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  1. Inaktiver User

    AW: Bergwanderung. Mit den Kollegen. Für Flachländer.

    Zitat Zitat von Klecksfisch Beitrag anzeigen
    Habe ich noch vergessen. Ein schönes Erlebnis ist es auch, wenn jemand, der noch nie in den Bergen war, Angst bekommt oder jemand, der Höhenangst hat.
    Bestimmt unvergesslich
    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich nehme mal eine relativ einfache Bergwanderung über gut ausgebaute Wege an -- alles andere wäre recht, hm, kühn.
    Gut ausgebaute Wege dürften auf 3000 m Höhe eher die Ausnahme sein, zumindest in den Alpen :-)

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    AW: Bergwanderung. Mit den Kollegen. Für Flachländer.

    @ Klecksfisch,

    wir werden nicht allein durch die Wildnis geistern. Wir haben unseren Trainer dabei, der selbst Bergsteiger ist, und einen "Trapper", der von Beruf Bergführer ist, und uns auch schon auf die Mittelgebirge begleitet hat. Beide haben viel Erfahrung und kennen unsere Flachlandgruppe gut. Ich habe größtes Vertrauen darauf, dass sie auf uns aufpassen werden. Unser Verlaufen im Mittelgebirge war zu keinem Zeitpunkt gefährlich. Wir hatten eine andere Situation, wo wir unwissende Deppen uns falsch verhalten wollten, aber da wurden wir sofort eingefangen. Die beiden machen sowas dauernd, auch mit anderen Gruppen. Die führen uns sicherlich nicht bewusst ins Verderben. Und wir kriegen ja noch eine Einweisung im Januar und sicherlich auch Tipps, wie wir uns genau vorbereiten sollen. Wie ich den Trainer kenne, wird es im Vorfeld der Reise noch weitere Vorbereitungstermine geben.

    Der Faktor Höhenangst sowie irgendein Höhenkoller besteht natürlich, klar.

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Ah Das glaub ich nicht. Wie viele männliche Kollegen hast du? Keiner dabei, der ein Smartphone der neusten Generation oder ein Iphone zum Angeben hat? Die haben GPS serienmäßig und sofern ihr Mobilkontakt habt, könnt ihr mit Google-Karten nach Hause finden.
    Das waren 5 männliche Kollegen. Keiner von ihnen (ich auch nicht) besitzt ein Smartphone. Wir haben alle erwartet, dass es wie ein Navi sagt "beim nächsten Baum links ab". Hat es aber nicht. Das Hauptproblem war auch nicht das GPS (das war auch ein Problem), sondern v.a. die Tatsache, dass wir nicht genau aufgepasst haben, was wir wann wie machen sollen (es gab eine Aufgabenstellung, die man hätte genau lesen müssen, dann wäre das nicht passiert).

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    AW: Bergwanderung. Mit den Kollegen. Für Flachländer.

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich nehme mal eine relativ einfache Bergwanderung über gut ausgebaute Wege an -- alles andere wäre recht, hm, kühn.

    Ich empfehle Wanderschuhe die über den Knöchel gehen und eine relativ feste Sohle haben (du mußt über Schotter gehen können ohne dass du es durchspürst). Möglichst rutschfest. Und gut eingelaufen. Mit dicken Wandersocken, die schützen auch vor Blasen. (Einpacken: Blasenpflaster.)

    Rechne mit starker Sonne, Schnee, und eisigem Nebel. T-shirt, Hemd, Fleecepulli unter der Jacke. Keine Baumwolle. Starker Sonnenschutz. Sonnenbrille. Mütze (ich nehme Baseballkappe *und* Pudelmütze mit), Schal, Handschuhe.

    Wanderstöcke. Deine Knie werden dir danken. Helfen immens mit der Balance.

    Wieviel Gepäck müßt ihr tragen? Auf jeden Fall brauchst du einen guten Rucksack. Frauen werden leicht Rucksäcke angedreht, die zu groß sind und zu viel Rückenlänge haben, die sind dann von sau-unbequem bis schmerzhaft und motivieren dazu, viel zu viel mitzunehmen.

    Wiege frühzeitig die Ausrüstung, die du mitnehmen willst/mußt. Bei meiner letzten 3-Wochen-Wandertour hatte ich einen 55l-Rucksack (ich bin 1,72), lose gepackt, da hätte noch locker ein Schlafsack reingepaßt. Gewicht war 7 kg, plus 1 kg Lektüre und Reiseführer, plus 1,2 kg Wasserflasche. Wiege *all* dein Zeug. Nimm das leichteste. Wenn du nur schweres hast, kauf was leichteres. Du bist nur zwei Tage unterwegs, wenn ich das richtig verstehe, du brauchst eine Garnitur für Draußen und eine für die Hütte, und Wäsche zum Wechseln.

    Trainiere Gleichgewichtssinn und Trittsicherheit. In Wanderschuhen ist Trittsicherheit anspruchsvoller als in Turnschuhen. (Noch ein Grund für die Stöcke.) Stell dir den Crosstrainer auf hohen Widerstand und mach ruhige Gehgeschwindigkeit. Achte auf deine Knie. Mach Kniebeugen. Mit Gewichten. Und Übungen für den unteren Rücken.

    Manche Leute kriegen bei 3000 Meter schon den Flatter wegen Sauerstoffunterversorgung. Das einzige was da hilft, ist Fitnessreserve. (Und wenn du da bist, viel Trinken.)

    Falls du mit team-bildenden Überraschungen rechnest, ein "Überlebenspack" -- Schnur, Taschenmesser, Taschenlampe, Mülltüten, Sicherheitsnadeln, Klopapier, Feuerzeug, Studentenfutter, Schokolade, Notizblock, Bleistift.
    Was man auch trainieren kann: Aufmerksamkeit für die Umgebung. Wie man sich Wegmarken merkt, sich nicht ablenken läßt, realistische Ziele setzt, und Realität von Wunschdenken trennt. ("Wenn du glaubst, die Karte irrt sich, hast du dich schon verlaufen.")

    Hütten sind total unterschiedlich, da frag am besten Veranstalter oder Alpenverein. Rechne damit, im Trainingsanzug zu schlafen. Nimm dir Ohrstöpsel mit, irgendwelche deiner Kollegen schnarchen bestimmt.
    Dankeschön! Das ist eine Aufzählung, die mir weiterhilft! Ich druck sie gleich aus.

  4. Inaktiver User

    AW: Bergwanderung. Mit den Kollegen. Für Flachländer.

    Zitat Zitat von arbol Beitrag anzeigen
    Wir haben unseren Trainer dabei, der selbst Bergsteiger ist, und einen "Trapper", der von Beruf Bergführer ist, und uns auch schon auf die Mittelgebirge begleitet hat.
    Das klingt schon besser, denn wenn die beiden das professionell machen, werden sie kein Risiko eingehen, sie haben schließlich die Verantwortung und können haftbar gemacht werden.
    Und es ist auch davon auszugehen, dass sie sich über die örtlichen Gegebenheiten schlau machen.
    Dann würde ich an deiner Stelle diese Leute nach der Ausrüstung fragen, bevor du etwas kaufst, was du gar nicht brauchst.

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    AW: Bergwanderung. Mit den Kollegen. Für Flachländer.

    Eine Einweisung ist immer hilfreicher als Erfahrung und Training *das war Ironie*.
    Das ist sehr hilfreich, wenn euer Führmensch Bergerfahrung hat, aber ihr habt sie nicht. Es geht nicht darum, dass euch jemand ins Verderben, dass macht ihr schon selbst.

    So, jetzt halt ich meine Klappe und mach mich hier weg.
    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd ein Schmetterling und du wirst Filet.

    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)


  6. Inaktiver User

    AW: Bergwanderung. Mit den Kollegen. Für Flachländer.

    Zitat Zitat von Klecksfisch Beitrag anzeigen
    Es geht nicht darum, dass euch jemand ins Verderben, dass macht ihr schon selbst.
    Die individuelle Fitness ist natürlich unterschiedlich. Wenn der Bergführer gut ist, gibt er vorher Tipps, wie der Trainingsstand aussehen sollte.

  7. Moderation

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    AW: Bergwanderung. Mit den Kollegen. Für Flachländer.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bestimmt unvergesslich
    Gut ausgebaute Wege dürften auf 3000 m Höhe eher die Ausnahme sein, zumindest in den Alpen :-)
    Na, wenn die sich da eigenständig durch Fels und Sumpf ihren Pfad zwischen der horizontalen und vertikalen suchen müssen, würde ich, glaube ich, direkt vor dem Ausflug die Grippe kriegen. (OK, ich hab ja schon in Norwegen Probleme wenn mich im Nebel die Wegmarkierung verläßt und alle Schafpfade gleich aussehen... )

  8. Inaktiver User

    AW: Bergwanderung. Mit den Kollegen. Für Flachländer.

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Na, wenn die sich da eigenständig durch Fels und Sumpf ihren Pfad zwischen der horizontalen und vertikalen suchen müssen....
    Und wenn sie sich dann in unwegsamem Gelände nicht mehr weiter wagen, wird die Rettungsleitstelle angerufen. Dort wird oft der Hubschrauber angefordert, um sie raus zu holen. Kosten: ab 3000,- €

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    AW: Bergwanderung. Mit den Kollegen. Für Flachländer.

    Langsam kriege ich doch Angst. Nicht mal wegen mir selbst, sondern wegen des Kollegen mit Höhenangst. Er ist auch sehr, sehr unfit.

    Ich habe inzwischen gehört, dass eine andere Gruppe aus unserer Firma vor 2 Jahren so eine Tour mit demselben Trainer gemacht hat. Alle sind heil zurück gekommen (sie hatten denselben Trainingsstand wie wir). Ich werde aber noch mal genauer nachfragen, was sie machen mussten.

  10. Moderation

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    AW: Bergwanderung. Mit den Kollegen. Für Flachländer.

    Zitat Zitat von arbol Beitrag anzeigen
    Langsam kriege ich doch Angst. Nicht mal wegen mir selbst, sondern wegen des Kollegen mit Höhenangst. Er ist auch sehr, sehr unfit.
    Keine Panik, wir unken nur ein bißchen.

    Der Trainer und die Bergführer haben ja durchaus gesteigertes Interesse daran, daß nicht ungeplantes schiefgeht. Ich würde mich viel mehr davor fürchten, daß jemand "zu Lehrzwecken" ein Psychodrama anzettelt (aber ich kann Psychodrama auch so *gar* nicht ab).

    Mal sehen, was der Trainer euch an Hausaufgaben gibt...

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