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  1. Inaktiver User

    Städtereisen mit Kleinkind? Erfahrungen?

    Vor unserem Kind sind Mr. Lametta und ich leidenschaftliche Städtereisende gewesen und sind es im Herzen immer noch.
    So oft es ging, machten wir uns für ein verlängertes Wochenende oder für 5 Tage, London, Paris, New York oder in eine andere schöne Stadt auf.
    Jetzt ist Klein-Lametta im Kleinkindalter und wir würden gerne zu Dritt on Tour gehen, sind aber total unsicher, wie wir das angehen sollen.
    Mr. Lametta meint, mit Kleinkind seien Städtereisen nicht 'drin, aber das will ich einfach nicht glauben.

    Habt ihr mit Kindern von 1-6 Jahren schon Städtereisen gemacht und welche Erfahrungen habt ihr dabei zu verbuchen gehabt?

    Oder geht es jemandem wie mir und ihr habt euch mit Kind noch nicht getraut, Städtereisen anzugehen?
    Geändert von Inaktiver User (07.01.2012 um 16:05 Uhr)

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    AW: Städtereisen mit Kleinkind? Erfahrungen?

    Es ist die Frage, was ihr wollt. Mit nicht-trauen hat das garnichts zu tun finde ich.

    Mit einem Kleinkind sind natürlich Zoo- und Spassbadbesuche drin, vielleicht noch spielen im Park. Einige Städte haben sogar extra Angebote für Kinder und zeigen sie auf ihren Websites.

    Meins war so etwas nie, abgsehen davon, dass die Luft in den Städten nicht immer optimal ist für Kleinkinder und auch die Hotelzimmer auf erwachsene Besucher und deren Bedürfnisse eingestellt sind.

    Wir haben unser Kind ein paar Tage zu Oma und Opa gebracht und konnten Städtereisen in vollen Zügen genießen: Besichtigungen und kulturelle Angebote bis zum Abwinken! Ich erinnere mich noch sehr gerne dran: hat richtig gut getan.

    Gruß, Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)

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    AW: Städtereisen mit Kleinkind? Erfahrungen?

    Die Altersspanne von 1 bis 6 ist natürlich sehr breit. Bis 3 Jahre hätte ich da keinen Bock (mehr) drauf. Mit meinem Sohn war ich in Rom, als er 5 Jahre alt war. Das ging, wir haben Stadtrundfahrt gemacht, Pizza gegessen, diverse Sehenswürdigkeiten von außen besichtigt.

    Aber auf ellenlanges Anstehen war nicht drin.

  4. Moderation

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    AW: Städtereisen mit Kleinkind? Erfahrungen?

    Ich war als Kind heilfroh, dass meine Eltern mich auf ihre regelmäßigen Städtereisen nicht mitgenommen haben und ich zu meinen Großeltern durfte. Ich hatte dort eine tolle Zeit und mene Eltern hatten eine tolle Zeit in Paris und Rom und wo auch immer.

    Kleinkinder haben aus meiner Sicht definitiv keinen Spaß an den normalen Freuden eines typischen Kultur-Städte-Urlaubes.

    Du musst doch nur den normalen Tagesablauf eures Kindes mit dem vergleichen, wie euer frührerer normaler Städteurlaub abgelaufen ist, um zu wissen, ob das passt.



    Ich bin heute übrigens eine genauso begeisterter Städteurlauberin wie meine Eltern damals.
    Lassen Sie mich niemals in den gewöhnlichen Fehler verfallen, zu meinen, dass ich verfolgt werde, wann immer mir widersprochen wird. Ralph Waldo Emerson

    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Städtereisen mit Kleinkind? Erfahrungen?

    meine Tochter war 5, als ich mit ihr zur weihnachtszeit nach new york gereist bin.

    ich war jung, wollte weg und hatte nicht viel geld. ab ins warme war zu teuer, da ich als alleinreisend mit kind keine ermässigung bekam - die städtereise war ein top-angebot für uns und ich fand es cool. meine tochter ebenfalls. nyc zur weihnachtszeit ist halt wirklich ein traum, all der schmuck und die herrliche beleuchtung.

    mittlerweile ist sie 21 und hat den urlaub noch immer in guter erinnerung.

    in den folgenden jahren war ich mit ihr noch in anderen städten - es hat ihr immer gefallen. wir hatten unser eigenes tempo. haben oft stops eingelegt, stadtrundfahrten gemacht.

    hätte ich heute ein kleines kind, ich würde es wieder mit auf tour nehmen, egal ob städtetour oder badeurlaub. man kennt sein kind und weiß, was man ihm zumuten kann oder was eben nicht geht.
    auf fahrtwind und freiheit... sehnsucht und liebe... und den vollmond als wegweiser...

  6. VIP

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    AW: Städtereisen mit Kleinkind? Erfahrungen?

    Das kommt wirklich drauf an.

    Freunde von uns waren mit ihrem 3jährigen eine Woche in Rom. Was völlig unproblematisch war.
    Wir waren mit zweien in Kopenhagen (nur 2 Tage). Hier war es mit Kindern absolut unproblematisch. Weil es so geschüttet hat, saßen wir 3 Stunden im Designmuseum und die Kinder sprangen in der Holzaustellung rum. Auch die Besichtigung von Hafen und Schloss - prima.

    In Kopenhagen kommt man gut mit dem Kinderwagen zurecht, zumindest fiel mir auf, wie viele Familien dort unterwegs waren.

    London z. B. halte ich für Kinderwagen ungeeignet. Hier könnte man durchaus mit Rückentrage Museen und Parks anschauen - aber das Abendprogramm ist gestrichen.


    Man kann wirklich nur tagsüber besichtigen, Stadtrundfahrten mit Bus/Boot machen und in Museen u.ä. gehen. Abends muss man ins Hotel/Ferienwohnung. Es ist auch von Vorteil, wenn die Museen nicht so riesig sind oder man nur eine kleine Ausstellung besucht. Ich habe den Eindruck, mit Kindern muss man eine Städtereise in kleiner Stücke unterteilen und viele Angebote abwechseln.


    Wir waren letztes Jahr in Hamburg und auch das war prima. Allerdings abends in der Ferienwohnung und Pizzadienst. Dafür war tagsüber alles möglich, was wir machen wollten - was auch am guten Wetter lag.


    Man muss einige Abstriche machen finde ich, aber es ist möglich.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  7. Inaktiver User

    AW: Städtereisen mit Kleinkind? Erfahrungen?

    Ich habe mein Kind relativ früh bekommen, so dass ich nicht in den Genuss ausgedehnter Städtereisen kam. Nix gemütlich im Straßencafe sitzen oder ähnliches. Aber meine Zimmernachbarin in der Entbindungsklinik meinte ganz pragmatisch: "Reisen kann man auch mit Kindern". Wie recht sie doch hatte. Heute will ich gar nicht weg ohne meinen Sohn, weil ich nicht möchte, dass er etwas verpasst. Er ist mittlerweile ein ganz begeisterter Städtereisender geworden und ist recht stolz auf seine Fähnchen-Karte, die zeigt, wo er überall war. Wenn wir uns eine (größere) Stadt vornehmen, dann planen wir allermindestens 5 Tage (ohne Anreise) ein und gehen dann in eine Ferienwohnung mit mehr Flexibilität.

    Zu unserer Story.
    was Gesundheit meines Kindes angeht war ich insoweit rigoros, dass wir nicht mal Flugreisen unternahmen, um Kindesohren zu schonen.

    Mit 3 ist dann unser Sohn ganz begeistert durch Thessaloniki "gelatscht". Aber nur einen halben Tag. Da wir keinen Kinderwagen mitgenommen haben, haben wir ihn dann tragen müssen. Dabei ist er ganz gemütlich eingeschlafen.
    Als er 4 war verbrachten wir 4 Tage in Berlin. Nur gelaufen und ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir ihn viel tragen mussten. Danach hatte unser Sohn eine Woche lang Muskelkater. Aber er hatte noch Jahre später von diesem Ausflug geschwärmt.
    Mit 5 war es jedoch vorbei. Sogar bei 1-Tage-Ausflügen hat er nur gemeckert, dass er nicht laufen will.
    Bis zum 8. Lebensjahr war es so. Dann sind wir nach Barcelona für 10 Tage, im Juni. Da ist alles drin: Kultur, Zoo, Meer. Ich hatte Bammel, dass er mir dort verhungert, weil er alles meidet was er nicht kennt. Und die Original-Tapas sehen ja alle so etwas anders aus als das was wir zu Hause normalerweise essen. Aber dort hatte er Tortilla entdeckt und ich konnte aufatmen. Seine absolute Lieblingsstadt seitdem.

    Mit der Zeit habe ich gelernt, dass eine Städtereise mit einem Kind ein gute Planung braucht, vor allem wenn man in der Stadt selbst zum ersten Mal ist. Sightseeing meistens nebenher, am besten in einem Doppelstock-Bus oder Schiff, je nachdem. In manchen Städten gibt es Busse, die dann im Wasser landen und als Schiff weiter fahren.
    Wenn Museen oder Konzerte, dann max. 2 pro Reise. Sonst overload. Und mit Vorbereitung zu Hause. Es bringt nichts ein Kind in die (Kinder-)Oper zu schleppen, wenn es mit Musik sonst nicht am Hut hat.
    Ansonsten sehr angesagt: Zoo, Experimentier-Museen, Spielplätze (wie Diana' Playground in London), Spaßbäder, Unterhaltungsparks (wie Tivoli in Kopenhagen oder Stockholm), eventuell Fernsehtürme und auch Museen mit Audioguide.

    Bei kleineren Kindern ist die Essensthematik höchst problematisch. Essen in Ruhe genießen oder auch eine Tasse Kaffee ist schwierig. Das sollte man dann in Kauf nehmen.

    Und ein Abendprogram ist natürlich auch nicht drin. Mal jemanden schnell zu aufpassen engagieren wäre nichts für mich.

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    AW: Städtereisen mit Kleinkind? Erfahrungen?

    Seit unsere Kinder drei Jahre alt waren (jetzt sind sie 23+27) jedes Jahr über Ostern in eine Stadt gefahren. Ging prima, wenn man sich eben auf die Kinder einstellt:

    - abends ausgehen war bei uns nicht
    - nicht zu viel laufen: öffentliche Verkehrsmittel nutzen!
    - Tagesprogramm muss leistbar sein, z.B. ging es in Paris auf den Eifelturm und
    anschliessend eben in den Park zum Spielen, Rodin-Museum geht prima, Versailles auch
    - eine Boot- oder Bustour ist immer hilfreich
    - Hotels mit großem Frühstücksbuffet waren die Schau
    - in London gingen alle Museen, stundenlang U-Bahn fahren, das Golden Eye, natürlich der Tower
    - Lisabon war Spitze, da man auch viel mit der Tram erledigen konnte und abends die
    Fados mit den Mamas, die unseren Kindern das Fleisch kleingeschnitten haben

    Also insgesamt .. nur zu!
    Tapferkeit stärkt, Eigensinn macht Spaß und Geduld gibt Ruhe

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    AW: Städtereisen mit Kleinkind? Erfahrungen?

    Ich möchte auch die "kommt drauf an" Fraktion unterstützen.
    Es kommt an
    a) auf das Kind. Während unser Großer sich stundenlang im Buggy durch alle möglichen Städte schieben ließ und zufrieden war, wenn man hin und wieder bei einer interessanten Baustelle anhielt, war seine Schwester da deutlich unleidlicher. (und ist es bis heute..)
    b) auf die Stadt und die Jahreszeit. Venedig mit Buggy eher nicht.
    c) aufs Budget. Wir haben uns wo irgend möglich Hotels mit Pool geleistet. Da konnten wir ein bißchen Sightseeing machen, ein bißchen planschen und wieder einen Sightseeing-Punkt einbauen. Café fand ich immer total unproblematisch. Eis gibt es doch überall?
    Unsere Kinder waren (und sind) beie tendenziell Nachtschwärmer - insofern war auch das "abends-essen-gehen" kein Problem. Romantische Candle-light Dinner waren das zwar eher nicht. Aber eine besondere Atmosphöre konnten unsere Kinde rin jedem ALter genießen.

    Also: nur zu. Pläne ein bißchen anpassen, flexibel sein und los geht es.

  10. User Info Menu

    AW: Städtereisen mit Kleinkind? Erfahrungen?

    Hallo,

    ich hatte mein Kind, damals 5, auch mehrere Tage in Rom dabei und es funktionierte einwandfrei. Man muss sich vor Augen halten, dass man nicht so agieren kann, als würde man ohne Kind unterwegs sein.
    Wir haben immer wieder kleine Eisstopps eingebaut, Obstschälchen am Campo dei Fiori gekauft und einfach mal da gesessen und geschaut.
    Die Sehenswürdigkeiten hab ich kindgerecht erklärt.

    Ich finde, das war eine schöne Erfahrung, die ich jederzeit wiederholen würde.

    Liebe Grüße

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