Ich auch nicht: Zelt immer auf dem Gepäckträger quer über den Packtaschen. Falls Transportbeutel nicht wasserdicht, dann eben blauen Müllsack drumherum.
Ich wechsele auch oft die Schlafposition, habe zuhause ein Seitenschläferkissen (da rolle ich nachts mal drauf und mal nicht), aber das hat beim Zelten noch nie Probleme gemacht: ich krabbele abends in den Mumienschlafsack, wenn es arg kalt ist, kommt die Kapuze gleich über den Kopf und zugezogen bis zum Gesicht und wenn ich nicht friere, bin ich flott in Träume entschwunden. Ich drehe und wende mich mit samt dem Schlafsack oder ziehe die Beine mit Schlafsack an. Ich kann prima 3 Wochen zelten ohne Schlafprobleme zu bekommen. Vermutlich bin ich von den dann ereignisreichen Tagen so erledigt, dass ich beim Schlafen gar nicht bemerke, dass ich mich gar nicht auf ein Seitenschläferkissen rollen kann (das wird im engen Mumienschlafsack dann wirklich etwas schwierig, aber ich hätte beim Zelten eh keins dabei)
Nur bei sehr hartem, steinigen Boden wird es mit meiner recht dünnen Isomatte irgendwann unbequem auf die Dauer. Wüsste ich da vorher was mir droht oder auch dass ich mehrere Wochen zelten werde, dann würde ich mir vermutlich eine dickere Isomatte ausleihen. Selbst kaufen ganz sicher nicht; ich hatte mal eine dickere und habe diese absichtlich gegen eine dünnere, kleinere und damit viel leichtere Isomatte ausgetauscht.
Mein Schlafsack ist nicht "platzsparend" - das nervt manchmal, wenn 1/3 vom Rucksack nur mit dem Schlafsack voll ist. Da er aber bisher bestens seine Dienste leistet wie gewünscht, wird er eben genutzt, bis er auseinander fällt oder sich andere Tücken auftun, die nicht zu beheben sind. Bei einem Neukauf, hätte ich es dann gerne mit etwas weniger Volumen
Ich habe gerade allen möglichen Zeugs in den Rucksack gestopft, weil ich in die Alpen fahre zum Zelten und Wandern. Da Hochgebirge auch im Sommer nachts meistens Kälte bedeutet und je nach Höher der Wanderung es tags unterwegs auch frisch werden kann, war es nichts mit "wenig einpacken" ..... da können andere aus ihren Einspar-Erfahrungen berichten wie sie wollen ---> ich will auf keinen Fall frieren, weil ich das Langarmshirt nicht eingepackt habe, die Skiunterwäsche zuhause liegt oder ich einfach keine 2. oder 3. Lage Kleidung überstreifen kann, weil ich nur 2 Shirts habe - eins an und das andere gerade beim Trocknen (von der Wäsche oder vom Schweiß)
In den Bergstiefeln muss ich auch nicht jeden Tag frische Socken anziehen; ich finde sogar mit den benutzten läuft es sich besser. Aber wenn ich abends irgendwo noch im Restaurant essen gehe, dann möchte ich nicht die 2-Wochen-getragen-Stinkesocken anderen zumuten. Bei 3 Wochen Wandertour in der skandinavischen Wildnis, wo man vielleicht niemanden zu Gesicht bekommt außer dem Mitwanderer, wären mir Stinkesocken vermutlich gleichgültiger
Ich habe dieses Mal sozusagen schon Spargepäck, weil die Campingküche nicht mitkommt. Es gibt entweder kalte Küche (Müsli oder Brot oder mal Salat) - dafür ist eine Schale und Besteck dabei. Aber ich werde nicht kochen: warmes Essen gibt bei der Hüttenrast oder abends im Restaurant. Ich logiere ja auf einem Campingplatz mit Infrastruktur und bin nicht in der Wildnis unterwegs. Morgens Tee kochen wäre zwar nett, aber es geht auch mal eine Zeit ohne oder ich muss halt irgendwo einen kaufen. -> Ist nicht geldsparend, aber das ist mir für diesen Wanderurlaub gleichgültig. Außerdem ist mein Ausleih-Kocher nicht verfügbar, weil die Freunde selbst auf Reise gehen und den vom Liebsten hätte ich vorab dran denken müssen, dass ich ihn überhaupt mit zu mir nehme. Außerdem sind ja auf dem Campingplatz auch noch andere Menschen, wenn es unbedingt sein soll, hat da sicher jemand 1 Becher Heißwasser abzugeben![]()
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Thema: Der Thread übers Zelten
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19.07.2019, 00:58
AW: Der Thread übers Zelten
LG WhiteTara
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19.07.2019, 08:44
AW: Der Thread übers Zelten
Wie zu erwarten war, finde ich natürlich das Tagar entzückend.^^ Besonders reizvoll: die geräumigere Version für zwei Personen ist nur unwesentlich schwerer und nur wenig größer im Packmaß.
Es scheint wirklich Typsache zu sein, mit welchem Zelt man am besten klarkommt: Jemand hat das Tagar mit vier Sternen bewertet, obwohl gleich am Anfang das Gestänge zerbrochen ist ... Das ist wahre Liebe. :D
Wäre das Tagar eine Vollkuppel, würde ich es ernstlich in Erwägung ziehen.
@Carolly: Die kleine Version des Naturhike Tagars scheint eine 40 Zentimeter lange Packrolle zu haben und es wiegt unter 1,5 Kilo, wenn ichs richtig im Kopf habe. Dazu Alugestänge, wenn auch offensichtlich bisweilen in zerbrechlicher Ausführung ...
(Ich habe immer einige Aluhülsen im Reparaturset dabei. Hat bis jetzt in Kombination mit Gaffatape jeden Stangenbruch so gut bandagiert, dass ich derart geflickte Stangen sogar bevorzuge: Sie sind durch die Aluhülsen-Verstärkung dauerhaft bruchsicherer.)
So ähnlich.Wenn ich recht sehe ist Gewicht für dich der wichtigste Punkt, die Innenraumgröße und -form steht scheint's an zweiter Stelle, Verläßlichkeit unter ferner liefen. Meine Prioritätenliste ist anders: Bei mir steht Verläßlichkeit und Handling auf Platz eins (Regendichte, Sturmfestigkeit, gute Belüftung, haltbare und leichtlaufende Reißverschlüsse, Innenraumtaschen, Haken für Licht etc. etc.), Gewicht steht bei mir auf 2, bei Farbe und Form bin ich bereit, Abstriche zu machen.
Meine Prioritäten:
1. Es muss zwingend eine Vollkuppel sein. Das ist die Bauform, der ich vertraue und die mit was weiß ich in mir korrespondiert. Außerdem muss das Zelt Olivfarben oder Dunkelgrün oder etwas in der Art sein. ;-)
2. Sobald ich beim Aufbauen zuerst eine Innenkabine aufstellen muss und dann das Überzelt drüberziehen soll, erlischt mein Interesse. So etwas tue ich einfach nicht.^^
3. Packmaß.
4. Gewicht. Wenn es vom Packmaß her in meinen Rucksack passt, ist es erfahrungsgemäß nicht untragbar schwer.
5. Verläßlichkeit und Handling, weil ich weiß, dass ich eventuelle Schäden leicht vor Ort reparieren kann. Bei Totalverlust finde ich Obdach bei den Nachbarn. (Da nicht die Wildnis sondern Camps, Campinplätze und Zeltdörfer mein Habitat sind.)
Das mit Fettdruck Markierte ist eine hervorragende Idee! Danke dafür, das tue ich auf jeden Fall.Sieh' dich doch einfach nochmal bei den Leichtgewichtsspezialisten um, z. B. im Trekking light store oder bei Bergfreunde. Lies Rezensionen in den einschlägigen Fernwanderer und Reiseradler-Foren. Du kennst dich doch gut genug aus, um die Spreu vom Weizen zu trennen! Gerade die spezialisierten Läden treffen ja ihrerseits auch schon eine gewisse, halbwegs sinnvolle Vorauswahl. Ansonsten beginnt da halt auch gerade der Sommerschlussverkauf ...
https://s14-eu5.startpage.com/cgi-bi...a0d24d7be5a552Welches Zelt dein "rational gesehen perfektes Zelt, das ich nicht leiden konnte" war würde mich übrigens echt interessieren
Jede Situation hat das Recht auf ihre eigene Antwort.
(Christoph Peters, "Das Jahr der Katze")
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19.07.2019, 08:58
AW: Der Thread übers Zelten
Meine jüngste Tochter fährt am Sonntag in ein Camp an der Ostsee und so bauten wir gestern Nachmittag im Garten mal alle in Frage kommenden Zelte auf, damit sowohl sie als auch ihr Freund eines mitnehmen können. (Ist ein katholisches Camp - sie dürfen nicht zusammen...)
Verpackt bleiben unser großes Familienzelt mit 5 Kabinen (26 qm groß) und das Kuppelzelt mit 2 Kabinen. Es ging nur um die kleineren Zelte.
Davon haben wir drei Stück.
Das kleine pinkfarbene Minipackzelt (seufz, vor 28 Jahren gekauft und so viele tolle Nächte drin gehabt) fiel durch, die Tochter hat keine Lust, eine (schon gar nicht zwei!) tragende Zeltstange abzuspannen. Nun denn also die beiden anderen.
Das eine (mein Klaustrophobikerzelt, d.h. zwei Ausgänge) ein Zweipersonenzelt von Terra Hiker und das andere eine ganz preiswerte Einwandkuppel mit zur Not Platz für drei Personen.
Ich habe sofort wieder Lust bekommen....
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19.07.2019, 10:10
AW: Der Thread übers Zelten
Wir hatten beim Wandern meist zu zweit ein Dreipersonenkuppelzelt mit. Die drei hätten ihr Gepäck im Auto lassen müssen, zu zweit ging's. Daß es ein Außenzelt hatte, war gar nicht so schlecht: Bei heißem, trockenen Wetter konnte man das Außenzelt weglassen, bei Regen es als Schutz beim abbauen oder als Unterlage oder Abdeckplane nehmen. Leider konnte man nicht *nur* das Außenzelt aufbauen. Und, leicht ging anders (mehr als 3 Kilo). Naja, ist eine Weile her.
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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19.07.2019, 14:24
AW: Der Thread übers Zelten
*kicher* ich habe das 2-Personenzelt gerade, also vor 5 Minuten nach ganz viel Googlen gekauft! Also das Cloud up im huebschen dunkelgruen. Es ist etwas schwerer als das Tagar, aber dafuer doppelwaendig und es sieht etwas stabiler aus. Duerfte in der neuen Version ohne Packsack und Plastikhuellen etwas unter 1500gr wiegen, was fuer mich leicht genug ist. Ich habe es bei Aliexpress gefunden, aber Versand aus Spanien, was eben nicht Monate dauern duerfte.
Dazu ein Schlafsack mit 400gr Daunen. Bin noch etwas unsicher welchen da ich nur warm werde wenn ich die Beine unter der Decke zur Brust ziehen kann, was ja im Mumiensack eher nicht geht. Und eine leichte Luftmatratze die dick genug ist und fuer Seiten-/Rollschlaefer geeignet ist. Da habe ich immerhin schon eine Idee. Komplett duerfte dann alles um 2.6kg wiegen. Nicht Ultraleicht, aber immernoch leicht und klein.
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19.07.2019, 16:37
AW: Der Thread übers Zelten
Ja, hübsch ist das Tagar. Ein Zelt das binnen weniger Tage zur Sauna, zur Dusche, oder zum unbrauchbaern Stoffhaufen (oder alles gleichzeitig) wird, ist aus meiner Sicht aber kein Zelt, sondern ökologisch bedenklicher Müll ab Werk. Ganz nebenbei ist das Tagar übrigens auch beileibe keine Vollkuppel

Ich schließe aus deiner Bemerkung aber: Die Optik spielt, auch wenn du sie in deiner Prioritätenliste nicht nennst, für dich offenbar auch eine Rolle. Dann sieh dir doch mal das Wolfskin Exolight an. Wobei das nun keine Empfehlung sein soll, sondern einfach nur der Hinweis: kuck mal, das gibts' was, das ähnlich aussieht und eventuell etwas hochwertiger sein könnte. Die einschlägigen Tests und Rezensionen müßtest du selbst suchen
Dein Punkt 2 ist übrigens ein totales Scheinproblem: Bei sehr vielen Doppelwandern ist es problemlos möglich, Außen- und Innenzelt ständig zusammengeklipst zu lassen. Man baut solche Doppelwander genauso in einem Zug auf und ab wie Einwander. Bei den Zelten mit Exoskelett ist es zum Teil sogar gar nicht möglich, Aussen und Innen separat aufzubauen.
Okay, das ist allerdings wirklich ziemlich grauenhaft. Eine fiese Mischung aus 80er Jahre Design und Möchtegern-Pfadfinder-Romantik.
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19.07.2019, 16:56
AW: Der Thread übers Zelten
Das finde ich klasse! Passt aber nicht wirklich in die Klein- und Leichtkategorie


Zum Thema Zeltfarbe: Olivgruen oder etwas anderes dunkles ist fuer mich auch zwingend noetig. Ich baue doch kein quietschiggelbes Zelt am Dorfrand auf und hoffe dass niemand das sieht. Und zum Sonnenaufgang aufwachen ist auch nicht toll.
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19.07.2019, 23:26
AW: Der Thread übers Zelten
Glückwunsch zu deinem neuen Zelt.

Doch, es ist federleicht und eine ganz kleine Packrolle. 1200 Gramm. Doch im inneren ist überall die Mittelstange im Weg. Im halb so großen Kuppelzeltchen habe ich gefühlt mehr Platz.
Alleine schon den vieleckigen Boden zu spannen war eine Zumutung.Jede Situation hat das Recht auf ihre eigene Antwort.
(Christoph Peters, "Das Jahr der Katze")
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20.07.2019, 02:39Inaktiver User
AW: Der Thread übers Zelten
Hiervon schon gehört?
https://www.spiegel.de/panorama/leute/venedig-deutsche-touristen-muessen-wegen-kaffeekochens-950-euro-strafe-zahlen-a-1278211.html
Da lassense MEGA-Kreuzfahrtschiffe in den dafür nicht gebauten, historischen Hafen ... aber das da oben ist ein Skandal?
Nurmalso, ich empfinde Rucksacktouris immer als relativ entspannt, unauffällig. Die Horden von Gruppenbesuchern hingegen ...
(Was anderes wär es natürlich gewesen, wenn es eine Gefährdung gegeben hätte, etwa in einem Waldgebiet, logo.)
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20.07.2019, 08:16
AW: Der Thread übers Zelten
... hoffentlich war bei dem Preis der Kaffee wenigstens köstlich.
Jede Situation hat das Recht auf ihre eigene Antwort.
(Christoph Peters, "Das Jahr der Katze")





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