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  1. Registriert seit
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    AW: Extrem- und Vielreisende

    Zitat Zitat von Carolly Beitrag anzeigen
    Tenerifa fand ich schoen, aber etwas eingeschraenkt: in der Mitte der Teide, und eine Strasse drum herum. Natuerlich kann man quer durch den Nationalpark wandern aber man sieht vor allem immer wieder dieselben Gesteinsformationen, wenn auch aus einem anderen Winkel. Irland laesst mich kalt.

    Was ich mag sind nordische Inselchen. Orkney und Faroer fand ich ganz toll. Hoffentlich komme ich dieses Jahr noch nach Aaland. Kleinere Inseln im Allgemeinen, und Wueste. Die arabische Halblinsel liebe ich. Iran war fantastisch, nach Erbil im Irak moechte ich schon lange. Und Addis Abeba hat mich enorm beeindruckt.
    Liebe Carolly,
    Sehr interessant. Auf den Orkney Inseln war ich auch. Echt beeindruckend. Vor allem The Ring of Brodgar.
    Aber mich lassen die Shetlandinseln nicht los. Vor allem Unst mit dem Hermaness Nationalpark. Nach einer ca.10 km Wanderung durch eine Moorlandschaft kam ich an die Steilküste. Das war total gigantisch. Puffins und Gannets flogen umher. Ich habe sowas noch nie gesehen. Dort ist auch die urigste Bushaltestelle, wie ein kleines Wohnzimmer und ein Wikingerboot nachgestellt. Dann gibts eine Schlossruine (Muness) heisst sie. Und wenn man vom nördlichsten Postamt Grossbritanniens eine Karte schreibt, dann muss man auf den Poststempel gucken...
    Die Faröer Inseln hab ich auch im Visier, die Äusseren Hebriden auch, dort sollte man mit dem Flugzeug landen, es landet auf dem Strand.
    Vielleicht kannst Du berichten von den Faröer Inseln? Adis Abeba ist auch ein Traum von mir.
    Übrigens meine Tansania Reise für dieses Jahr ist zusammengestellt.

  2. Avatar von Mitternachtsblau
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    AW: Extrem- und Vielreisende

    Zitat Zitat von cocohasi Beitrag anzeigen
    Was war denn eure tollste Reise, von der ihr lange gezehrt habt?
    Was jetzt die tollste Reise war, kann ich so gar nicht sagen, weil es ganz, ganz viele auf unterschiedliche Weise großartige Reisen gab.

    Eines der bemerkenswertesten, weil eindrücklichsten Erlebnisse hatte ich auf Mahè.
    Mahè ist die Hauptinsel der Seychellen, ich hatte sie deswegen ausgesucht, weil dort die meisten Einheimischen leben und nach Besichtigung von La Digue und Praslin wusste ich, es war die richtige Entscheidung. Die beiden anderen Inseln sind hauptsächlich Touristendisneyland.

    Ansonsten sind die Seychellen das klügste kleine Land überhaupt! Eine gesunde Infrastruktur, Bildung und religiöse Toleranz in einem Ausmaß, dass es einen wirklich nur schwer beeindrucken kann.

    Es gibt auf den Seychellen keine Privatstrände, auch die Hotels dürfen ihre Strandbereiche nicht privat absperren, jeder Einheimische darf an jeden Strand. Das ist großartig. Deswegen darf man auch als Tourist überall hin und es gibt hie und da Strandabschnitte, da ist unter der Woche, wenn die Einheimischen arbeiten, tatsächlich kaum jemand.
    Einen solchen winzigen wilden Strand haben wir gefunden und dort viel Zeit verbracht.

    Und an einem Tag ergab sich, dass ich dort ganz und gar und komplett allein war; mein Mann wollte irgendwas anderes sehen und sonst war zufällig weit und breit niemand.
    Dann ging ich zum Schnorcheln ins Wasser und traf dort die erste und einzige Meeresschildkröte meines Lebens.

    Mit der Kröte gemeinsam war ich dann wahre Ewigkeiten unterwegs...nur das unendliche Wasser, der unendliche Himmel, sechs Millionen Fische - und die Kröte und ich. Und nirgends ein Mensch zu sehen oder auch nur zu hören.
    Das hat mich ungeheuer tief berührt, diese Unendlichkeit von allem und ich als einzelnes winziges Menschlein mittendrin.
    Man wird sich seiner eigenen Bedeutungslosigkeit so unglaublich bewusst.

    Die eigene Bedeutungslosigkeit ist nicht negativ belegt, ganz im Gegenteil. Es wird einem wunderbar klar, wie unwesentlich das ganze Geraffel ist, an dem man sich im Alltag gern mal hochzieht.
    Das war eines meiner berührendsten Erlebnisse überhaupt.


    Auch grandios, aber mit ein paar mehr Menschen drumherum: im Winter bei knapp minus 30 Grad mit dem fackelbeleuchteten Pferdeschlitten in den Urwald bis zur weißrussischen Grenze und dann am Feuer warmes Bier trinken...wie bei Dr. Schiwago.
    Allerdings ist warmes Bier was, was dann auch wieder schnell raus will und bei derartigen Temperaturen geht frau wirklich nicht in den Wald pinkeln! Aber lustig wars allemal, auch wenn ich fast geplatzt wäre.


    Auch schön: auf den Malediven frontal in einen Schwarm Schwarzspitzenriffhaie schwimmen. Da der Mensch im Allgemeinen nicht auf der Speisekarte von Riffhaien steht, hatte ich nicht die Idee, Angst haben zu müssen.

    Letztes Jahr Privatsafari in Kenia. Eine Lodge hatte ganz klar definierte Verhaltensregeln: nach Anbruch der Dunkelheit keinesfalls das Zimmer ohne Sicherheitsdienst verlassen. Wollte man zum Abendessen, musste man die Rezeption anrufen und sich abholen lassen. Hintergrund war, dass nachts die Flußpferde aus dem direkt angrenzenden Lake Naivasha zum Grasen an Land klettern und gelegentlich direkt auf dem Gelände 'rumlaufen.
    Und auch wenn ich bis heute nicht glauben will, dass Tiere, die dermaßen niedlich sind, wirklich gefährlich sind - ich musste es mal eben so hinnehmen.
    Als wir kurz vorm Einschlafen waren, hörten wir draußen Geräusche, die man kaum beschreiben kann. Wahnsinnig lautes Grunzen und Malmen. Dann hat mein Mann unsere Zimmertür aufgemacht - wir hatten immerhin eine Treppe - und direkt hinter unserem Eingang, quasi in Griffweite mümmelten zwei riesige Hippos mal eben den Rasen weg. Das mit der Gefährlichkeit mag ich nach wie vor nicht so richtig glauben, weil die dicken Dinger uns komplett ignoriert haben.
    Die Geräuschkulisse war echt der Hammer!

    Und genauso beeindruckend war vor zehn Jahren meine Teilnahme an der Fiesta de Santa Rita in Barcelona. Das ist kein Touristenevent, dafür wird auch keinerlei Werbung gemacht. Santa Rita ist die Heilige, der man nachsagt, sie könne das Unmögliche möglich machen.
    Das hat mir militanter Atheistin im Nachlauf eine nette Mailfreundschaft mit der Frontfrau eines Ordens der Ritaschwestern hier in D eingetragen, was darin gipfelte, dass die Ritaschwestern mir in diesem Jahr eine Kerze anläßlich meines 50. Geburtstages entzündet haben! Darauf bin ich hochstolz.

    Ja, die Welt sehen und wirklich erleben - das macht schon echt Spaß!
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde


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    AW: Extrem- und Vielreisende

    Ihr steigert gerade meine Vorfreude - bin im Sommer 3 Wochen mit dem Camper in Island. Bislang ist nur Flug und Camper gebucht.... Habe ein wenig Respekt vor dem Wetter

    Bei mir haben mich verschiedene Reisen auf unterschiedliche Art fasziniert:

    Menschen und Kultur im himalaya: hier hat mich das harte Leben und die tiefe Religiosität der menschen stark beeindruckt. Die Berge sind natürlich auch sensationell

    Landschaft im südamerikanischen altiplano: klare Farben, endlose weite und sehr extreme Landschaften mit salzseen, Schnee und eis, geysiren, heißen Quellen. Ein bisschen Island mit zuverlässig guten Wetter sowie flamingos und vicunas \alpakas

    Tiere: galapos sowie die big migration in Ostafrika

    Alle diese Orte würde ich sofort wieder bereisen aber es gibt noch so viel unentdecktes und die Liste der noch zu bereisenden Länder ist lang
    Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende

    Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist.
    Es wär nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt - die Ärzte

    Das leben ist zu kurz für schlechtes Essen (gesehen vor einem Berliner Restaurant)


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    AW: Extrem- und Vielreisende

    @Mitternachtsblau: das Schwimmen mit der Schildkröte klingt so toll. Das sind doch die momente, die man nie vergisst....

    Für mich unvergesslich ist ein schneller ritt in der masai mara. Inmitten von gnus und zebras. Die ganze Ebene war in aufruhr\bewegung, so dass wir fast in eine Gruppe Elefanen reingerast sind. Unvergesslich
    Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende

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    AW: Extrem- und Vielreisende

    @schweinebacke: wohin geht's konkret bei eurer reise?
    Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende

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  6. Avatar von Mitternachtsblau
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    AW: Extrem- und Vielreisende

    Zitat Zitat von Schweinebacke Beitrag anzeigen
    Die Faröer Inseln hab ich auch im Visier, die Äusseren Hebriden auch, dort sollte man mit dem Flugzeug landen, es landet auf dem Strand.
    Vielleicht kannst Du berichten von den Faröer Inseln?.
    Auch wenn du nicht mich gefragt hast... also, Tinganes, die kleine Halbinsel von der Hauptstadt Tórshavn ist recht sehenswert.
    Darüber hinaus sind die Färöer weniger zum Wandern und Besichtigen gut, weil mehr so plattes Land. Man kann aber mit dem öffentlichen Bus über die Insel nach Gutdünken.
    Am schönsten ist, wenn man mit irgendeiner Art Schiff durch die Inselchen kreuzen kann.
    Ansonsten fand ich sie tendenziell langweilig. Sie haben Landschaft - wirklich hübsch, aber auch die ist begrenzt und außer Landschaft haben sie nichts, außer du fährst auf Hochseeangeln ab.
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde

  7. Avatar von Mitternachtsblau
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    AW: Extrem- und Vielreisende

    Zitat Zitat von cocohasi Beitrag anzeigen
    @Mitternachtsblau: das Schwimmen mit der Schildkröte klingt so toll. Das sind doch die momente, die man nie vergisst....

    Für mich unvergesslich ist ein schneller ritt in der masai mara. Inmitten von gnus und zebras. Die ganze Ebene war in aufruhr\bewegung, so dass wir fast in eine Gruppe Elefanen reingerast sind. Unvergesslich
    Ja, traumhaft. Das sind genau die Momente, die das Leben so besonders lebenswert machen!
    Mit dem Pferd in die Masai Mara ist auch sehr, sehr besonders!
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde


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    AW: Extrem- und Vielreisende

    Meine Mutter ist sbsoluter Island Fan. Sie will dieses Jahr wieder hin.
    @Mitternachtsblau das ist so schön Deine Beschreibung. In Ägypten bin ich in der Dämmerung geschnorchelt. Das war so schön und ich habe mehrer Schildkröten und Kugelfische, Rochen... gesehen.
    Eines meiner schönsten Erlebnisse war eine 2tägige Bootstour in Ägypten nach Satay. Ich habe auf dem Deck gepennt. Morgens um 5.30 Uhr ging die Sonne auf. Das war sowas von gigantisch. Noch vor dem Frühstück sind wir schnorcheln gegangen und unter anderem habe ich auch einen Riffhai gesehen.
    Wenn ich schnorchle dann fühle ich mich total geflashed, den "bunten Wald" unter Wasser zu sehen. Unsere Welt ist schon ein kleines Paradies und ich bin immer wieder aufs Neue dankbar, dass ich so etwas Schönes erleben darf.

  9. Avatar von Mitternachtsblau
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    AW: Extrem- und Vielreisende

    Zitat Zitat von cocohasi Beitrag anzeigen
    Ihr steigert gerade meine Vorfreude - bin im Sommer 3 Wochen mit dem Camper in Island. Bislang ist nur Flug und Camper gebucht.... Habe ein wenig Respekt vor dem Wetter
    Ooooh, grandios!
    Mir haben die Solfataren hinterm Myvatn am besten gefallen. Die reinste Mondlandschaft, mit nichts anderem vergleichbar, was anderswo an Landschaft zu sehen ist. Drei Wochen! Toll!!
    Mehr Respekt als vor dem Wetter hätte ich auf Island allerdings vor der Verpflegung - die essen da echt komisches Zeugs.
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    Oscar Wilde


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    AW: Extrem- und Vielreisende

    Zitat Zitat von Mitternachtsblau Beitrag anzeigen
    Ja, traumhaft. Das sind genau die Momente, die das Leben so besonders lebenswert machen!
    Mit dem Pferd in die Masai Mara ist auch sehr, sehr besonders!
    Oh je, wo Ihr das erwähnt, kleine Anekdote: ich hab mich morgens nach einer durchzechten Nacht mal wirklich überreden lassen, auszureiten. Das war in Portugal. Mein Pferd machte mit mir, was es wollte und trabte weg. Ich sass drauf und brüllte in sämtlichen Sprachen, die mir einfielen, "Hilfe". Das Pferd trabte mit mir zum Reithof ganz gemächlich zurück. Na, dass gelacht wurde, brauch ich, glaub ich nicht zu erwähnen...

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