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  1. Avatar von Hillie
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    AW: Hillies on tour

    Zitat Zitat von kleiner.TIGER Beitrag anzeigen
    Dann erstmal gute Besserung für das Knie!
    Und erzähl dann bitte mal (unaufgefordert) in ein paar Wochen, ob und wie’s geholfen hat.
    Zitat Zitat von semiramis Beitrag anzeigen
    Hillie, bei allen schönen Erlebnissen, was spricht das Knie ?
    Verhält es sich wie immer oder spürst Du schon etwas ?

    Ich wünsche dir auf jeden Fall schnelle und gute Besserung.
    Bevor es demnächst hier neue Reiseberichte (Taiwan und Südkorea) gibt, will ich eine kurze Zwischebilanz zum Thema "Knie" geben.
    Also: es ist insgesamt besser geworden. Zwischendurch gab es einige sehr schmerzhafte und unbewegliche Tage, aber seit letzter Woche sind die Schmerzen zu 90% weg. Probleme macht nach wie vor Treppensteigen. Aber da gehe ich langsam und halte mich auf jeden Fall fest. Selbst aus einem tieferen Sessel oder vom Bett aufstehen geht ohne Probleme.
    In den nächsten 2 Wochen werde ich dann sehen, wie es bei längeren Touren und vor allem auch bei längerem Stehen sein wird. Ich berichte dann wieder (hoffentlich positiv).
    Neugierde ist der Kompass meines Lebens
    Geändert von Hillie (09.10.2019 um 09:46 Uhr)

  2. Avatar von kleiner.TIGER
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    AW: Hillies on tour

    Danke!
    Ich drück dann also mal die “Reise-Daumen“
    Ich liebe nur meine Tigerente
    ... und heiss und innig meinen Kater !!

  3. Avatar von pelzpfote
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    AW: Hillies on tour

    Gute Reise, Hillie! Kommt gesund wieder mit vielen schönen und interessanten Eindrücken.

    Bei uns geht’s ja demnächst los zur schönen Insel Sylt. Unsere Koffer sind schon dort.
    Die Art, wie dich jemand behandelt,
    sagt aus, was für ein Mensch er/sie ist,
    und nicht, was für ein Mensch du bist.

    Quelle unbekannt

  4. Avatar von Hillie
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    AW: Hillies on tour

    Auch euch wünsche ich erholsame Tage auf eurer Lieblingsinsel.
    Neugierde ist der Kompass meines Lebens

  5. Avatar von semiramis
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    AW: Hillies on tour

    @Pelzpfote

    Ich wünsche Frau und Herrn Pelzpfote auch eine gute Zeit auf der Insel. Ich beneide Euch.Gleich ob sooder so, am Wasser kann man nur verkehrt angezogen sein.
    Time is just memory
    Mixed with desire

    Tom Waits

  6. Avatar von semiramis
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    AW: Hillies on tour

    Zitat Zitat von Hillie Beitrag anzeigen
    Bevor es demnächst hier neue Reiseberichte (Taiwan und Südkorea) gibt, will ich eine kurze Zwischebilanz zum Thema "Knie" geben.
    Also: es ist insgesamt besser geworden. Zwischendurch gab es einige sehr schmerzhafte und unbewegliche Tage, aber seit letzter Woche sind die Schmerzen zu 90% weg. Probleme macht nach wie vor Treppensteigen. Aber da gehe ich langsam und halte mich auf jeden Fall fest. Selbst aus einem tieferen Sessel oder vom Bett aufstehen geht ohne Probleme.
    In den nächsten 2 Wochen werde ich dann sehen, wie es bei längeren Touren und vor allem auch bei längerem Stehen sein wird. Ich berichte dann wieder (hoffentlich positiv).
    Hillie, das ist doch schon mal ein Anfang......
    Time is just memory
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    Tom Waits

  7. Avatar von pelzpfote
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    AW: Hillies on tour

    Zitat Zitat von semiramis Beitrag anzeigen
    @Pelzpfote

    Ich wünsche Frau und Herrn Pelzpfote auch eine gute Zeit auf der Insel. Ich beneide Euch.Gleich ob sooder so, am Wasser kann man nur verkehrt angezogen sein.
    Danke! Wir haben Kleidung für jede Wetterlage dabei bzw. vorausgeschickt. Wir sind ja „kampferprobt“ und lieben die Insel gerade auch wegen des Klimas/Wetters. Südliche Sonne ist nichts für uns.
    Die Art, wie dich jemand behandelt,
    sagt aus, was für ein Mensch er/sie ist,
    und nicht, was für ein Mensch du bist.

    Quelle unbekannt

  8. Avatar von Hillie
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    AW: Hillies on tour

    Taiwan 1

    Ni hao!


    Die Fahrt nach Frankfurt mit der Bahn verlief ohne Verspätung. Der ICE war sehr voll, aber wir hatten reservierte Plätze in der ersten Klasse. Das Zimmer im „The Square“ im Hilton Garden Inn wartete schon auf uns und dann gingen wir zum Abendessen. Wenn Bayern „Paulaner“ lesen, glitzern die Äuglein und da es Oktoberfestbier gab, war die Entscheidung schnell gefällt. Und dann gab es noch eine Besonderheit: Flammkuchen Oktoberfest mit Pfifferlingen, Kartoffelstückchen, Spinat und Weißwurstscheiben. Sehr lecker.
    Am Samstagmorgen ließen wir das Frühstück im Hotel ausfallen, denn es war uns schlicht zu teuer. Wir liefen mit Gepäck zum Terminal 2 und konnten auch gleich einchecken. Dann genehmigten wir uns ein je belegtes Vollkornbrötchen und einen Latte Macchiato und überbrückten so die Zeit bis zum Borden. Die Boing war voll belegt (knapp 400 Passagiere, davon mindestens 98 % keine Europäer!) und erhob sich pünktlich in die Luft. Wir konnten nicht vorreservieren und so hatten wir jeder einen Fensterplatz hintereinander. Wir hatten uns für den langen Flug nach Taipeh (12 Stunden nonstop) Premium Economic Class genehmigt, was schon sehr angenehm war: wesentlich mehr Beinfreiheit, in sich abgeschlossene Sitze mit mehr Armfreiheit und eine größere Auswahl beim Essen.
    Irgendwie gingen die 12 Stunden herum, Musikhören, Lesen, ein bisschen Spielen auf dem Smartphone und bis es dunkel wurde zum Fenster hinausschauen. Die Karpaten hatten schon Schneehauben, über dem Schwarzen Meer und dem Kaspischen Meer gab es einige Turbulenzen und als wir Afghanistan überflogen, legte der Pilot doch etliche Kilometer an Höhe zu, die er auch über Nordindien und China beibehielt. So ganz wohl ist einem dabei allerdings nicht.
    Bedingt durch Rückenwind landeten wir fast 1 Stunden früher in Taipeh, aber die Einreise und die Koffer dauerten wie üblich. Unser Reiseleiter war im gleichen Flieger gewesen und Herr Bin, unser taiwanischer Begleiter erwartete uns schon. Wir fuhren mit einem reich dekorierten Bus zum Hotel, lieferten die Koffer ab (die Zimmer waren noch nicht fertig) und machten uns bei angenehmen 27 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit auf zum Longshan-Tempel, der verschiedenen buddhistischen Gottheiten geweiht ist. Da Sonntag war, kamen viele Gläubige dorthin und brachten Opfergaben in Form von Früchten oder sonstigen Lebensmitteln mit. Es geht dabei nicht um die Größe der Gaben, sondern um den Schenkungsakt als solchen. Manche kommen nach einiger Zeit auch und nehmen die Gaben wieder mit.
    Weiter ging es zum Regierungsgebäude mit einem beeindruckenden Platz der Freiheit und der Gedenkhalle für Chiang-Kai-shek, der allerdings sehr umstritten ist. Danach besuchten wir den Taipeh 101 Tower (508 m hoch), wo uns ein Aufzug in 39 Sekunden 89 Stockwerke hinaufbrachte. Von dort oben hatten wir eine gute (allerdings etwas diesige) Sicht auf die Hauptstadt Taiwans.
    Inzwischen war es 13 Uhr geworden und wir alle hatten Hunger. So gab es in einem traditionsreichen Lokal am Fuße des Turms, die erste Mahlzeit: Dim Sum. Das sind kleine Teigtaschen, die mit allerlei Köstlichkeiten gefüllt sind. Sie kommen in Bambuskörben auf den Tisch (immer so viele, wie hungrige „Mäuler“ am Tisch sitzen). Wohl gesättigt freuten wir uns nur noch auf unser Zimmer, um zu duschen, die Koffer umzupacken und ein bisschen zu schlafen.
    Dann waren wir fit und wir machten uns alleine auf den Weg, die nähere Umgebung des Hotels zu Fuß zu erkunden. Wir kamen an einem prächtigen, beleuchteten Tempel vorbei, den wir ohne viele Menschen fotografieren konnten und dann waren wir plötzlich auf dem Nachtmarkt. Da verwandelt sich am Abend eine Straße in eine Essmeile. Jeder Stand ist eine kleine Küche für sich. Vor dem Gasherd, auf dem die Speisen frisch vor den Augen des Gastes zubereitet werden, wird in einer Vitrine gezeigt, was es gibt. Egal ob Fisch, Fleisch, Tofu, Nudeln oder Reis, grünes Gemüse ist immer dabei. Man sucht sich aus, was man möchte und setzt sich dann an einen der kleinen Tische, die gleich neben der Garküche stehen. Wir beobachteten einige dieser Miniküchen und sahen, dass es wirklich hygienisch zugeht. So suchten wir uns frische Gambas aus und ließen sie uns im Wok zubereiten. Die Tochter der Köchin fragte noch, ob es ein bisschen scharf sein darf, wir bejahten und dann bekamen wir die leckersten Gambas (= Garnelen) unseres Lebens serviert. Perfekt gebraten in einer Soße aus Knoblauch, Chili und Frühlingszwiebeln. Das alles für umgerechnet 6 Euro. Da es dort nur Softdrinks gab, gingen wir noch in ein Pub und tranken zur Happy Hour (20-22 Uhr) ein Taiwan Bier. Dann waren wir aber bettreif.

    Dem Jetlag geschuldet ging es am Montag erst um 9 Uhr los. Das Frühstück war reichhaltig, amerikanisch, asiatisch und was man hier so unter europäisch versteht. Unser erster Stopp war das Palastmuseum, eines der wichtigen Museen Taiwans. Allerdings stammt kein Exponat dort aus Taiwan. Es ist alles Beutekunst aus China, speziell aus der Verbotenen Stadt in Peking. Die Kunstgegenstände gelangten nach langer Odyssee nach dem 2. Weltkrieg nach Taiwan und werden seit 1965 ausgestellt. Aus Angst vor den Japanern hatte man sie in Kisten verpackt und über Shanghai und Hongkong nach Taiwan geschafft. Unser Reiseleiter, der perfekt Chinesisch spricht, suchte sich drei Teilbereiche heraus: Bronze, Jade und Porzellan und wir sahen erstaunliche Kunstgegenstände, so filigran, dass man sich fragt, wie die Menschen das geschaffen haben konnten.
    Nach 2,5 Stunden Museum waren wir alle geschafft und froh, dass das Lokal für unser gemeinsames Mittagessen gleich um die Ecke lag.

    Das gab es:
    Suppe von kleingeschnittenen Meeresfrüchten mit Tofu
    Frittierter Pfannkuchen mit Shrimps und Tintenfisch
    Rübchenkuchen, in der Pfanne gebraten
    Dim Sum mit Gemüse, Shrimps und Schweinefleisch
    Gedünstetes Gemüse (= Wasserspinat)
    Gebratenen Reis mit Garnelen
    Mandelmilch mit Fruchtgelee
    Frisches Obst (Wassermelone, Ananas und Trauben)
    Dazu gab es Orlongtee, der immer wieder aufgegossen wurde.

    Die Speisen kamen einzeln nacheinander auf den Tisch und 2 Stunden dauert so ein Essen schon.

    Zum Glück konnten wir anschließend in den Bus steigen und fuhren in das vulkanische Gebiet im Norden von Taipeh, in den Yangmingschan Park, der uns mit einem schwefeligen Geruch begrüßte. Taiwan ist Erdbebengebiet und es gibt täglich (!) kleinste Erdbeben, die man meist gar nicht bemerkt. Im Park gibt es allerdings Fumarolen und blubbernde Schlammlöcher, so ein Yellowstone im Miniformat. Wer wollte, konnte eine kleine Wanderung unternehmen und dann ging es zurück ins Hotel und jeder konnte den Rest des Nachmittags und den Abend selbst gestalten.
    Wir werden wieder auf Erkundungstour gehen und wie ich uns kenne, früher oder später wieder auf dem Nachtmarkt landen.

    Davon dann beim nächsten Mal mehr.
    Hillie und Hilliemann
    Neugierde ist der Kompass meines Lebens

  9. Avatar von Hillie
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    AW: Hillies on tour

    Taiwan 2

    Der Montagabend verlief dann doch anders als geplant, denn es begann leicht zu regnen. Da ist Essen auf dem Nachtmarkt natürlich nichts. So landeten wir in „The Only Pot“, ein Lokal mit einem ganz besonderen Angebot: man entscheidet sich zunächst für einen Topf; wir wählten einen Sesamtopf und einen Sataytopf. Dann kam ein Kupferkessel (in der Größe eines mittleren Kochtopfs) und wurde auf die Gasflamme an unserem Tisch gestellt. Der Topf war voll gefüllt mit Brühe und verschiedenen Spezialitäten, die sich erst im Laufe des Kochens offenbarten. Die Flamme wurde angezündet und wir mussten 10 Minuten warten, dann konnten wir uns (mit einer Gabel bewaffnet) auf die Suche im Topf machen. Da fanden wir dann Weißkohlblätter ganz unten, Reisnudeln, verschiedene Klößchen, die sich als Fisch- und Fleischklößchen entpuppten, kleine, feine Pilze, Gambas, Fischstücke und Tofuwürfel. Dazu bekamen wir Reis und verschiedene Saucen, von mild bis sehr scharf. Zum Schluss aßen wir einen Teil der Brühe, die inzwischen einen sehr guten Geschmack angenommen hatte. Das Lokal war sehr gut besucht und wir hatten Glück, dass wir überhaupt einen Platz bekamen.

    Am Dienstag ging es nach einer Nacht mit viel Schlaf bereits um 8 Uhr los, denn wir hatten einmal 250 km (allerdings fast ausschließlich mehrspurige Autobahn) und verschiedene Besichtigungen vor uns. Als erster Programmpunkt stand der Besuch einer Teeplantage an. Inzwischen sind auch die Teeernte und die Verarbeitung voll mechanisiert und so kann die 2 ha große Plantage von vier Leuten bewirtschaftet werden. Interessant ist auch, dass die Grundlage für grünen und schwarzen Tee die gleichen Teesträucher sind. Sie werden nur unterschiedlich fermentiert (bzw. gar nicht) und unterschiedlich weiterverarbeitet. Selbstverständlich konnten wir auch verschiedene Teesorten probieren.
    Weiter ging es an Taichung vorbei nach Lukang. Auf der Fahrt erhielten wir eine kleine Einführung in die chinesische Sprache und wir beschlossen, es doch bei einigen Vokabeln zu belassen. Bald sahen wir das Meer, die Straße von Formosa und erreichten die alte Stadt Lukang. Da es inzwischen 13 Uhr geworden war und sich der Magen meldete, versuchten wir dieses Mal eine andere taiwanesische Spezialität: Austernomelette. Es gibt ein Sprichwort: Wer kein Austernomelette gegessen hat, war nicht in Taiwan gewesen. Die wichtigsten Zutaten des Austernomeletts sind frische Austern, Eier, Garnelen und Gemüse. Besonders ist, dass die Basis nicht nur aus Eiern, sondern zusätzlich aus einer Mischung von Wasser und Süßkartoffeln gemischt wird. Das Ganze wird frittiert und mit einer süßsauren Soße serviert. Es ist sehr locker und schmeckte ausgezeichnet gut.
    So gut gestärkt waren wir bereit für den Mazu-Tempel und einen 1,5 stündigen Rundgang durch die engen Straßen dieser faszinierenden Stadt, vorbei an alten Häusern, Handwerkerläden, Essständen, kleinen Restaurants, geschmackvollen Souvenirläden. Den Abschluss bildete das Haus eines hochangesehenen Beamten. Das alles war bei wunderschönstem Wetter (30 Grad und 75% Luftfeuchtigkeit). Kurz vor Ende unseres Rundgangs entdeckten wir ein Schild (zum Glück auch in Englisch): Avocadomilch. Das mussten wir probieren und die Gruppe musste etwas warten, nur noch eine Reiseteilnehmerin (eine Inderin) hatte die gleichen Gelüste. Die meisten sind eher etwas konservativ eingestellt. Eine ernährt sich nur von Chips und Keksen und Cola. Sehr gesund. Nun uns schmeckte der Drink.
    Eine Stunde Fahrt lag noch vor uns und dann waren wir in Taichung, in unserem Hotel. Die Rezeption war im 12. Stock, unser Zimmer mit einer faszinierenden Aussicht auf die Stadt im 18. Stock. Es hätte auch der 23. sein können.
    Da wir meinen Geburtstag noch kulinarisch nachfeiern wollten, gingen wir am Abend im Hotel ins japanische Restaurant und gönnten uns Essen vom Teppanyaki Grill. Das Essen war sein Geld wert gewesen.
    Der Mittwoch verlief geruhsam: Abfahrt um 9 Uhr, nach einer guten Stunde waren wir im Chung Tai Chan Tempel und eine buddhistische Nonne führte uns mit viel Empathie und Überzeugung eine Stunde durch die Anlage. Hinter diesen Gebäuden mit phänomenalen Ausstattungsstücken stehen viele Geldgeber und Spender. Weiter ging es zum geografischen Mittelpunkt Taiwans nach Puli. Dort machten wir auch Mittagspause und gestärkt mit einem Lauchomelette und einem Kaffee fuhren wir zu unserer nächsten Station, dem Sonne-Mond-See. Dort machten wir bei schwülem Wetter eine Bootsfahrt.
    Zum Sonne-Mond-See gibt es eine Geschichte: Bei einem starken Gewitter verschwand die Sonne. Das war aber für die Menschen nicht besonders schlimm, hatten sie doch noch den Mond. Aber in der Nacht verschwand auch dieser und die Menschen waren verzweifelt, brauchten sie doch Licht und Wärme. Ein junges Paar bot sich an, Sonne und Mond zu suchen und nach 7 Tagen und 7 Nächten, sahen sie Sonne und Mond in einem See, allerdings in den Krallen von zwei fürchterlichen Drachen. Verzweifelt liefen sie am Ufer entlang. Da kam eine alte Frau, die dazu bestimmt war, für die Drachen zu kochen. Sie warnte sie vor den beiden, hatte aber eine Idee. Gab es doch weit im Süden einen Berg, in dem ein goldenes Schwert und ein goldener Spiegel versteckt waren. Damit könnten sie die Drachen besiegen. Also machten sich die beiden wieder auf den Weg und nach weiteren 7 Tagen und Nächten kamen sie an den Berg und begannen sofort zu graben. Plötzlich glitzerte es und sie hatten Schwert und Spiegel gefunden. Sie eilten zum See und auf Anweisung der alten Frau warfen sie die beiden Gegenstände auf die Drachen, töteten diese und Sonne und Mond waren frei. Allerdings schwammen sie noch auf dem See. Die beiden jungen Menschen versuchten Sonne und Mond an ihren Platz am Himmel zu werfen, aber sie waren nicht kräftig genug. Wiederum kam ihnen die alte Frau zur Hilfe. Sie riet ihnen, die Augen der Drachen zu essen, um genügend Kraft zu bekommen. Das machten die beiden und mit aller Kraft warfen sie Sonne und Mond an ihren angestammten Platz am Himmel. Dieses Mal gelang es und seitdem ziehen Sonne und Mond wieder ihre Bahnen am Himmel.
    Mit kurzem Stopp am Win-Hu-Tempel fuhren wir zu unserem Hotel, das direkt am See liegt. Nach dem Einchecken machten wir einen Spaziergang in den Ort und aßen (nur wir zwei) dort zu Abend.
    Salat mit gebratenen Pilzen
    Kartoffel-Selleriesuppe mit Croutons und geräucherter Entenbrust
    In der Pfanne gebratener Fisch aus dem Sonne-Mond-See (eine Art Barsch) mit pfeffriger Soße, gedünsteter Gurke und Tomate
    Obst
    Espresso
    Das war ein leichtes, sehr schmackhaftes und wohl abgerundetes Abendessen.
    Diese Nacht werden wir das erste Mal mit offener Balkontüre (mit Fliegenschutz) schlafen können und die Wellen des Sees werden uns im Schlaf begleiten.
    Der Donnerstag wird ein Höhepunkt sein, fahren wir doch auf engsten Straßen durch die Insel an die Ostküste, bis auf über 3 000 m zur bekannten Taroko-Schlucht, die wir dann am Freitag mit mehreren Wanderungen erkunden werden.
    Davon dann mehr beim nächsten Mal.
    Viele Grüße
    Hillie und Hilliemann
    Neugierde ist der Kompass meines Lebens

  10. Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: Hillies on tour

    Die Kunstschätze im Palastmuseum als Beutekunst zu bezeichnen, ist etwas gewagt.
    Chian Kai Chek verlor den Machtkampf mit Mao und verließ mit seinen Leuten und einem Teil des chinesischen Kunstschatzes China. So siedelten sich viele auf Taiwan an.
    In Taiwan war und ist dies nicht unkompliziert.

    Ich hoffe, dass Ihr einen Löwentanz seht. Die Schlucht ist sehr schön.

    Weiterhin viel Spaß!
    Genieße deine Zeit.
    Denn du lebst nur jetzt & heute.
    Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher, als du denkst.
    Moderatorin in "Schule, Uni, Studium und Ausbildung" "Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?" und...Userin

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