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  1. Avatar von Zinne
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    Der Thread übers Zelten

    Laut meinen Eltern habe ich mich als Kleinkind am Gestänge unseres Vorzelts aufgerichtet und von dort aus meine ersten selbstständigen Schritte getan.

    Seitdem hat sich nichts an meiner Begeisterung fürs Zelten geändert. Ich. liebe. es.

    Egal ob auf dem Campingplatz, beim Wildzelten oder in den temporären Zeltstädten auf Festivals: Es macht mich glücklich, in meinem Zelt zu wohnen.


    Dieser Thread dient dazu, übers Zelten zu schreiben. Im Guten wie im Schlechten. Von "Mein schönster Zelturlaub" über "Horror! Nie wieder Zelt!" bis zu euren aktuellen Zeltreiseplänen und eurer Zeltausrüstung.
    Jede Situation hat das Recht auf ihre eigene Antwort.
    (Christoph Peters, "Das Jahr der Katze")

  2. Avatar von AweSomeOne
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    AW: Der Thread übers Zelten

    Ich selbst fand es bis ins Teeniealter toll. Bestes Erlebnis war Wildzelten in irgendeinem Park in Köln, weil mir das Benzin ausgegangen war auf dem Weg nach Frankreich.

    Ansonsten, wenn ich "zelten" höre, muss ich immer an das 1. Hurricane-Festival meiner damals 16jährigen Tochter denken. Sie war völlig "zeltunerfahren".

    Nicht nur, dass ihr beste Freundin sich fast ein Auge mit einer Zeltstange ausgestochen hat
    (es ist alles verheilt, keine bleibenden Schäden, daher rückblickend witzig),

    nein, mein Kind hat völlig entnervt, mit Ohrstöpseln und Schlafmaske, die anderen Festivalbesucher angeschrien, dass sie ruhig sein soll, weil sie schlafen möchte.

    Wäre sie so aufgewachsen wie du, wäre ihr dies Drama sicher erspart geblieben.

    Sie hat seitdem auf weitere Zelterlebnisse verzichtet.
    'Every saint has a past, and every sinner has a future.'
    — Oscar Wilde —

  3. Avatar von linsemo
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    AW: Der Thread übers Zelten

    1973 in der Bretagne: Ich bin mit einer Freundin mit dem Auto in die Bretagne gefahren. Wir wollten zelten, hatten allerdings keinen blassen Schimmer, wie man ein Zelt aufbaut. Wir hätten ja mal zu Hause üben können. Haben wir nicht gemacht. Erste Nacht auf dem Campingplatz, Zelt steht, wir gehen in den kleinen Restaurant etwas essen, es ist starker Wind, wir sitzen am Fenster und ich sage so, wer hat denn das Zelt aufgebaut, das ist gleich weg. Wir essen gemütlich weiter, dann gehen wir raus. Na ja war klar, es war unser Zelt, was da im Abendwind flatterte. Es war Anfang September und nachts schon ziemlich kalt. Wir sind dann runter an die Südküste der Bretagne und haben uns dort aber ein Hotel gesucht. Ich wollte nie mehr zelten. Habe ich mit Zelt auch nicht mehr gemacht.

    2005 Korsika: Freund und ich sind mit Campinganhänger (einen den man aufklappen kann) nach Korsika gefahren, 3 Wochen. Mit dem Anhänger das war klasse. Wir hatten vernünftige Betten und durch das Vorzelt war das richtig gemütlich. Das hätte ich ewig machen können. Kein Hotel, man kann kommen und gehen wie man möchte. Nu ja, geht nicht mehr Freund weg.
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)

  4. Avatar von Opelius
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    AW: Der Thread übers Zelten

    Es ist Jahrzehnte her. Mit einem Freund durch ganz Europa getrampt und immer in einem winzigen Armeezelt geschlafen. Ab 16 bis etwa 26 Jahre. Toll abenteuerlich, immer wenn es ging, wild gezeltet. Ich möchte nicht wissen, wie wir auf Grund der mangelnden Hygiene den armen Autofahren, die uns kutschierten, das Auto voll gestunken haben. In den großen Städten mussten natürlich auf einen Campingplatz und ich genoss die Waschgelegenheiten.
    Wir haben von Marrakesch bis Orkneyinseln alles abgeklappert.

    Als ich heiratete, war das vorbei. Meine Frau und ziemlich bald ein Baby wollte das nicht. wir haben es dann einmal mit einem gemieteten Campingwagen versucht. Gefiel ihr überhaupt nicht ("Kochen und ja primitiver als zu Hause, das ist kein Urlaub") und mir dann auch nicht.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  5. Avatar von chincat
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    AW: Der Thread übers Zelten

    Besonders klasse fand ich immer, ein nasses Zelt einzupacken. Und zu Hause in der Stadt in einer Winzwohnung ohne Garten nicht zu wissen, wohin damit.
    Ich kenne Camping von Kindesbeinen an. Erst mit Zelt, innen 2 Schlafzelte ( Papa, Mama, Bruder und ich). Dann irgendwann waren wir die Kings auf dem Platz, den wir hatten schon einen Holzboden, bestehend aus Europaletten. Jeder einzelne Tropfen Wasser musste angeschleppt werden, und Haarewaschen gab es ein Mal pro Woche, incl. Ausspülen via Zahnputzbecher. Der Campingplatz hatte 2 Toiletten für den ganzen Campingplatz, da ging man wirklich besser in die freie Natur.
    Später dann, Mitte der Siebziger, mit Freund, olles Zelt, aber immerhin Steilwand, mit Ente nach Bella Italia. Irgendwann gab es ein Unwetter, alles war pitschnass, wir sind fast weg geschwommen und erst mal ins Hotel gezogen.
    Dann hatten wir irgendwann einen Bus, nen alten Mercedes, von einem Schreiner umgebaut. Da blieb wenigstens das Bettzeug trocken.
    Und jedes Mal, wenn man mal musste, mit der Klorolle unterm Arm übern Platz stiefeln. Kam bei Montezunas Rache besonders gut.
    Das war alles zu einer Zeit, da war nix mit schickem Wohnmobil und Strom- und Wasseranschluss. Back to the roots sozusagen. Und wenn dann bei Regen das Wasser zur einen Seite rein und zur anderen wieder raus läuft, in der Mitte ne schicke Wasserstraße......geh mir wech. Und vom ganzen Ameisenzeugs.....nee, ich höre erst mal auf.

    Ein schickes Hymermobil würde ich mir ja noch gefallen lassen, ansonsten kriegen mich keine 10 Pferde zum Campen.

  6. Avatar von chincat
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    AW: Der Thread übers Zelten

    Genau, Opelius, Camping ist Hausarbeit unter erschwerten Bedingungen

    Achja, fast vergessen bzw. erfolgreich verdrängt: diese Luftmatratzen, dieses nächtliche Aufpumpen, weil sonst Wurzeln, Äste, Steine im Kreuz drückten.

    Gut, wir hatten zwar auf Grund unseres jugendlichen Alters nix auf Sack, sprich: keine Kohle, aber immerhin noch nix am Rücken.

    (Schade, ich krieg‘s nicht hin. Ich wollte das Campinglied einfügen. )
    Geändert von chincat (31.05.2019 um 19:28 Uhr)

  7. Avatar von Zinne
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    AW: Der Thread übers Zelten

    Zitat Zitat von chincat Beitrag anzeigen
    (Schade, ich krieg‘s nicht hin. Ich wollte das Campinglied einfügen. )
    Es gibt mehrere Campinglieder, deshalb weiß ich nicht, welches du verlinken wolltest. Hier die Auswahl:

    YouTube
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    (Christoph Peters, "Das Jahr der Katze")

  8. Avatar von Zinne
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    AW: Der Thread übers Zelten

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Es ist Jahrzehnte her. Mit einem Freund durch ganz Europa getrampt und immer in einem winzigen Armeezelt geschlafen. Ab 16 bis etwa 26 Jahre. Toll abenteuerlich, immer wenn es ging, wild gezeltet. (...)
    Wir haben von Marrakesch bis Orkneyinseln alles abgeklappert.


    War euer Armeezelt so eine dreieckige Dackelgarage aus einer gewachsten(?) Baumwollbahn ohne Mückennetze? Mit je einer senkrechten Zeltstange am Kopf- und Fußende?
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    (Christoph Peters, "Das Jahr der Katze")

  9. Inaktiver User

    AW: Der Thread übers Zelten

    Ja hier!

    Ich liebe Zelten und Camping. Als Studentin sind mein Freund (jetzt Mann) und ich durch halb Europa getingelt. Entweder mit meinem uralten Corsa und Zelt oder mit seinem uralten Bulli.

    Inzwischen sind wir zu fünft, aber der nächste Campingurlaub geistert schon durch unsere Köpfe.

    Zum Spaß stellen wir regelmäßig unser Zelt in den Garten, die Kinder spielen sehr sorgfältig darin und ein paar mal im Sommer schläft ein Elternteil mit den Kindern draußen.

  10. Avatar von Zinne
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    AW: Der Thread übers Zelten

    Zitat Zitat von AweSomeOne Beitrag anzeigen
    Bestes Erlebnis war Wildzelten in irgendeinem Park in Köln, weil mir das Benzin ausgegangen war auf dem Weg nach Frankreich.
    Solche Erlebnisse horte ich auch im Gedächtnisfundus.
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