Ich habe gerade erst gesehen, dass es in dem Strang ja weiterging. Wie schön.
Ich sehe, ich bin nicht so allein.
Wenn man so ein klein bisschen was sagen kann, kann das ganz gut dabei helfen, das Gegenüber zu öffnen. Ich wage mich dann eher auch in völlig touristenfreie Gebiete.
Nach Anfangsfloskeln muss man sich im Detail dann oft doch mit Händen und Füßen verständigen. Aber die Bereitschaft auf der anderen Seite ist irgendwie größer, das Anliegen der Fremden zu verstehen.
Im letzten Jahr habe ich mich nicht vorbereitet, weil ich irgendwie keine Energie hatte und ich dachte, westliches EU-Land, mit Englisch und/oder etwas Französisch wird es schon gehen.
Aber dann standen der Wirt und wir doch manchmal etwas hilflos gegenüber. Speisekarten gab es nicht, die Einheimischen wussten sowieso, was man dort bestellt. Höchstens stand da eine Tafel mit den gerade angebotenen Extra-Gerichten (bei denen wir dann oft nicht die Spur einer Ahnung hatten, was das sein könnte).
Abseits ausländischer Touristenströme kam man auch bei jungen Leuten in den Geschäften oder Lokalen ohne die Landessprache nicht wirklich weiter. Und wenn es kein Supermarkt war und die Waren alle wohlverpackt hinter dem Ladentisch lagen, wird es mit dem Einkaufen schon recht kompliziert. Zum Glück können wir auch mit Überraschungsessen gut leben. Aber war schon blöd, dass man nicht mal fragen konnte, was ist das? Ob man allerdings eine Antwort versteht, ist mit Anfängerkenntnissen dann nochmal eine andere Frage.
Nee, so ein bisschen Überlebensvokabular ist mir schon wichtig, sonst fühle ich mich unsicher und damit eingeschränkt.
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22.02.2016, 19:26Inaktiver User
AW: Sprachgrundlagen lernen als Reisevorbereitung
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24.02.2016, 09:11
AW: Sprachgrundlagen lernen als Reisevorbereitung
Nach dem dritten Urlaub in arabischsprachigen Ländern habe ich mich für einen Sprachkurs an der VHS eingeschrieben. Mittlerweile bin ich im 5. Semester.
Für flüssiges Unterhalten genügt das zwar nicht, aber mir war es hauptsächlich wichtig, die Schrift lesen zu können. Und die gängigsten Floskeln, Essen bestellen usw. klappt schon ganz gut
Französisch wäre vermutlich einfacher gewesen und viele Araber sprechen bzw. verstehen das ganz gut, aber irgendwie macht mir Arabisch lernen mehr Spass...
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24.02.2016, 09:19Inaktiver User
AW: Sprachgrundlagen lernen als Reisevorbereitung
Ich bin ein komplettes Sprachenuntalent - leider. Aber wenigstens Begrüßung, Bitte, Danke usw. lerne ich vor jedem Urlaub, das ist mir wichtig.
Gut finde ich es auch noch, sich über die wichtigsten Verhaltensregeln im jeweiligen Land zu informieren.
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24.02.2016, 09:23Inaktiver User
AW: Sprachgrundlagen lernen als Reisevorbereitung
hey danke für den Tipp
ich fliege in 6 Wochen nach Sri Lanka und könnte ein bisserl sri lankesisch lernen oder was immer die da reden. Vermutlich tamil. mal nachforschen
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24.02.2016, 11:58Inaktiver User
AW: Sprachgrundlagen lernen als Reisevorbereitung
Na, dass kommt aber darauf an. Die Buchstaben des Ivrit (Hebräisch) waren einfach zu lernen, aber es ist schon frustran, dass es keine Vokale gibt. D.h., sieht man ein unbekanntes Wort, kann man zwar die einzelnen Buchstaben lesen, aber nicht das Wort als solches. Schalom könnte z.B. auch "Schelom" oder "Schulom" heißen. Man muß im Prinzip jedes Wort auswendig lernen.
Das habe ich für Ivrit, und es ist echt witzig. Weil es eben auch Lustiges über das Land verrät. Z.B. das es "Herr" und "Frau" nicht gibt - höchstens, wenn man den Ministerpräsidenten trifft, oder ältere deutschstämmige Leute. Und das man zum Busfahrer nicht zu freundlich sein soll, weil den das irritiert.
Ansonsten bemühe ich mich auch, für jedes Land wenigstens die wichtigsten Floskeln zu lernen. Für richtige Kurse fehlt mit die Zeit.
Und "Prost" kann ich in ungefähr 15 Sprachen sagen.
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24.02.2016, 12:09Inaktiver User
AW: Sprachgrundlagen lernen als Reisevorbereitung
Yepp, das ist manchmal erstaunlich. Ich war mal dienstlich in Bialystok, einer größeren Stadt in Ostpolen. Abends im Restaurant konnte KEINER der jungen Kellner auch nur ein Wort Englisch, auch die Speisekarte war nur in Polnisch. Ok, "Bier" kriegte ich noch hin.
Aber beim Essen habe ich mir dann notgedrungen eine "Pizza diabolitzka" (oder so ähnlich) bestellt, weil es das einzige war, wo ich mir halbwegs vorstellen konnte, was sich dahinter verbarg.
Und in der französischen Provinz sollte man besser keinen Unfall oder ähnliches haben, wenn man nicht perfekt (!) Französisch spricht. Die Empfangsschwester in der Klinik läßt einen sonst gnadenlos vor'm Empfangstresen verbluten.
Selbst in Universitätskliniken legen die Leute einfach den Hörer auf, wenn ein Anrufer es wagt, englisch zu reden.Geändert von Inaktiver User (24.02.2016 um 12:24 Uhr)
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24.02.2016, 12:11Inaktiver User
AW: Sprachgrundlagen lernen als Reisevorbereitung
Wie kommst du denn darauf? Dass du mit Vorbereitung auf A1-2-Level z.B. Japanisch lesen kannst, ist praktisch ausgeschlossen.
Ansonsten: Ja, mache ich auch so. Aber ich spreche ohnehin mehrere Sprachen, davon auch die eine oder andere fließend, da sind neue immer ein weiteres Sahnehäubchen.
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24.02.2016, 12:22Inaktiver User
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24.02.2016, 12:29Inaktiver User
AW: Sprachgrundlagen lernen als Reisevorbereitung
Ja, vermutlich.
Aber es gibt doch eine Menge Reiseländer, mit deren Schriften man keineswegs "schnell zurechtkommt".
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24.02.2016, 13:53Inaktiver User
AW: Sprachgrundlagen lernen als Reisevorbereitung
Okay, meine "geringe Schwierigkeit" bezog sich nur auf Sprachen, die mit einem Alphabeth verschriftlicht werden. Die Buchstaben-Laut-Kombinationen finde ich nicht so kompliziert. Man muss nur die Sprachen im Kopf schön sortiert halten, sonst kann man beim Lesen da schnell hereinfallen.


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