Leider hat es sich nicht überall zum Positiven gewandelt. Ich habe das alte West-Berlin geliebt (und auch Ost-Berlin hatte seine Reize). Manche Ecken sind tatsächlich etwas öder geworden, das typische, unverwechselbare Flair ist vielerorts verlorengegangen, und es wirkt wie jede beliebige andere Stadt.
Das lässt sich auch niemandem, der es nicht erlebt, gesehen und gerochen hat, vermitteln...
Ich bin auch froh, dass ich das erleben durfte. Leider ist wirklich nur noch sehr wenig davon übrig geblieben.
Fast noch wie in den 80ern ist der Pinguin Club in der Wartburgstraße. Das ist auch so eine Sache: Die Neuberliner kennen ja alle Schöneberg überhaupt nicht. Dass das früher DIE Ausgehgegend war, wissen die gar nicht.
Das Madonna in der Wiener Straße (Kreuzberg), das sehr wahrscheinlich Vorbild für Herrn Lehmanns Arbeitsplatz war, existiert zwar noch, aber die Atmosphäre hat sich natürlich durch die massenhaften Touristen und Expat-Amerikaner, Spanier etc. extrem verändert.
Wo der Dschungel früher war (Nürnberger Straße), ist jetzt ein schnöseliges Café.
Ein bisschen 80er-Atmosphäre kommt noch immer im SO36 (Oranienstraße)auf, obwohl es heute etwas anders aussieht.
Perfekt die 80er Jahre konserviert hat "Florida-Eis" in der Klosterstraße in Spandau. Lohnt sich auch wegen der hervorragenden Eisbecher.
Und so vom Stadtbild... Manchmal finde ich in Friedenau oder Zehlendorf oder Tegel noch eine Straße, wo die Zeit stehengeblieben ist. Innerhalb des Rings ist mittlerweile jede Brache jetzt zugebaut, früher haben diese Freiräume ja die Stadt ausgemacht.
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Thema: Öde Orte
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16.01.2020, 23:33
AW: Öde Orte
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16.01.2020, 23:51
AW: Öde Orte
"Jedes" Geschichtsbuch vertritt solche steilen Thesen wie "Man hätte 1948 alle Berliner ausfliegen sollen"? Wenn dies solches Allgemeingut sein sollte, hätte ich gerne von einem einzigen dieser angeblich so zahlreichen Geschichtsbücher Namen, Autor und die genaue Seitenangabe. Ich kenne ähnliches Schwadronieren natürlich aus meiner Jugendzeit von einer speziellen Sorte alter Männer, aber habe es schon seit Jahrzehnten nicht mehr gehört.
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16.01.2020, 23:53Inaktiver User
AW: Öde Orte
Lass gut sein.
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16.01.2020, 23:56
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17.01.2020, 00:00
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17.01.2020, 00:10
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17.01.2020, 08:24
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17.01.2020, 08:37
AW: Öde Orte
Haha, google mal - ich hatte davon auch noch nie gehört.
Ein stillgelegter U-Bahn-Tunnel am Potsdamer Platz, in den als Partylocation bis zu 2200 Menschen passen.
Zum Neujahrsempfang HWK/IHK waren da angeblich so 2000 vor Ort. In den Medien las es sich anders, als ich es erlebt habe. Dumpf, stickig, muffiger Geruch, schlechte Belüftung, die Akustik wirklich unter aller Würde. Man konnte sich ausschließlich schreiend verständigen, ich hatte den gesamten Samstag noch Nachwehen davon.
Folter für Klaustrophobiker...ich bin nicht klaustrophobisch, aber der vollgestopfte Untergrund hat mich echt'n bisschen an den Rand gebracht.Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
Oscar Wilde
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17.01.2020, 08:43
AW: Öde Orte
Das ist so typisch Berlin, es muss immer irgendwas ausgefallenes sein, wie ein Tunnel. Dass es dann nicht gut ist wg. Luft, Akustik etc., ist scheißegal, Hauptsache es ist ausgefallen. Ich bin aus dem Alter raus, wo ich so was spannend finde. Ich finde es eher irgendwie bemüht.
Wir werden weitermachen!
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17.01.2020, 09:03
AW: Öde Orte
Ich komme ursprünglich aus dem Bergischen Land, mit Tendenz nach Köln. Oede finde ich es nicht. Und von der Bergischen Kaffeetafel mag ich besonders die bergischen Waffeln mit heissen Kirschen und Sahne!







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- da mach ich was grundfalsch 

