland. Da war ich heute auch....

    Von Horst (bei Elmshorn) kommend. Wenn man nach Glückstadt will, kommt man da eben durch das Örtchen Grönland. Du bist mir aber überhaupt nicht aufgefallen.... Schade!

    Ich habe auch noch von Glückstadt aus auf die Schiffe auf der Elbe geschaut, aber auch dort nur Container auf den Pötten..... Keine Hilles...

    Aber nu ma Butta bei die Fische:

    Hillie, viel Freude im weiteren Verlauf der Reise, ich freue mich auf weitere spannende Berichte und Fotos.
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.

  10. Avatar von pelzpfote
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    AW: IWC Ingenieur automático Da iw323601 Homens relógio mecânico (CBI) - $223.00

    Zitat Zitat von bizi32 Beitrag anzeigen
    Danke, hillie, für den spannenden Bericht! Virtuell reisen wir alle ein bißchen mit!
    Genau!
    Die Art, wie dich jemand behandelt,
    sagt aus, was für ein Mensch er/sie ist,
    und nicht, was für ein Mensch du bist.

    Quelle unbekannt

  11. Avatar von Hillie
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    AW: IWC Ingenieur automático Da iw323601 Homens relógio mecânico (CBI) - $223.00

    Weiter geht es mit

    Grönland 2
    Der Mittwoch begann sehr früh. Ab 4 Uhr färbte sich der Himmel rot und die ersten Eisberge kamen in Sicht. In der Arktis sehen sie ganz anders aus als in der Antarktis. Dort sind es lange Tafeleisberge, während es hier Ungetüme und bizarre, bergförmige Gebilde sind. So waren wir bereits vor Frühstücksbeginn (das ist 6.30 Uhr) an Deck, tranken schon einen Tee und schauten einfach nur aus dem Fenster. Gegen 8 Uhr ankerten wir vor dem kleinen Hafen Qeqertasuaq auf der gleichnamigen Insel. Der Ort hat auch den Beinamen „Guter Hafen“. Mit den grönländischen Namen ist es so eine Sache. Können wir endlich einen Namen richtig aussprechen, kommen wir schon in den nächsten Ort! Um Qeqertasuaq zu besuchen, mussten wir dieses Mal „tendern“, das heißt mit den Booten an Land fahren. Gegen 10 Uhr machten wir uns auf den Weg in den kleinen Ort (ca. 900 Einwohner). Die Sonne kam heraus und wir wanderten über die Tundra, die durch den Permafrost nur teilweise auftaut und sich sehr moorig und weich anfühlte. Überall waren kleine Tümpel, an deren Ränder das arktische Wollgras wächst. Wir konnten die riesigen Eisberge aus der Nähe beobachten und laute Donnergeräusche zeigten, dass immer wieder ein Teil abbrach. Es handelte sich hier um einen „Eisbergfriedhof“. Bestimmte Strömungen treiben die Eisberge in einer Bucht zusammen. Dort „stranden“ sie dann und bei wärmeren Temperaturen schmelzen sie langsam dahin. Das Besondere in diesem Ort war die „Tintenfasskirche“, die ihren Namen deshalb bekam, weil sie einige Zeit als Schule diente.
    Zum Mittagessen waren wir rechtzeitig an Bord, denn es gab wieder eine grönländische Spezialität: Lachspudding mit Kartoffeln. Wir würden es als Lachs-Kartoffel-Auflauf bezeichnen, der sehr gut schmeckte.
    Am Nachmittag konnten wir bei inzwischen 15 Grad und warmer Sonne dick angezogen und mit Decken geschützt an Deck sitzen.
    Vor dem Abendessen gibt es jeden Tag den „Rück- und Vorausblick“, das heißt ein kurzes Resümee des vergangenen Tages und eine Vorausschau, was uns am nächsten Tag erwarten wird. Nach dem Abendessen folgte dann noch ein Vortrag über das Wirtschafts- und Sozialsystem Grönlands „Grönland – ein Sozialstaat in der Arktis. Den „versüßten“ wir uns mit einem Glas italienischen Rotweins.
    Eine Kuriosität am Rande: als dänische Missionare den Grönländern das Christentum brachten, konnten diese mit der Bitte des Vaterunsers um das tägliche Brot nichts anfangen, da sie Brot nicht kannten. Deshalb heißt es noch heute: „unsere tägliche Robbe gib uns heute“.
    Da bis zum nächsten Ankerpunkt fast 400 km vor uns lagen, legte unser Schiff der Nacht gewaltig an Geschwindigkeit zu und da es weit ab von der Küste auf dem Atlantik fuhr, waren die Wellen und die Dünung entsprechend hoch.
    Der Donnerstag weckte uns gegen 5.30 Uhr mit Sonne, schneebedeckten Gipfeln und vielen Eisbergen, die beim Frühstück an uns vorbeizogen. Kann man sich eine schönere Kulisse vorstellen?
    Wir erreichten vor dem Hafen von Uummannaq den Liegeplatz, „driften“ nennt man das, denn das Schiff wirft keinen Anker und drosselt nur die Motoren. Das ist in Eisberggebieten Pflicht, damit es jederzeit schnell weiterfahren kann. An Bord sind auch zwei Eisexperten aus Dänemark. Das ist ebenfalls Vorschrift, denn Titanic muss sich nicht wiederholen!
    Vom Schiff aus wurden wir wieder mit Tenderbooten an Land gebracht. Uummannaq heißt die „Robbenherzartige“. Das hängt mit dem Hausberg zusammen, der so ähnlich wie die beiden Kammern eines Herzens aussehen. Der Ort hat rund 1300 Einwohner. Wir waren bei der ersten Gruppe, die an Land durfte und bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen 7 Grad sind wir durch den kleinen Ort gelaufen. Wie haben Grassodenhäuser gesehen und Lagerhäuser, haben mit Schülern gesprochen und wieder Schlittenhunde gesehen. Das sind hier auf Grönland keine Huskies. Sie werden auch nicht hintereinander angeschirrt, sondern laufen fächerartig nebeneinander. Die keine Kirche, dieses Mal aus Granit gebaut, wurde extra für uns geöffnet und der Organist setzte sich an die Orgel. Das war schön.
    Als es kühler und ein bisschen nebliger wurde, fuhren wir wieder zurück zum Schiff, denn für das Mittagessen wartete eine indonesische Spezialität auf uns: Martabak. Das waren kleine, mit Gemüse oder Hackfleisch gefüllte Teigtaschen, die wieder sehr gut schmeckten.
    Der Nachmittag war voll ausgefüllt. Um 14 Uhr machte sich das Schiff auf die Weiterreise (369 km) und wir hatten zwei Vorträge: „Grönland, der ‚Weiße‘ Riese – Klimawandel und Kultur der Inuit“ sowie „Robben und Wale in Grönlands Gewässern“ und um 18 Uhr war die verpflichtende Einweisung in die Zodiacfahrten (= Fahrten mit dem Schlauchboot), die für Freitag auf dem Programm stehen. Für das Abendessen hieß es „Rund um die Welt“. Schon während des Abendessens wurde die See kabbeliger, die ersten Tische blieben unbesetzt und wir machten uns auf eine unruhige Nacht gefasst. Nachts hatten wir Windstärke 6-7, die gegen Morgen auf 4-5 abflaute.
    Neugierde ist der Kompass meines Lebens

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