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  1. Moderation

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    AW: Der Horror-Urlaubs-Antistrang

    Der Urlaub, wo ich zurückblickend sagen kann, "da hätt ich mehr Spaß gehabt wenn ich mich am Tag vor der Abreise mit einer Darmgrippe darniedergelegt hätte" (bei Norwegen hätte schon was *nettes* dazwischenkommen müssen) war ein Wanderurlaub in der Göhrde, 1984. Das Wetter war normales Sommerferienwetter (schwüle Tage, feuchtkühle Nächte, gelegentlich halbherziger Regen), die Gegend war schön, nichts ging wirklich schief, aber ich hatte viel zu schwer gepackt und habe mich echt totgeschleppt, und dann haben wir uns permanent gestritten. Entweder es war Streit oder es war so gemütlich wie auf einem Minenfeld.

    Irgendwann kamen wir in einen Ort mit einer Telefonzelle, und ich habe meine Mutter angerufen und mich abholen lasse. So drastische Maßnahmen getroffen zu haben, verhindert jede nachträgliche Schönfärbung, auch nach 36 Jahren.

    Nach dem, was ich von den anderen gehört habe, war es auf dem zweiten Teil der Tour nicht besser.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Der Horror-Urlaubs-Antistrang

    Gerade auf Kuba sind mit die freundlichsten Menschen begegnet.

    Einer meiner schönsten Urlaube überhaupt.....

    Die haben sich den Hintern aufgerissen, um kubanische Lösungen für mein Problem zu finden. Wildfremde Menschen, aber herzlich, offen. Gerne wieder....
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.

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    AW: Der Horror-Urlaubs-Antistrang

    Zitat Zitat von Spadina Beitrag anzeigen
    Gerade auf Kuba sind mit die freundlichsten Menschen begegnet.
    Ich habe auch freundliche Leute getroffen, aber in der Erinnerung überwiegen leider diejenigen, die uns abzocken wollten. Die Krönung: die süßen alten Männer wie aus "Buena Vista Social Club" entsprungen, die uns CDs mit ihrer Musik verkauft haben. Sie waren so sympathisch und ich habe gekauft. Auf den selbstgemachten Covers standen 10 oder 12 Lieder. Drauf war eins, 3 Minuten lang oder so.

    Oder der Wirt einer Unterkunft, der uns eine Empfehlung für eine Unterkunft bei einer Verwandten in der nächsten Stadt empfohlen hat - die uns dann für ein Zimmer ohne Fenster mehr abgeknöpft hat als es zwei Häuser weiter für ein wunderhübsches Zimmer mit Fenster und Frühstück im Innenhof gekostet hat.

    Oder der Taxifahrer, mit dem wir einen Preis ausgehandelt hatten - und der dann am Ende plötzlich viel mehr verlangte.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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    AW: Der Horror-Urlaubs-Antistrang

    Ferienwohnung in Schleswig-Holstein auf einem Bauernhof, so mittendrin auf dem flachen Land. In den späten 80er noch über die Liste des Tourismusvereins ausgewählt und da wir an die Ferien gebunden waren, schon ein paar Monate im Voraus gebucht.

    In der Zeit zwischen Buchung und Anreise hatte die Wirtsfrau mit den Kindern leider ihren Mann verlassen. Die Familie war wohl schon vorher nicht wohlhabend, nach der Trennung war es dann aber wohl finanziell völlig desolat. Die Ferienwohnung hatte der Besitzer zwischenzeitlich dauervermietet und wir bekamen seine eigene Wohnung, während er selbst im Stall schlief (was wir aber alles erst später so nach und nach rausbekommen haben). Die Wohnung war halb möbliert mit eher Sperrmüll als gediegen, völlig verdreckt, muffig, kalt und feucht. Da wir spät mit jüngeren Kindern ankamen, blieb uns in der ersten Nacht nichts anderes übrig als zu bleiben. Am nächsten Morgen sind wir in die Tourismuszentrale und haben nach einer anderen Unterkuft gefragt. War nix zu machen, alles ausgebucht. Also mit Gummihandschuhen und Putzuntensilien ausgestattet, um es einigermaßen erträglich zu machen. Leider kam dann auch noch Dauerregen und Kälte dazu (war im Herbst oder über Ostern). Da die Höchsttemperaturen kaum über 10 Grad lagen, haben dann mal nach Heizung gefragt und bekamen für zwei Schlafräume, ein Wohnzimmer, Küche und Bad einen Butan-Ofen hingestellt, immerhin mit dem Hinweis, ihn nicht über Nacht laufen zu lassen, damit es zu keiner Kohlenmonoxid-Vergiftung kommt.

    Nach fünf von geplanten 14 Tagen haben wir aufgegeben und sind wieder nach Hause gefahren. Dafür hat meine Anpassungsfähigkeit und Genügsamkeit nicht ausgereicht.
    Geändert von Lea1958 (14.02.2021 um 14:50 Uhr)

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    AW: Der Horror-Urlaubs-Antistrang

    Zitat Zitat von Klecksfisch Beitrag anzeigen
    ....
    Russland 1987 Badezimmer so heruntergekommen, dass wir abends den Koffer vor die Badezimmertür gestellt, damit nachts nichts rauskommt. Einer Mitreisenden ist das Waschbecken auf die Füße gefallen. Fazit: Da kann man nichts machen.
    Und ich dachte, nur wir hätten es 1973 so schlecht getroffen!
    In Moskau hatte unsere Waschmuschel- einzige Waschgelegenheit im Bad- keinen Stöpsel! Dafür war das WC -Papier dermaßen hart, dass wir daraus einen anfertigen konnten. Der Wasserkrug im Speisesaal am Tisch wurde nur dann nachgefüllt, wenn er leer war. So stand er meist halbvoll von mittags bis abends!
    Dabei war das Hotel nicht billig, es stand dem Kremel genau gegenüber. Auf der vierspurigen Autobahn entlang der Kremelmauer fuhren tagsüber nicht mehr als 5, 6 Autos.
    Damals war es nur möglich, in Reisegruppe zu reisen und so mussten wir uns bis auf ein, zwei freie Nachmittage an das Programm halten.
    Das Kaufhaus Gum auf dem Roten Platz war großteils ohne Waren, aber dafür durften wir über eine Stunde vor Lenins Mausoleum anstehen. Und unfassbar, unzählige Brautpaare standen mit uns an, um einen Blick auf den einbalsamierten Lenin zu erhaschen.
    Aber unvergessen die großartigen
    U-Bahnstationen, die unzähligen silber und gold glänzenden Zwiebeltürmchen, die Weite der Birkenwälder auf der Fahrt von Moskau nach dem damaligen Leningrad!
    Durch die Eremitage wurden wir im Eiltempo durchgeschleust, um dann in einem leeren Raum eine Stunde lang über die Wohltaten des " Obersten Sowjets" informiert zu werden.
    Ich würde - sollte es Corona bedingt je wieder möglich werden - aber dennoch jetzt gerne noch einmal hin. Wäre sicher interessant.

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    AW: Der Horror-Urlaubs-Antistrang

    Die mit Abstand schlimmsten Urlaube waren die beiden, wo aus den Jugendgruppen, mit denen ich unterwegs war, jeweils ein Teilnehmer frühzeitig und im Sarg zurückreiste.
    Heute würde man unter diesen Umständen vermutlich die gesamte Reise abbrechen, in meiner Jugend (die Jahrzehnte her ist) "sah man das irgendwie nicht so eng" und der Urlaub für die Anderen ging ganz normal weiter.

    Ansonsten, kurz zusammen gefasst:
    - Als elfjähriges Kind Sprachferien in einem Land zu machen, dessen Sprache man so gut wie gar nicht beherrscht, ist völlig uncool und endet dann damit, daß die Stewardess in Heathrow panisch in ihr Funkgerät brüllt: " Holt sofort die Maschine nach Stuttgart von der Startbahn, das vermisste Kind steht vor mir. "

    - Nienienie in den Urlaub mit einer Hälfte eines frisch verliebten Päärchens fahren, während die andere Hälfte daheim bleiben muß. Es ist unglaublich und unvorstellbar, welches Nervpotential solche Leute entwickeln können, um sich dafür zu rächen, daß man selber nicht auf sein gebuchtes Bett im Doppelzimmer verzichtet hat und so dem glücklichen Paar den ersten gemeinsamen Urlaub zunichte macht.
    Daß es mein Urlaub war und die Gutste sich mir anschließen wollte - und nur zu geizig war, dann ihrerseits auf den Stornokosten sitzenzubleiben, wenn sie abgesprungen wäre -, ist ihr dann irgendwie hinter die rosa Brille gerutscht....
    *** Als ich die Hand eines Menschen brauchte, reichte mir jemand seine Pfote ***

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    AW: Der Horror-Urlaubs-Antistrang

    Eigentlich ein netter Strang, weil man sich an all die Kuriositäten erinnert, die man im Urlaub so erlebt hat. Das hat aber nichts mit Horror zu tun im Sinne von, ich will nur noch weg hier. Sondern sind im Rückblick amüsante Zwischenfälle, die eigentlich erst so die richtige Würze in einen Urlaub gebracht haben. Nur alles immer schön, ist auch irgendwie schnell vergessen.

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    AW: Der Horror-Urlaubs-Antistrang

    Schüleraustausch 1970, wir waren die ersteGruppe der Stadt, die zum Austausch nach Frankreich aufbrach.

    Da die Reise 3 Wochen dauerte, hatte ich praktisch den gesamten Inhalt meines Schrankes eingepackt. In Paris mussten wir vom Gare de l‘Est zum Gare Du Nord wechseln, zu Fuß und ich mit zwei schweren Koffern. Kofferrollen waren noch nicht erfunden, also schleppte ich mich ab, genau wie meine mitreisenden Freundinnen, die ähnlich viel dabei hatten.

    In der Zielstadt angekommen, wurden wir auf die Familien verteilt, meine Austauschpartnerin, die ich im Jahr zuvor bereits kennengelernt hatte, war nicht da (sie kam erst Tage später aus GB), ihre Schwester ignorierte mich und eine weitere Schülerin, die von den geplanten Gasteltern doch nicht aufgenommen worden war und deshalb kurzfristig von „meiner“ Gastfamilie übernommen wurde. An dem Tag wusste ich noch nicht, wie heilfroh ich darüber noch sein werde.

    Wir fuhren auf‘s Land, ein riesiges Tor öffnete sich, dahinter ein Château, das Landhaus der Familie. Als sich das Tor wieder schloss, hatte ich irgendwie ein komisches Gefühl von Eingesperrtsein und so war es dann auch. Obwohl in dem Ort einige der anderenAustauschschüler wohnten, hatten wir keinerlei Kontaktmöglichkeiten. Raus kamen wir nur selten, mit dem Auto als Familienausflug. Kein Freundinnentreffen, kein Schwimmbad, kein Spazierengehen, nichts.

    Am ersten Abend erklärte mir der Hausherr, dass sein Name adlig ist, dass er Maschinenfabrikant ist, dass er noch eine Stadtvilla besitzt und dass er mehrere Hausangestellte beschäftigt.

    So verbrachte ich viel Zeit allein mit dem anderen deutschen Mädchen, wir wurden ermahnt, doch bitte nur Französisch miteinander zu reden ( vielleicht wollte der Hausherr hören, was wir sprachen), meine Austauschpartnerin war ähnlich wie im Jahr zuvor (bei mir zu Hause) zurückhaltend bis genervt von unserer Anwesenheit. Wir machten 2 oder drei Ausflüge, Eintrittsgeld wurde nur deutlich widerwillig von der Gastfamilie für mich bezahlt.(Soviel Taschengeld hatte ich gar nicht dabei und meine Eltern hatten im Jahr zuvor ganz selbstverständlich alle anfallenden Kosten übernommen.)

    Etwa 5oder 6 Tage vor unserer Rückreise, erklärte mir die Familie, dass sie in ihr Ferienhaus in der Bretagne fahren und zwar am darauf folgenden Tag. Wir mussten also packen, wurden im Internat unserer Partnerschule abgegeben. Die Schwestern des Klosters verköstigten uns, wir bekamen abends Rotwein zum Essen und waren uns ansonsten weitgehend selbst überlassen.

    Bei meinen Französischkenntnisse habe ich fast nur das Hörverstehen verbessern können, beim Sprechen war mangels Gelegenheit kaum Verbesserung möglich.

    Fazit:

    1. Ich überlege seit dem sehr genau, was und wieviel Gepäck ich auf eine Reise mitnehme.

    2. Ich habe Menschen von einer Seite kennengelernt, die ich mir niemals so habe vorstellen können.

    3. Ich weiß seitdem, dass ich mich auch alleine beschäftigen kann, auch wenn es nicht so läuft wie erwartet.

    Und Französisch habe ich trotzdem noch ganz ordentlich gelernt.
    Freundliche Gedanken sind Blüten des Herzens. Ingeborg Maria Sick, 1859 - 1939

  9. Moderation

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    AW: Der Horror-Urlaubs-Antistrang

    Zitat Zitat von Hases_Frau Beitrag anzeigen
    Nienienie in den Urlaub mit einer Hälfte eines frisch verliebten Päärchens fahren, während die andere Hälfte daheim bleiben muß. .
    Gah, das hatte ich mal mit 17. Motorrollertour durch die Heide, mit bester Freundin, die leider gerade frisch verliebt und mir der überhaupt nichts anzufangen war. Nur verträumte Hundeblicke und tiefe Seufzer. Das Fahren hat trotzdem Spaß gemacht. Der Rest nicht so.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  10. Moderation

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    AW: Der Horror-Urlaubs-Antistrang

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    Geändert von wildwusel (14.02.2021 um 17:46 Uhr) Grund: Schluckauf.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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