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    AW: Urlaubsmuffel? Bin ich seltsam oder geht es noch mehr Leuten so?

    Zitat Zitat von Nana2018 Beitrag anzeigen
    @hilfskonstruktion

    auf die Fernreisen freuen wir uns und bereiten diese auch vor, wobei ich in Japan alleine war. Meist sind wir so vier Wochen weg. Im Mai geht es nach Marseille und da bereiten wir uns aber nicht vor.

    Das mit der Umweltbelastung stört mich auch, aber nicht so sehr, dass ich deswegen nicht verreisen möchte.

    Meine Mutter fährt übrigens nie in den Urlaub. Sie war es vielleicht drei mal in ihrem Leben. Es interessiert sie einfach nicht und sie wunder sich schon, was ich in so Ländern wie Indien oder Sri Lanka überhaupt will. Das wäre die Höchststrafe für sie und sie würde für viel Geld nicht dort hin reisen wollen.

    So ist eben jeder verschieden.

    Überigens hab ich mal gelesen, dass, wenn Menschen viele Kinder haben, diese die größten Umweltsünder überhaupt sind. Weiß aber nicht, wo ich das gelesen habe .
    Das ist ganz wichtig: jeder ist verschieden.

    Ich war die erste Person aus meiner Familie die im Ausland war. Eltern immer nur Urlaub in Deutschland, mit 6 habe ich meine Eltern ueberzeugt mich auf eine 3-woechige Kinderreise nach Oesterreich, die erst ab 8 freigegeben war mitfahren zu lassen. Mensch, da denke ich immer noch gerne dran!

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    AW: Urlaubsmuffel? Bin ich seltsam oder geht es noch mehr Leuten so?

    Zitat Zitat von Carolly Beitrag anzeigen
    Das ist ganz wichtig: jeder ist verschieden.


    Zitat Zitat von Carolly Beitrag anzeigen
    ... mit 6 habe ich meine Eltern ueberzeugt mich auf eine 3-woechige Kinderreise nach Oesterreich, die erst ab 8 freigegeben war mitfahren zu lassen. Mensch, da denke ich immer noch gerne dran!
    Da musstest du dir doch ein Zimmer mit anderen (und auch noch fremden) Kindern teilen!
    Der maximale für mich!
    Wer Unsinn hören und glauben will, der wird auch Unsinn zu hören bekommen.

    Cave: Meine Beiträge könnten Spuren von Ironie enthalten!

  3. Inaktiver User

    AW: Urlaubsmuffel? Bin ich seltsam oder geht es noch mehr Leuten so?

    Sowas hab ich auch gemacht. Meine Eltern waren selbständig und Sommer war Hochsaison, also wurde ich mit anderen Kindern per Bus nach Österreich verfrachtet. Das waren Zeiten. Wir durften glaube ich 1 x anrufen in der ganzen Zeit. Ich würde irgendwann krank und hatte über 40 Fieber, das haben meine Eltern dann erst erfahren, als wir schon wieder zurück waren. Sie hätten ja auch nichts ändern können. Hört sich aus heutiger Sicht an, als wäre das vor 200 Jahren gewesen. Okay, es war in den 70ern. Und klar, da hat man mit ändern im Zimmer geschlafen, auch ich Einzelkind. Ist doch auch Sinn der Sache, dass man seinen Horizont erweitert.

    Ich war jedenfalls ganz stolz auf mich, dass ich nicht vor Heimweh geweint habe wie einige andere - die teilweise auch ihre Geschwister mit hatten.

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    AW: Urlaubsmuffel? Bin ich seltsam oder geht es noch mehr Leuten so?

    Zitat Zitat von phantomlake Beitrag anzeigen



    Da musstest du dir doch ein Zimmer mit anderen (und auch noch fremden) Kindern teilen!
    Der maximale für mich!
    Naja, mir machte das nicht soviel aus (jetzt sehe ich das anders), und ich war rund alle 2 Jahre auf einer Kinderreise, aber ehm.. naja.. nicht jeder wollte ein Zimmer mit der Klenen teilen damals in Oesterreich

    Anrufen gab es garnicht aber ich wollte ja auf der Reise mit, weil Ausland, exotisch, Berge, Unbekanntes. Festgestellt habe ich jedenfalls dass man beim Bergab laufen nicht bremsen kann (Norddeutsche halt) und mir dabei die Knie sehr ordentlich aufgeschlagen.

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    AW: Urlaubsmuffel? Bin ich seltsam oder geht es noch mehr Leuten so?

    Es gab zwischendurch Zeiten, da war ich bewusst ein Urlaubsmuffel und ließ die anderen in den Süden (extreme Hitze, zuviel Verwandtschaft und Bekannte) oder in eine Ferienwohnung im Süden (kostet nix) ziehen.

    Ich verbrachte herrliche und sehr angenehm kühle Urlaubstage daheim und entspannte mich mit Ausschlafen, Bücher lesen und Tagträumen uvm.

    Familienurlaube mit Kindern empfand ich oft sehr anstrengend und ich hatte meist wenig Zeit für mich selber. Je größer die Kinder wurden, desto mehr Spaß hat es dann für mich gemacht und umgekehrt, mit ihnen zu verreisen, aber nie in einerer größeren Gruppe (wie es auch viele andere auch so halten - es gab schonDiskussionen). Am liebsten zu zweit. Ich reise nur zu zweit oder alleine und niemals mit einer Reisegesellschaft. Dann verbringe ich lieber eine entspannte Zeit daheim und vermisse gar nichts.

    Es gibt / gab Traumziele, die heute für mich keine Traumziele mehr sind. Grund: Große Hitze, unangenehmes Getier, politische Situation, Krankheiten, Massentourismus uvm.

    Diese Gegenden schaue ich mir - ähnlich wie Ilazumgeier - dann in Dokus an oder lese und höre Berichte dazu und entspanne lieber daheim.

    Für mich gab es sowieso immer einen persönlichen Bezug zu Aufenthaltsorten, Reiseziel und zwar schon als Kind. Es gab dort Freunde, Bekannte, Verwandte, die ich aber nicht rund um die Uhr um mich herum haben wollte (bespaßt werden muss) oder ich besuchte Konzerte, Sportveranstaltungen, segelte, machte Bootsfahrten uvm.. Bei Kurzreisen (Städte) mache ich da manchmal Ausnahmen und nehme mir die perfekte Begleitung mit.

    Mir fallen da Traumziele ein, die wie für mich und meine Lieblingsbegleitung eigentlich geschaffen waren. Trotz bunt gemixten Programmen, oft spontan, und ständigen Kontakt und Übernachtung bei Einheimischen inkl. zig Einladungen und langen Fahrten durch traumhafte (einsame) Gegenden, fühlten wir uns einige Male nicht wohl und konnten
    das Traumziel mit Umland nicht richtig genießen. Es lag u.a. an einem Gastgeber, der anders tickte wie wir, sich aber Mühe gab. Als wir uns dann - wie eigentlich vor Reiseantritt angedacht - für einen längeren Zeitraum alleine vergnügten und entfernten, merkten wir, wie viel mehr Spaß der Aufenthalt gemacht hat.

    Persönliche Freiheit, nicht ständig auf den Gastgeber und auf mehrere Begleiter Rücksicht zu nehmen, ist Voraussetzung für ein wohltuendes Urlaubsgefühl.

    Zu 90 % wartet immer jemand am Reiseziel auf mich. Manche sehen das als Urlaub, ich sehe es als ein Mix aus Urlaub, Wiedersehen, Lebensfreude uvm. Wichtig ist mir beim Urlaub, dass ich auf meine Kosten komme und nicht fremdbestimmt bin. Ich benötige auch vor Ort keinen Entertainer und sehr oft wurden dort von Menschen Vorschläge gemacht, die mich
    wohl nicht gut genug kannten und einschätzen konnten, die mich fassungslos gemacht hatten. Oft waren es die klassichen Touristenziele, wo sich massenhaft Besucher aufhielten. Vieles wirkte künstlich auf mich.

    Ich hatte weder Lust auf künstlich angelegte Botanische Gärten, Zoo-Besuche und ähnliches oder riesige Volksfeste und Las Vegas und Disneyland wäre für mich - übertrieben gesagt - eine Qual. Schon der Gedanke daran lässt mich kopfschütteln und jedesmal, wenn ich Filmaufnahmen vom Grand-Canyon-Nationalpark oder den Niagarafällen sehe (Plattformen) mit zig Touristen (auch Uluru u. ä.) bin ich froh, dass niemand meine Gedanken lesen kann. Klar, alles ist ja in echt so beeindruckend. Da frage ich mich: "Lohnt sich die lange Anreise?"

    Ein durchgetakteter Aufenthalt geht gar nicht. Es muss viel Platz für Spontanität sein. Es ist ein schönes Gefühl frei zu entscheiden, ob ich in die Wildnis gehe oder in ein Pub mit Live-Musik (bin kein Festival-Typ und mit Musicals kann nichts anfangen) und oder einfach chille. Strandurlaube sind nichts für mich und die hunderte Fotos, die ich von Bekannten u. a. von den Malediven betrachtet habe, erweckten in mir nicht die Lust, dorthin zu reisen. Ein Strandspaziergang kann schön sein, wenn nicht so viele Strandbesucher dort sind. Ein Kreuzfahrtschiff werde ich in naher Zukunft nicht betreten.

    Ein entspannter Urlaub daheim kann auch Spaß machen und wohltuend sein.
    Geändert von Mikkana (22.04.2018 um 21:44 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Urlaubsmuffel? Bin ich seltsam oder geht es noch mehr Leuten so?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Jetzt komm mal runter.

    Woanders wird diskutiert, ob man noch SUV fahren darf, oder in einem Haus wohnen statt in einem Mehrfamilienhaus.

    Und hier soll man nicht erwähnen, welchen Preis wir alle dafür zahlen, dass manche meinen sie müssten ununterbrochen durch die Welt jetten just for fun??
    Ich musste da wirklich etwas traurig grinsen,denn wenn man mal vor Dehlis Flughafen gestanden hat im Smog ,6 spurige Autobahnen im Dauerstau ,auf denen Dehlis Autos nur abwechselnd nach gerade oder ungraden Tagen fahren dürfen ,oder Bangkok oder Tokio ganz normaler Strassenverkehr,da hoffe ich wirklich dass die Welt Deinen Einsatz zu würdigen weiß?
    Aber ich muss Dir leider mitteilen ,wenn man sich dann auch noch die Ländergrößen und Bevölkerungszahlen einverleibt ,das halte ich für eine Ilusion. Genau in den Ländern ,wo es etwas ausmachen würde ,ist da nicht mal ein Hauch von Bewusstsein und das weiß ich ,weil dort war.
    Nach meiner bescheidenen Meinung ist da ohnehin wenig zu retten und auch wenn jeder Deutsche nur noch Fahrrad fahren würde ,wäre das nicht weltklimarettend. Leider.

  7. Inaktiver User

    AW: Urlaubsmuffel? Bin ich seltsam oder geht es noch mehr Leuten so?

    Jeder ist eben anders.
    Zu den schon beschriebenen Gründen, weshalb Menschen gerne reisen (Naturerlebnisse, die Buntheit und Vielseitigkeit der Welt kennenlernen,...), kommen bei mir noch diese dazu:
    • Da ich oft alleine und "abenteuerlich" reise, lerne ich mich selbst in neuen Situationen, jenseits der Komfortzone des bekannten Alltags, kennen und komme mir selbst dadurch noch näher. Auf Reisen gibt es auch viel "Leerlauf" (Wartezeiten auf Verkehrsmittel, Dämmerung um 17:00, etc.), so dass man schon dadurch trotz eigentlich straffen Reiseplans viel auf sich selbst zurückgeworfen ist. Durch die Begegnung mit anderen Kulturen erkenne ich oft, was an mir zur kulturellen Sozialisation und was zum Wesenskern gehört.
    • Räumliche Distanz zum Alltag ermöglicht mir, diesen klarer und relativierter zu sehen. Reinhard Meys Lied "Über den Wolken" könnte für mich geschrieben sein: "Was Dir groß und wichtig erscheint, wird plötzlich nichtig und klein." Die zentralen Fragen des Lebens rücken wieder in mein Bewusstsein, nicht selten kehre ich mit neuen Antworten zurück.
    • Aspekt Bequemlichkeit: Ich reise oft "unbequem" und sehne mich unterwegs nach einer vernünftigen Dusche und mehr Sauberkeit. Umso mehr freue ich mich bei der Heimkehr und auch sonst im Alltag über meine schöne Wohnung und halte sie nie für selbstverständlich.

  8. Inaktiver User

    AW: Urlaubsmuffel? Bin ich seltsam oder geht es noch mehr Leuten so?

    @Galah
    Ist bei mir ähnlich ,ich reise eigentlich eher selten zu zweit und mein Zuhause bin ich selbst .Ich mache es von luxuriös bis unbequem ,spontan wonach mir bei welchem Ort ist .
    Aber noch ein Aspekt ,den ich für mich sehr wichtig finde .Das Zeitempfinden ist bei Wechsel aus dem Alltag ein völlig anderes. Was ich in 5 Tagen in Nordfrankreich erlebe ,wahrnehme und aufnehme ,verschafft mir eine gefühlte Zeit von 20 Tagen Alltagstrott.Was de facto bedeutet ,mein Leben wird eigentlich gefühlt länger.

  9. Inaktiver User

    AW: Urlaubsmuffel? Bin ich seltsam oder geht es noch mehr Leuten so?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber noch ein Aspekt ,den ich für mich sehr wichtig finde .Das Zeitempfinden ist bei Wechsel aus dem Alltag ein völlig anderes. Was ich in 5 Tagen in Nordfrankreich erlebe ,wahrnehme und aufnehme ,verschafft mir eine gefühlte Zeit von 20 Tagen Alltagstrott.Was de facto bedeutet ,mein Leben wird eigentlich gefühlt länger.
    Ah, der Zeitaspekt. Dein genannter Punkt ist interessant, war mir so noch nicht klar, aber stimmt.

    Es gibt noch eine andere Form des Zeitaspekts, die mich fasziniert: Das Konzept (u.a. mittels Reisen), sog. "Marker in der Zeit" zu setzen. Das empfehlen Neurowissenschaftler, um dem Gefühl entgegenzuwirken, dass mit höherem Alter die Zeit schneller vergeht.
    Das Konzept sieht vor, dass man sich mehrmals im Jahr punktuelle Ereignisse schafft, an die man sich später gemeinsam mit dem Zeitpunkt erinnert (z.B: Mitte Mai 20xx war Ereignis y), statt in der Freizeit nur die immer gleichen (wenn auch schönen) Rituale zu zelebrieren. Durch diese "Marker" erscheint die Zeit im Rückblick nicht als eine amorphe, rasend schnell vergangene Spanne, sondern, durch die Marker-Gliederung, als viel länger und strukturierter, was ein gutes Gefühl ist (- wenngleich nur ein neurologischer Täuschungseffekt).
    Solch eine Marker-Funktion haben Ereignisse wie Hochzeit, Umzug, Todesfall, Jobwechsel, etc. In manchen/vielen Lebensläufen, gerade in mittleren Jahren, sind solche Ereignisse nicht mehr so häufig. Reisen sind eine Möglichkeit, solche Marker zu setzen.

    Ah, und noch ein weiterer Zeitaspekt fällt mir ein:
    Immer, wenn ich im deutschen Winter auf der Südhalbkugel oder in einem warmen Land bin, verlängert das gefühlt mein Leben, weil ich im Winter (wg. Winterdepression und auch sonst) gefühlt nur "halb" lebe. Als ich einmal im Frühjahr aus Australien zurück nach Deutschland kam, fühlte sich das an wie zwei Sommer hintereinander - und das war's ja auch.

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    AW: Urlaubsmuffel? Bin ich seltsam oder geht es noch mehr Leuten so?

    @Martaback



    so ähnlich ist es bei mir auch.

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