Hallo Ihr Lieben,
kaum zurück aus dem Urlaub, haben wir schon ein Wochenende in Belgien verbracht und ich surfe gerade im internet auf der Suche nach neuen Möglichkeiten.
Ich habe schon so viel gesehen, fand es überall aufregend, toll und spannend. Ich Und trotzdem treibt mich eine gewissen Rastlosigkeit. Den Süden Indiens kenne ich nicht. Die Antarktis soll es noch sein. An der Donau war ich noch nicht. Und nicht in London. Und ich für Jerusalem war viel zu wenig Zeit.
Wie bekämpft ihr euer Fernweh? Manchmal glaube ich, dass ich nicht normal bin. Ich mag mein Leben zuhause, den Job, die Freunde und die Hobbies. Und trotzdem könnte ich gleich morgen wieder aufbrechen. Noch nie hat es mich am Ende eines Urlaubs nach Hause gezogen. Und ich glaube, ich kann mich wirklich überall wohlfühlen (gut, vllt. nicht in Island im Winter, nicht an einem Industriestandort in Kasachstan). Aber doch fast überall.... Ich liebe es, neue Dinge zu sehen, zu erleben, in neue Welten einzutauchen....
Meine Langzeitplanung geht bis 2018, für Änderungen bin ich natürlich offen. Und trotzdem glaube ich, dass es nicht normal ist...
Wer kennt das?
Viele Grüße, C
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26.07.2013, 22:35
Fernweh - wem geht es auch so?
Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende
Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist.
Es wär nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt - die Ärzte
Das leben ist zu kurz für schlechtes Essen (gesehen vor einem Berliner Restaurant)
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27.07.2013, 09:20
AW: Fernweh - wem geht es auch so?
Hallo Cocohasie,
so gehts mir auch! Und in Antarktika war ich leider auch noch nicht
Teilweise haengt das damit zusammen dass ich die Gegend hier ziemlich oede finde und es wirklich an der Zeit ist mal wieder umzuziehen, aber eigentlich habe ich schon immer gerne gereist.
Tja.. wir haben fuer dieses Jahr 5 kuerzere oder laengere Flugreisen gebucht. Groesstenteils hatten wir das ausnamsweise mal schon am Anfang des Jahres gemacht, und bis jetzt bin ich nicht soooo hibbelig denn ich habe noch einiges vor wo ich mich drueber freue, aber spaetestens Mitte Oktober wenn wir alles durch haben werde ich wohl wieder zappelig.
Bei mir stehen im Moment die noerdlichen Inselchen ganz oben auf der Wunschliste: Island, Groenland, Spitzbergen, Åland, usw... die Faroeer nehmen wir uns dieses Jahr noch vor
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27.07.2013, 09:34Inaktiver User
AW: Fernweh - wem geht es auch so?
Mir geht's auch ählich.
Nachdem Urlaub ist vor dem Urlaub.
Mich hartes auch och nie am Ende des Urlaubs nach Hause gezogen.
Als Kind habe ich meine Eltern in den Wahnsinn getrieben, weil ich gegen Ende des Urlaubs geheult habe, da ich nicht nach Hause wollte.
Ich liebe es auch Urlaube zu planen unsere Reisen sind immer selbst organisiert.
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27.07.2013, 09:39Inaktiver User
AW: Fernweh - wem geht es auch so?
Kenne ich so nicht. Ich verreise zwar gern, freue mich am Ende des Urlaubs aber eindeutig wieder auf mein zuhause und genieße das dann auch.
Ich denke schon, dass das in gewissem Sinne zu einer Sucht werden kann. Im entfernteren Bekanntenkreis habe ich so jemanden. Bei ihm muss man aber sagen, dass der im Alltagsleben auch keine richtigen Hobbies und kaum Sozialkontakte hat.
Solange Du Dich aber gutfühlst, es Dir leisten kannst und nicht andere Lebensaktivitäten darunter leiden - ist doch alles gut.
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27.07.2013, 11:42
AW: Fernweh - wem geht es auch so?
Oh ja, das kenne ich auch, das Heulen am Ende eines Urlaubs und plane auch gerne selber. Ich habe einmal eine Gruppenreise, nach China gemacht. Aber das war auf Einladung der Schwiegereltern die damit ein Traujubileum gefeiert haben. Freiwillig wuerde ich solch eine Reise wohl eher nicht waehlen sondern wenn noetig lieber einen Privatguide anheuern.
Zum 'Eltern zur Verzweifelung bringen': mit 6 habe ich so lange gequengelt bis meine Eltern mich auf ein 3-woechiges Jugendcamp nach Oesterreich haben gehen lassen. Alle Kinder waren aelter, es war eine 10 Stunden Fahrt mit dem Bus und meine Mutter hat beim Abschied furchtbar geweint aber ich fands fantastisch. Endlich mal was anderes sehen als jedes Jahr dasselbe Dorf irgendwo in Hessen.
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27.07.2013, 12:11
AW: Fernweh - wem geht es auch so?
stimmt, im Kinderferienlager war es bei mir auch so. Ich konnte nie die anderen Kinder verstehen, die Heimweh hatten, ich fand es immer großartig (auch im Odenwald
)
Habt ihr denn auch eine lange Liste an Zielen, die ihr noch unbedingt sehen wollt? Interessant finde ich, dass wir alle selbst organsiert reisen...
meine nächste Tour wird eine Radtour in Deutschland. Zum glück sind nicht alle Ziele sooo teuer
Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende
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27.07.2013, 12:27Inaktiver User
AW: Fernweh - wem geht es auch so?
Hallo Ihr Fernwehler,
ich reihe mich bei Euch ein. Der Anblick eines jeden ICEs oder Flugzeugs kann bei mir einen Anfall auslösen. Allerdings bin ich keine Langzeitplanerin, sondern arbeite höchsten mit einem Horizont von einem Jahr.
Wenn mir zum Träumen ist, schaue ich gerne auf die Webseite mit dem Flugradar (flightradar24 dot com), wähle mir die Destination eines der Flieger aus und versuche so viel wie möglich darüber ausfindig zu machen: Bilder, Filmchen auf YouTube, Tageszeitungen (englischsprachige, wenn ich nicht die Landessprache beherrsche), usw.
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27.07.2013, 12:30Inaktiver User
AW: Fernweh - wem geht es auch so?
Spannender Strang für mich, ich bin nämlich das genaue Gegenteil. Es gäbe viel was ich gern sehen würde, aber im Endeffekt bin ich supergern daheim. Und bräuchte nach jeder Reise Urlaub um mich davon zu erholen, ich find das enorm anstrengend. Und daher bleib ich im Zweifelsfall gleich zuhause - auch wenn das in meinem näheren Umfeld keiner versteht, da wirst du schon nach jedem Wochenende gefragt: na, wo warst du denn am WE? Und wenn ich sage: daheim, dann hat das ungefähr die gleiche Schockwirkung als wenn ich sagte, ach, ich war ein bisschen auf dem Straßenstrich, dazuverdienen.
Vielleicht hab ich aber auch nur einen anderen Reisebegriff? Ich lese viel und interessiere mich sehr für Geschichte - und daher denke ich, ich reise eben lieber in der Zeit als im Raum.
Dass Reisen bildet glaub ich nur bedingt, vieles seh ich als puren Konsum (wo waren wir noch nicht?) - und nix zu finden wo man gern ist und immer wieder was Neues brauchen hat für mich schon was Getriebenes, Rastloses.
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27.07.2013, 13:46
AW: Fernweh - wem geht es auch so?
Hmm.. Reisen als Konsum.. vielleicht schon. Aber damit kann ich gut leben da mir ansonsten Konsum, z.B. Kleidung kaufen, Elektronika oder irgendwelchen Einrichtungskrempel total zuwider ist. Und zum Glueck kann ich das immer wieder Neue gut mit meinem Job vereinbaren da ich in Deutschland wohl eher keine halbwegs anstaendig bezahlte Arbeit finden koennte und sowieso globale Mobilitaet vorausgesetzt wird. Somit passt das
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27.07.2013, 13:59
AW: Fernweh - wem geht es auch so?
vielleicht liegt es daran, dass ich in einem langweiligen Kaff aufgewachsen bin... Oder daran, dass ich nach dem Abi leider nicht ins Ausland gegangen bin. Dafür könnte ich mich noch heute in den Popo beißen

Dafür arbeite ich jetzt an einem Sabbatical
Ich glaube, es hängt davon ab, wie und wohin man reist. Ich fand meine Reisen schon ein Stück weit bildend und zwar in der Form, dass ich es grundsätzlich zu schätzen weiß, in Deutschland zu leben (okay, ein kleiner Widerspruch, da ich ja so gern unterwegs bin). Ich finde es faszinierend zu erleben, unter welchen Bedingungen Menschen leben müssen und können (als Nomade im Himalaya, im der Wüste etc).
Es erdet mich zu wissen, dass ich für 3 Wochen sehr einfach leben kann (Zelt, Buschklo, Wasser zum Waschen). Es erdet mich, Flora und Fauna hautnah zu erleben.
Bei anderen Touren erlebe ich fremde Städte, fremde Kulturen, fremde Religionen und entdecke fremde Küche, fremde Getränke.
Natürlich ist es Konsum. Aber auch ein wenig Bildung...Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende
Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist.
Es wär nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt - die Ärzte
Das leben ist zu kurz für schlechtes Essen (gesehen vor einem Berliner Restaurant)


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