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25.02.2021, 11:22
AW: Der Horror-Urlaubs-Antistrang
"Wenn du erstmal Feminismus hast, das wirst du so schnell nicht wieder los."
(Gerburg Jahnke)
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25.02.2021, 11:31
AW: Der Horror-Urlaubs-Antistrang
Ich bin glücklicherweise ein Menschen, der quasi überall und immer schlafen kann und ich war nach meinen Nachtzugreisen immer erstaunlich gut drauf .... nicht taufrisch, aber nichts was nicht mit zwei, drei Stunden Nickerchen zu beheben gewesen wäre - aber zum Glück ist ja jeder Mensch anders.
Was mich bei den potentiellen Nachtzügen aktuell nervt, zum einen gibt es eigentlich keine, meine letzte Übernachtfahrt im ICE war im normalen Wagen mit voller Beleuchtung und ständigen lautstarken Durchsagen, da kann noch nicht mal ich vernünftig schlafen.
Und obwohl Berlin, gibt es keine interessanten Verbindungen, die non-stop gehen, und Umsteigen nervt mich immer, aber nachts mal eben eine Stunde am Frankfurter Bahnhof ist mein Horror ....Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
Profilbild © edwardbgordon
Moderation: "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"
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25.02.2021, 12:43
AW: Der Horror-Urlaubs-Antistrang
Meine Nachtzugfahrten seit 2000 waren alle bis auf eine sehr angenehm, die eine war sehr spannend.
Die angenehmen:
DE, Großraumwagen, mit Vorhängen abgetrennte Nischen. Klolage: Das mehr oder weniger normale "ein Klo pro Wagen", vielleicht ware's auch zwei. Gut: sehr bequeme Liegefläche, man ist eigentlich allein. Nicht so gut: Es zog!
Schlafwagenabteil für zwei, DE -> DK. Klolage: Erinner mich nicht, kann nicht problematisch gewesen sein. Gut: Platz, Frühstück im Abteil, interessante Mitreisende. Nicht so gut: Liege etwas beengt, und 2 Stunden Aufenthalt im Fulda, wo alle Bürgersteige hochgeklappt waren, und die Häuser reingeholt, damit sie nicht frieren. Da konnte aber der Nachtzug nichts für.
Schlafwagenabteil für zwei für mich alleine (Frauenabteil), CZ <-> SK. Klolage: etwas knapp. Gut: Raum für mich allein, netter Schaffner, Waschschüssel im Abteil, Nachtzugromantik im ratternden Waggon mit mondbeschienenen Hügeln draußen.
Und jetzt die spannende:
Nachtzug von irgendwo-an-einem-Schienenknotenpunkt in Polen nach Berlin. Frühsommer. Nachts immer noch 28 Grad und schwül. Der Zug hat 12 Wagen, alles Kurswagen, die am Morgen an 6 verschiedenen Orten sein werden, in Berlin, Wien, Prag, sonstnochwo1 und 2, und Minsk.
Außen an den Wagen: Keine Kursangaben. Innen: Proppenvoll! Abteile besetzt, Gang besetzt, alle mit Unmengen Gepäck. Schaffnerin spricht weder Deutsch noch Englisch, guckt meine Reservierung an, der Zug fährt schon, und *schwimmt* durch die Menge von Menschen und Gepäck, ich paddele hinterher mit meinem Zeug.
Das Liegewagenabteil hat 6 Liegen, drei übereinander an jeder Seite. Fünf sind belegt. Ich ziehe mich also (Leiter? Wir haben keine Leiter! Wir brauchen keine Leiter!!) auf die Liege ganz oben rechts, ohne in irgendwelche Leute zu treten, hole meinen Rucksack nach, falte mich irgendwie zusammen, und hoffe, daß ich am Morgen wirklich in Berlin bin und nicht in Minsk.
War ich.
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Von der Transsib träume ich auch schon lange, aber ich bin nicht mehr so sicher, daß das die richtige Reise für mich ist, wie ich mit 16 war.Geändert von wildwusel (25.02.2021 um 14:22 Uhr)
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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25.02.2021, 12:44
AW: Der Horror-Urlaubs-Antistrang
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Geändert von kangastus (25.02.2021 um 12:44 Uhr) Grund: gehört nicht in diesen Thread
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25.02.2021, 16:00
AW: Der Horror-Urlaubs-Antistrang
senks!
Und ja.
An der Haltestelle warteten die eine oder ander Mamma und Nonna - ich hoffe bis heute, dass die ihm auch noch eins uebergezogen haben
@Lea - danke, ich habe Herrn Snicket das ganze mit Atemnot und traenenden Augen vorgelesen. Sorry, das war damals sicher unlustig, aber es in der Fantasie nachzustellen - bei mir springt automatisch ein Zeitraffer an und es spielt Comedy-Musik dazu (Benny Hill etc)
Aus der Abteilung haette ich uebrigens noch:
Tochter im Kleinstkindalter
Auto vollgepackt - wir unterwegs vom Sueden (England) in den hohen Norden (Schottland)
Mittendrin kriegt sie Magen-Darm. Mit Schwerpunkt Magen.
Die Reichweite war beeindruckend.
Wir haben dann am naechsten Parkplatz nach Moeglichkeit dekontaminiert, den Rest zuhause.
Das Auto hat noch eine Zeitlang ein bisserl streng gerochen ...
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25.02.2021, 16:04
AW: Der Horror-Urlaubs-Antistrang
Unsere K***-Storys haben wir vermutlich alle, oder?
Ich als Kind schlafend im Auto meiner Eltern, mein Vater ein starker Raucher... Serpentinen in Österreich... Der Rest ist Geschichte."Wenn du erstmal Feminismus hast, das wirst du so schnell nicht wieder los."
(Gerburg Jahnke)
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25.02.2021, 16:11
AW: Der Horror-Urlaubs-Antistrang
Ich haette ja gar keine Probleme mit Abteilen Teilen

(Bisher hatte ich noch keine Mitreisenden mit sehr schlechter Koerperhygiene)
Das einzige, was ich wirklich hasse, ist dieses SCHEISS, pardon my French, Geduedel on anderer Leute Handys (und irgendwer spielt oder streamt *immer*, schon auf einer 5-Minuten-Busfahrt in der Stadt), und lautstarke Gespraeche an selbigen. (Immer lautstark, meist elendslang, meist irgendwelches sinnentleerte Gequatsche)
Das Schoenste am Bahnfahren fand ich immer die Kombination aus Stille und Geraeuschen, die sich ergeben hat und immer recht gut 'abgemischt' war. Die meisten lesen/doesen eh bzw schauen aus dem Fenster. Und die, die miteinander geredet haben - das will ich ja garnicht verbieten - haben das in ertraeglicher Lautstaerke getan und auch nicht ununterbrochen - dann gab's wieder Gespraechspausen etc. - es war ein angenehmes Auf und Ab sozusagen. Zugfahren ist ja entspannend und das hat wohl auf die meisten einen entsprechenden Effekt.
Aber heute ... und nein, nicht nur die Jugend ... oder bin ich da zu militant? Ich finde leider schon, dass es mittlerweile Leut bzw. Verhaltensweisen gibt, die einem diese Art des Reisens verleiden - schade!
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25.02.2021, 16:15
AW: Der Horror-Urlaubs-Antistrang
Ja, die sind ein Klassiker.
Bei uns ging es sich glaub ich immer aus (Anhalten - Tuere oeffnen), da hatten wir Glueck. Oder ich hab gewaltig verdraengt.
Allerdings sind wir mittlerweile auch immer vorbereitet, ich bringe brav Kotztueten (nicht fuer mich bzw. Familie, wir sind da nicht betroffen, aber irgendwer wird sie immer brauchen)
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25.02.2021, 17:48
AW: Der Horror-Urlaubs-Antistrang
Hinsichtlich der Telefonierer verstehe ich dich, aber bisher haben sich alle verzogen, wenn ich streng geguckt habe oder auch was gesagt habe .... ich reise allerdings auch immer im Ruheabteil, da habe ich (finde ich) das moralische Recht was zu sagen und bis auf eine ältere Dame (die nicht wusste, was ein Ruheabteil ist und offenbar auch keine Piktogramme lesen konnte) die ein paar Widerworte gab "aber wenn es klingt muss ich doch ran gehen" - "Nein", hat sich auch nie jemand gewehrt.
Ich warte allerdings noch darauf endlich in die Situation zu kommen, die ich mal als Empfehlung gelesen haben - einfach in das Gespräch einmischen "nein sagen Sie ihrer Frau, so geht das wirklich nicht", oder auch telefonierende Anwälte oder "Wirtschaftschefinnnen" darauf ansprechen, ob jetzt ein guter Zeitpunkt sie diese Aktien zu kaufen .... soll Wunder wirken, den meisten ist nämlich nicht klar, was die anderen alles mitbekommen.
Und ich schätze dich so ein, dass du das bringst.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
Profilbild © edwardbgordon
Moderation: "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"
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25.02.2021, 18:54Inaktiver User



Die Pritschen (6er-Damenabteil) waren aber absolut in Ordnung.
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