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    Urlaubserlebnisse im Corona-Jahr 2021

    Hallo Ihr Lieben, bin gerade aus dem Urlaub zurück und wollte mal damit anfangen, zu berichten, wie der Urlaub in Coronazeiten verlaufen ist. Vielleicht habt ihr Lust, eure Erlebnisse auch zu teilen!

    Also: bei uns war es das zweite Jahr Deutschland mit dem Wohnmobil. Diesmal in mehreren Tagen vom Süden auf die Insel Föhr. Dort auf einem wunderbaren Stellplatz gestanden, 500 m vom traumhaften Strand entfernt.

    Ich: geimpft Partner: nicht geimpft. War nicht immer ganz einfach, wurde auch überall, selbst auf dieser kleinen Insel anders gehandhabt. Auf dem Platz brauchte mein Partner nur alle 72 h einen Test. Auf der Fähre wurde gar keiner verlangt, was mich wunderte.

    Wollten wir essen gehen, durfte der Test höchstens 24 h alt sein, manchmal nur drinnen, manchmal aber auch draußen. Testmöglichkeiten gab es überall, sogar auf der kleinen Hallig Langeneß. Allerdings z. T. mit Voranmeldung.

    Ansonsten: toller Urlaub, super nette Friesen. Zuvor waren wir noch 1,5 Tage und eine Übernachtung in Schleswig an der Schlei. Dort: nur unfreundliche Leute, egal ob in der Tankstelle, auf dem Campingplatz oder wo auch immer. Man hatte leider das Gefühl, oh Gott, jetzt kommen die lästigen Touristen wieder!

    Auf der Rückfahrt waren wir noch einen Tag an der Ostsee, in Eckernförde. Auch dort, bis auf wenige Ausnahmen, keine besondere Freundlichkeit, man sollte doch denken, dass gerade in Regionen, wo viel vom Tourismus gelebt wird, alle erstmal froh sind, dass wieder Leute kommen! Merkwürdig!

    Die Stell- und Campingplätze sind an der Nordsee und in Friesland sehr sauber, der Preis angemessen. Was wir an der Ostsee und an der Schlei (ist ja auch praktische Ostsee) gesehen haben, hat uns enttäuscht. Zum Teil sehr teuer, Sanitäranlagen wie kurz nach dem Krieg.

    Fazit: viele nette Menschen und bemühte Leute kennengelernt, Ostsee erstmal gestrichen auf der Reisewunschliste. Vielleicht habt ihr anderes kennengelernt...?!
    Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)

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    AW: Urlaubserlebnisse im Corona-Jahr 2021

    Ich verstehe die von Dir gefühlte Unfreundlichkeit, die wohl eher Genervtheit ist.

    Der letzte Herbst und Winter war die "Krönung". Alles, was normalerweise von Touristen genutzt wird, war geschlossen, es war aber trotzdem extrem voll (im Verhältnis), weil seit Fruhjahrsbeginn eine Karawane von Wohnmobilisten einfiel - ich stehe jeden Freitag beim Feierabend im Stau am Eingang meines Wohnortes. Dazu kamen die dauergenutzten Ferienwohnungen (beruflich war erlaubt, eigene Nutzung auch. Bedeutete oft : Die Großeltern waren dauerhaft hier, dazu wechselnd iregendwelche Enkel mit Nachwuchs in Elternzeit, an den Wochenenden und zu Feiertagen rollte dann der berufstätige Rest der Familie an.). All das führte dazu, dass die geöffneten Supermärkte am Freitag Nachmittag aussahen als wären Plünderer durchgezogen.
    Von dem üblichen Ärger mit wild parkenden Wohnmobilen mal abgesehen.

    Zudem fehlt überall Personal - wer konnte, hat sich was Anderes gesucht und kommt erstmal nicht zurück. Warum auch, wenn man damit rechnen muss, dass man in 3 Monaten wieder in Kurzarbeit ist?

    Auch in einem Touristengebiet lebt ein Großteil der Menschen nicht mehr vom Tourismus - die Einnahmen werden von den Kommunen benötigt, das stimmt, aber zumindest in der hiesigen Gegend (und das ist nicht an der Ostsee) gibt es einen ordentlichen Schwung in Richtung "Weniger Touristen, mehr auf andere Geschäftszweige setzen."

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    AW: Urlaubserlebnisse im Corona-Jahr 2021

    Zitat Zitat von Fels Beitrag anzeigen
    Ich: geimpft Partner: nicht geimpft. War nicht immer ganz einfach, wurde auch überall, selbst auf dieser kleinen Insel anders gehandhabt. Auf dem Platz brauchte mein Partner nur alle 72 h einen Test. Auf der Fähre wurde gar keiner verlangt, was mich wunderte.

    Wollten wir essen gehen, durfte der Test höchstens 24 h alt sein, manchmal nur drinnen, manchmal aber auch draußen.
    Unter so Bedingungen würde ich persönlich da nicht urlauben, schon aus Prinzip nicht.

    Dort: nur unfreundliche Leute, egal ob in der Tankstelle, auf dem Campingplatz oder wo auch immer. Man hatte leider das Gefühl, oh Gott, jetzt kommen die lästigen Touristen wieder!

    Auf der Rückfahrt waren wir noch einen Tag an der Ostsee, in Eckernförde. Auch dort, bis auf wenige Ausnahmen, keine besondere Freundlichkeit, man sollte doch denken, dass gerade in Regionen, wo viel vom Tourismus gelebt wird, alle erstmal froh sind, dass wieder Leute kommen! Merkwürdig!
    Das ist allerdings merkwürdig.
    Allerdings war auch das Personal in unserer heimischen Stammkneipe am Anfang sehr gestresst. Klar, wenn man 8 Monate rum gesessen hat, ist der plötzliche Stress erst mal ungewohnt.
    Vielleicht liegt es ja daran ?!
    Toleranz ist der Verdacht, dass der andere recht haben könnte.
    Kurt Tucholsky

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    AW: Urlaubserlebnisse im Corona-Jahr 2021

    Naja, in Saisongebieten an der Küste wird auch ohne Pandemie meist von November bis März "beruflich rumgesessen", ob das so einen Unterschied macht?

    Hier herrscht viel Streß und Unruhe, weil das bewährte Stammpersonal abgewandert ist und sehr viel mit "find Grad nix Anderes" Aushilfen gearbeitet wird. Das ist natürlich anders als mit einer eingespielten Stammbelegschaft.

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    AW: Urlaubserlebnisse im Corona-Jahr 2021

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Naja, in Saisongebieten an der Küste wird auch ohne Pandemie meist von November bis März "beruflich rumgesessen", ob das so einen Unterschied macht?
    Ist das so , oder arbeiten die Leute woanders ? Und kommen dann wirklich gar keine Gäste ?

    In manchen Osteseeorten ist wirklich immer Saison, außer vielleicht im Februar.
    Toleranz ist der Verdacht, dass der andere recht haben könnte.
    Kurt Tucholsky

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    AW: Urlaubserlebnisse im Corona-Jahr 2021

    Die Unfreundlichkeit war ja nicht vorherrschend, zum Glück! Es ist uns nur im Gegensatz zu Friesland (wo ich so etwas tatsächlich noch nie erlebt habe, egal wann) aufgefallen. Natürlich weiß ich, dass die Coronazeit alles andere als einfach für die Tourismusbranche war und ist. Aber ich arbeite auch im Dienstleistungsbereich und entweder man ist freundlich oder nicht, das ist einfach eine innere Einstellung, finde ich.

    Was uns auf der Reise quer durch Deutschland noch sehr gewundert hat, war, dass wirklich noch überhaupt keine Rastätten auf haben, ganz vereinzelt gibt es mal auf den Rastanlagen einen Mäckes als Drive-in (was ich jetzt nicht unbedingt haben muss). Die Kioske haben geöffnet, die Toilettenanlagen auch nicht in vollem Umfang, da sie doch oft mit den Restaurants zusammen hängen.

    Daher waren diesmal sogar mancherorts die Sanifair-Toiletten nicht sauber, was wir sonst noch nie erlebt hatten.

    Unser Fazit: schön, wieder reisen zu können, mancherorts aber noch mit einigen Schwierigkeiten verbunden, die aber zu verkraften sind.
    Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)

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    AW: Urlaubserlebnisse im Corona-Jahr 2021

    Zitat Zitat von Misirlu Beitrag anzeigen
    Ist das so , oder arbeiten die Leute woanders ? Und kommen dann wirklich gar keine Gäste ?

    In manchen Osteseeorten ist wirklich immer Saison, außer vielleicht im Februar.
    Also - Wer Koch, Restaurantfachmann/Hotelfachmann UND jung ist, geht mitunter im Winter nach Österreich oder in die Schweiz. Hat Tochter 1 zweimal gemacht, weniger des Geldes wegen, sondern "zum Lernen" und für den Lebenslauf. Warst du in der Schweiz, hast vielleicht noch bei bestimmten Köchen oder Patisseuren gearbeitet, kommst du leichter an Jobs in guten Restaurants.

    Allerdings ist zweimal Saison am Stück auch sehr anstrengend, das macht man nicht ständig. Man hat wenig Urlaub dazwischen und Hochsaison heisst gerne 10 bis 12 Stunden am Tag.

    Mit Familie ist es schwierig, deshalb wählt man dann oft die Variante Saisonvertrag. Arbeiten bis Ende Oktober, dann Urlaub und Überstunden aus der Saison, das reicht bis zum neuen Jahr hin, bis März meldet man sich entweder arbeitslos oder sucht sich irgendeinen Aushilfsjob.

    Die ausländischen Arbeitnehmer sind Ende Oktober alle verschwunden, die überwintern zu Hause. :)

    Hier ist tatsächlich alles dicht ab November.Sogar die 2 Discounter.

    In normalen Jahren, versteht sich.

    In meinem Ort leben knapp 1000 feste Einwohner. In der Hochsaison haben wir im Schnitt noch um die 6000 Touristen dazu...

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    AW: Urlaubserlebnisse im Corona-Jahr 2021

    Wir waren dieses Jahr noch nicht im Urlaub, da bei uns die Ferien noch nicht gestartet sind aber wir haben schon einige Tagesausflüge gemacht. Dabei ist mir auch aufgefallen, dass derzeit sehr oft mit ungelernten Personal gearbeitet wird. In manchen Restaurants echt katastrophal. Wir haben fast 45 min auf 2 Kaffee und 5 Kindereisbecher gewartet, zum Glück war ein schöner Spielplatz daneben sonst wäre der Nachmittag gelaufen.
    Bin gespannt wie sich das entwickelt.
    Mit fünfen ist man kinderreich!

    Gemopst by Evelyn Sanders

    Störchin mit Nr. 6 im Anflug, geplante Landung 02/2022

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