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  1. Registriert seit
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    Wien - Cafehaus Sperl und Fischrestaurant Neptun Naschmarkt

    Hallo,

    wir waren vor einiger Zeit das erste Mal in Wien und waren sehr begeistert.
    Zwei kleine amüsante Erlebnisse hatten wir: Im Cafehaus Sperl baten wir um die Rechnung, Der Herr bejahte unsere Bitte und frug uns, ob wir noch zwei Weißgespritzte möchten. Dieses bejahten wir, er kam dann mit zwei Gläsern 0,2 l Weißweinschorle und war dann lange nicht mehr gesehen.
    Nach längerer Zeit baten wir noch einmal um die Rechnung, diese legte er nun sofort vor, allerdings so gefaltet, dass wir nur den Endbetrag sehen konnten.
    Da Urlaub war, heitere Stimmung und alles schön, zahlten wir. Ich nehme immer die Bons mit. Draußen sahen wir dann, dass pro Glas Weißgespritzter mit 3,80€ berechnet wurden.
    Wir haben gelacht und waren der Meinung, da hat er uns schön den Spiegel vorgehalten. Wir sind einfach davon ausgegangen, dass diese Getränke (nach Verlangen der Rechnung) aufs Haus gehen.

    Im Fischrestaurant Neptun (es war so toll) bestellte Herr Kieselmurmel u. a. ein Glas 0,2 l Weißwein. Unmittelbar nachdem er den letzten Schluck getrunken hatte, er führte gerade das Glas von Mund in Richtung Tisch, stand der Ober am Tisch und hielt ein gefülltes Weißweinglas hin und seine andere Hand, nahm meinem Mann das leere Glas ab. So ein perfektes Geben und Nehmen, mein Mann meinte später, es war wie ein Reflex, dass er das volle (unbestellte) Weißweinglas nahm.
    Ach so, gleich zu Beginn als wir Platz nahmen, wurde uns ein Brotkorb und ein Schälchen mit verschiedenen Ölsorten hingestellt. Beides hatten wir nicht bestellt, zu dem Zeitpunkt hatten wir noch keine Karte. Beides erschien auf der Rechnung und das zweite Weinglas natürlich auch.
    Dieser Restaurantbesuch war insgesamt sehr perfekt, auch wenn er für uns in diesen Punkten ungewöhnlich war.

    Also, ich will hier nicht meckern über die paar Euro. Andere Länder, andere Sitten. Sind es andere Sitten? Ich möchte von Euch wissen, ist so etwas in Österreich üblich, typisch Wienerisch, oder/aber nur für und mit Touristen... Ich/wir sind einfach neugierig...

    Danke Kieselmurmel


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    AW: Wien - Cafehaus Sperl und Fischrestaurant Neptun Naschmarkt


    Ich bin keine Österreicherin.
    Aber wenn der Ober mich fragt ob wir noch eine weinychorle möchten geh ich, egal wo, nicht davon aus eingeladen zu werden. Auch wg Brot und Oliven habe ich in Italien schon direkt gefragt ob das im Preis drin sei. Als das verneint wurde habe ich dankend abgelehnt.
    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)

  3. Avatar von ereS
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    AW: Wien - Cafehaus Sperl und Fischrestaurant Neptun Naschmarkt

    wie kann man denn davon ausgehen, das getraenke einfach so auf das haus gehen ?
    ebenso das dein mann das zweite glas dankend angenomen hat, ja das gibt es doch nicht umsonst ? er haette nein, danke, sagen koennen oder muessen

    auch das mit dem brot und oel, das ist ein angebot, welches man annehmen kann und dann auch bezahlen muß

    kostet es nichts, nennt es sich "gruß aus der kueche" oder eine kleinigkeit "vom haus"
    das solltet ihr euch vielleicht einmal merken

    ich kenne ein lokal, dort steht auf jedem tisch eine volle geschlossen rotweinflasche und auch glaeser ( auf den kopf gestellt) da kann man auch nicht einfach annehmen, wenn man sich daran bedient, das es diesen wein geschenkt / umsonst gibt
    das auge der moderatoren ist ueberall...

  4. Avatar von Renate-Alice
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    AW: Wien - Cafehaus Sperl und Fischrestaurant Neptun Naschmarkt

    Also ich bin Wienerin, könnte es aber nicht besser sagen als die Vorschreiberinnen. Gratis ist tatsächlich nur der Gruß aus der Küche und den gibt es nur in gehobenen Gaststätten mit gehobenen Preisen.
    Übrigens: WAS bitte ist in Deutschland in Restaurants gratis? Mir wäre da nichts aufgefallen.

  5. Avatar von Miya-Daiko
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    AW: Wien - Cafehaus Sperl und Fischrestaurant Neptun Naschmarkt

    Wenn du in Düsseldorf bist, kannst du gar nicht so schnell gucken, wie ein leeres Glas Bier gegen ein volles getauscht wird. Willst nix, müsste abdecken

    Find ich jetzt auch ziemlich normal, egal wo
    Ich wünsche niemandem etwas Schlechtes. Ich wünsche allen nur, dass sie Menschen wie sich selbst begegnen
    bei Twitterperlen gelesen


  6. Registriert seit
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    AW: Wien - Cafehaus Sperl und Fischrestaurant Neptun Naschmarkt

    Ich habe für das Brot (plus Kräterbutter oder ähnliches), das in einiges Restaurants vor dem Essen auf den Tische gestellt wird und das auch zum vorher essen gedacht ist, noch nie extra bezahlt, ausser ein Mal in Österreich. Ganz selten wurde mal irgendwo erwähnt, dass das Brot extra kostet. Aber dann weiss man ja wenigstens Bescheid.
    Und das mit dem Getränke einfach austauschen ist mir auch noch nie passiert, ausser in den USA bei softdrinks oder Kaffee, wobei Beides aber dann umsonst ist (refill).
    Und beim Griechen gibt es immer einen Ouzo, bevor die Rechnung kommt - umsonst!


  7. Registriert seit
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    AW: Wien - Cafehaus Sperl und Fischrestaurant Neptun Naschmarkt

    Wenn irgendwas auf das Haus geht, wird das ausdrücklich gesagt. Der Wirt verdient damit sein Geld. Wie kann man denn darauf kommen, dass er etwas umsonst hergibt?

    Das ist weder typisch Österreich oder typisch Wien; das ist typisch Gastwirt.


  8. Registriert seit
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    AW: Wien - Cafehaus Sperl und Fischrestaurant Neptun Naschmarkt

    Seid doch nicht so entrüstet, die TE hat hier nach Erfahrungen gefragt, offensichtlich kennt sie es so, auf diese spezielle Art nicht.

    Ich kenne auch diverse Restaurants, deutsch und italienisch, da kommt vorab ein Töpfchen Butter oder Schmalz, ein paar Scheiben Brot auf den Tisch oder Oliven, zwei Bruschetti und ein Brotkorb. Im Anschluss gibt es zwei Obstler oder Grappa oder einen Espresso. Jedes Mal aufs Haus, ohne dass es extra benannt wird, mit „Gruß aus der Küche“ o. ä.

    Vieleicht können die Schreiberinnen gelten lassen, dass es woanders, einfach anders ist?

    Meine Erfahrungen stammen aus überwiegend aus Berlin, Bayern.
    Gestern in Hannover, gut bürgerliches Restaurant: Vorab gabs ohne Bemerkung einen üppigen Brotkorb und für sechs Personen zwei eiskugelgroße Bällchen Griebenschmalz, zwei Schälchen Tomaten-Zwiebel-Würfel und zwei Schälchen Petersilienpesto.

    Unser Stamm-Grieche in NRW serviert vorab Brot, Oliven und Auberginencreme, nach dem Essen gibt einen Uozo aufs Haus.

    Ich habe die TE nicht so verstanden, dass sie „verlangt“ oder „erwartet“, dass es etwas kostenfrei im Restaurant gibt. Ich verstand es eher so, dass es um die Vorgehensweise ging.
    Und dass diese Extras in den Preisen inkludiert sind, versteht sich von selbst.

  9. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Wien - Cafehaus Sperl und Fischrestaurant Neptun Naschmarkt

    Jedes Land hat seine Sitten.

    In Deutschland habe ich bisher noch nie für Brot und Butter, die vor oder zum Essen gebracht wurden etwas bezahlt.
    Und beim Italiener in Deutschland wird man oft nach dem Ordern der Rechnung gefragt, was man noch aufs Haus trinken will, meist Grappa oder Espresso.


    In Frankreich muss der Wirt kostenlos Brot und Leitungswasser zur Verfügung stellen, dazu gibt es sogar ein Gesetz.


    In England - habe ich gerade gelernt - steht auf der Karte, ob das Trinkgeld bereits einberechnet ist oder nicht (auf der Rechnung steht es dann auch nochmal.


    In - ich meine Italien - hingegen ist es so, dass Brot ohne Hinweis gebracht wird, und wenn man davon isst, muss man es extra bezahlen.


    Einheimische kennen halt die Regeln - als Gast muss man fragen - und sei es in der Bri. ;-))
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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  10. gesperrt
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    AW: Wien - Cafehaus Sperl und Fischrestaurant Neptun Naschmarkt

    Danke für die beiden Restaurant-Tipps. ich schätze aufmerksame Bedienung

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