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    AW: pilgern, wandern, weg gehen..

    Zitat Zitat von jasmintee Beitrag anzeigen
    der Punkt interessiert mich näher - übernachtung im freien ... wo? worauf müssen wir dabei achten? darf man das einfach so überall?
    Das kommt darauf an, wo man unterwegs ist - man darf es nicht überall einfach so !

    In den nordischen Ländern Norwegen, Schweden, Finnland ist es seit Urzeiten das "Jedermannsrecht" (ganz offiziell als "Grundrecht" sozusagen), welches besagt, dass jeder das Recht hat die Natur zu genießen, unabhängig davon, wem dieses Stück Natur gerade gehört. Man darf sich also frei aufhalten in der Natur, also auch übernachten, Früchte sammeln etc. soweit man der Natur damit keinen Schaden zufügt und andere nicht schädigt.
    Ein ähnliches Gewohnheitsrecht gibt es in Schottland (aber nicht gültig für ganz Großbritanien)

    In Deutschland gibt es so ein Recht nicht und man muss sehr wohl darauf achten, wo man sich niederlassen möchte, denn in der Regel gehört Grund und Boden jemanden. Wenn es nicht privat ist, dann eben in Stadt- oder Landbesitz, von daher müsste man überall vorab fragen, ob man sich zum Übernachten niederlassen dürfte. Bei uns gilt die Regel, dass man zum Zelten gefälligst auf dem Campingplatz geht!
    Aber es gibt schon die Möglichkeit auch draußen beim Wandern zu übernachten. So fern man sich zu benehmen weiß, keinen Müll in der Natur zurück lässt und das Zelt dann auf dem plattgetrampelten Boden bei einer Schutzhütte statt mitten in der Naturwiese aufstellt und das auch nur für 1 Nacht, dann gibt es in der Regel keinen Ärger.
    Im Elbsandsteingebirge sind Freiübernachtungen ausdrücklich gestattet und es gibt auch spezielle Ecken, wo dies besonders gut möglich ist. Bei denen nennt sich das "boofen" Auch am Rennsteig sind einzelne Übernachtungen in den Schutzhütten wohl ausdrücklich gestattet.

    Wo es auf keinen Fall gemacht werden sollte: in den ausgewiesenen Nationalparken! Dort gibt es ein striktes Gebot die öffentlichen Wege nicht zu verlassen, nicht zu campen und z.B. auch nichts aus der Natur zu entnehmen. Im Nationalpark Harz gibt es z.B. extra Ranger, die auch ganz akribisch auf Einhaltung der Nationalparkgesetze achten und jeden verwarnen, der sich nicht dran hält. Weil man 5 Himbeeren am Wegrand pflückt und dabei nicht im Gelände herumtrampelt, gibt es nur den Rüffel, wer aber mit ganzen Tüten voll Obst oder Nüssen oder anderem Grün ertappt wird oder gar beim Zelten erwischt wird, muss mit einer Anzeige rechnen. Das würde ich nicht riskieren!

    Auf der sicheren Seite mit der Freiluftübernachtung bist du immer dann, wenn du keinerlei Spuren hinterlässt und es niemand bemerkt! Heißt, wenn du mit dem Schlafsack auf der Bank oder dem Tisch der Schutzhütte schlummerst und dich im Morgengrauen schon wieder aufrappelst, keinen Müll rumliegen lässt, kein offenes Feuer gemacht hast, außer an eh schon vorhandenen, gesicherten Feuerstellen, dann kannst du das durchaus machen.

    Hier im Schwarzwald übernachten manche einfach mit der Matte und dem Schlafsack z.B. oben auf den Bergen in einer windgeschützten Senke, weil sie den Sonnenaufgang ganz früh am Morgen erleben wollen. Wenn man dabei entsprechend sorgsam mit der Natur umgeht, dann wird das auch toleriert.
    Aber man sollte schon schauen, dass man sich nicht gerade auf seltene Pflanzen legt; lieber in Wegnähe bleiben und nicht mitten in die Natur hinein stapfen; nur dort lagern, wo eh eine Freifläche ist und nicht extra Pflanzen ausrupfen oder plattmachen; nicht in der Nähe von Tierbauten lagern und vor allem keinen Müll hinterlassen und kein offenes Feuer machen (das am besten nur an gesicherten Feuerstellen wie dem Waldgrillplatz).
    LG WhiteTara

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    AW: pilgern, wandern, weg gehen..

    ok :-) - wir waren grad erst in 2 "nationalparks" - das brauchen wir nicht nochmal

    na so ungefähr wie du schreibst haben wir uns das auch gedacht
    ich allein war einfacher aber jetzt als familie sind wir ja schon zu viert


    vielen dank für die ausführliche antwort !

    morgen gehts zur kleinen tour los und für juli suchen wir noch eine 5 tage bergstrecke wo wenig "verkehr" ist

  3. Inaktiver User

    AW: pilgern, wandern, weg gehen..

    ..in einem radiobeitrag gehört: via baltica, hmm, da ich die ostsee sehr mag, nicht schlecht..
    auch interessant: via scandinavica ..
    Geändert von Inaktiver User (28.06.2012 um 07:02 Uhr)

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    AW: pilgern, wandern, weg gehen..

    Na dann nichts wie los cut !!!

    Ich werde im Sommerurlaub auf der Via Albula/Bernina entlang der Rhätischen Bahn marschieren.
    Allerdings lasse ich offen, ob ich nun die gesamte Strecke gehe oder ob ich zwischen drin einfach irgendwo Halt mache und dort noch Tagestouren gehe, denn die gesamte Gegend ist herrlich!

    @jasmintee
    Vielleicht wäre das ja auch was für euch ? Es gibt dort allerdings spannenden Verkehr ---> Eisenbahnverkehr
    LG WhiteTara

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    AW: pilgern, wandern, weg gehen..

    Das sieht nach einer tollen Strecke aus, WhiteTara. Wie hast du denn dort deine Übernachtungen eingeplant?
    Verändern heißt: Einmal mehr aufstehen als hinfallen.

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    AW: pilgern, wandern, weg gehen..

    Da ich bekennender Outdoorfan bin, werde ich mit dem Zelt unterwegs sein.
    Das muss ich allerdings noch kaufen, denn mein "ultraleicht Ausleihzelt" verbringt diesen Sommer mit seinen Besitzern auf Grönland.
    Ich hätte ja so oder so Zelturlaub machen wollen, denn ich liebe "meinen" Zeltplatz in Bergün

    Aber es gibt an der Strecke auch viele Gasthäuser/Hotels, die auf solche Wanderer eingestellt sind. Die Rhätische Bahn stellt eine kostenlose App zur Verfügung, wo auch Unterkunftstipps in verschiedenen Preisklassen dabei sind.
    LG WhiteTara

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