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  1. Registriert seit
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    AW: Hillies on tour

    Oh wie schon ,Hillie!
    Ich war dort letztes Jahr und ich beneide Dich gerade sehr.Noch eine gute Zeit in Georgien !
    Die Gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute ,welche die Welt nie angeschaut haben.

    Alexander v. Humboldt

  2. Avatar von Mendo
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    AW: Hillies on tour

    Zitat Zitat von martaback Beitrag anzeigen
    Oh wie schon ,Hillie!
    Ich war dort letztes Jahr und ich beneide Dich gerade sehr.Noch eine gute Zeit in Georgien !
    Hallo Marta, warst Du dort als Individualreisende oder auch in einer Gruppe? Ich finde diese Gruppenreisen tw. anstrengend, bin aber nicht sicher, ob man dort alleine reisen sollte, wenn man die Sprache nicht beherrscht.
    Too blessed to be stressed

  3. Avatar von Hillie
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    AW: Hillies on tour

    Sicherlich sind Gruppenreisen anstrengend. Aber kleine Gruppen sind ok. Wir möchten Reisen in solche Länder nicht alleine unternehmen. Der Fahrer muss sich auf die Straße konzentrieren, der Beifahrer auf die Landstraße und die Verkehrsschilder, die fernab der Hauptstraßen nicht in lateinischen Buchstaben geschrieben sind.
    Niemand ist mit einem Etikett um den Hals auf die Welt gekommen, auf dem steht "Mensch erster Qualität" oder "Mensch zweiter Qualität". Die Etiketten haben wir Menschen erfunden.
    Anita Lasker-Wallfisch (geb. 1925), eine der letzten bekannten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz



  4. Avatar von Judy666
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    AW: Hillies on tour

    Hillie, ich hatte bei deiner Beschreibung sofort wieder den Geschmack von Maulbeeren auf der Zunge

    Wir waren damals auch mit einer Gruppe in Armenien und gerade für den ersten Besuch in so einem Land ist das schon sinnvoll. Mit englisch kommt man in Armenien nicht sehr weit und russisch konnten wir nicht. Und vor allem die Buchstaben sind schon sehr weit weg von unseren (allerdings sehr hübsch).
    Kein Mensch kann in der Wüste leben und davon unberührt bleiben.
    Er wird fortan, wenn auch vielleicht kaum merklich, den Stempel der Wüste tragen.
    (Wilfried Thesiger)

  5. Avatar von Hillie
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    AW: Hillies on tour

    Die georgische Schrift ist ähnlich schön!
    Niemand ist mit einem Etikett um den Hals auf die Welt gekommen, auf dem steht "Mensch erster Qualität" oder "Mensch zweiter Qualität". Die Etiketten haben wir Menschen erfunden.
    Anita Lasker-Wallfisch (geb. 1925), eine der letzten bekannten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz



  6. Avatar von Hillie
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    AW: Hillies on tour

    Kaukasus 3

    Die Fahrt hinauf zur Dreifaltigkeitskirche führte in engen Serpentinen auf eine Höhe von über 2000 m. Die kleine Kirche dort oben diente in Kriegszeiten als Schutzkammer für wunderschöne Ikonen, denn dort oben vermutete man sie nicht. Einige sind auch jetzt noch zu sehen und werden als wundertätig verehrt. Die Georgier sind sehr gläubige Menschen und so brennen in ihren Kirchen vor jeder Ikone unzählige Kerzen. Der Panoramablick war schon überwältigend und wir konnten uns gar nicht genug satt sehen. Aber der nächste Programmpunkt wartete schon: Zubereiten der typischen georgischen Teigtaschen, der Chinkali. In Form und Konsistenz entsprechen sie den chinesischen Dim Sum oder den Momos aus dem Bhutan. Bis diese dann gegart waren, gab es natürlich schon was zu Mittag: die obligatorischen Tomaten und Gurken, rote Beete in einer roten Mirabellensoße, Kraut- und Möhrensalat und die Hefeteigfladen, die mit Kartoffelpüree und Käse gefüllt und heiß serviert werden (sehr kalorienlastig). So waren wir eigentlich schon satt, aber bevor die Chinkali auf den Tisch kamen, gab es noch mit Tomaten geschmortes Hühnchenfleisch und Reis. Anstandshalber aßen wir jeder dann eine Teigtasche und den Kuchen zum Espresso verweigerten wir auch.
    Dann ging es wieder in den Bus und auf der nun folgenden 3 ½ stündigen Fahrt nach Süden hielten viele ein Verdauungsschläfchen. Kurz vor Tiflis bogen wir westwärts nach Gori ab, um das Geburtshaus Stalins und den geschichtsträchtigen Eisenbahnwaggon zu sehen. Ziemlich kaputt (es hatte zwar nur 33 Grad, gefühlt waren es wegen der hohen Luftfeuchtigkeit aber über 40 Grad) kamen wir in Tbilisi an und bezogen das Hotel, das wir ja schon kannten. Dann galt es nur noch Beine hochlegen.
    Am Samstag fuhren wir zunächst mit dem Bus in die Altstadt von Tbilisi und besuchten die wichtigste Kirche, die Sioni Kathedrale. An diesem Vormittag war der Patriarch zugegen. Er ist der einzige, der schon zu Lebzeiten als Heiliger gilt. So standen, als er mit seinem großen Mercedes aus dem Kirchenbereich hinausgefahren wurde, alle Gläubigen Spalier und wurden von ihm gesegnet. Wir reihten uns ebenfalls in die Menge ein. Anschließend wurde das ebenfalls gesegnete Blätterteiggebäck verteilt und auch wir kamen in den Genuss. Während die Gruppe zum gemeinsamen Mittagessen ging, seilten wir uns ab. Zweimal opulentes Essen an einem Tag ist uns einfach zu viel. So gönnten wir uns einen frisch gepressten Granatapfelsaft und aßen anschließend zwei kleine Leckereien: gegrillte, gerollte Auberginenscheiben mit Walnussmus gefüllt und mit Schafskäse überbackene Champignons. Dazu gab es eine leckere selbst gemachte Limonade (= Granatapfelsirup, frische Orangenscheiben, viel frische Minze und mit Mineralwasser aufgegossen). Wir trafen dann die Gruppe wieder, schlenderten ein bisschen durch die sehr schön gestaltete Altstadt und besuchten zum Schluss noch den Goldschatz im Nationalmuseum. Dann ging es zurück zum Hotel, es wurde geduscht und sich umgezogen, bevor es zum gemeinsamen Abendessen ging, dem letzten in Georgien. So werden wir uns eine Flasche georgischen Wein dazu gönnen. Morgen fahren wir dann über die Grenze nach Aserbeidschan. Mal sehen, was uns da erwartet. Herzliche Grüße Hillie und Hilliemann
    Niemand ist mit einem Etikett um den Hals auf die Welt gekommen, auf dem steht "Mensch erster Qualität" oder "Mensch zweiter Qualität". Die Etiketten haben wir Menschen erfunden.
    Anita Lasker-Wallfisch (geb. 1925), eine der letzten bekannten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz




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    AW: Hillies on tour

    Zitat Zitat von Mendo Beitrag anzeigen
    Hallo Marta, warst Du dort als Individualreisende oder auch in einer Gruppe? Ich finde diese Gruppenreisen tw. anstrengend, bin aber nicht sicher, ob man dort alleine reisen sollte, wenn man die Sprache nicht beherrscht.
    Ich war schon 2 x allein in Georgien. Kein Problem,aber ich reise auch woanders hin ,wenn ich die Sprache nicht beherrsche ,das geht schon. Zur Zeit ist eine alte Freundin von mir dort auf Individualtrip und wir skypen jeden Morgen.Von Tiflis aus kann man jeden erdenklichen Ausflug buchen ,so dass man bei Bedarf in wirklich kleiner Gruppe unterwegs ist.
    Ich liebe Georgien ,die Menschen sind soo freundlich und mir gefällt da wirklich alles ziemlich gut, vielleicht nicht im Winter.

    Ich erwarte mit Spannung Deinen Bericht aus Aserbeidschan!liebe Hillie.
    Die Gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute ,welche die Welt nie angeschaut haben.

    Alexander v. Humboldt
    Geändert von martaback (17.06.2019 um 16:33 Uhr)

  8. Avatar von Hillie
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    AW: Hillies on tour

    Kaukasus 4 Hallo! Wir waren der Meinung, dass der Samstag der anstrengendste Tag gewesen war. Konnten wir doch nicht mit dem Bus zum Museum fahren, da wegen einer Demo die Straßen gesperrt waren. So mussten wir über die Friedensbrücke hinauf und wieder hinunter und dann noch ziemlich steil hinauf zum Museum laufen. Zum Glück konnte uns der Bus dann dort später abholen. Der Sonntag mit dem Grenzübertritt nach Aserbaidschan brachte allerdings auch die Jüngeren unter uns an den Rand der Erschöpfung, Wir liefen mit unserem Gepäck durch die georgische Passkontrolle und dann weiter (ca. 1 km in sengender Hitze auf Asphalt) bis wir nach Aserbaidschan kamen. Dort erwarteten uns dann nach der Kontrolle der neue Bus und Nəseb unser neuer Reiseleiter. Er ist ein Hans Dampf in allen Gassen, der es mit den Zeitangaben (auch mit den Höhenmetern) nicht so genau nimmt. In unserem Hotel in Sheki legten wir nur noch die Beine hoch. In Aserbaidschan legt man übrigens großen Wert darauf, ein muslimisches Land, aber kein islamistisches zu sein. Am Montag ging es morgens zunächst auf den Bazar, der schon sehr orientalisch wirkte, vor allem auch durch die vielen verschleierten Frauen. Dann besichtigten wir den Khanpalast mit orientalischen Fresken und Glasfenstern und konnten in einer Werkstatt zusehen, wie die kunstvollen Glaseinlegearbeiten auch heute noch mit der Hand gefertigt werden. In Shemakha machten dir dann Mittagspause (wir aßen die beste Linsensuppe unseres Lebens) bevor wir alte Mausoleen besichtigten und anschließend der großen neuen Moschee einen Besuch abstatteten. Dann ging es noch gut zwei Stunden auf einer gut ausgebauten Autobahn bis nach Baku, der Hauptstadt direkt am Kaspischen Meer. Wir bezogen unser sehr modernes Zimmer und fuhren dann abends gemeinsam zum Essen. Da aßen wir zum ersten Mal in einer Nudelsuppe getrocknete Berberitzen. Sie gaben dem Gericht eine leicht säuerliche Note. Aserbaidschan ist ein sehr moderner Staat, der vor allem von den reichen Erdöl- und Gasvorkommen profitiert. Im Osten des Landes ist sehr viel Landwirtschaft, vor allem Getreide, das jetzt bereits geerntet wird, aber auch Granatapfel und Oliven wachsen hier. Kühe, Wasserbüffel und Schafherden sind immer wieder auch auf den Straßen zu sehen. Baku hat beeindruckende Hochhäuser, die durchaus z.B. mit Frankfurt konkurrieren können. Der Staat hat aber auch eine leidvolle jüngere Geschichte. Es kam immer wieder zu Auseinandersetzungen mit Armenien, bei denen es auch um die Region Berg-Karabach ging, die beide für sich beanspruchen. Die UdSSR verlegte im Januar 1990 Truppen nach Baku und bei der Intervention am 20. Januar kamen 195 Zivilisten ums Leben. Ihrer gedenkt man in einem großen Ehrenhain hoch über Baku mit der ewigen Flamme. Dort oben begannen wir am Dienstag unsere Stadterkundung mit einem schönen Blick auf die Stadt. Dann ging es weiter zur Festung und zum Mädchen- oder auch Jungfrauenturm, der mitten in der Altstadt liegt. Es folgte ein Besuch im modernen Teppichmuseum mit unwahrscheinlich schönen und teilweise auch sehr alten Teppichen. Dann war Mittagspause angesagt und es gab als Hauptgericht Pilaw, eine Spezialität aus Reis, getrockneten Früchten, Maronen und Lamm- und Rindfleisch. Das Ganze war in Brotteig wie eine große Torte gebacken und schmeckte uns sehr gut. Der Bus brachte uns zurück ins Hotel und wir ruhten uns ein bisschen aus. Jetzt werden wir die Promenade am Kaspischen Meer entlangschlendern und uns vielleicht ein Eis gönnen. Den heutigen Abend haben wir frei. Viele Grüße Hillie und Hilliemann
    Niemand ist mit einem Etikett um den Hals auf die Welt gekommen, auf dem steht "Mensch erster Qualität" oder "Mensch zweiter Qualität". Die Etiketten haben wir Menschen erfunden.
    Anita Lasker-Wallfisch (geb. 1925), eine der letzten bekannten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz



  9. Avatar von semiramis
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    AW: Hillies on tour

    Danke Hillie, ich reise durch deine Berichte immer ein wenig mit ...........Sereschk= Berberitzen gab es bei uns heute im Salat.

    Grüße zurück
    Time is just memory
    Mixed with desire

    Tom Waits

  10. Avatar von Prada26
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    AW: Hillies on tour

    Hillie ihr macht ja eine tolle Reise.
    Ich habe mich bisher noch nie mit diesen Reisezielen befasst. Aber nachdem ich deine schönen Reiseberichte lese bekomme ich Lust darauf es selbst mal kennen zulernen.

    Wünsche euch weiterhin eine tolle erlebnisreiche Reise.

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