hm,also ich bin immer schon als Kind mit meinen Eltern sehr viel gereist und habe mein Kind auch immer mitgenommen ,egal wie alt es war.
Reisen prägt auch Kinder. Sie verstehen ,warum es wichtig ist viele Sprachen zu können ,sie lernen die Welt kennen und werden automatisch weltoffen.
Es sind übrigens meist die Kinder ,die Reisen nicht gewohnt sind ,die in den Flugzeugen schreien.
Wie alles ist auch Reisen Gewohnheit. Je mehr umso einfacher ist es.
Davon mal abgesehen ,fand ich die Weltsicht meines Kindes ganz besonders ,es sah Dinge ,die ich vielleicht übersehen hätte und insofern ergab sich mit der Elternschaft wirklich eine ganz neue Sicht des Reisens ,allerdings ohne Ferienwohnung und Dauerziele.Ich hätte mich niemals so limitieren wollen.
Genauso wie manche Eltern glauben Kinder mögen nur Nudeln mit Tomatensosse und Pizza halte ich das für Nonsen zu glauben ,Kinder brauchen einen besonderen Urlaub.Kinder brauchen andere Zeitfenster ,um manches zu erfassen ,aber vom kurzweiligen Leben in anderen Ländern und deren Situationen muss man sie keineswegs fernhalten.Je mehr umso besser. Das sind Erfahrungen ,die gut tun.
Mein Kind ist groß und wir verreisen ab und zu immer noch ,heute sind es die besten Reisen ,denn wir sind ein gegenseitig erzogenes Team im besten Sinne.
Aber ich reise auch schon lange viel allein und geniesse ,die Freiheit genau hinschauen zu können ,solange ich möchte.
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Thema: Reisearten und Lebensphasen
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27.01.2016, 13:55Inaktiver User
AW: Reisearten und Lebensphasen
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27.01.2016, 23:44
AW: Reisearten und Lebensphasen
Als Kind war es immer mein Traum, durch die ganze Welt zu reisen. Ich habe überlegt, welche Sprachen ich lernen müßte, um in möglichst vielen Ländern klarzukommen.
Und dann habe ich mich als komplett unbegabt zum Sprachenlernen erwiesen.
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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28.01.2016, 18:32Inaktiver User
AW: Reisearten und Lebensphasen
Wie ich gereist bin, war immer sehr von meiner Familiensituation abhängig.
Als Kind ging es im Sommer immer zu den Großeltern, sonst wurde nicht kaum verreist. An zwei Reisen mit meiner Mutter kann ich mich erinnern: eine Woche Österreich und fünf Tage Holland.
Mit 15 habe ich an einer Jugendreise teilgenommen, unter dem Motto der Völkerverständigung. Da habe ich meinen späteren Mann kennen gelernt und ab dann war ich mit ihm unterwegs. Da das Geld extrem knapp war, waren es in erster Linie Verwandtenbesuche oder zu Leuten, die man irgendwie kennen gelernt hat. Längere Urlaube gab es aber nicht, weil die Schul- und Semesterferien immer zum Arbeiten genutzt wurden.
Dann kamen die Kinder, Geld war weiterhin knapp, dafür aber der Urlaub manchmal sehr nötig. Verwandtenbesuche und Ferienwohnungen mit Säugling und Kleinkind bzw. zwei Kleinkindern haben sich als nicht so optimal erwiesen (wie zu Hause, nur dass mehr aufgepasst werden musste, damit weder Kindern noch Hab und Gut von Dritten was zustößt). Wir sind dann eine Zeitlang auf Pauschalreisen umgestiegen, keine Mühen mit Transfer mit Kiddys am Rockzipfel und x Gepäckstücken, weil Kinderausstattung teilweise mitgenommen werden musste, die es vor Ort nicht oder nur extrem teuer gab, z. B. Windeln für zwei Kinder und drei Wochen). Wir haben aber immer versucht, es nicht zu pauschal werden zu lassen, also keine Touristenhochburgen ausgewählt und nur wenig bis keine Mahlzeiten dazu gebucht. Dafür Länder und Regionen mit niedrigen Lebenshaltungskosten ausgesucht, wo man sich das Essengehen auch leisten konnte. Haustausch mit einer anderen Familie im Ausland haben wir auch einmal versucht, aber das Putzen vorab fand ich sehr stressig, man hat ja versucht, das Zuhause tippitoppi zu übergeben.
Mit dann zwei älteren Kinder und nur noch einem Kleinkind sowie mit mehr Geld in der Kasse änderte sich das Reiseverhalten. Wir haben dann mit Mischungen zwischen Badeurlaub, Wintersport und Kulturreisen begonnen, vereinzelt auch Städtereisen (eine Woche London zu fünft), manchmal teil-organisiert, manchmal selbst zusammen gestellt. Das lief so mit unterschiedlichen Personenzahlen bis auch die Jüngste ihre eigenen Reisen machte.
Dann begann eine Zeit der Spontanreisen. Irgendwo hin und dann im Land, der Region umschauen. Nichts vorgebucht, treiben lassen. Bei dieser Art des Reisen blieb es auch nach meinem Partnerwechsel. Wir waren/sind aber überwiegend in Europa unterwegs, dort wo die EU-Vereinheitlichung noch nicht so spürbar ist.
In den letzten vier Jahren habe ich aber festgestellt, dass ich mich bei den Spontanreisen an ganz unspektakulären Orten am wohlsten fühle und am längsten bleibe. Orte, wo es höchstens einheimischen Tourismus gibt, kaum was zu besichtigen, man nicht das Gefühl hat, irgendwo hin zu müssen, was versäumen zu können.
Im letzten Jahr sind wir gleich in unserer ersten sehr simplen Unterkunft in mehr oder weniger Alleinlage ein paar Kilometer vom Meer entfernt für drei Wochen hängen geblieben. Wir haben uns dort wohl gefühlt und keine Lust gehabt weiterzuziehen. Haben uns in der Umgebung jedes Kirchlein, Strandbucht, Bergtal und das eine Museum angeschaut, mehr oder wenige alle Lokale im Umkreis ausprobiert. Und oft einfach vorm Haus gesessen, gelesen, geredet, geguckt.
Nach dieser Erfahrung wurde diesmal von vornherein in eine ähnliche Unterkunft, aber im anderen Land, gebucht, diesmal vorher reserviert, weil es dort wenig zu mieten gibt und ich mich in die Aussicht (nach den Fotos zu urteilen) und Umgebung (nach Google Maps) verguckt habe.
Mal sehen, wann eine neue Urlaubsphase kommt. Ich denke aber, ich werde weiterhin Abstand halten vom Urlaubstourismus. Ich möchte im Urlaub etwas vom einheimischen Lebensgefühl mitbekommen. Da reihe ich mich auch gern in Warteschlangen ein, es macht mir nichts aus, wenn die Verkehrsmittel unzuverlässig sind, ich im Lebensmittelladen oder auf dem Markt etwas hilflos bin, wie man einkauft und was man mit dem Angebotenen eigentlich machen kann, oder auch mal ein Essen serviert zu bekommen, das nur bedingt essbar aussieht und schmeckt.
Wenn es mir mal um Rundum-Versorgung im Hotel geht, kommt vereinzelt mal für ein paar Erholungs-Tage vor, fahre ich nicht weit weg, da reichen 100 bis 200 km. Dabei kommt es auf das Hotel an und nicht auf eine neue Umgebung, eine lange Anreise kann ich mir da sparen.
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02.02.2016, 12:35Inaktiver User
AW: Reisearten und Lebensphasen
Bisher gab es bei mir nur ein paar Phasen, am Anfang immer mit den Eltern im Auto an die Nordsee in eine Fewo (Belgien, Holland, Deutschland) gefahren und nur einmal in Skiurlaub (war nichts für uns). Und zwischendurch je einmal im Schwarzwald und am Bodensee (beides Mal ins Hotel). Als Teenie war ich nur noch genervt von der Nordsee, immer das gleiche sehen, nichts neues, oft suboptimales Wetter. Trotzdem bin ich mit 20 tatsächlich noch mal mit gefahren, einmal und nie wieder! Höchstens wieder bei gutem Wetter, in 10 Jahren oderso.
Dann war ich mit 17 einmal mit einer Kirchengruppe nach Frankreich zum zelten, was toll war, und hab alle Reisen genossen die wir mit der Schule gemacht haben (Irland, Wien, Hamburg). Alles voll durchorganisiert, viel gesehen und viel erlebt. Ab Irland war ich vollkommen infiziert mit dem Reisevirus, so weit war ich schließlich noch nie weg gewesen! Das Essen, die Pubs, die Küste und die Leute haben mich total begeistert. Seitdem bin ich vollkommen verliebt in Großbritannien, auch wenn ich noch nicht alles gesehen habe.
Nach dem Abitur wollte ich eigentlich gerne Interrail machen, weil ich mir das aber relativ spät überlegt hatte, somit das Geld fehlte und zu ängstlich war um alleine zu fahren, ist daraus nichts geworden. In der Ausbildungszeit bin ich dann nochmal mit meinen Eltern in die Normandie (was uns super gut gefallen hat) und im Herbst an die deutsche Nordseeküste (viiiiel zu kalt für mein Empfinden) :).
Danach war ich wild entschlossen, ich wollte nach Schottland! Egal ob alleine oder zu zweit. Es wurde dann doch zu zweit, weil meine Freundin sich spontan entschlossen hatte mitzufahren. Das erste Mal mit dem Flugzeug in den Urlaub. In Edinburgh hatten wir dann ein relativ kühles Hostelzimmer das nach indischem Schnellimbiss roch und das wir uns mit 6 anderen teilten, war okay, bloß war ich irgendwie immer super früh wach, dem entsprechend sind wir meistens sehr früh los. Haben aber so auch Edinburgh um 7 Uhr morgens kennengelernt. ;) Weil ich in die Highlands reinwollte, hatten wir dann auch noch eine 3 tägige Busreise gebucht, wo wir die Landschaft bewundern konnten und der Busfahrer auch sehr viel erzählt hat, bis zur Insel Skye.
Dann kam mein jetziger Ex-Freund, der finanziell eher sehr sehr klamm war und Angst vor dem fliegen hatte. Wir waren dann mit dem Fernbus und Bahn in Prag und Berlin. Zwei schöne Urlaube, jedes Mal in einem Hotel der selben Kette, im Prinzip etwas low budget die Zimmer, aber insgesamt schön.
Zusätzlich bin ich zwei Mal mit Freundinnennach Amsterdam und Manchester mit dem Zug gefahren/ geflogen. Jedes Mal Mini-Kurztrips um ein Konzert zu besuchen.
Momentan befinde ich mich in der Phase, das ich Geld habe, reichlich Urlaub und insgesamt ungebunden bin, mir nur ein Reisepartner fehlt. Seit Weihnachten bin ich aber Pläne am schmieden, dieses Jahr zwei Mal alleine loszuziehen. Ich will nicht weiter warten. Es wird vermutlich Italien oder irgendwas mit Strand im Mai/ Juni und London im Dezember.
Eine Gruppenbusreise habe ich allerdings auch im Auge, die mir unglaublich gut gefällt, von New York aus die Ostküste bis nach Miami (etwas teurer, aber jede Station ist interessant für mich). Die ist nur dieses Jahr leider schon ausgebucht. Vielleicht nächstes Jahr, wenn ich Glück habe. Fernreisen (Mexiko, Amerika) sind gerade mein absoluter Traum....
Ich habe tatsächlich noch nie eine All Inclusive Reise mitgemacht, und bin auch am zweifeln ob das was für mich ist. Aber verlockend ist natürlich: man kann gemäß seinem Budget reisen und sich entspannt zurücklehnen, sobald man da ist.
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02.02.2016, 13:28Inaktiver User
AW: Reisearten und Lebensphasen
Fahr allein! Es kostet Dich zwar etwas mehr - aber es ist auch eine tolle Erfahrung. Wenn Du sonst kein Problem hast, allein zu leben - warum solltest Du im Urlaub zwingend einen Reisepartner brauchen?
Ich fahre sowohl mit einem sehr guten Freund - aber auch - wenn der keine Zeit oder andere Pläne hat - allein. Und beides macht viel Spaß.
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02.02.2016, 13:42
AW: Reisearten und Lebensphasen
Ach ganz vergessen hatte ich zwei Fahrradtouren, jeweils mit einem Freund.
Einmal Mecklenburg, einmal Polen jeweils eine gute Woche.
Übernachtungen in B&B, Pension oder Hotel, je nachdem was verfügbar und günstig war.
Und ich habe beide Freunde sehr damit überrascht, mit wie wenig Gepäck ich reisen kann. ;-))
Das würde ich gerne im Sommer nochmal von Berlin bis Usedom machen.
Mal sehen, ich brauche dafür mindestens eine Woche stabilen Wetterbericht, ich mag nicht im Regen radeln.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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02.02.2016, 14:21Inaktiver User
AW: Reisearten und Lebensphasen
Ich hätte früher als Studentin nie gedacht, dass ich mal gerne All-Inklusive-Urlaube machen würde
Jetzt genieße ich das ein- bis zweimal im Jahr sehr - eine Woche lang nur Sonne, Strand, Essen und Trinken, herrlich.
Das ist natürlich nicht die einzige Urlaubsform, die ich mache. Generell brauche ich heute aber mehr Komfort. Ich würde nie mehr in einem Hostel mit Mehrbettzimmer übernachten und zelten muss auch nicht mehr unbedingt sein. Früher bin ich wochenlang mit Auto und Zelt durch halb Europa unterwegs gewesen. Das würde ich immer noch machen, aber mit Hotelzimmern
Busrundreisen sind mir immer schon suspekt gewesen, ich bin lieber auf eigene Faust unterwegs und entscheide gern selbst, wann ich weiterfahre. Wenn ich gerne viel von einem Land sehen möchte, fliege ich hin und schlage mich mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch - Busse, Züge, Taxis, gibt es doch alles überall. Ich würde jetzt nicht ausschließen, mal eine Busreise zu machen, wenn es preislich nicht zu toppen ist UND das Land sonst schwer allein zu bereisen ist.
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03.02.2016, 11:44Inaktiver User
AW: Reisearten und Lebensphasen
Habe ich fest vor (Sommerurlaub ist schon eingereicht und ich bin schon nach Flügen am schauen), weil ich mittlerweile das Gefühl habe was zu verpassen, und zwar etwas was mir wirklich wichtig ist. Ich bin schon seit Jahren alle möglichen Reiseziele am aufschnappen, die mir gefallen könnten, und habe schon so viele Ziele gegoogelt, was man da machen könnte, wie man hinkommt etc.. und hab im Prinzip noch eine ellenlange Liste was ich alles noch sehen möchte, da muss ich langsam mal anfangen. ;)
Und nur weil keine der Lebenssituationen meiner Freunde dazu passt lange weg zu fahren, sondern maximal für einen Kurzurlaub, verzichte ich jetzt nicht weiter.
Ich lebe schon lange genug selbstständig und zweitweise auch ganz alleine in einer mir damals unbekannten Großstadt, von daher lass ich mich jetzt nicht mehr aufhalten. :D
Das man als Alleinreisender aber oft so einen satten Aufschlag zahlt ist echt blöd, das stößt mir oft sauer auf. Ich werde das Problem vermutlich wieder mit Hostels lösen, um meine Reisekasse zu schonen.
Bei der Busreise durch Amerika hat mich eben genau das überzeugt, das man als Alleinreisender dort nicht mehr bezahlt, nur weil man alleine ist.
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03.02.2016, 12:04Inaktiver User
AW: Reisearten und Lebensphasen
Klar geht es auch so. Die Vorteile wenn man als Alleinreisender eine Busreise macht, sind für mich, das man nicht selber durch ein fremdes Land fahren muss, sondern zB schlafen oder dösen kann wenn man will, man gefühlt doch nicht alleine unterwegs ist und das man einfach von A nach B kommt. Vorallem auch wenn man weite Strecken zurücklegen möchte, da würde ich in Eigenplanung bestimmt viel länger für brauchen. Recherchieren, buchen, Weg dahin finden wo es los geht usw usw..


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