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  1. Registriert seit
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    AW: Reisen nach Großbritannien - Auswirkungen des Brexits?

    Zitat Zitat von Lizzie64 Beitrag anzeigen
    nein, ich wohne in Deutschland, aber ich hab mal in Nordirland gewohnt. Zuerst besuche ich Freunde in Galway und dann geht's nach Belfast. Nach Donegal nicht. Wieso fragst du?
    Weil ich ein großer Fan von Donegal bin, einfach nur so. Aber Galway und Belfast mag ich auch sehr gern. Es war so schön mal "Nordirland" zu lesen. :-) Viel Spaß und komfortable Hin- und Rückreise!

  2. Avatar von Carolly
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    AW: Reisen nach Großbritannien - Auswirkungen des Brexits?

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Naja...
    Der besagte Vertrag regelt eben nicht den Warenverkehr oder eben Zollkontrollen oder die besagten Einfuhrzölle....das kommt definitiv.
    Es wird dann keine offenen Grenzen und alle EU-Regeln für den Austausch geben.

    Zieht man aus UK Versenderware als Privatperson, wie z.B. von Amazon dort, ist das Alles eh egal...die Logistik ist zu 90% auf den Inseln stationiert, die nicht zur EU gehören...man bekommt Steuern und Gebühren berechnet.
    Natuerlich nicht, aber ohne irgendwas da zu stehen ist immer noch schlechter als mit nur wenig.

  3. Avatar von Horus
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    AW: Reisen nach Großbritannien - Auswirkungen des Brexits?

    Es werden unzählige auf den ersten Blick mikrodetailmässig scheinende rechtliche Fragen ungeklärt bleiben, die erhebliche praktische Auswirkungen haben. Zum Beispiel: werden Führerscheine der EU-Staaten in GB als gleichwertig gültig anerkannt oder nicht?
    Klar ist das schnell geklärt und die Antwort wird "ja" lauten - es bedarf allerdings der entsprechenden rechtlichen Regelungen bilateral mit allen EU-Staaten einzeln, und das dauert.

    Als wir letzten Freitag auf dem Weg zum Flughafen über die Ringautobahn um London gefahren sind, haben wir mehrere Leuchttafeln gesehen, die die Autofahrer sinngemäss etwa so informierten: "Status Ihres GB-Führerscheins ab 1.11.2019 in der EU unklar, bitte informieren Sie sich bei Ihrer Behörde"
    (Wobei die "Behörde" im Moment ebenso ahnungslos ist wie alle anderen)
    Die Frage des Status des GB-Führerscheins in der EU nach dem Brexit IST ungeklärt, also ist dies auch umgekehrt der Fall.

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  4. Avatar von Vogalonga
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    AW: Reisen nach Großbritannien - Auswirkungen des Brexits?

    @Horus, ja, um solche und ähnliche Fragestellungen geht es mir auch. Ich habe kein Problem mit längeren Grenzkontrollen, kenne ich von Reisen ins nichteuropäische Ausland ja auch. Aber die Unsicherheiten, die dann erwachsen: Brauchen wir einen Internationalen Führerschein? Wird es zu Engpässen in der Versorgung kommen, müssen wir damit rechnen, den Mietwagen an einer Tankstelle nicht betanken zu können? Was ist mit dem Flugverkehr zwischen GB und EU? Etc.pp. ...

    Mit einem Quentchen Chaos könnte ich, könnten wir problemlos auskommen. "No Deal" in seiner härtesten Form, d.h. nicht einmal eine Vereinbarung a l a "die alten Vereinbarungen gelten weiter, bis neue vereinbart sind", könnte aber das Chaos gewaltig steigern. Oh Mann...

  5. Avatar von Horus
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    AW: Reisen nach Großbritannien - Auswirkungen des Brexits?

    Der Punklt ist, dass sich wohl weder die britische noch die EU-Seite bewusst ist, welche konkreten rechtlichen Alltagsfragestellungen insbesondere bei einem No-Deal-Brexit sich plötzlich maifestieren (umso weniger wissen Otto/Ottine Normalo das, sei es auf der Strasse oder hier im Forum).

    Wir hier in CH haben einigermassen eine Ahnung davon, welche mikroskopisch scheinenden, sich aber im Alltag erheblich auswirkenden rechtlichen Fragen sich für einen Nicht-EU-Staat im Umgang mit der EU stellen - aber "wir" haben dies in langwierigen Verhandlungen in bilateralen Verträgen mit der EU und somit für alle EU-Staaten geregelt, so dass "wir" das nicht mehr mit jedem EU-Staat einzeln regeln müssen.
    Bei einem No-Deal-Austritt von GB gäbe es allerdings keine bilateralen Verträge von GB mit der EU, die all diese Fragen gesamthabt mit allen EU-Staaten regeln würden, sondern GB müsste mit jedem einzelnen EU-Staat sämtliche bilateralen Rechtsfragen einzeln regeln. Angefangen bei den gegenseitigen Lande- und Überflugsrechten über … so ziemlich jeden Wirtschafts- und Lebensbereich.

    Keine Chance, dies in sinnvoller Zeit zu schaffen.

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  6. AW: Reisen nach Großbritannien - Auswirkungen des Brexits?

    Was ist eigentlich mit der Mehrwertsteuererstattung in GB nach einem Brexit? Entgehen den Briten da nicht auch viele Pfunde?
    Tell the truth, there's less to remember
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  7. Avatar von Antje3
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    AW: Reisen nach Großbritannien - Auswirkungen des Brexits?

    Danke Horus - das versuche ich auch immer wieder zu verdeutlichen:

    Unzweifelhaft KANN man alle diese Dinge regeln und unzweifelhaft sind die Länder Schweiz und Norwegen, die so gerne als Beispiel gebracht werden, ziemlich problemlos zu bereisen.

    Nur haben die diesen Status nicht von einem Tag auf den anderen erreicht - sondern der derzeit erreichte Status der Unkompliziertheit ist das Ergebnis von Verhandlungen, die letztlich seit Ende des 2. Weltkrieges geführt wurden und zu aufeinander aufbauenden Verträgen geführt haben und zudem (besonders bei Norwegen) zu einem Status, bei dem Norwegen so gut wie alle EU-Regelungen anerkennt und auf Gegenseitigkeit honoriert, in die EU-Kassen einzahlt - allerdings bei vielen Dingen trotzdem kein Mitspracherecht hat. Und damit offensichtlich sehr gut leben kann.

    Das ist aber eine Konstellation, die GB explizit NICHT haben will.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  8. Avatar von Horus
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    AW: Reisen nach Großbritannien - Auswirkungen des Brexits?

    Was ist eigentlich mit der Mehrwertsteuererstattung in GB nach einem Brexit? Entgehen den Briten da nicht auch viele Pfunde?
    Auch so ein Punkt, der bestimmt nicht geregelt und ev. noch nicht mal auf dem Radar ist ........................

    Latürnich verlieren die Briten jede Menge Geld. Angefangen bei den Farmern, die jetzt erhebliche EU-Subventionen erhalten (ob GB den Wegfall innert nützlicher Frist in vergleichbarer Höhe kompensieren wird, darf zumindest vorsichtig angezweifelt werden...…………) und die für ihre Ernten genauso auf billige Erntehelfer aus den EU-Oststaaten angewiesen sind wie D und F und die nach einem vertragslosen Brexit ebenfalls von einem Tag auf den anderen nicht mehr auf der Matte stehen dürften.
    (Trotzdem hat offenbar eine Mehrheit der GB-Farmer für den Brexit gestimmt...)

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  9. Avatar von Horus
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    AW: Reisen nach Großbritannien - Auswirkungen des Brexits?

    Zitat Zitat von Antje3 Beitrag anzeigen
    Danke Horus - das versuche ich auch immer wieder zu verdeutlichen:

    Unzweifelhaft KANN man alle diese Dinge regeln und unzweifelhaft sind die Länder Schweiz und Norwegen, die so gerne als Beispiel gebracht werden, ziemlich problemlos zu bereisen.

    Nur haben die diesen Status nicht von einem Tag auf den anderen erreicht - sondern der derzeit erreichte Status der Unkompliziertheit ist das Ergebnis von Verhandlungen, die letztlich seit Ende des 2. Weltkrieges geführt wurden und zu aufeinander aufbauenden Verträgen geführt haben und zudem (besonders bei Norwegen) zu einem Status, bei dem Norwegen so gut wie alle EU-Regelungen anerkennt und auf Gegenseitigkeit honoriert, in die EU-Kassen einzahlt - allerdings bei vielen Dingen trotzdem kein Mitspracherecht hat. Und damit offensichtlich sehr gut leben kann.

    Das ist aber eine Konstellation, die GB explizit NICHT haben will.
    Eben.
    "Wir" haben all diese Dinge bilateral mit der EU gesamthaft geregelt, also mit Verträgen mit der EU, und auf diese Weise automatisch mit mit allen Mitgliedstaaten einzeln.
    Wenn GB beim Brexit keine Verträge mit der EU hat, ist nichts davon geregelt, weder mit der EU insgesamt noch mit jedem einzelnen EU-Staat bilateral.

    Dass die Bereitschaft der einzelnen EU-Mitgliedstaaten, in einem Hauruck-Verfahren notfallmässig im letzten Moment noch ein paar zentrale Regelungen mit GB übers Knie zu brechen, nach dem ganzen Theater unter Umständen auch nicht gerade schwindelerregend hoch sein dürfte, ist wohl auch klar. Es ist ja nicht so, dass die die EU-Mitgliedstaaten nichts anderes zu tun hätten.
    Nicht auszuschliessen, dass Einzelne EU-Staaten sogar für ein pragmatisches Gentleman's Agreement ("bis zum Vorliegen neuer Vereinbarungen gelten die alten Vereinbarungen") keine Hand bieten, nach dem Motto "ihr wolltet das Ganze so, ohne euch die Konsequenzen zu überlegen, und stellt euch seltendämlich dabei an, also löffelt die Suppe jetzt auch konsequent aus".

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  10. AW: Reisen nach Großbritannien - Auswirkungen des Brexits?

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Auch so ein Punkt, der bestimmt nicht geregelt und ev. noch nicht mal auf dem Radar ist ........................

    Latürnich verlieren die Briten jede Menge Geld. Angefangen bei den Farmern, die jetzt erhebliche EU-Subventionen erhalten (ob GB den Wegfall innert nützlicher Frist in vergleichbarer Höhe kompensieren wird, darf zumindest vorsichtig angezweifelt werden...…………) und die für ihre Ernten genauso auf billige Erntehelfer aus den EU-Oststaaten angewiesen sind wie D und F und die nach einem vertragslosen Brexit ebenfalls von einem Tag auf den anderen nicht mehr auf der Matte stehen dürften.
    (Trotzdem hat offenbar eine Mehrheit der GB-Farmer für den Brexit gestimmt...)
    Oh ja, besonders in Wales. Ich hatte in Wales Gelegenheit mit einem Farmer zu sprechen, der neben einer kleinen Gemüsezucht und den allgegenwärtigen Schafen einen winzigen Campingplatz betrieb, auf dem ich landete. Ich hatte den Eindruck, ihm dämmerte so langsam, wie sehr man ihn (und seine Kollegen) belogen hatte
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