Das letzte Mal hab ich in der 38. Schwangerschaftswoche mit meinen großen Kindern im Garten gezeltet. Ich hab mir meine Matratze ins Zelt gelegt :-p
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Thema: Der Thread übers Zelten
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06.06.2019, 12:04Inaktiver User
AW: Der Thread übers Zelten
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06.06.2019, 13:24
AW: Der Thread übers Zelten
Ich hasse alles am Zelten.
- Den Geruch des Zeltes.
- Den Geruch der Matratzen.
- Dass nach 30 Sekunden das Zeltdach voller Insekten ist.
- Das der Boden nach 10 Sekunden voller Dreck ist.
- Dass sich nach 5 Minuten alle Klamotten auf dem Boden (im Dreck) verteilen
- Dass Matratzen hin- und herschaukeln und Luft verlieren.
- Dass man in normalen Klamotten schläft und sich dadurch morgens völlig verpeekt fühlt.
- Dass Zelte grundsätzlich so niedrig sind, dass man sich reinschmeißen, bücken, reinkriechen, rumkriechen muss
- Dass Nasses nicht mehr trocknet.
- Es ist immer entweder zu kalt oder zu heiß und/oder zu feucht.
- Die Schuhe sind immer im Weg .
- Man hat zuwenig Platz für Bücher etc., weil in der Mitte zwischen den Matratzen nur ein winziges bißchen Platz ist (wenn überhaupt)
- Man latscht ständig über nasses Gras und schleppt das mit rein
- Man verrenkt sich das Genick, wenn man aus dem Zelt nach dem Wetter schauen oder sich mit jemandem unterhalten will, der draußen steht
- Man bekommt fast einen Hexenschuss, wenn man sich vernünftig in den Schlafsack legen will (Reißverschluss klemmt, Schlafsack hat sich unter einem zusammengeknüllt, er ist zu eng, um die Beine zwei Zentimeter auseinander zu nehmen, man robbt wie ein Idiot auf dem Boden rum)
- Man ist auf einem Zeltplatz nie wirklich alleine: Im Zelt, beim Duschen, auf dem Klo
...
Nach Jahren auf Festivals, in Pfadfinder-Zeltlagern usw. kann ich mit Überzeugung sagen: Ich bin zu alt für diesen Scheiß. Bei mir geht es komfortmäßig erst wieder ab Pensionszimmer los. Mit eigener Dusche.Geändert von Avocado_Diaboli (06.06.2019 um 13:33 Uhr)
"Wenn du erstmal Feminismus hast, das wirst du so schnell nicht wieder los."
(Gerburg Jahnke)
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06.06.2019, 13:32
AW: Der Thread übers Zelten
"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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06.06.2019, 13:36
AW: Der Thread übers Zelten
"Wenn du erstmal Feminismus hast, das wirst du so schnell nicht wieder los."
(Gerburg Jahnke)
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06.06.2019, 13:40Inaktiver User
AW: Der Thread übers Zelten
Im Jogginganzug zu schlafen ist nicht schlau. Wenn's warm ist, schwitzt man, wenn es kalt ist friert man. Nackt oder maximal mit T-Shirt in den guten Schlafsack und alles ist gut.
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06.06.2019, 14:31
AW: Der Thread übers Zelten
Meine Erfahrung ist: Es ist wichtig, daß man sich umzieht, ehe man in den Schlafsack geht (die Tagessachen sind immer ein bißchen feucht, so oder so), und man darf den Schlafsack nicht ausfüllen wie eine Preßwurst.
Jenseits davon gilt das Zwiebelprinzip. Ein zusätzliche Lage im Schlafsack (Klamotten, Innnenschlafsack, Decke) bringt mehr Wärme (vorausgesetzt, daß die Lage trocken bleibt). Zu lange Schlafsäcke sollte man unten ausstopfen, sonst kriegt man sie nicht warm. Eine zusätzliche Lage *auf* dem Schlafsack hilft nur, wenn sie so leicht ist, daß sie das Füllmaterial des Schlafsacks nicht zusammenpreßt, oder wenn der Schlafsack weniger warm ist als das, was man drüberwirft. Bei extremer Kälte soll man sich ein Beispiel an einem Haufen junger Hunde nehmen, den Haufen bilden, und alles Isoliermaterial oben/unten/rundrum um den Haufen verteilen.
Die Nachtsachen müssen vor der nächsten Nacht komplett auslüften und trockenen, wenn irgendwie möglich. Feuchtigkeit ist der Feind. Sogar bei Wollsachen!
Ich hatte einen geräumigen Schlafsack, deswegen konnte ich Nachts zwei Hosen, zwei Pullis, Schal, Mütze, Motorradnierengurt (damit sich nicht Hose von Pulli trennt) und zwei Paar Socken tragen -- mehr als bei Tag! Entsprechend hatte ich es immer moppelig, und wurde immer an den Rand plaziert, da ich ja nicht fror. (Außer einmal, wo ich verletzungsbedingt nur eine kurze Hose tragen und nur einen Deckenschlafsack verwenden konnte. Das war nicht so toll.)
Das führte zwei Mal zu spaßigen Effekten. (OK, einmal spaßig, das zweite Mal nicht so.)
Einmal, als ich aufwachte, in den gestirnten Himmel guckte, mir dachte, "oh, schon vier Uhr" und dann, "wo ist das Zelt hin"?
Einer der Äste des Zeltkreuzes war in der Mitte gebrochen, und da wir uns nicht viel Mühe mit den Häringen gegeben hatten, war meine Seite des Zeltes über mich hinweggeglitten und hatte mich nach draußen umgesetzt.
Das zweite Mal hatten wir genaugenommen gar nicht gezeltet. Wir hatten es vorgehabt, aber nach mehreren Wochen von unter -15 Grad bei Tag (und "ich geh da jetzt nicht raus und guck nach!" bei Nacht) war es nicht möglich gewesen, die Häringe in den Boden zu schlagen, also hatten wir uns in einen Bauwagen verkrümelt. Ich, wie immer am Rand, merkte irgendwann, daß etwas mit meiner irgendwie außerhalb des Schlafsacks zu liegen gekommenen Hand nicht stimmte, und holte sie rein. Am nächsten Morgen sah ich, daß neben mir eine metallene Leiste Boden und Wand zusammenhielt, und mein Schlafsack sah, naja, nicht so schön aus, weil auf dem Handerücken ein Stück Haut fehlte. Gut daß ich was gemerkt hatte.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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06.06.2019, 14:43
AW: Der Thread übers Zelten
In Flagstaff bin ich nachts aufgewacht, weil das Atmen in der Nase gestochen hat.
Wegen der Kälte fühlten sich die Schleimhäute wie eingefroren an.
Mit einem Handtuch um den Kopf gewickelt konnte ich dann weiterschlafen. Dadurch wurde die Atemluft etwas vorgewärmt."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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07.06.2019, 01:09
AW: Der Thread übers Zelten
Eure Zeltgeschichten sind wunderbar. Inklusive der Zelthasser-Posts.
Jede Situation hat das Recht auf ihre eigene Antwort.
(Christoph Peters, "Das Jahr der Katze")
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07.06.2019, 07:49
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07.06.2019, 08:13
AW: Der Thread übers Zelten
Letzten Sommer mit zwei Kindern (19 und 14) in Norddänemark geradelt und gezeltet. Warme Tage, Wind, ein Zeltplatz direkt an den Dünen und Meeresrauschen im Ohr. Oft werden ja die "gemeinen Zelter" am Rand des Campingplatzes untergebracht, das sind dann gerne naturnahe Stellen.
Für mich ist es noch immer ein unglaublich bestrickendes Gefühl, alles "am Mann" zu haben und so ungebunden zu sein. Mit dem Fahrrad fährt man oft auf eigenen Routen, durch Wälder, Heide, an kleinen Dörfern vorbei.


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