Paris ist zwar nicht überall ein öder Ort, aber der Bahnhof Montparnasse und dessen Umgebung z.B. - krass. Das Bahnhofsgebäude, falls man von so etwas überhaupt sprechen kann, sieht aus als ob ein atomarer Erstschlag stattgefunden hat und das Gebäude vorher schon von einem komplett unbegabten Architekten entworfen wurde. Zum TGV muss man auch noch etwa zwei Kilometer an irgendeinem anderen leeren Zug vorbeilatschen.
Schlimm ist auch das Forum Les Halles - das alte aus den 70ern war schlimm, wie aus einem distopischen Science-Fiction, das neugebaute ist kein bisschen besser.
Und "La Defense" - naja, wer's mag...
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Thema: Öde Orte
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02.01.2020, 20:08
AW: Öde Orte
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02.01.2020, 20:17Inaktiver User
AW: Öde Orte
Aber das ist es doch, dass in großen Städten dem Veröden entgegenwirkt, finde ich, dass immer irgendwo irgendetwas in Bewegung ist, neue Einflüsse aufgenommen und assimiliert werden.
So manche Entwicklung ist zeit- und stellenweise auch mal nicht gut, womit ich ausdrücklich nicht Zuwanderung meine, und in jeder Stadt lassen sich auch öde Ecken finden, in denen es sich oft sehr gut und unaufgeregt wohnen lässt. Sowas kann sich abereben überraschend schnell wieder ändern.
Ja, ich wohne sehr gern in einer Großstadt und mache mich auch gern auf Entdeckungsreise in anderen Stadtbezirken. Und mich finden dann auch oft die "öden" Orte in fremden Städten. Ich habe manchmal das Gefühl, mein innerer Kompass zieht mich immer zu den Rückseiten der schönen Fassaden und in die scheinbaren Schmuddelecken, die bei genauerem Hinsehen dann aber gar nicht so sind und schon gar nicht öde.
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02.01.2020, 21:23
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02.01.2020, 21:49
AW: Öde Orte
So eine Entwicklung mag auf andere Städte zutreffen, aber Berlin war vor der Hipster-Invasion alles andere als öde. Klar, West-Berlin zu Mauerzeiten fanden viele extrem trist, ich habe es geliebt und fand es unglaublich spannend. Klar kann Zuwanderung ein Gewinn sein, die türkische Community hat den (früheren) Charme von Kreuzberg ausgemacht.
Aber ich glaube, ich weiß genau, was Blila1 meint - dieses künstlich aufgehübschte von angesagten Stadtvierteln ist heutzutage oft extrem öde. Touristen merken das in Berlin vielleicht nicht und denken: Hach, was für ein niedliches Shabbby-Chic-Café, aber der Einheimische trauert derÄnderungsschneiderei hinterher, die da vorher drin war, und weiß nicht mehr, wo er Kartoffeln kaufen soll, weil es keinen Supermarkt in der Nähe mehr gibt, dafür aber zwanzig teure Klamottenläden oder irgendwelche Bars, in denen es Jason aus Spartanburg/ South Carolina jetzt total awesome findet.
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02.01.2020, 21:56
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03.01.2020, 14:20Inaktiver User
AW: Öde Orte
Paris ist zwar generell toll - aber explizit die Avenue des Champs-Élysées fand ich eher weniger spannend. Es gibt Orte in Paris, wo ich regelmäßig bei jedem Besuch war - die Champs-Élysées habe ich jahrelang nicht besucht, weil künstlich und nur noch für reiche Touristen "bespielt".
Öde ist die Lüneburger Heide vielerorts - ich schmeiße Unterlüß in den Raum - Ort meiner frühen Kindheit - da möchte man heute nicht tot überm Zaun hängen (wie Schwiegeroma zu sagen pflegte). Selbiges gilt für etliche Nachbarorte. Es gab Gründe, warum meine Eltern in den 70er Jahren eine Versetzung forciert hatten.
Der Bayerische Wald hat auch seine trostlosen Ecken - nicht ohne Grund sind da die Wellnesshotels günstig - das ist das einzige, in das investiert wurde (vermutlich gab es Fördergelder) - und da lenkt dann nichts von Wellness ab. Die Wellnesshotels sind aber toll....
Hornburg (ehemals "Zonengrenze"). Der Ort lebte vor der Wende von Zonenrandförderung. Als die weg fiel, verlor der Ort jegliche Anziehungskraft. Und so isses da.
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03.01.2020, 18:14
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03.01.2020, 18:17
AW: Öde Orte
Echt? Wieso? Zu dreckig?
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03.01.2020, 18:20Inaktiver User
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03.01.2020, 18:28
AW: Öde Orte
Das ist jetzt witzig

Ich finde nämlich die Londoner Tube viel viel verkommener als die in Paris
Mit Champs Elysees hingegen bin ich Ödnis d'accord. Schlümm. Ganz schlümm.



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