Berlin und ich, das war Liebe auf den ersten Blick.
Ich habe sehr lange die DDR vermieden, in der Schuld mußten wir die Mauer besuchen, in der Nähe von Bamberg damals haben wir sie besichtigt.
Vor ein paar Jahren haben wir dann endlich mal die Hauptstadt besucht, in Neukölln übernachtet, herrlich.
Die Atmosphäre, wunderbar. Nie wurden wir angeschnauzt, obwohl ich drauf gewartet habe. Alle superfreundlich.
Kommt mal ins Bergische Land,da hängen die Mundwinkel bis zum Boden. Die Leute schnauzen rum bis der Arzt kommt.
Seit einigen Jahren arbeite ich im Nachbarort. Der liegt schon im Rheinischen. Ist sehr malerisch, und netter sind die Leute auch.
Ich wohne im Bergischen Bermuda Dreieck zwischen Wuppertal, Solingen und Düsseldorf. Also das Bergische Land würde ich schon als öden Ort bezeichnen.
Nicht unbedingt wegen der Landschaft, mehr so im großen Ganzen. Wobei die Ureinwohner alles auf die Neuzugezogenen schieben, die sind schuld.
Die schönen alten Fachwerk und Schieferhäuschen wurde zugunsten von gesichtslosen Neubauten abgerissen.
Die Gärten zugebaut, die Innenstädte in die ewiggleichen leerstehenden Eineuroladenlokale verwandelt.
Traurig. Bis auf die wenigen Highlights, zb meinen Arbeitsort.
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Thema: Öde Orte
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16.01.2020, 21:15Inaktiver User
AW: Öde Orte
Geändert von Inaktiver User (16.01.2020 um 21:26 Uhr)
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16.01.2020, 21:17
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16.01.2020, 21:23
AW: Öde Orte
Berlin.
Also, der Bayer wächst da rein. Von Kind an.
ich war schon oft und die sprichwörtliche Unfreundlichkeit könnte ich jetzt nicht als Erfahrung teilen.
Sagt aber nix. Ich finde ja auch die Pariser und die Moskauer nett. Ich habs nicht so mit den Italienern
- da mach ich was grundfalsch
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16.01.2020, 21:28Inaktiver User
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16.01.2020, 21:43
AW: Öde Orte
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16.01.2020, 22:38Inaktiver User
AW: Öde Orte
Hair, also bitte, du hast dich an den Bergischen Humor noch nicht gewöhnt? Ich hab auch eine Weile gebraucht und mich immer gefragt, warum die Leute so pampig sind. Das sind sie gar nicht! Wenn man mit der Einstellung ran geht, kann man es schon ertragen. Die alten STädte dort sind herrlich. Die Landschaft ist herrlich. Neubauten, najaaaa.
Und als Rheinländerin, die schneller einen oder 10 Sätze sagen kann, bis der Bergische erst mal den Kiefer runter klappt, wirkt man schon etwas exotisch.
Ich hab mich dran gewöhnt. Ab und zu mal in die Domstadt, und die Kontaktakkus sind wieder aufgeladen.
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16.01.2020, 23:04
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16.01.2020, 23:11
AW: Öde Orte
Beeindruckend, ein oder zwei Jahre vor der Jahrtausendwende, na dann...
Ich hätte es mir ja verkniffen, aber wegen des unten zitierten muss ich da wohl auch nicht zu zimperlich sein, so erlaube ich mir zu sagen, dass jemand, der das geteilte Berlin nicht kennt, vieles vielleicht nicht so ganz einschätzen kann.
Am Tourihotspot - im Singular? Welchen meinst du?
Bitte, erzähle mir mehr - ich liebe es, mir meine Stadt von Verschwörungstheoretikern aus Trier (? - wenn die 1500 Jahre Stadtgeschichte so entscheidend ist) erklären zu lassen.
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16.01.2020, 23:16Inaktiver User
AW: Öde Orte
Vorher oder nachher Alkohol?

Bergische Kaffeetafel ist meiner Meinung nach nur noch was für Touris. Weil, die Mengen kann kein normaler Mensch essen. Kaffee in der Dröppelminna (altmodische Kaffeekanne), Schwarzbrot, Rübenkraut, Milchreis, Kirschkompott, Mett(Wurst), sicher hab ich was vergessen. Muss man nicht haben.
Schön sind die alten Messerschmieden, die alten Handwerksbetriebe, teils noch in historischen Gemäuern, die vielen Bäche, die damals die "Hämmer"angetrieben haben. Die Landschaft ist wirklich toll. Mittelgebirge mit Wald, Wasser und Felsen. Und mit vielen serpentinenreichen Straßen, die leider im Sommer an den Wochenenden von Hunderten von bekloppten Bikern benutzt werden, um zu testen, wer der lauteste ist und wer sich am meisten in die Kurven legen kann. Ich trau mich an solchen Wochenenden kaum zu Ausflügen auf die Landstraßen. Und montags steht dann in der Zeitung, wer sich wieder mal an den doppelt und dreifachen verstärkten Leitplanken zu Tode gefahren hat.
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16.01.2020, 23:28Inaktiver User



da hängen die Mundwinkel bis zum Boden. Die Leute schnauzen rum bis der Arzt kommt.
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