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Thema: Reisen während Corona
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15.10.2020, 01:23
AW: Reisen während Corona
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15.10.2020, 08:06Inaktiver User
AW: Reisen während Corona
Herrjeh, dann ersetz Brasilien, das ich nur als Beispiel genommen habe, durch ein Dutzend andere lateinamerikanischen Länder, wo ich schon war, wo ich teilweise eine extreme Armut wahr genommen habe , wo vor Kriminalität gewarnt wurde/wird und wo man gewisse Viertel abends sicher nicht betreten sollte. In Guatemala City gehört sogar das gut situierte Bankenviertel dazu, wo unser Hotel war. Selbst da gab es abends eine Menge dubiose Gestalten, die einen darauf hin taxierten, mit wieviel Widerstand wohl bei einer Attacke zu rechnen sei.
Von Valparaiso riet uns ein chilenisches Reisebüro, mit denen ich kurz in Kontakt war, extrem ab, weil ihre letzten Kunden am helllichten Tag in einem Park krankenhausreif geschlagen wurden.
Wir waren trotzdem im März da, es war sehr schön und uns ist nichts passiert, trotzdem würde ich nicht behaupten, so etwas gibt es nicht. Und da gab es Straßenzüge, wo ich definitiv nichts abends rumlaufen würde.
Aber Brasilien ist das Land de Glückseligen, wo es keinerlei Gewalt und Kriminalität gibt, lernen wir von Dir.
Deckt sich nur nicht so ganz mit Berichten, die ich von brasilianischen Freunden und einem Freund, der mit einer Brasilianerin verheiratet ist und da lebt, habe. Oder dem meines brasilianischen Kollegen, der mit Frau und Kind in seinem Haus überfallen wurde, und stundenlang gefesselt da lag und um sein Leben bangte, und das seiner Familie. Zum Glück wurde nur das Haus ausgeräumt, also Wertgegenstände und sein Motorrad. Er war immer noch schwer traumatisiert, als ich ihn 16 Tage später auf einer Dienstreise traf, aber vermutlich stellte er sich halt einfach an. *ironie off*Geändert von Inaktiver User (15.10.2020 um 10:19 Uhr)
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15.10.2020, 08:20Inaktiver User
AW: Reisen während Corona
Brasilien: Reise- und Sicherheitshinweise - Auswartiges Amt
Die Kriminalitätsrate und die Gefahr, Opfer eines Raubüberfalls oder eines anderen Gewaltverbrechens zu werden, sind in Brasilien hoch, besonders in den Großstädten wie Belém, Fortaleza, Maceio, Porto Alegre, Recife, Rio de Janeiro, Salvador, São Luiz und São Paulo. Dort wiederum besonders stark betroffen sind Armensiedlungen (Favelas). Die Favelas von Rio de Janeiro waren zuletzt immer wieder von Gewaltakten auch mit Todesfolge betroffen. Favelas werden teilweise von Kriminellen und Drogenbanden kontrolliert. Bewaffneten Auseinandersetzungen, auch mit der Polizei, fallen häufig auch Unbeteiligte zum Opfer.
Eine Häufung krimineller Zwischenfälle ist vor allem in weniger belebten Straßen der Innenstädte, an Stränden sowie auf Zubringerautobahnen zu den Flughäfen zu verzeichnen. In größeren Flughäfen können Taxis auch schon im Flughafengebäude gebucht und bezahlt werden, was mit höherer Sicherheit verbunden ist.
Auf Straftaten im Umfeld der Prostitution (Diebstähle, Raub, Überfälle etc.) wird besonders hingewiesen. Berüchtigt ist die Verabreichung von Getränken mit Schlaf- bzw. willensverändernden Mitteln. Weiterhin wird vereinzelt von Überfällen bei auch geführten Bootsfahrten im Amazonasgebiet berichtet.
Täter sind häufig bewaffnet, stehen oft auch unter Drogeneinfluss, so dass vor Gewalt- und dem Gebrauch von Schusswaffen, auch aus nichtigem Grund, nicht zurückgeschreckt wird.
Zur Hauptverkehrszeit kommt es in überfüllten Bussen und Zügen häufiger zu Taschendiebstählen.
Reisende werden gegen ihren Willen und in Unkenntnis als „Drogenschmuggler“ missbraucht.
Seien Sie in allen Landes- und Stadtteilen stets besonders vorsichtig.
Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher z.B. im Hotelsafe auf und führen nur Kopien mit.
Verstauen Sie mobile Geräte unauffällig, z.B. in einer verschließbaren Reisetasche, oder legen Sie dieses in einen Safe.
Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
Verzichten Sie auf auffällige Kleidung, Uhren und (Mode-)Schmuck und tragen und zeigen Sie in der Öffentlichkeit Uhren und Smartphones nicht sichtbar.
Führen Sie stets einen geringeren Geldbetrag zur widerstandslosen Herausgabe mit.
Leisten Sie bei Überfällen keinen Widerstand.
Lassen Sie vor allem in Bars und anderen Lokalitäten Getränke nie unbeaufsichtigt.
Nehmen Sie keine Prostituierten oder flüchtigen Bekannte in das eigene Hotelzimmer mit.
Sehen Sie zur Verringerung Opfer eines – nicht selten auch vorgetäuschten - Verkehrsunfalls oder Fahrzeugraubs zu werden von Überlandfahrten in der Nacht ab.
Insistieren Sie nicht auf Ihr Vorfahrtsrecht.
Halten Sie im Stadtverkehr die Fenster des Fahrzeugs geschlossen, die Türen verriegelt und verstauen Sie Wertgegenstände außer Sichtweite.
Seien Sie besonders vorsichtig an Ampeln und im stockenden Verkehr.
Benutzen Sie drei- oder mehrspurigen Straßen die mittlere Spur.
Ziehen Sie nachts Taxis öffentlichen Verkehrsmitteln vor.
Seien Sie vorsichtig bei Lockangeboten z.B. über das Internet, um auf Kosten anderer eine Reise durchzuführen.
Nehmen Sie kein Gepäck für Fremde mit, kontrollieren Sie hr eigenes Gepäck.
Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.
Rio de Janeiro
In ganz Rio de Janeiro, auch in den beliebten Stadtvierteln Copacabana, Ipanema, Leblon, Botafogo, Santa Teresa und im Ausgehviertel Lapa ereignen sich immer wieder Diebstähle und Überfälle, auch tagsüber. Die Täter, die teilweise in Gruppen agieren, haben es insbesondere auf Mobiltelefone, Schmuck, Scheckkarten und Bargeld abgesehen. Es kommt gerade in letzter Zeit vermehrt dazu, dass Kreditkarten (insbesondere in Ipanema und Copacabana) kopiert werden, um im Anschluss missbräuchlich damit zu verfügen. Häufig kommt es in Taxis zu Kreditkartenbetrug. Das Zentrum (Centro) Rios ist nach Geschäftsschluss, am Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen unbelebt und nicht sicher. Die oft menschenleeren Straßen der Innenstadt sollten daher am Wochenende, feiertags und nachts gemieden werden. Nach Einbruch der Dunkelheit und insbesondere während des Karnevals (Straßenkarneval und Sambodrom), des Silvesterfeuerwerks an der Copacabana und bei sonstigen Großveranstaltungen ist vermehrte Wachsamkeit geboten.
In den Favelas kommt es immer wieder zu Schusswechseln, bei denen oft auch Unbeteiligte zu Schaden kommen. wird.
Wanderungen in den Naturparks in und außerhalb der Stadt sollten nach Möglichkeit nur in Gruppen und auf markierten und belebten Wegen unternommen werden.
Zahlen Sie in Taxis bevorzugt mit Bargeld.
Von nächtlichen Strandspaziergängen wird dringend abgeraten.
Von einem Besuch jeglicher Favelas von Rio de Janeiro, auch derjenigen im Bereich der Südzone und des Zentrums, wird dringend abgeraten.
São Paulo
In São Paulo ist das historische Stadtzentrum um die Praça da Sé (vor der Kathedrale) unter der Woche nachts sowie nach Geschäftsschluss am Wochenende unbelebt und nicht sicher; gleiches gilt für die Gegend um die belebte Metro-Station „Estaçao da Luz“, die zu den genannten Zeiten zu meiden sind. Im Stadtzentrum gibt es viele Obdachlose, die zum Teil drogensüchtig sind und Passanten zuweilen belästigen.
Auch bewaffnete Überfälle und Blitzentführungen in bevorzugten, besseren Wohngegenden haben zugenommen und führen nicht selten zu Schusswechseln mit privaten Sicherheitskräften oder Polizisten (häufig auch in Zivil), auch tagsüber.
Seien Sie im gesamten Stadtgebiet, auch in besseren Gegenden, besonders vorsichtig.
Ceará und Fortaleza
Nach einer Welle von Gewalttaten gegen öffentliche Einrichtungen und das öffentliche Verkehrsnetz sind die Mobilität und das öffentliche Leben im Bundesstaat Ceará und seiner Hauptstadt Fortaleza nach wie vor teilweise eingeschränkt.
Seien Sie bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und Reisen in das Landesinnere vorsichtig.
Vermeiden Sie Nachtfahrten in Überlandbussen.
Vermeiden Sie Fußwege im Dunkeln.
Recife und der Nordosten
In den letzten Jahren treten häufiger gezielte Überfälle auf Busse auf. Bewaffnete Überfälle auf Überlandbusse sind auch keine Seltenheit im Nordosten.
Seien Sie bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und Reisen in das Landesinnere vorsichtig.
Meiden Sie im Stadtgebiet von Recife die öffentlichen Verkehrsmittel und benutzen Sie grundsätzlich Taxis oder Uber.
Vermeiden Sie Nachtfahrten in Überlandbussen
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15.10.2020, 08:53Inaktiver User
AW: Reisen während Corona
Ja, z.B, nach seinen alten Eltern zu sehen.
Wie ich gestern hörte, möchte Herr Drosten das Reisen aus Hotspots ja am liebsten ganz unterbinden, ergo könnte ich nicht mal in den Hotspot reisen, wo meine Eltern wohnen, um sie zu besuchen.
M.W. ist das nicht mal in Nordkorea verboten, womit wir dieses Land toppen würden. Die userin, die die Bedingungen in diesem Land so vorbildlich findet, wird es freuen.
Gestern meinte ein Wirt aus Norddeutschland im Fernsehen, nach derzeitigen Regelungen könnte er 10 Berliner bei sich feiern lassen, aber wenn die dann einzeln auf ihre Zimmer gehen wollten. ginge das nicht. Es ist so etwas von GAGA, man fasst es nicht.
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15.10.2020, 09:49
AW: Reisen während Corona
@Mirsilu -ich ahnte, das nun episch breite Abhandungen kamen :-)
Das macht es nicht besser.
Ich vemute, es interessiert in dieser epischen Breite hier zudem auch eher die wenigsten.. Dieses besserwisserische Geschreibe über Länder., die frau nie besucht hat... Ist ja eh eins wie das andere... kennste eins - kennste alle.
Meine persönliche, real gelebte Erfahrung in Brasilien war durchgängig im gesamten Land eine andere - auch wenn auch noch so viel Papier bemühst.
Lass das doch nun einfach mal so stehen.
Und auch ich habe Freunde dort. Bin mit diesem oft in Kontakt.
Musst jetzt auch nicht mehr nachlegen....
P. S. einen Link setzt man ein, damit diejenigen, die es wollen, mehr dazu lesen können. Das verlinkte dann noch derart lang zusätzlich reinzukopieren... ist nervig.
Zumal wohl eh niemand hier - von evtl notwendigen Geschäftreisen abgesehen - derzeit in Coronazeiten nach Brasilien reisen möchte und wird.ECSTACY
Find ectasy within yourself.
It is not out there.
It is in your innermost flowering.
The one you are looking for is you!
"Heute: Das ist Dein Leben."Kurt Tucholsky
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15.10.2020, 10:26Inaktiver User
AW: Reisen während Corona
Brasilien darf, auch jetzt, touristisch bereist werden, solltest Du als Brasilienexpertin eigentlich wissen.

Und ob das jemand will, überlass doch den Leuten selbst.
Thema dieses Strangs ist ja "Reisen während Corona", nicht "Auf keinen Fall in Corona-Zeiten reisen".
Wobei sich das mit den neuesten politischen Restriktionen vermutlich für mindestens die nächsten 6 Monate sowieso erledigt hat.
Außer für die paar Leute, deren Gegend noch nicht zum Hotspot erkoren wurde. Aber auch die sollen, nach dem Willen von Merkel, ja keinesfalls reisen.
Gerade gestern hörte ich noch, das Reisen nach Mallorca jetzt eigentlich wieder gehen, aber das ist ein neuer Schlag ins touristische Genick der Balearen. Es ist echt ein Desaster.Geändert von Inaktiver User (15.10.2020 um 11:13 Uhr)
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15.10.2020, 10:29
AW: Reisen während Corona
Ja, das ist gerade ein seltsamer Wirrwarr mit dem Beherbergungsverbot: Übernachten sollen die Menschen aus den Risiko-Städten/Kreisen nicht, aber als Tagesausflügler dürften sie sich anderes wo zu Feiern/Kino/Schwimmbad/Restaurant etc. einfinden. Die Frage ist: Was macht den Unterschied, ob der vom Risikogebiet im vollem Restaurant sitzt und dort im Hotel schläft oder dann eben privat im Nachbarhaus unterschlüpft? Zwischen vielen Menschen sitzt er dann ja dennoch im Restaurant oder ist auch anders wo unterwegs zwischen anderen Menschen, wenn er mit den privat besuchten Leuten die Wohnung verlässt.
Die Hotels haben doch mittlerweile durchgängig gute Konzepte umgesetzt, dass sich die Gäste nicht zu nahe kommen und in der Ferienwohnung ist man ja ganz abseits anderer Urlauber/Gäste.
--> das ist alles nicht zu Ende gedacht und ich hatte es fast befürchtet, dass genau das Thema nun auch nicht geklärt wurde
Ist ja praktischer, wenn man all die Menschen vom Tourismusgewerbe+alle die nun noch Herbsturlaub/Schulferien haben, im Chaos sitzen lässt. 
Oder war das pure Absicht, damit viele sich sagen: Das ist mir gerade zu kompliziert, dann bleiben wir lieber doch zuhause ?
Für privat für nötig empfundene Reisen, weil man Familienangehörige in besonderer Situation besuchen möchte/muss oder auch beruflich unvermeidbare Reisen, gab es doch auch im Frühjahr schon Ausnahmemöglichkeit; dass Reise+Unterkunft dennoch möglich ist. Wenn ich das Recht in Erinnerung habe was doch nur in MeckPomm ganz strikt geregelt, dass die Leute auch nicht in ihre Eigentumswohnung am Strand reisen durften.
Hatte für heute noch einen Ausflug zu besonderen, jetzt vermutlich schon kunterbunten Herbstbäumen ins Auge gefasst -> Fällt leider aus: nach aktuellen RKI Zahlen ist die Region mit 50,2 nun leider auch knapp über dem Grenzwert und damit für mich auch tabu. Hätte ich noch 2 Wochen länger frei, täte mich das für den Tagesauflug, wo ich die meiste Zeit an der Frischluft verbringen wollen würde, nicht weiter stören, dass dort die Infektionszahlen etwas höher sind als in meiner Stadt. Aber ich stehe Montag wieder bei meinen Senioren, also besser kein Risiko!
Gibt es eben wieder Bäume im heimischen Stadtwald; die Wege sind zahlreicher als die Infektionszahlen, so dass ich noch lange nicht alle Bäume persönlich begrüßt habe
LG WhiteTara
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15.10.2020, 10:29
AW: Reisen während Corona
Ah guck! Zypern fand ich schwierig. Die Landschaft sagte mir nicht so zu (den tuerkischen Teil fand ich da schoener), aber die Archaeologie echt fantastisch! Und interessante Mantelgesteine wofuer Zypern beruehmt ist. Die grossen Touritenorte habe ich gemieden ausser zum Besuch von Ausgrabungen, und dann halt dort auch mal schnell ein Haeppchen essen. Tja.. wenn man dort ungewollt in eine 'Brexit und diese boesen Auslaender' Diskussion verstrickt wird ist das schon uebel. Aber der Ort in dem ich war geviel mir sehr und Full English oder die Sun waren dort nicht zu finden (Tochni). Die Auswahl in den Supermaerkten fand ich auch enttaeutschen: so viele britische Produkte mit Tesco oder aehnlichem Aufdruck.
Madeira fand ich wirklich schoen, nur an Geschichtlichem fehlte es etwas :D Und Malta.. das war viel zu British! Aber wie Zypern ausserhalb der Touristenorte auch schoen.
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15.10.2020, 10:31
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15.10.2020, 10:31



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