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    AW: Hillies on tour

    Hallo und willkommen zu einem Kurzurlaub an der Mecklenburgischen Seenplatte in Göhren-Lebbin.

    5.9.

    Der Sonntag, der Abfahrtstag, begann gleich mit einer bösen Überraschung. Durch den Verkauf des Taxiunternehmens zum 1.9. wurde unsere Taxibestellung nicht weitergeleitet. Nach zwei Anrufen kam das auf 6 Uhr bestellt Taxi um 6:30 Uhr und in halsbrecherischem Tempo ging es nach Würzburg zum Hauptbahnhof, wo um 7:30 Uhr der Bus mit der Reisegesellschaft abfuhr. Zum Glück hatten wir großzügig Zeit eingeplant und waren rechtzeitig da. Die Reisegruppe ist klein (3 Ehepaare, 1 alleinreisender Mann und 12 Frauen). Die Fahrt bis nach Göhren-Lebbin am Fleesensee war zwar lang, aber trotzdem kurzweilig, weil die Reiseleiterin uns immer wieder Informationen zu den Städten und Landschaften entlang der Route gab.
    Kurz nach 17 Uhr waren wir in unserem Schlosshotel, einem ehemaligen Landhaus der Familie Blücher, aus der auch der als Marschall „Vorwärts“ bekannte Generalfeldmarschall Blücher entstammte. Er wurde durch den Sieg bei Waterloo über Napoleon bekannt. Das Hotel wurde 2016 völlig neu umgebaut und liegt im Erholungsgebiet Göhren-Lebbin. Zum Hotel gehören eine eigene Landwirtschaft und Gärtnerei. Das Brot wird selbst gebacken und die Frühstückseier sind von den Araucana-Hühnern, die Eier mit blau-grüner Schale legen. Es wird großer Wert auf biologische, regionale und saisonale Lebensmittel gelegt.Die Zimmer und das Bad sind großzügig und geschmackvoll eingerichtet und genauso geschmackvoll und abwechslungsreich war das Abendbuffet.

    6.9.
    Den Montag begannen wir mit einem ebenso reichhaltigen Frühstücksbuffet und fuhren dann in die „Hauptstadt“ der Mecklenburgischen Seenplatte (die Landschaftsform der Seenplatte ist ein Relikt aus der Eiszeit) nach Waren. Dort besuchten wir zuerst das Müritzeum, ein sehr gut gestaltetes Museum, das die unterschiedlichsten Aspekte der Seenlandschaft und des Nationalparks Müritz zeigte. Attraktion ist ein Aquarium, das über zwei Stockwerke geht und die Vielfalt der Seenlandschaft zeigt. Anschließend liefen wir gemeinsam durch die Fußgängerzone, von der St. Georgenkirche und vom Alten Marktplatz zum Neuen Marktplatz und hinunter zum Hafen. Dort hatten wir dann genügend Zeit zum Bummeln an der Hafenmole, an der auch die Schiffe der Müritzflotte ablegen. Eigentlich wollten wir nach der Rückkunft im geheizten Außenpool ein bisschen schwimmen, legten uns aber vorher eine Runde ins Bett … ja und dann war es zu spät für das erfrischende Bad.

    7.9.
    Am Dienstag fuhren wir zunächst nach Malchow am Malchower See. Die Stadt wird auch Inselstadt genannt, da die beiden Stadtteile durch einen Erddamm (inzwischen ist es eine geteerte Straße) verbunden sind. Wir statteten zunächst dem ehemaligen Kloster einen Besuch ab. Bis zur Reformation war es tatsächlich ein Kloster gewesen, dann forderten die Stadtväter „eine Möglichkeit zur christlichen Auferziehung der inländischen Jungfrauen“ und so wurde es für unverheiratete Damen der höheren Gesellschaft ein Wohnort. Sie lebten dort ähnlich den Beginen in Flandern. Die letzte Stiftsvorsteherin, Domina genannt, ist 1972 verstorben. Das ehemalige Wohnhaus wird momentan renoviert. Interessant ist aber die Kirche, ein hoher Backsteinbau im neugotischen Stil, der nicht mehr als Gotteshaus dient, sondern ein Orgelmuseum ist. Unzählige Orgeln, die nicht mehr bespielbar waren, wurden renoviert und stehen nun in der Kirche. Wir hatten eine recht interessante Führung, bei der auch einige Orgeln zu Gehör kamen. Angeschlossen ist ein Kunstmuseum, das eine große Sammlung zeitgenössischer Maler aus der Region zeigte, darunter Gahlbeck, Dittner und Pingel. Alles Namen, die uns nichts sagten, nun aber mit Leben, das heißt mit Bildern gefüllt sind.
    Wir liefen dann über den Erddamm in den zweiten Teil der Stadt, wo wir am Hafen Mittagspause machen konnten. Um 14:15 Uhr bestiegen wir dann ein Schiff der Blau-Weißen Flotte und schipperten bei Kaffee und Kuchen 1 ¼ Stunden über den Malchow- und Fleesensee nach Plau am Plauer See. Dort wartete eine Bimmelbahn, die uns in einer Stunde die Sehenswürdigkeiten von Plau zeigte. Das ersparte uns einen langen Spazierweg, denn Plau zieht sich über 8 km hin. Unser Bus wartete schon auf uns und bei wunderschönem Wetter erreichten wir wieder unser Hotel.

    8.9.
    Heute ging es früher los, denn die Anfahrt zum ersten Programmpunkt war etwas länger: Mirow mit dem Schloss der Herzöge von Mecklenburg – Strelitz. Übrigens die Strelitzie, eine wunderschöne Blume, hat ihren Namen davon. Dieses Herzogshaus brachte 3 Königinnen hervor, wovon die bekannteste wohl die preußische Luise war (1776-1810); außerdem ihre Schwester Friederike (1778-1841), die spätere Königin von Hannover und die Tante der beiden, die spätere englische Königin Sophie Charlotte (1744-1818). Wir hatten eine interessante Führung. Das Schloss ist allerdings nur spärlich möbliert, denn die russische Besatzung nahm nach dem Krieg keine große Rücksicht darauf. Mit Hilfe alter Fotografien versucht man heute, einiges an Interieur wieder herzustellen.

    Von Mirow fuhren wir in den kleinen Ort Rübel mit einem Hafen und vielen kleinen Restaurants und Geschäften, wo wir Mittagspause machten. Letzter Programmpunkt war die 110 m lange und 34 m breite Feldsteinscheune in Bollewick, in der regionales Handwerk und Sanddornprodukte angeboten wurden. An diesem Tag waren wir früher im Hotel und so genehmigten wir uns vor dem Abendessen ein erfrischendes Bad im Swimmingpool.
    Achja, die ersten Kraniche haben auf ihrem Flug nach Süden in Mecklenburg-Vorpommern auch schon Station gemacht. Unterwegs haben wir sie auf den Feldern gesehen und beim Abendessen ist auch schon eine Formation vorbeigeflogen. Tagsüber picken sie auf den Feldern die Körner auf, die vom Mähen übriggeblieben sind und außerdem auch kleines Getier, das sie auf dem Boden finden. Nachts ziehen sie sich bevorzugt in in sumpfige Gebiete zurück, um zum Beispiel vor dem Fuchs sicher zu sein.

    9.9.
    Am letzten Tag vor der Rückfahrt, gab es kein festes Programm. So haben wir länger geschlafen, ausführlich gefrühstückt und sind dann mit dem Hotel-Shuttle zum Hauptort Untergöhren gefahren, der direkt am Fleesensee liegt. Wir sind geruhsam am See entlang bis zum Sandstrand geschlendert, haben den Freizeitkapitänen, den Stand-up-Paddlern und den Enten zugeschaut, haben noch einen Latte getrunken und sind wieder mit dem Shuttle zurückgefahren. Wir waren noch einmal im Swimming-Pool und haben anschließend die Koffer gepackt, denn am Freitag machen wir uns um 8 Uhr bereits wieder auf die Rückfahrt nach Würzburg.

    10.9.
    Ohne nennenswerten Stau, obwohl Freitag- und Wochenendverkehr, sind wir um 17 Uhr wieder am Bahnhof in Würzburg angekommen. Es war zwar nur eine kurze Reise, aber sie war erholsam und interessant und hat uns eine sehr schöne Gegend nähergebracht.
    "Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen."
    Ralf Dahrendorf (1929-2009)

    "Widme dich der Liebe und dem Kochen mit ganzem Herzen!"
    Dalai Lama (geb. 1935)

    "Warum denn immer gleich so sachlich werden, wenn es doch auch persönlich geht!"

    André Heller (geb. 1947)

    in der BriCom als Hillie unterwegs seit 2003

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    AW: Hillies on tour

    Das klingt traumhaft liebe Hillie. Danke für Deinen Bericht!
    Hast Du auch die Rundhäuser gesehen?
    “You are the sky. Everything else- it’s just the weather.”

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    AW: Hillies on tour

    Zitat Zitat von Mendo Beitrag anzeigen
    Das klingt traumhaft liebe Hillie. Danke für Deinen Bericht!
    Hast Du auch die Rundhäuser gesehen?
    Wo sollen die sein?
    "Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen."
    Ralf Dahrendorf (1929-2009)

    "Widme dich der Liebe und dem Kochen mit ganzem Herzen!"
    Dalai Lama (geb. 1935)

    "Warum denn immer gleich so sachlich werden, wenn es doch auch persönlich geht!"

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    AW: Hillies on tour

    Hillie, in Röbel waren wir vor 43 Jahren zum ersten Mal mit Kind campen, direkt an der Müritz.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

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    Zitat Zitat von Sariana Beitrag anzeigen
    Hillie, in Röbel waren wir vor 43 Jahren zum ersten Mal mit Kind campen, direkt an der Müritz.

    Da sah es aber bestimmt noch anders aus.
    "Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen."
    Ralf Dahrendorf (1929-2009)

    "Widme dich der Liebe und dem Kochen mit ganzem Herzen!"
    Dalai Lama (geb. 1935)

    "Warum denn immer gleich so sachlich werden, wenn es doch auch persönlich geht!"

    André Heller (geb. 1947)

    in der BriCom als Hillie unterwegs seit 2003

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    AW: Hillies on tour

    Zitat Zitat von Hilie Beitrag anzeigen
    Da sah es aber bestimmt noch anders aus.
    Ich denke schon
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

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    Zitat Zitat von Hilie Beitrag anzeigen
    Wo sollen die sein?
    Am Tollensesee. Musste googeln, ich war noch nie da und habe keine Ahnung wie weit das von Deinem Hotel gewesen wäre.
    “You are the sky. Everything else- it’s just the weather.”

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    Das sind rund 75 km, aber wir hatten ja kein eigenes Auto und waren mit Bus und Gruppe unterwegs.
    "Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen."
    Ralf Dahrendorf (1929-2009)

    "Widme dich der Liebe und dem Kochen mit ganzem Herzen!"
    Dalai Lama (geb. 1935)

    "Warum denn immer gleich so sachlich werden, wenn es doch auch persönlich geht!"

    André Heller (geb. 1947)

    in der BriCom als Hillie unterwegs seit 2003

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    AW: Hillies on tour

    Ein paar Bilder von der Mecklenburgischen Seenplatte:

    hillie1947 | Flickr
    Geändert von Hilie (14.09.2021 um 15:54 Uhr)
    "Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen."
    Ralf Dahrendorf (1929-2009)

    "Widme dich der Liebe und dem Kochen mit ganzem Herzen!"
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    "Warum denn immer gleich so sachlich werden, wenn es doch auch persönlich geht!"

    André Heller (geb. 1947)

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    Vielen Dank fürs Teilen liebe Hillie!
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