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  1. Inaktiver User

    Libyen oder Syrien

    War jemand in der letzten Zeit in Libyen oder Syrien?

    Ich kann mir vorstellen Libyen ist weniger touristisch erschlossen als Syrien.

    lg
    clarag

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    AW: Libyen oder Syrien

    sowohl als auch. was genau möchtest Du denn wissen?
    wie mein nick nahelegt, bin ich begeisterte reisende in arabischen/islamischen ländern.
    allerdings mit einem ebenso begeisterten mann an der seite.
    in beiden ländern gibt es mehr oder weniger touristische ziele. es kommt darauf an,
    welchen persönlichen interessen-schwerpunkt du hast...
    Geändert von proche-orient (04.07.2009 um 20:50 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Libyen oder Syrien

    Oh, liebe Proche-Orient,

    habe gerade erst gesehen, Du hast geantwortet.
    Nun mal in aller Kürze:
    In Syrien würden wir gerne auch alte christliche bzw Kreuzritter Gebiete ansehen, wie die berühmte Festung Crak de Chevalier (ich hoffe, ich habe es jetzt aus dem Gedächtnis richtig geschrieben).
    In Libyen interessieren uns vor allem die römischen "Hinterlassenschaften".

    Nach Libyen kommt man wohl nur mit einer Reisegesellschaft. Wir würden aber auch für Syrien (für unseren ersten Besuch) eine "geführte" Tour bevorzugen. Da wir uns eben auch für christliche Sätten interessieren, hatten wir uns schon mal Reisen über das Bayerische Pilgerbüro angesehen.

    Wir waren bisher in Ägypten und Jordanien; und in mehr arabische Länder sind wir mit unserem israelischem Visum auch noch nicht gekommen. Jetzt haben wir uns einen neuen Paß beantragt und los geht es.

    Meine Frage zielte darauf ab: Ist es besser, allein oder mit einer Tour? Auf was sollte man sich einstellen? Wie ist die sprachliche Verständigung (mein rudimentäres Arabisch ist im Laufe der Zeit so gut wie nicht mehr vorhanden). Ich kann mir vorstellen, in Libyen sprechen nur wenige englisch oder französisch.

    So, das soll es für das erste gewesen sein.

    Ich freue mich auf einen Austausch.

    lg
    clara

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    AW: Libyen oder Syrien

    liebe claraq,

    viele fragen auf einmmal... ich versuch mal, strukturiert zu antworten.
    eiene geführte tour hat natürlich den vorteil, dass man auch ohne arabisch-kentnisse
    und mit verhältnismäßig wenig aufwand reiisen kann. in syrien bedeutet das in der realität jedoch,
    dass du vermutlich "nur" die sehr bekannten (und somit sehr touristischen) orte sehen wirst,
    i.e. damaskus, krak de chevalier, palmyra, orontes-tal...
    ich meine aber, dass diese ziele trotz ihres "touristischen" charakters in jedem fall eine reise nach syrien recht-
    fertigen. sie sind einfach sehr sehr schön und atmen geschichte...

    in libyen sind die römischen und punischen relikte sehr viel weniger besucht.
    orte wie leptis magna o. sabrata kann man stundenlang allein durchstreifen.
    hier stellt sich die frage einer geführten tour nicht, da man ohnehin
    einen führer benötigt, und ab einer gruppengrösse von vier personen auch einen polizisten.
    genaueres am besten über die libysche botschaft bzw. das auswärtige amt

    das reisen selbst finde ich in beiden ländern angenehm, die menschen sind freundlich, aber zurückhaltend.
    wir (zwei erwachsene und zwei kleine kinder) reisen mit einem geländewagen mit dachzelt
    und sind somit weitestgehend autark.

    welche ziele hast du denn in jordanien u. ägypten besucht?

    bin sehr neugierig

    proche-orient

  5. Inaktiver User

    AW: Libyen oder Syrien

    Liebe Proche-Orient,

    über die Gepflogenheiten in Libyen haben wir uns schon erkundigt und da eher eine Reisegruppe ins Auge gefaßt. Der Mann meiner Kollegin war vonr Jahren beruflich in Libyen und hat von den wunderbaren antiken Stätten geschwärmt. Und zwischenzeitlich öffnet sich Libyen wohl auch für den Tourismus.
    Syrien wird da wohl schon etwas "überlaufener" sein. Wir haben die letzten Jahre in unseren Urlauben entdeckt, daß oft die "Nebenschauplätze", die nicht in den Reiseführern etc stehen, oft viel schöner sind.

    In Jordanien waren wir stationär am Toten Meer, haben Petra besucht (das war auch der Grund für unsere Reise. Dann waren wir unter anderem noch in Jerash (hoffentlich schreibe ich das richtig) an der Grenze zu Israel/Syrien.

    In Ägypten war ich das erste mal von 25 Jahren. Wir haben dort letztendlich alles "Gängige" besichtigt, Kairo, Luxor, Abu Simbel, Assuan etc. Wir sind teilweise mit dem Zug gefahren und zum Abschluß gab es ein paar Badetage in Alexandria. Sharm und Hurghada gab es damals noch nicht.
    Zum Schnorcheln selber waren wir (jedesmal um noch einmal vor dem Winter Sonne zu tanken) in Sharm und einmal in Hurghada. Von dort aus haben wir einen Ausflug nach Luxor gemacht (vor 25 Jahren gab es meinen Mann noch nicht in meinem Leben).
    Mich hat geschaudert, wie die Ägypter ihr Land verramschen.

    Wann warst Du in Libyen und Syrien?

    lg
    clarag

  6. User Info Menu

    AW: Libyen oder Syrien

    Wenn ich mich mal einmischen darf: Libyen kenne ich noch nicht, dafür aber Jordanien, Ägypten, Marokko, den Iran, und eben Syrien.

    Zum Thema „Syrien und überlaufen“: alles andere, aber nicht das. Weniger touristisch als Jordanien. Mit Ausnahme von Palmyra und Bosra hat man die Sights oft fast für sich alleine (und ich war in der Hauptsaison Anfang Oktober da).
    In den Städten kann man völlig unbehelligt von irgendwelchen Souvenirhändlern herumschlendern, dafür wird man von den Menschen freundlichst in Werkstätten und Läden hereingewinkt, wenn man mal neugierig reinschaut, und bekommt eine Spontanvorführung über Seifenherstellung oder Einlegearbeiten. Die Menschen sind die freundlichsten, dabei zurückhaltendsten, die ich in arabischen Ländern erlebt habe.
    Sie freuen sich über die (wenigen) Gäste, die trotz des schlechten Images noch kommen. Oft hört man „Thank you for visiting my country“, oder bekommt Grüße nach Hause aufgetragen.

    Wenn Euch christliche Geschichte interessiert, ist Syrien ein Schlaraffenland mit seinen vielen Stätten und der bis heute lebendigen christlichen Geschichte in Damaskus und Aleppo.

    Eine organisierte Tour ist praktisch fürs Vorankommen und für die teilweise abgelegenen Sehenswürdigkeiten. Auch ist in Syrien wirklich das meiste nur in arabisch beschildert und die Orientierung daher nicht immer einfach.
    In den Städten aber macht es mehr Spass, allein herumzuschlendern, also würde ich eine Tour wählen, bei der auch Freizeit eingeplant ist.

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    AW: Libyen oder Syrien

    ach claraq, erstmal eine entschuldigung für meine zeitlich verzögerten antworten,
    bin durch kleine kkinder familär etwas eingespannt...

    ich finde, dem beitrag von unlimitedsky ist wenig hinzuzufügen. syrien istt ein wunderschönes,
    kulturell unendlich reiches reiseland, auch wenn die einschätzung ob touristisch oder nicht bei
    unlimitedsky und mir vielleicht aufgrund unterschiedlicher vorerfahrungen differiert.
    "überlaufen" istt derzeit wohl kein arabisches reiseland mehr...
    in syrien waren wir übrigens zuletzt im herbst 2007, in libyen im herbst 2008.
    unbedingt würde ich übrigens der empfehlung von unlimitedsky folgen, und genügend freie zeit einplanen,
    um z. b. durch den souk von aleppo zu schlendern, oder den sonnenuntergang in palmyra zu genießen.

    @unlimitedsky

    du warst im iran? wann? wo? wie bist du gereist? hast du familiäre wurzeln dort?
    ein GROSSES sehnsuchtsziel von uns!


    es ist übrigens schön, sich jenseits der gängigen wüstenfahrer-foren mit
    ihrem abenteurergerede ala "welche grenze ist offen"und "welche piste ist vermint"
    darüber auszutauschen.

    euch beiden einen schönen tag

    proche-orient

  8. User Info Menu

    AW: Libyen oder Syrien

    Hallo, ja ich war im letzten Herbst in Iran. Und nein, ich bin urdeutsch, habe aber seit langem eine gute Freundin, die Perserin ist, und kenne über sie auch noch andere Perser.

    Das Land ist wirklich toll (mal abgesehen von den kürzlichen schlimmen Ereginissen natürlich!).
    Ich war begeistert, landschaftlich schön, herrliche Städte, die Leute sind superfriendly, Deutsche werden quasi als Verwandte betrachtet (aus etwas seltsamen Gründen...), und entsprechend herzlich begrüßt. Viele junge Leute in den Städten sprechen englisch oder deutsch.

    Wenn man schon arabische sunnitische Länder kennt, sind die Unterschiede in Architektur und Religion sehr interessant.
    Da ist vieles ganz anders.
    Man fühlt sich irgendwie Asien viel näher. Turkmenistan, Afghanistan, selbst China wirkt plötzlich nah, man entdeckt Ähnlichkeiten zu Rußland....

    Etwas beeinträchtigt wird es halt schon durch die Staatsform. Schöne Strassencafes, wo man draussen sitzen kann und die abends auch mal länger geöffnet haben - Fehlanzeige. Die Kleidungsvorschriften nerven. Und ein Bierchen abends gibt es nicht. Wenn die Leute feiern, tun sie es zuhause, wo sie Alkohol trinken und selbstgewählte Kleidung tragen können.

    Ich war mit einer kleinen Gruppenreise unterwegs, das war ideal. Man hatte Transport und Hotels und einige Besichtigungen gebucht, aber es gab zwischendurch genug Zeit für eigene Entdeckungen.
    Ganz selbstorganisiert stelle ich mir schwierig vor. Unser Bus musste alle z.B. 50km an irgendwelchen Checkpoints halten, der Fahrer rannte mit irgendwelchen Papieren raus, da musste kontrolliert und gestempelt werden..... stelle ich mir sehr nervig vor, das jedesmal selbst zu regeln.
    Und ausserhalb von Esfahan oder Shiraz wird es dann auch mit der Verständigung schwieriger. Nur in guten Restaurants gibt es z.B. eine englische Speisekarte, im Imbiß ist alles nur auf persisch.

  9. Inaktiver User

    AW: Libyen oder Syrien

    Unlimited Sky,
    das klingt herrlich und in Anbetracht der politischen Verhältnisse so unspektakulär (auf die Reise bezogen).
    Iran wäre auch mein bzw unser Traum, Dein Bericht macht mich neugierg. Wer hat die Reise organsisiert? Ich könnte mir vorstellen, eher ein kleines auf diese Reise spezialisiertes Büro.

    lg
    clarag

  10. User Info Menu

    AW: Libyen oder Syrien

    Hallo Claraq, habe Deinen Beitrag erst heute gelesen.

    Nun, die Reise war ja vor dem Wahlchaos, da waren die Verhältnisse noch anders. Im Moment würde ich sicher nicht fahren, weil mir die Reise angesichts der schlimmen Ergeinisse keine Freude machen würde, und weil man vermutlich doch etwas eingeschränkt wäre in der Bewegungsfreiheit.

    Tatsächlich ist (war?) der Iran aber recht unspektakulär zu bereisen. Das Land wirkt komischerweise viel "westlicher" und säkularer als viele arabischen Länder. So hört man in den Städten kaum mal einen Muezzin (es gibt eine Lautstärkebeschränkung). Auch Betende sieht man selten, und der Anblick des ersten Mullah nach drei Tagen war eine Attraktion. Man darf fast alle Moscheen betreten, und wenn man freundlich fragt und einen Tschador dabeihat/ausleiht, darf man auch in Heiligtümer, die "offiziell" für Nichtmuslime verboten sind.

    An die Klamotten gewöhnt man sich. Da alle Frauen lange Sachen und ein Kopftuch tragen, fällt es einem nach 2 Tagen kaum noch auf.
    Den Schock kriegt man dann nach der Rückkehr, wenn man wieder den Anblick von in Hüfthosen gequetschten Bauchspecks, Arschgeweihen, Flipflops im Büro etc geboten kriegt. Die Perserinnen sind sehr schick und gepflegt, gehen ohne Make-up und Maniküre nicht vor die Tür. Selbst der Tschador hat bei ihnen eine gewisse Eleganz.

    Meine Reise war nicht von einem kleinen Spezialreisebüro, sondern eine Standard-Pauschal-Reise vom Massenanbieter Marco-Polo, und ich war sehr zufrieden.
    Man muss meiner Meinung nach nicht immer krampfhaft versuchen, alles anders und besser zu machen als die anderen Touris. Bei einer Erstreise möchte man doch erstmal die gängigen Highlights sehen, da reicht eine Standardtour ohne weiteres aus.
    Geändert von UnlimitedSky (18.07.2009 um 14:29 Uhr)

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