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  1. Registriert seit
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    AW: Hillies on tour

    Zitat Zitat von Prada26 Beitrag anzeigen
    Hillie ihr macht ja eine tolle Reise.
    Wünsche euch weiterhin eine tolle erlebnisreiche Reise.
    Danke für Deine Berichte ,ich lese auch gern mit ,da mich die Gegend auch interessiert.
    Die Gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute ,welche die Welt nie angeschaut haben.

    Alexander v. Humboldt

  2. Avatar von Hillie
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    AW: Hillies on tour

    Kaukasus 5

    Hallo und ein letzter Bericht aus dem Kaukasus!

    Auf unserem Spaziergang an der Uferpromenade erlebten wir an diesem Abend ein Schauspiel ganz besonderer Art. Wahrzeichen der Stadt Baku sind ja drei große halbrunde Türme (Hotel und Büros), die in der Sonne glänzen. Bei Dunkelheit verwandeln sie sich in „Flammende Türme“. Sie erstrahlen zum Beispiel in den Nationalfarben Aserbaidschans, zeigen Menschenfiguren, die die Flagge schwenken oder erwecken den Eindruck, als würden sie lodern. Das ganze Spektakel spiegelt sich im Kaspischen Meer wider.

    Ja, und dann war der letzte Tag in Aserbaidschan da. Wir fuhren am Morgen des Mittwoch zunächst in den Nationalpark Gobustan, in eine unwirtliche Felsenlandschaft, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Der Grund? Hier sind über 6000 Felsgravuren entdeckt worden, die teilweise auf ein Alter von 40 000 Jahren geschätzt werden. Wir konnten nur wenige von einem gut ausgebauten Weg aus betrachten, die anderen befinden sich in Gegenden, die für „normale“ Menschen unzugänglich sind. Auf dem Rückweg sahen wir die vielen Anlagen der Öl- und Gasförderfirmen, sowohl auf den Hügeln, als auch im Meer.
    Wir statteten noch der Bibi-Heybat-Moschee einen Besuch ab. Sie stammt ursprünglich aus dem 13. Jh., wurde aber 1934 als erste religiöse Stätte in Baku unter Stalin im Zuge des militanten Atheismus zerstört. In den 1990er Jahren wurde wieder aufgebaut und zählt somit zu den „wiedergeborenen Gotteshäusern“ in den postsowjetischen Ländern.
    Abschließend fuhren wir zum Feuertempel Ateschgah, in dem hinduistische Rituale stattfanden. In der wörtlichen Übersetzung bedeutet Ateschgah „Hort des Feuers“. Das Feuer wurde durch natürlich austretendes Erdgas gespeist. Heute ist er nur noch ein Museum.
    In der Nähe liegt eine alte Karawanserei, in der wir zu Mittag aßen. Den Nachmittag verbrachte jeder nach seinen Wünschen, allerdings waren die meisten durch die Hitze und den heißen Wüstenwind erschöpft. Vor dem Abendessen packten wir schon und ließen uns ein letztes Mal die aserbaidschanische Küche schmecken: Neben den obligatorischen Salaten gab es ein leckeres Auberginenpüree und Schafskäse, dann folgte eine Gemüsesuppe und das übliche gemischte Fleisch (Huhn, Lamm, Rind). Der Nachtisch war Tee und als Besonderheit Erdbeermarmelade, die man zusammen mit dem Tee isst. Na, so ganz entsprach das nicht unserem Geschmack und wir überredeten unsere Reiseleiterin zu einer Runde Baklava.
    Zurück im Hotel wurde sofort geschlafen, denn um 1 Uhr läutete der Wecker, wir duschten und im 2 Uhr fuhren wir zum Flughafen, der nur ca. 20 Minuten entfernt lag. Einchecken und mehrere Sicherheitskontrollen verliefen problemlos. Allerdings dauerte die Passkontrolle unendlich, denn es waren nur 2 Schalter geöffnet. So konnten wir gleich an Bord gehen und pünktlich startete der Airbus der Lufthansa. Etwa 1 ½ Stunden vor der Landung kam die Durchsage des Piloten mit der Bitte nach einem Arzt, da es einer Passagierin schlecht ging. In unserer Gruppe waren zwei Ärzte, die Erste Hilfe leisteten. Es war eine Dame, die schon mehrere Herzinfarkte hatte, bewusstlos war und einen epileptischen Anfall hatte. Irgendwie schafften sie es, sie zu stabilisieren, der Pilot legte an Geschwindigkeit zu und wir landeten 40 Minuten vor der Zeit in Frankfurt. Notarzt und Sanitäter kamen an Bord und nachdem die Kranke von Bord war, durften auch wir aussteigen. Vorteil: die Koffer waren schon da, als wir am Band standen. Und eine Stunde später waren wir wieder zu Hause.


    Fazit dieser 12 Tage: drei unterschiedliche Länder mit unterschiedlicher Kultur und unterschiedlicher Mentalität. Wir haben uns sehr wohl und immer sehr sicher gefühlt. Die jüngere Generation spricht sehr gut Englisch und ist in ihrem Wesen und ihrer Kleidung durchaus mit europäischen Jugendlichen zu vergleichen ist. Die ältere Generation lebt vor allem auf dem Land noch sehr traditionell, wobei uns Armenien am ärmsten und Aserbaidschan am fortschrittlichsten erschien.

    Wenn die Bilder fertig sind, melden wir uns wieder.
    Viele Grüße
    Hillie und Hilliemann
    Niemand ist mit einem Etikett um den Hals auf die Welt gekommen, auf dem steht "Mensch erster Qualität" oder "Mensch zweiter Qualität". Die Etiketten haben wir Menschen erfunden.
    Anita Lasker-Wallfisch (geb. 1925), eine der letzten bekannten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz



  3. Avatar von kleiner.TIGER
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    AW: Hillies on tour

    Danke
    Ich liebe nur meine Tigerente
    ... und heiss und innig meinen Kater !!

  4. Avatar von Mendo
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    AW: Hillies on tour

    Lieben Dank Hillie. Gut, daß Du wieder wohlbehalten zu Hause bist. Ich freue mich auf die Bilder
    Too blessed to be stressed

  5. Avatar von pelzpfote
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    AW: Hillies on tour

    Prima, dass ihr wieder gut gelandet seid und eine interessante Zeit hattet.
    Die Art, wie dich jemand behandelt,
    sagt aus, was für ein Mensch er/sie ist,
    und nicht, was für ein Mensch du bist.

    Quelle unbekannt

  6. Avatar von Hillie
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    AW: Hillies on tour

    So, es ist geschafft! Die Bilder unserer letzten Tour sind online.
    Niemand ist mit einem Etikett um den Hals auf die Welt gekommen, auf dem steht "Mensch erster Qualität" oder "Mensch zweiter Qualität". Die Etiketten haben wir Menschen erfunden.
    Anita Lasker-Wallfisch (geb. 1925), eine der letzten bekannten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz



  7. Avatar von Mendo
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    AW: Hillies on tour

    Vielen Dank Hillie für die Mühe und das Teilen.

    Ich komm ja doch nicht hin,

    Mein Respekt, daß Du bei all den Köstlichkeiten nicht zugenommen hast.

    Ich schaue heute Abend nochmal in Ruhe.
    Too blessed to be stressed

  8. Avatar von Hillie
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    AW: Hillies on tour

    Zitat Zitat von Mendo Beitrag anzeigen
    Mein Respekt, daß Du bei all den Köstlichkeiten nicht zugenommen hast.
    Bis auf zweimal habe ich immer einen großen Bogen um die Süßigkeiten gemacht und das Frühstück war sehr spartanisch (was aber nicht am Angebot lag).
    Niemand ist mit einem Etikett um den Hals auf die Welt gekommen, auf dem steht "Mensch erster Qualität" oder "Mensch zweiter Qualität". Die Etiketten haben wir Menschen erfunden.
    Anita Lasker-Wallfisch (geb. 1925), eine der letzten bekannten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz



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