Das kommt mir bekannt vor...hat der Schnellere eben mehr Zeit sich in die Bergwiesen zu lümmeln und die Aussicht zu genießen
Das ist doch auch eine landschaftlich wunderschöne Ecke und neben dem flachen Bodenseeufer hat es dort durchaus auch Berge, wenn man nun unbedingt in die Höhe will, um mal die Aussicht zu genießen
Ich kenne mich dort nicht ganz so gut aus, aber schaue doch mal bei "wanderkompass.de" - dort gibt es einige feine Vorschläge für die Bodenseeregion, wo die Touren auch nicht so ewig lang sind, so dass man sie gut als Ungeübter schaffen kann.
2 Rundkurse starten im Ort Engen - da war ich schon auf meiner Tour vom Bodensee nach Freiburg. Und Freundin und ich fanden den kleinen Ort sooo schön und schnuckelig. Beim Ort gibt es auch eine der vielen Burgruinen im Hegau, wo man auf historischen Spuren wandeln kann und natürlich standen Burgen immer oben auf dem Berg -> tolle Aussichten hinüber zum Bodensee und in die andere Richtung gen Schwarzwald.
Auch sonst gibt es am Bodensee vieles zu entdecken!
Z.B. von Meersburg nach Unteruhldingen wandern und dort die Pfahlbauten besichtigen - steht immer noch auf meinem Wunschplan.
Man könnte gut einen Standort wählen und kürzere Tagestouren ohne Gepäck machen oder wenn es eine lange Tour im flachen werden soll, durchaus den Bodensee umrunden![]()
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Ergebnis 51 bis 53 von 53
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08.06.2011, 15:34
AW: Wandern mit Hüttenübernachtungen: wie is'n das??
LG WhiteTara
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10.06.2011, 18:23Inaktiver User
AW: Wandern mit Hüttenübernachtungen: wie is'n das??
Zu pauschal. Auch das ist sehr abhängig einerseits von der persönlichen Kondition und anderseits von Gelände (kommt noch viel Distanz hinzu, sind die Steigungen also flach, oder gehts einfach direkt rauf? Ist der Weg gut oder eiert man über Steine und balanciert auf schmalen Graten?). Ausserdem ist es auch abhängig, ob die Steigungen am Anfang einer Wanderung liegen oder am Schluss.Ich habe mal gelesen, ein guter Wanderer schafft 300 Höhenmeter pro Std.
300 Höhenmeter Aufstieg pro Stunde (oder 600 im Abstieg) sind ein guter Durchschnittswert für die Planung. Aber im Einzelfall können die Abweichungen erheblich sein. Ich schaffe 700-800 Höhenmeter in der Stunde (und das über mehr als 1 Stunde), wenns wirklich zickzackzickzack effizient raufgeht und ich Lust habe, Gas zu geben. Was ich aber nicht immer habe.
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21.06.2011, 01:31Inaktiver User
AW: Wandern mit Hüttenübernachtungen: wie is'n das??
Hallo,
also auch ich bin zurueck von meiner Huettenwanderung am WE und will kurz berichten.
(Mein groesster Gedanke galt ja dem Gewicht des Rucksacks, wenn ihr euch erinnern koennt.)
Also nach dem die Wetteraussichten lange Zeit vorher sehr gut waren, wurde dann schliesslich doch noch kurz vorher weniger gutes Wetter angesagt, d.h. fuer Samstagnachmittag und -nacht Nieselregen. Ich habe also wie folgt gepackt: feste Regenjacke, normale Jacke, Unterwaesche und T-shirt zum Wechseln, 2 paar Socken, leichte "Pile"-Jacke und Leggins zum wechseln in der Huette falls wir nass werden und zum schlafen, Handtuch und Waschzeug in "Hotelformat", Badelatschen, Proviant fuer 2 Tage (wir hatten Halbpension, d.h. Abendessen und Fruehstueck gabs auf der Huette) und 2 l Wasser.
Alles in allem (mit Rucksack): 8 kg
Wir sind bei herrlichem Sommerwetter gestartet. Nach 3 1/2 Stunden Autofahrt dann zum Aufstiegt aufgebrochen. Nach kurzer Strecke haben wir dann gleich Mittagspause gemacht und einen Teil vom Proviant verbraucht - zum Glueck. Dann ging's richtig los. Bergauf durch den Wald - schattig, aber sehr schwuel. Der Pfad war nicht schwierig zu gehen, aber mein Rucksack schien immer schwerer zu werden.
Er begann unangenehm auf die Schulter zu druecken, was ich ziemlich hinderlich fand und mir Bedenken fuer den folgenden Tag kamen.
Als wir nach ca. 3 Stunden aus dem Wald heraus kamen war der Himmel Wolken verhangen und es stieg Nebel auf, so dass wir die Huette erst gar nicht wahr genommen haben. Nun wurde es auch windig und die Jacke musst heraus geholt werden, denn ich war von dem Marsch durch den schwuelen Wald geschwitzt und auch nervoes, wegen des mich drueckenden Rucksacks (er war ja geliehen).
Wir kamen also zwar im feuchten Nebel, aber noch rechtzeitig vor dem Regen in der Huette an.
Dort war es sehr urig. Unsere ganze Gruppe (fast 30 Personen) in einem Schlafraum - Doppel- und dreistockbetten. Alles sehr lustig. Waschraum etwas kaerglich. Aber draussen war es duester und drinnen der Generator noch nicht angeschaltet, so dass wir uns im Halbdunkeln frisch gemacht und eingerichtet haben. Leider war von der Umgebung nichts zu sehen, da dichte Wolken uns einhuellten und es schliesslich auch zu regnen begann. In den Raeumen war es nicht sehr warm, der Ofen wurde nicht mehr angemacht, so dass die leichte Pile-Jacke mir gute Dienste geleistet hat...
Wir haben also in der Stube gehockt, geredet und uns ausgeruht bis zum Abendessen, was sehr lecker war. Kein Fernseher, kein Radio, kein Computer, kein Handyempfang!
(Ausser uns noch eine lustige Gruppe von ca. 20 Leuten, die in dem anderen Schlafsaal schliefen.)
Nach dem Essen noch ein bisschen Geplauder und dann ab ins Bett, d.h.im Waschraum und beim WC anstehen - Punkt 22 Uhr gings Licht aus.
Es waren wohl alle muede und sind recht schnell eingeschlafen.
Keiner in unserem Saal hat geschnarcht - die Ohrstoepsel konnten im Rucksack bleiben!
Eigentlich war Nachtruhe bis 7 angesagt...aber einige waren es wohl nicht gewohnt so viele Stunden zu schlafen und so begann es ab 6 zu "rascheln" und zu tuscheln....um 7 sassen etliche von uns schon am Fruehstueckstisch.
(Dabei war der Aufbruch erst fuer 8.30 angesagt.)
Um 8.30 waren wir also wieder Abreise bereit vor der Huettentuer versammelt und es erschien sogar die Sonne hinter dem Gipfel, den wir besteigen wollten und nun endlich auch zu Gesicht bekamen. Sehr schoen, aber auch beeindruckend.
Ich bekam, nachdem ich von meinen Schulterbeschwerden erzaehlte hatte (und deswegen etwas besorgt dem Tag entgegen sah) ein paar Ratschlaege, ihn in der Huefte fester zu binden, die Traeger zu verstellen usw. und dann gings los.
Es schien wieder die Sonne, aber wir stiegen im Schatten zum Gipfel auf. Noch war es frisch und angenehm und auch der Rucksack schien sich mit meinen Schultern anzufreunden (oder umgekehrt), jedenfalls merkte ich ihn weniger. Vielleicht auch, weil die wunderschoenen Aussichten, die wir genossen (von dort konnte man bis zum Meer schauen) und die herrliche Natur, die Gemsen, die sich am Wegrand zeigten, sogar ein Steinbock der uns majestaetisch von einem Felsvorsprung beobachtete, mich von dem Gewicht meines Rucksackes auf den Schultern abgelenkt hat.
Wir stiegen zum Gipfel auf, ueber die Wolken, die sich unter uns ansammelten. Herrliche Sonne - aber leider kein Ausblick mehr. Es war wie im Flugzeug...unter uns "flauschige weisse Wattewolken". Es war trotzdem schoen. Das letzte Stueck sogar sehr abenteuerlich - eine richtige Gratwanderung: rechts und links Abgrund...und mein Rucksack kam mir da wieder "schwerer" vor
Dann sind wir, nach einer kurzen Verschnaufpause auf der anderen Seite abgestiegen. Ein steinernes Meer. Der Weg wie in weisse Marmorstufen gemeisselt. Ziemlich steil, aber auch fuer Anfaenger wie mich, machbar. Es ging ziemlich zuegig. Bald kam die naechste Huette in Sicht und die Aussicht, endlich den letzten Proviant aufbrauchen zu koennen, auch um ihn nicht mehr herumschleppen zu muessen, war sehr erfreulich!
Die Huette war sehr klein, aber es war nun wieder sonnig und wir konnten draussen sitzen.
Unser mitgebrachtes Mittagessen wurde von einem frischen Bier begleitet, das war wirklich lecker. Lustig von dem einen und anderen zu kosten. Es wurde richtig warm.
Aber der restliche Abstieg ging dann wieder durch den schattigen Wald und diesmal viel angenehmer, als der Aufstieg.
Am spaeten Nachmittag waren wir dann wieder an den Autos und haben natuerlich im Naechsten Ort nochmal angehalten und alle zusammen ein leckeres Eis gegessen, bevor wir uns getrennt haben.
Fuer mich waren es zwei schoene Tage, wenn auch nicht ganz einfach.
Offengestanden, fand ich es mal lustig auf der Huette zu schlafen, werde aber in Zukunft wohl doch eher Tagestouren vorziehen, wo ich nur einen kleinen leichteren Rucksack brauche. Auch eine Mehrtagesfahrt, mit Base im Hotel und einzelnen Tagestouren kann ich mir fuer mich gut vorstellen. Vielleicht auch mal wieder 1 Nacht auf einer Huette - aber mehr nicht...
Danke nochmal fuer eure Ratschlaege, die wirklich sehr hilfreich waren
Amorosa




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