Ja, das ist wahr. Es gibt auch - wie wahrscheinlich überall - zwei oder drei schöne Ecken in Marl, aber alles in allem ist das schon reichlich gruselig. Das Rathaus war in den 70er Jahren der letzte Schrei, heute nur noch abgewrackt, in den Büros stehen Eimer, weil alles undicht ist... Sehr desolat.
(Ich bin da aufgewachsen, weil meine Eltern noch in den 60ern in dem einzig wirklich schönen Stadtteil, damals noch ein unabhängiges Dorf, ein Haus gebaut haben. Die Eingemeindung bei der Gebietsreform in den 70ern hat sie kalt erwischt. Ich musste daher auch in Marl aufs Gymnasium gehen, was als Schule aber nicht so schlecht war! Allerdings habe ich direkt nach dem Abi die Stadt verlassen.)
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Thema: Öde Orte
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22.12.2019, 14:14
AW: Öde Orte
Moderation "Kinderwunsch und Babyjahre"
und "Unterstützter Kinderwunsch"
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22.12.2019, 15:45
AW: Öde Orte
Du darfst gern hinterfragen.
Das Wort "öde" darf man wie die Threaderöffnerin schrieb gern weit auslegen.
Wenige Jahre nach der Guggenheim-Eröffnung habe ich die Stadt besucht. Zu einer Zeit im übrigen, als noch keine Billigflieger in der Gegend landeten.
Zu diesem Zeitpunkt empfand ich diesen Bau schon ziemlich abgewirtschaftet. Risse in den Platten vor dem Museum und am Gebäude waren nicht zu übersehen.
Die kunstvollen Brücken über den Fluss sind durchaus imposant, ebenso wie die restaurierten Altbauten.
Wir haben in einem schönen Hotel mit sehr gutem Frühstück gewohnt.
Aber: Es war sehr schwer möglich einzuchecken trotz Vorabbuchung, weil der Rezeptionist uns als Ausländer schlicht ignoriert hat. Gleiches ist uns mehrfach in Restaurants passiert. Wir wurden schlicht nicht bedient. Dann fällt es auch schwer, eine tolle Restaurantszene zu entdecken.
Da mein Mann und ich durchaus zu Selbstreflexion neigen, haben wir das Problem in der Touristinformation angesprochen.
Als Antwort bekamen wir zu hören, dass die Basken sich dem Tourismus öffnen und endlich Englisch lernen sollten. Das Problem wäre bekannt.
Als ich am letzten Tag unseres Aufenthalts von einem Basken im Hotelfahrstuhl angegangen wurde, haben wir das Kapitel Bilbao geschlossen.
Der Ort mag in den Vorstellungen der Leserinnen hier nicht öde sein, ich empfand ihn - auch wie man in der Öffentlichkeit gemustert wurde - als wenig angenehm bis diskriminierend.
Was ich übrigens von wenigen Orten auf der Welt schreiben kann.
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22.12.2019, 16:24
AW: Öde Orte
Eisenach 1990 - die traurigste und tristete Stadt, die ich bis dahin gesehen hatte.
Und meine Familie kommt aus dem Saarland ;-)
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22.12.2019, 16:24Inaktiver User
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22.12.2019, 17:30Inaktiver User
AW: Öde Orte
Da hast du wettermäßig leider Pech gehabt und das kann einem einen Ort oder ein Land schon vermiesen!
Ich fand die großen, sehr urtümlichen Fichtenwälder, mit ihren wunderschönen Moosen und Flechten, den Tonnen an Heidelbeeren und Preiselbeeren und einer gigantischen Menge an Pilzen wunderschön und beschaulich. Überall blitzte es Blau hervor, entweder einer der 100 000 Seen oder das Meer.
Wir urlaubten auch eine Woche in einem Holzhaus, direkt an einem tiefblauen (saukalten) See, mit einem rustikalen Grillplatz und einem Saunahäuschen, allerdings im heißen August 2003.
Eine Woche im Regen ist sicher bitter, eine Woche bei Sonnenschein ist traumhaft. Unsere Männer fischten im See und wir gingen in den umliegenden Wald Pilze holen (nicht suchen)
Helsinki kenne ich sommers wie winters, eine liebe Kleinstadt mit einem interessanten Hafen, der eigenwilligen Sibelius- Kirche und einem entzückenden, alten Traditions- Caffe am Hauptplatz. Wir haben die Straßenbahnrundfahrt gemacht und auch das wirklich tolle Freilichtmuseum außerhalb besucht. Dort kann man einen ganzen Tag verbringen. In den vielen kleinen Häuschen wird altes Handwerk gezeigt.
Ja und dann gibt es am Hauptplatz ein ganz entzückendes Geschäft mit gefühlten 10 A im Namen, die Allerliebstes aus Holz anfertigen. Und zu Luzia erlebten wir wunderschöne Umzüge, wo die Mädchen alle tatsächlich diesen Lichterkranz trugen.
Einmal aßen wir in einem Restaurant Namens "Himmel", wo uns "Engel" bedienten und jeder Raum mit Sternen und Lichtern dekoriert war. Ein ander mal fanden wir ein klitzekleines Knoblauchlokal,...
Finnland...sofort wieder!
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22.12.2019, 18:30
AW: Öde Orte
Ich kenne da nur dieses Archäologische Museum, aber sonst hat auch nichts einen längeren Eindruck hinterlassen.
Ich war 2012 bei gutem Wetter da .... das reißt es auch nicht raus. Man kann zur Burg hochgehen und runtergucken.
Jetzt wo ich hier Brutalismus lese, fällt mir sofort Paderborn (Eigenwerbung: "Paderborn- mehr als nur schwarz") ein. Ich war mal für einen Tagesausflug dort, wenn man das Dreihasenfenster gesehen hat, kann man sich den Rest m.M. nach schenken, es gab nicht mal ein schönes Café in der Innenstadt. Pader-boring. Schon der Bahnhof ist nichtssagend: https://upload.wikimedia.org/wikiped...erborn_Hbf.jpg
Was "hier möchte ich nicht tot überm Zaun hängen" bedeutet, habe ich mal einem Niederländer erklärt anhand von Gütersloh (oder Rheda-Wiedenbrück, ich weiß es nicht mehr so genau), bei strömendem Regen. Das kam direkt nach dem Wort "Heckscheibenwischer".
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22.12.2019, 18:36Inaktiver User
AW: Öde Orte
Doch, ich weiß was Gutes über Siegen.
Dort gibt es ein paar spezialisierte Ärzte für exotische Geschichten und in einem Krankenhauscafé hab ich die beste Schokotorte meines Lebens gegessen.
Schön isses da trotzdem nicht.
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22.12.2019, 18:40Inaktiver User
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22.12.2019, 18:55
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22.12.2019, 19:25



Zitieren
und immer wenn man auf den Satz: *Auch in Marl gibts schöne Ecken* antwortet: *Wo denn?* kommt unweigerlich *Polsum*
wo sich niemand wirklich zu Marl gehörig fühlt
)
