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  1. Registriert seit
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    Peru im November - Tips?

    Nachdem ich die letzten Jahre ja in Asien unterwegs war, zieht es uns dieses Jahr nach Peru ins Land der Lamas.

    Wir haben drei Wochen Zeit und uns die Strecke Lima-Paracas-Ica-Nasca Linien-Colca Canyon-Arequipa,, Puno, Cusco (mit Machu Picchu) und dann Amazonas (Puerto Moldana) ausgedacht.

    Ein bisserl Sorgen mache ich mir wegen der Höhenkrankheit. Ist das zu viel Programm?

  2. Avatar von Lorelei
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    AW: Peru im November - Tips?

    Das ist in 3 Wochen zu schaffen, wenn ihr Amazonas auslasst, und einige Inlandsflüge habt.

    Von der Höhe kommt Ihr damit bis auf 3500 m, das ist ok, fand ich nicht weiter schlimm. Belastend wird es bei 4000 m, bzw. 4500 m, also Titicacasee, aber da wollt Ihr ja wohl nicht hin. Wobei - das Colca-Tal ist auch so hoch. Ich fand es wie gesagt, nicht schlimm, aber das ist typenabhängig.

    Guckt noch mal nach den Reisezeiten …. Ich glaube, die Anden gehen im Winter nicht so gut. Wir waren im Mai da.
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  3. Registriert seit
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    AW: Peru im November - Tips?

    @Lorelei

    danke für deine Antwort. Ja, Mai ist die bessere Reisezeit. Ich verreise aber immer im November und hab dafür ein Reiseziel gesucht. Jetzt hoffe ich nur, dass wir nicht zu viel Regen haben. Aber mei, dafür ist es vielleicht nicht zu voll.

    Wir haben jetzt doch den Amazonas dazu gebucht. Wenn man schon mal da ist ....

  4. Avatar von Lorelei
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    AW: Peru im November - Tips?

    Ich verreise im üblichen auch im Winter, aber Peru ist dafür kein gutes Reiseziel. Vor ein paar Jahren sind Reisende länger in Machu Picchu (bzw. Aquas Calientes) hängen geblieben, wegen der Regenmassen kam man nicht weg. Das war im Dezember. Nach dort kommt man nur mit dem Zug.
    Nach Machu Picchu selbst fahren Busse einen steilen Berg hoch, ich weiß nicht, ob das bei Starkregen geht.

    Überhaupt ist Peru so groß, dass die verschiedenen Zonen wettermäßig nur schwer kompatibel sind. Aber dass das Wetter im Hochland gut ist, sollte schon sein. Auch im Mai kann es sofort null Grad sein, wenn die Sonne weg ist. Als beste Reisezeit gilt Mai - September. Temperaturmäßig ist es in Cusco wohl auch im November ähnlich, aber mit Regen.

    In Cusco gibt es, etwas abseits der Touristenwege, eine ganz große Markthalle, mit normalen Sachen, aber auch Kunsthandwerk.

    Wir hatten von 38 Grad im Norden, Äquatornähe, bis eben 0 Grad in den Anden alles dabei, und das in 3 Wochen.
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    Geändert von Lorelei (17.07.2018 um 14:51 Uhr)

  5. Avatar von TheKat
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    AW: Peru im November - Tips?

    Falls noch von Interesse. Ich war mehrere Monate in Peru, auch im November. In der Region Cusco wird es ab und zu regnen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass sich Regen mit sonnenreichen Tagen abwechselt, ist sehr hoch. Auch der Regen selbst ist noch nicht so stark, wie bspw. im Februar.

    Grundsätzlich finde ich das Programm straff, sind aber alle Klassiker in Südperu drin.

    -Lima: Wenn ihr nicht gerade große Städte-Fans seid, würde ich mich hier zeitlich beschränken. Mir hat Lima ganz gut gefallen, aber rein aus touristischen Gründen ist Lima nicht so der Knaller.
    - Ica: Mehr als ein, maximal zwei Tage mit An- und Abreise sind hier nicht notwendig, um die Oase zu sehen, mit den Buggys zu fahren und die Dünen rauf und runter zu surfen. Die Oase ist super klein, Ica selbst nicht sehenswert.
    - Paracas: Hat zwar neben dem klassischen Ausflug raus zu den Vogelinseln zwar auch noch einen sehr schönen Nationalpark zu bieten, aber auch hier würde nicht zu lange verweilen.
    - Nasca: Auch in Nasca kann man mehr machen als sich nur die Linien anzuschauen, denn es gibt noch mehr zu der Kultur der Nasas zu lernen und zu sehen. Stellt euch darauf ein, dass euch schlecht wird, wenn ihr über die Linien fliegt ;)

    --> Diese Route könnt ihr einfach abarbeiten. Spätestens wenn ihr in die Höhengebiete rund um Arequpia, Cusco und Puno kommt, denkt bitte daran, dass einen Akklimatisation an die Höhe notwendig ist. Plant also mehr Zeit ein. Es gibt Leute, die wenig Probleme mit der Höhe haben. Diese sind grundsätzlich eher in der Ausnahme. Die meisten merken etwas und sei es nur, dass sie Kopfschmerzen haben. Die Höhenkrankheit ist übrigens lebensgefährlich und nicht das, was damit gemeint ist, wenn man an Kurzatmigkeit, Müdigkeit und Kopfschmerzen leidet.

    - Cusco: Tolle Stadt, ich habe sie geliebt, als ich dort gelebt habe. Wie gesagt, im November ist das Wetter u.U. wechselhaft, aber in der Regel noch einigermaßen stabil. Nach Machu Picchu bzw zum Ort Aguas Calientes muss man nicht zwingend den Zug nehmen. Man kann sich auch mit dem Auto fahren lassen, den Bus nehmen oder wandern. Im November ist MP nicht mehr so überlaufen (trotzdem voll, da mittlerweile extrem beliebt). Informiert euch aber rechtzeitig, ob frühzeitiges Buchen der Eintrittstickets notwendig ist. Wollt ihr einen der Berge besteigen (Machu Picchu oder Wayna Picchu), müsst ihr dafür ein Extra-Ticket kaufen. Die Anzahl ist stark limitiert. Rauf von Aguas Calientes kommt ihr mit dem Bus oder zu Fuß (1600 Stufen...).
    Arequipa: Eine sehr schöne Stadt, auch der Colca Canyon ist sehenswert. Für die Wanderung kann man 2 Tage einplanen, 1 Tag für die Stadt ist ggf ausreichend, wenn ihr nicht mehr vom Umland sehen wollt.
    Puno/Titicaca-See: Puno selbst ist keine schöne Stadt (auch wenn ich persönlich sowas trotzdem interessant finde) und bietet auch wirklich keine großartig anderen Attraktionen als den See. Man kann eine Tagestour zu den schwimmenden Inseln und zu einer nahe gelegenen Insel machen oder über mehrere Tage eine Tour buchen, wo Übernachtungen bei Einheimischen, die ohne Strom und ohne alles leben, buchen und dabei auch etwas weiter entfernte Inseln besuchen.

    Meinst du Puerto Maldonado? Dazu kann ich nicht so viel sagen, aber der Dschungel ist definitiv eine Reise wert (ich war woanders).

    Und hier noch mal ein paar grundlegende Tipps:
    - Viel Sonnencreme einpacken. Die Höhensonne ist gefährlich und wird extrem unterschätzt. Sonnencreme ist in Peru sehr teuer. LF 50+
    - In den Höhen viel trinken, kein Alkohol am Anfang, es langsam angehen lassen.
    - Lasst euch nicht übers Ohr hauen. Handeln ist erlaubt.
    - Lernt den Unterschied zwischen Lamas und Alpakas ;)
    - Denkt bitte nicht, dass Pullover aus Babyalpaka für supergünstig auf der Straße verkauft wird. Es handelt sich hier NICHT um Babyalpaka
    - Vergesst die warmen Klamotten für die Höhenlage nicht. In der Nacht und im Schatten ist es kalt. Die Räume werden in der Regel nicht geheizt. Oder kauft euch günstige Pullis ;)
    - Im Dschungel hilft gutes Mückenspray. Ggf. Impfungen auffrischen.

    Falls noch Fragen sind, ich helfe gerne.
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  6. Avatar von Lorelei
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    AW: Peru im November - Tips?

    Zitat Zitat von TheKat Beitrag anzeigen
    - Denkt bitte nicht, dass Pullover aus Babyalpaka für supergünstig auf der Straße verkauft wird. Es handelt sich hier NICHT um Babyalpaka
    Richtig. Für meine Baby-Alpakajacke habe ich in Arequipa (im Laden) 100 € bezahlt. Das ist aber auch Babyalpaka, und fühlt sich auch so an.

    - Vergesst die warmen Klamotten für die Höhenlage nicht. In der Nacht und im Schatten ist es kalt. Die Räume werden in der Regel nicht geheizt.
    Das kommt natürlich auf das Hotel an. In den Backpackerunterkünften dürfte man sich ziemlich den Popo abfrieren, wenn man sich nicht warm anzieht. Wir hatten aber durchgängig sehr gute Hotels, und da gab es auch eine vernünftige Heizung.

    Außer auf der Insel im Titicacasee, bei Einheimischen. Da gab es aber eine dicke Alpakawolldecke.
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  7. Avatar von TheKat
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    AW: Peru im November - Tips?

    Zitat Zitat von Lorelei Beitrag anzeigen
    Richtig. Für meine Baby-Alpakajacke habe ich in Arequipa (im Laden) 100 € bezahlt. Das ist aber auch Babyalpaka, und fühlt sich auch so an.



    Das kommt natürlich auf das Hotel an. In den Backpackerunterkünften dürfte man sich ziemlich den Popo abfrieren, wenn man sich nicht warm anzieht. Wir hatten aber durchgängig sehr gute Hotels, und da gab es auch eine vernünftige Heizung.

    Außer auf der Insel im Titicacasee, bei Einheimischen. Da gab es aber eine dicke Alpakawolldecke.
    Ich habe mir auch Sachen aus Babyalpaka gekauft, den Unterschied fühlt man deutlich, nicht nur im Portemonnaie ;)

    Es stimmt natürlich, dass es auf die Unterkunft ankommt, was die Heizung angeht. Aber es gibt ja auch noch andere Räume, in denen man sich aufhält. Und ich zumindest fand auch den Unterschied zu Sonne und Schatten immer ziemlich krass und war froh, wenn ich immer was Warmes zum Anziehen dabei hatte. Aber zur Not tut es auch ein günstiger Pulli vom Markt. Dann weiß auch am Ende wirklich jeder, dass man Tourist ist ;)
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